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		<title>a-wissing.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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				<updated>2021-01-30T17:56:27Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Dies ist das Wiki von [http://www.brainstoff.de WWW.BRAINSTOFF.DE]'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Seite zu verändern benötigen Sie entsprechende Rechte.&lt;br /&gt;
Hier schreiben wir auch was über '''R''' hin&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>	</entry>

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				<updated>2021-01-30T17:55:54Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Dies ist das Wiki von [http://www.brainstoff.de WWW.BRAINSTOFF.DE]'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Hier schreiben wir auch was über ===R=== hin&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>	</entry>

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				<updated>2021-01-30T17:54:54Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Dies ist das Wiki von [http://www.brainstoff.de WWW.BRAINSTOFF.DE]'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Hier schreiben wir auch was über '''R'''&lt;br /&gt;
== Ebene-2-Überschrift ==&lt;br /&gt;
 hin&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.a-wissing.de/mediawiki-1170/index.php/Linux</id>
		<title>Linux</title>
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				<updated>2020-10-11T19:47:15Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „Hier sollte die Geschichte von Linus Torwalds stehen“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hier sollte die Geschichte von Linus Torwalds stehen&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.a-wissing.de/mediawiki-1170/index.php/a-wissing.de:Impressum</id>
		<title>a-wissing.de:Impressum</title>
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				<updated>2018-12-16T20:02:39Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;h2&amp;gt;Datenschutzerklärung&amp;lt;/h2&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Datenschutzerklärung klärt Sie über die Art, den Umfang und Zweck der Verarbeitung von personenbezogenen Daten (nachfolgend kurz „Daten“) innerhalb unseres Onlineangebotes und der mit ihm verbundenen Webseiten, Funktionen und Inhalte sowie externen Onlinepräsenzen, wie z.B. unser Social Media Profile auf (nachfolgend gemeinsam bezeichnet als „Onlineangebot“). Im Hinblick auf die verwendeten Begrifflichkeiten, wie z.B. „Verarbeitung“ oder „Verantwortlicher“ verweisen wir auf die Definitionen im Art. 4 der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-controller&amp;quot;&amp;gt;Verantwortlicher&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;tsmcontroller&amp;quot;&amp;gt;Andreas Wissing&lt;br /&gt;
&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nonnenerlen 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
45661 Recklinghausen, Deutschland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
E-Mailadresse: info@brainstoff.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Link zum Impressum: http://www.a-wissing.de&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-datatype&amp;quot;&amp;gt;Arten der verarbeiteten Daten:&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
- Bestandsdaten (z.B., Namen, Adressen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Kontaktdaten (z.B., E-Mail, Telefonnummern).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Inhaltsdaten (z.B., Texteingaben, Fotografien, Videos).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Nutzungsdaten (z.B., besuchte Webseiten, Interesse an Inhalten, Zugriffszeiten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Meta-/Kommunikationsdaten (z.B., Geräte-Informationen, IP-Adressen).&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-datasubjects&amp;quot;&amp;gt;Kategorien betroffener Personen&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
Besucher und Nutzer des Onlineangebotes (Nachfolgend bezeichnen wir die betroffenen Personen zusammenfassend auch als „Nutzer“).&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-purpose&amp;quot;&amp;gt;Zweck der Verarbeitung&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
- Zurverfügungstellung des Onlineangebotes, seiner Funktionen und Inhalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Beantwortung von Kontaktanfragen und Kommunikation mit Nutzern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sicherheitsmaßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Reichweitenmessung/Marketing&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-terms&amp;quot;&amp;gt;Verwendete Begrifflichkeiten&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Personenbezogene Daten“ sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person (im Folgenden „betroffene Person“) beziehen; als identifizierbar wird eine natürliche Person angesehen, die direkt oder indirekt, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie einem Namen, zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer Online-Kennung (z.B. Cookie) oder zu einem oder mehreren besonderen Merkmalen identifiziert werden kann, die Ausdruck der physischen, physiologischen, genetischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität dieser natürlichen Person sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Verarbeitung“ ist jeder mit oder ohne Hilfe automatisierter Verfahren ausgeführte Vorgang oder jede solche Vorgangsreihe im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten. Der Begriff reicht weit und umfasst praktisch jeden Umgang mit Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Pseudonymisierung“ die Verarbeitung personenbezogener Daten in einer Weise, dass die personenbezogenen Daten ohne Hinzuziehung zusätzlicher Informationen nicht mehr einer spezifischen betroffenen Person zugeordnet werden können, sofern diese zusätzlichen Informationen gesondert aufbewahrt werden und technischen und organisatorischen Maßnahmen unterliegen, die gewährleisten, dass die personenbezogenen Daten nicht einer identifizierten oder identifizierbaren natürlichen Person zugewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Profiling“ jede Art der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten, die darin besteht, dass diese personenbezogenen Daten verwendet werden, um bestimmte persönliche Aspekte, die sich auf eine natürliche Person beziehen, zu bewerten, insbesondere um Aspekte bezüglich Arbeitsleistung, wirtschaftliche Lage, Gesundheit, persönliche Vorlieben, Interessen, Zuverlässigkeit, Verhalten, Aufenthaltsort oder Ortswechsel dieser natürlichen Person zu analysieren oder vorherzusagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Verantwortlicher“ wird die natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die allein oder gemeinsam mit anderen über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten entscheidet, bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Auftragsverarbeiter“ eine natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die personenbezogene Daten im Auftrag des Verantwortlichen verarbeitet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-legalbasis&amp;quot;&amp;gt;Maßgebliche Rechtsgrundlagen&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Maßgabe des Art. 13 DSGVO teilen wir Ihnen die Rechtsgrundlagen unserer Datenverarbeitungen mit. Sofern die Rechtsgrundlage in der Datenschutzerklärung nicht genannt wird, gilt Folgendes: Die Rechtsgrundlage für die Einholung von Einwilligungen ist Art. 6 Abs. 1 lit. a und Art. 7 DSGVO, die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Erfüllung unserer Leistungen und Durchführung vertraglicher Maßnahmen sowie Beantwortung von Anfragen ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Erfüllung unserer rechtlichen Verpflichtungen ist Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO, und die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Wahrung unserer berechtigten Interessen ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Für den Fall, dass lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person eine Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich machen, dient Art. 6 Abs. 1 lit. d DSGVO als Rechtsgrundlage.&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-securitymeasures&amp;quot;&amp;gt;Sicherheitsmaßnahmen&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir treffen nach Maßgabe des Art. 32 DSGVO unter Berücksichtigung des Stands der Technik, der Implementierungskosten und der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung sowie der unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des Risikos für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen, geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Maßnahmen gehören insbesondere die Sicherung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten durch Kontrolle des physischen Zugangs zu den Daten, als auch des sie betreffenden Zugriffs, der Eingabe, Weitergabe, der Sicherung der Verfügbarkeit und ihrer Trennung. Des Weiteren haben wir Verfahren eingerichtet, die eine Wahrnehmung von Betroffenenrechten, Löschung von Daten und Reaktion auf Gefährdung der Daten gewährleisten. Ferner berücksichtigen wir den Schutz personenbezogener Daten bereits bei der Entwicklung, bzw. Auswahl von Hardware, Software sowie Verfahren, entsprechend dem Prinzip des Datenschutzes durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen (Art. 25 DSGVO).&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-coprocessing&amp;quot;&amp;gt;Zusammenarbeit mit Auftragsverarbeitern und Dritten&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofern wir im Rahmen unserer Verarbeitung Daten gegenüber anderen Personen und Unternehmen (Auftragsverarbeitern oder Dritten) offenbaren, sie an diese übermitteln oder ihnen sonst Zugriff auf die Daten gewähren, erfolgt dies nur auf Grundlage einer gesetzlichen Erlaubnis (z.B. wenn eine Übermittlung der Daten an Dritte, wie an Zahlungsdienstleister, gem. Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO zur Vertragserfüllung erforderlich ist), Sie eingewilligt haben, eine rechtliche Verpflichtung dies vorsieht oder auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (z.B. beim Einsatz von Beauftragten, Webhostern, etc.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sofern wir Dritte mit der Verarbeitung von Daten auf Grundlage eines sog. „Auftragsverarbeitungsvertrages“ beauftragen, geschieht dies auf Grundlage des Art. 28 DSGVO.&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-thirdparty&amp;quot;&amp;gt;Übermittlungen in Drittländer&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofern wir Daten in einem Drittland (d.h. außerhalb der Europäischen Union (EU) oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)) verarbeiten oder dies im Rahmen der Inanspruchnahme von Diensten Dritter oder Offenlegung, bzw. Übermittlung von Daten an Dritte geschieht, erfolgt dies nur, wenn es zur Erfüllung unserer (vor)vertraglichen Pflichten, auf Grundlage Ihrer Einwilligung, aufgrund einer rechtlichen Verpflichtung oder auf Grundlage unserer berechtigten Interessen geschieht. Vorbehaltlich gesetzlicher oder vertraglicher Erlaubnisse, verarbeiten oder lassen wir die Daten in einem Drittland nur beim Vorliegen der besonderen Voraussetzungen der Art. 44 ff. DSGVO verarbeiten. D.h. die Verarbeitung erfolgt z.B. auf Grundlage besonderer Garantien, wie der offiziell anerkannten Feststellung eines der EU entsprechenden Datenschutzniveaus (z.B. für die USA durch das „Privacy Shield“) oder Beachtung offiziell anerkannter spezieller vertraglicher Verpflichtungen (so genannte „Standardvertragsklauseln“).&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-rightssubject&amp;quot;&amp;gt;Rechte der betroffenen Personen&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie haben das Recht, eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob betreffende Daten verarbeitet werden und auf Auskunft über diese Daten sowie auf weitere Informationen und Kopie der Daten entsprechend Art. 15 DSGVO.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie haben entsprechend. Art. 16 DSGVO das Recht, die Vervollständigung der Sie betreffenden Daten oder die Berichtigung der Sie betreffenden unrichtigen Daten zu verlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie haben nach Maßgabe des Art. 17 DSGVO das Recht zu verlangen, dass betreffende Daten unverzüglich gelöscht werden, bzw. alternativ nach Maßgabe des Art. 18 DSGVO eine Einschränkung der Verarbeitung der Daten zu verlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie haben das Recht zu verlangen, dass die Sie betreffenden Daten, die Sie uns bereitgestellt haben nach Maßgabe des Art. 20 DSGVO zu erhalten und deren Übermittlung an andere Verantwortliche zu fordern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie haben ferner gem. Art. 77 DSGVO das Recht, eine Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde einzureichen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-revokeconsent&amp;quot;&amp;gt;Widerrufsrecht&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie haben das Recht, erteilte Einwilligungen gem. Art. 7 Abs. 3 DSGVO mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-object&amp;quot;&amp;gt;Widerspruchsrecht&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie können der künftigen Verarbeitung der Sie betreffenden Daten nach Maßgabe des Art. 21 DSGVO jederzeit widersprechen. Der Widerspruch kann insbesondere gegen die Verarbeitung für Zwecke der Direktwerbung erfolgen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-cookies&amp;quot;&amp;gt;Cookies und Widerspruchsrecht bei Direktwerbung&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als „Cookies“ werden kleine Dateien bezeichnet, die auf Rechnern der Nutzer gespeichert werden. Innerhalb der Cookies können unterschiedliche Angaben gespeichert werden. Ein Cookie dient primär dazu, die Angaben zu einem Nutzer (bzw. dem Gerät auf dem das Cookie gespeichert ist) während oder auch nach seinem Besuch innerhalb eines Onlineangebotes zu speichern. Als temporäre Cookies, bzw. „Session-Cookies“ oder „transiente Cookies“, werden Cookies bezeichnet, die gelöscht werden, nachdem ein Nutzer ein Onlineangebot verlässt und seinen Browser schließt. In einem solchen Cookie kann z.B. der Inhalt eines Warenkorbs in einem Onlineshop oder ein Login-Status gespeichert werden. Als „permanent“ oder „persistent“ werden Cookies bezeichnet, die auch nach dem Schließen des Browsers gespeichert bleiben. So kann z.B. der Login-Status gespeichert werden, wenn die Nutzer diese nach mehreren Tagen aufsuchen. Ebenso können in einem solchen Cookie die Interessen der Nutzer gespeichert werden, die für Reichweitenmessung oder Marketingzwecke verwendet werden. Als „Third-Party-Cookie“ werden Cookies bezeichnet, die von anderen Anbietern als dem Verantwortlichen, der das Onlineangebot betreibt, angeboten werden (andernfalls, wenn es nur dessen Cookies sind spricht man von „First-Party Cookies“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können temporäre und permanente Cookies einsetzen und klären hierüber im Rahmen unserer Datenschutzerklärung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Nutzer nicht möchten, dass Cookies auf ihrem Rechner gespeichert werden, werden sie gebeten die entsprechende Option in den Systemeinstellungen ihres Browsers zu deaktivieren. Gespeicherte Cookies können in den Systemeinstellungen des Browsers gelöscht werden. Der Ausschluss von Cookies kann zu Funktionseinschränkungen dieses Onlineangebotes führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein genereller Widerspruch gegen den Einsatz der zu Zwecken des Onlinemarketing eingesetzten Cookies kann bei einer Vielzahl der Dienste, vor allem im Fall des Trackings, über die US-amerikanische Seite &amp;lt;a href=&amp;quot;http://www.aboutads.info/choices/&amp;quot;&amp;gt;http://www.aboutads.info/choices/&amp;lt;/a&amp;gt; oder die EU-Seite &amp;lt;a href=&amp;quot;http://www.youronlinechoices.com/&amp;quot;&amp;gt;http://www.youronlinechoices.com/&amp;lt;/a&amp;gt; erklärt werden. Des Weiteren kann die Speicherung von Cookies mittels deren Abschaltung in den Einstellungen des Browsers erreicht werden. Bitte beachten Sie, dass dann gegebenenfalls nicht alle Funktionen dieses Onlineangebotes genutzt werden können.&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-erasure&amp;quot;&amp;gt;Löschung von Daten&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von uns verarbeiteten Daten werden nach Maßgabe der Art. 17 und 18 DSGVO gelöscht oder in ihrer Verarbeitung eingeschränkt. Sofern nicht im Rahmen dieser Datenschutzerklärung ausdrücklich angegeben, werden die bei uns gespeicherten Daten gelöscht, sobald sie für ihre Zweckbestimmung nicht mehr erforderlich sind und der Löschung keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Sofern die Daten nicht gelöscht werden, weil sie für andere und gesetzlich zulässige Zwecke erforderlich sind, wird deren Verarbeitung eingeschränkt. D.h. die Daten werden gesperrt und nicht für andere Zwecke verarbeitet. Das gilt z.B. für Daten, die aus handels- oder steuerrechtlichen Gründen aufbewahrt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach gesetzlichen Vorgaben in Deutschland, erfolgt die Aufbewahrung insbesondere für 10 Jahre gemäß §§ 147 Abs. 1 AO, 257 Abs. 1 Nr. 1 und 4, Abs. 4 HGB (Bücher, Aufzeichnungen, Lageberichte, Buchungsbelege, Handelsbücher, für Besteuerung relevanter Unterlagen, etc.) und 6 Jahre gemäß § 257 Abs. 1 Nr. 2 und 3, Abs. 4 HGB (Handelsbriefe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach gesetzlichen Vorgaben in Österreich erfolgt die Aufbewahrung insbesondere für 7 J gemäß § 132 Abs. 1 BAO (Buchhaltungsunterlagen, Belege/Rechnungen, Konten, Belege, Geschäftspapiere, Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben, etc.), für 22 Jahre im Zusammenhang mit Grundstücken und für 10 Jahre bei Unterlagen im Zusammenhang mit elektronisch erbrachten Leistungen, Telekommunikations-, Rundfunk- und Fernsehleistungen, die an Nichtunternehmer in EU-Mitgliedstaaten erbracht werden und für die der Mini-One-Stop-Shop (MOSS) in Anspruch genommen wird.&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-ga-googleanalytics&amp;quot;&amp;gt;Google Analytics&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;ts-muster-content&amp;quot;&amp;gt;Wir setzen auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (d.h. Interesse an der Analyse, Optimierung und wirtschaftlichem Betrieb unseres Onlineangebotes im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO) Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google LLC („Google“) ein. Google verwendet Cookies. Die durch das Cookie erzeugten Informationen über Benutzung des Onlineangebotes durch die Nutzer werden in der Regel an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Google ist unter dem Privacy-Shield-Abkommen zertifiziert und bietet hierdurch eine Garantie, das europäische Datenschutzrecht einzuhalten (&amp;lt;a href=&amp;quot;https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt000000001L5AAI&amp;amp;amp;status=Active&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&amp;gt;https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt000000001L5AAI&amp;amp;amp;status=Active&amp;lt;/a&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Google wird diese Informationen in unserem Auftrag benutzen, um die Nutzung unseres Onlineangebotes durch die Nutzer auszuwerten, um Reports über die Aktivitäten innerhalb dieses Onlineangebotes zusammenzustellen und um weitere, mit der Nutzung dieses Onlineangebotes und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen, uns gegenüber zu erbringen. Dabei können aus den verarbeiteten Daten pseudonyme Nutzungsprofile der Nutzer erstellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir setzen Google Analytics nur mit aktivierter IP-Anonymisierung ein. Das bedeutet, die IP-Adresse der Nutzer wird von Google innerhalb von Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder in anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum gekürzt. Nur in Ausnahmefällen wird die volle IP-Adresse an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gekürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von dem Browser des Nutzers übermittelte IP-Adresse wird nicht mit anderen Daten von Google zusammengeführt. Die Nutzer können die Speicherung der Cookies durch eine entsprechende Einstellung ihrer Browser-Software verhindern; die Nutzer können darüber hinaus die Erfassung der durch das Cookie erzeugten und auf ihre Nutzung des Onlineangebotes bezogenen Daten an Google sowie die Verarbeitung dieser Daten durch Google verhindern, indem sie das unter folgendem Link verfügbare Browser-Plugin herunterladen und installieren: &amp;lt;a href=&amp;quot;http://tools.google.com/dlpage/gaoptout?hl=de&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&amp;gt;http://tools.google.com/dlpage/gaoptout?hl=de&amp;lt;/a&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Informationen zur Datennutzung durch Google, Einstellungs- und Widerspruchsmöglichkeiten, erfahren Sie in der Datenschutzerklärung von Google (&amp;lt;a href=&amp;quot;https://policies.google.com/technologies/ads&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&amp;gt;https://policies.google.com/technologies/ads&amp;lt;/a&amp;gt;) sowie in den Einstellungen für die Darstellung von Werbeeinblendungen durch Google &amp;lt;a href=&amp;quot;https://adssettings.google.com/authenticated&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&amp;gt;(https://adssettings.google.com/authenticated&amp;lt;/a&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die personenbezogenen Daten der Nutzer werden nach 14 Monaten gelöscht oder anonymisiert.&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-ga-audiences&amp;quot;&amp;gt;Zielgruppenbildung mit Google Analytics&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;ts-muster-content&amp;quot;&amp;gt;Wir setzen Google Analytics ein, um die durch innerhalb von Werbediensten Googles und seiner Partner geschalteten Anzeigen, nur solchen Nutzern anzuzeigen, die auch ein Interesse an unserem Onlineangebot gezeigt haben oder die bestimmte Merkmale (z.B. Interessen an bestimmten Themen oder Produkten, die anhand der besuchten Webseiten bestimmt werden) aufweisen, die wir an Google übermitteln (sog. „Remarketing-“, bzw. „Google-Analytics-Audiences“). Mit Hilfe der Remarketing Audiences möchten wir auch sicherstellen, dass unsere Anzeigen dem potentiellen Interesse der Nutzer entsprechen.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;a class=&amp;quot;dsg1-5&amp;quot; href=&amp;quot;https://datenschutz-generator.de&amp;quot; rel=&amp;quot;nofollow&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&amp;gt;Erstellt mit Datenschutz-Generator.de von RA Dr. Thomas Schwenke&amp;lt;/a&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.a-wissing.de/mediawiki-1170/index.php/a-wissing.de:Impressum</id>
		<title>a-wissing.de:Impressum</title>
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				<updated>2018-12-16T20:01:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;lt;h2&amp;gt;Datenschutzerklärung&amp;lt;/h2&amp;gt; Diese Datenschutzerklärung klärt Sie über die Art, den Umfang und Zweck der Verarbeitung von personenbezogenen Daten (nachfolgen…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;h2&amp;gt;Datenschutzerklärung&amp;lt;/h2&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-controller&amp;quot;&amp;gt;Verantwortlicher&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;tsmcontroller&amp;quot;&amp;gt;Andreas Wissing&lt;br /&gt;
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E-Mailadresse: info@brainstoff.de&lt;br /&gt;
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- Bestandsdaten (z.B., Namen, Adressen).&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
- Meta-/Kommunikationsdaten (z.B., Geräte-Informationen, IP-Adressen).&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-datasubjects&amp;quot;&amp;gt;Kategorien betroffener Personen&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
Besucher und Nutzer des Onlineangebotes (Nachfolgend bezeichnen wir die betroffenen Personen zusammenfassend auch als „Nutzer“).&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-purpose&amp;quot;&amp;gt;Zweck der Verarbeitung&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
- Zurverfügungstellung des Onlineangebotes, seiner Funktionen und Inhalte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Beantwortung von Kontaktanfragen und Kommunikation mit Nutzern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Sicherheitsmaßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Reichweitenmessung/Marketing&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-terms&amp;quot;&amp;gt;Verwendete Begrifflichkeiten&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Personenbezogene Daten“ sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person (im Folgenden „betroffene Person“) beziehen; als identifizierbar wird eine natürliche Person angesehen, die direkt oder indirekt, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie einem Namen, zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer Online-Kennung (z.B. Cookie) oder zu einem oder mehreren besonderen Merkmalen identifiziert werden kann, die Ausdruck der physischen, physiologischen, genetischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität dieser natürlichen Person sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Verarbeitung“ ist jeder mit oder ohne Hilfe automatisierter Verfahren ausgeführte Vorgang oder jede solche Vorgangsreihe im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten. Der Begriff reicht weit und umfasst praktisch jeden Umgang mit Daten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Pseudonymisierung“ die Verarbeitung personenbezogener Daten in einer Weise, dass die personenbezogenen Daten ohne Hinzuziehung zusätzlicher Informationen nicht mehr einer spezifischen betroffenen Person zugeordnet werden können, sofern diese zusätzlichen Informationen gesondert aufbewahrt werden und technischen und organisatorischen Maßnahmen unterliegen, die gewährleisten, dass die personenbezogenen Daten nicht einer identifizierten oder identifizierbaren natürlichen Person zugewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Profiling“ jede Art der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten, die darin besteht, dass diese personenbezogenen Daten verwendet werden, um bestimmte persönliche Aspekte, die sich auf eine natürliche Person beziehen, zu bewerten, insbesondere um Aspekte bezüglich Arbeitsleistung, wirtschaftliche Lage, Gesundheit, persönliche Vorlieben, Interessen, Zuverlässigkeit, Verhalten, Aufenthaltsort oder Ortswechsel dieser natürlichen Person zu analysieren oder vorherzusagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als „Verantwortlicher“ wird die natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die allein oder gemeinsam mit anderen über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten entscheidet, bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Auftragsverarbeiter“ eine natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die personenbezogene Daten im Auftrag des Verantwortlichen verarbeitet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-legalbasis&amp;quot;&amp;gt;Maßgebliche Rechtsgrundlagen&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach Maßgabe des Art. 13 DSGVO teilen wir Ihnen die Rechtsgrundlagen unserer Datenverarbeitungen mit. Sofern die Rechtsgrundlage in der Datenschutzerklärung nicht genannt wird, gilt Folgendes: Die Rechtsgrundlage für die Einholung von Einwilligungen ist Art. 6 Abs. 1 lit. a und Art. 7 DSGVO, die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Erfüllung unserer Leistungen und Durchführung vertraglicher Maßnahmen sowie Beantwortung von Anfragen ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Erfüllung unserer rechtlichen Verpflichtungen ist Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO, und die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Wahrung unserer berechtigten Interessen ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Für den Fall, dass lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person eine Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich machen, dient Art. 6 Abs. 1 lit. d DSGVO als Rechtsgrundlage.&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-securitymeasures&amp;quot;&amp;gt;Sicherheitsmaßnahmen&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wir treffen nach Maßgabe des Art. 32 DSGVO unter Berücksichtigung des Stands der Technik, der Implementierungskosten und der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung sowie der unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des Risikos für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen, geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Maßnahmen gehören insbesondere die Sicherung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten durch Kontrolle des physischen Zugangs zu den Daten, als auch des sie betreffenden Zugriffs, der Eingabe, Weitergabe, der Sicherung der Verfügbarkeit und ihrer Trennung. Des Weiteren haben wir Verfahren eingerichtet, die eine Wahrnehmung von Betroffenenrechten, Löschung von Daten und Reaktion auf Gefährdung der Daten gewährleisten. Ferner berücksichtigen wir den Schutz personenbezogener Daten bereits bei der Entwicklung, bzw. Auswahl von Hardware, Software sowie Verfahren, entsprechend dem Prinzip des Datenschutzes durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen (Art. 25 DSGVO).&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-coprocessing&amp;quot;&amp;gt;Zusammenarbeit mit Auftragsverarbeitern und Dritten&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofern wir im Rahmen unserer Verarbeitung Daten gegenüber anderen Personen und Unternehmen (Auftragsverarbeitern oder Dritten) offenbaren, sie an diese übermitteln oder ihnen sonst Zugriff auf die Daten gewähren, erfolgt dies nur auf Grundlage einer gesetzlichen Erlaubnis (z.B. wenn eine Übermittlung der Daten an Dritte, wie an Zahlungsdienstleister, gem. Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO zur Vertragserfüllung erforderlich ist), Sie eingewilligt haben, eine rechtliche Verpflichtung dies vorsieht oder auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (z.B. beim Einsatz von Beauftragten, Webhostern, etc.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sofern wir Dritte mit der Verarbeitung von Daten auf Grundlage eines sog. „Auftragsverarbeitungsvertrages“ beauftragen, geschieht dies auf Grundlage des Art. 28 DSGVO.&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-thirdparty&amp;quot;&amp;gt;Übermittlungen in Drittländer&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sofern wir Daten in einem Drittland (d.h. außerhalb der Europäischen Union (EU) oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)) verarbeiten oder dies im Rahmen der Inanspruchnahme von Diensten Dritter oder Offenlegung, bzw. Übermittlung von Daten an Dritte geschieht, erfolgt dies nur, wenn es zur Erfüllung unserer (vor)vertraglichen Pflichten, auf Grundlage Ihrer Einwilligung, aufgrund einer rechtlichen Verpflichtung oder auf Grundlage unserer berechtigten Interessen geschieht. Vorbehaltlich gesetzlicher oder vertraglicher Erlaubnisse, verarbeiten oder lassen wir die Daten in einem Drittland nur beim Vorliegen der besonderen Voraussetzungen der Art. 44 ff. DSGVO verarbeiten. D.h. die Verarbeitung erfolgt z.B. auf Grundlage besonderer Garantien, wie der offiziell anerkannten Feststellung eines der EU entsprechenden Datenschutzniveaus (z.B. für die USA durch das „Privacy Shield“) oder Beachtung offiziell anerkannter spezieller vertraglicher Verpflichtungen (so genannte „Standardvertragsklauseln“).&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-rightssubject&amp;quot;&amp;gt;Rechte der betroffenen Personen&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie haben das Recht, eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob betreffende Daten verarbeitet werden und auf Auskunft über diese Daten sowie auf weitere Informationen und Kopie der Daten entsprechend Art. 15 DSGVO.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie haben entsprechend. Art. 16 DSGVO das Recht, die Vervollständigung der Sie betreffenden Daten oder die Berichtigung der Sie betreffenden unrichtigen Daten zu verlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie haben nach Maßgabe des Art. 17 DSGVO das Recht zu verlangen, dass betreffende Daten unverzüglich gelöscht werden, bzw. alternativ nach Maßgabe des Art. 18 DSGVO eine Einschränkung der Verarbeitung der Daten zu verlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie haben das Recht zu verlangen, dass die Sie betreffenden Daten, die Sie uns bereitgestellt haben nach Maßgabe des Art. 20 DSGVO zu erhalten und deren Übermittlung an andere Verantwortliche zu fordern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie haben ferner gem. Art. 77 DSGVO das Recht, eine Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde einzureichen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-revokeconsent&amp;quot;&amp;gt;Widerrufsrecht&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie haben das Recht, erteilte Einwilligungen gem. Art. 7 Abs. 3 DSGVO mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-object&amp;quot;&amp;gt;Widerspruchsrecht&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie können der künftigen Verarbeitung der Sie betreffenden Daten nach Maßgabe des Art. 21 DSGVO jederzeit widersprechen. Der Widerspruch kann insbesondere gegen die Verarbeitung für Zwecke der Direktwerbung erfolgen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-cookies&amp;quot;&amp;gt;Cookies und Widerspruchsrecht bei Direktwerbung&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als „Cookies“ werden kleine Dateien bezeichnet, die auf Rechnern der Nutzer gespeichert werden. Innerhalb der Cookies können unterschiedliche Angaben gespeichert werden. Ein Cookie dient primär dazu, die Angaben zu einem Nutzer (bzw. dem Gerät auf dem das Cookie gespeichert ist) während oder auch nach seinem Besuch innerhalb eines Onlineangebotes zu speichern. Als temporäre Cookies, bzw. „Session-Cookies“ oder „transiente Cookies“, werden Cookies bezeichnet, die gelöscht werden, nachdem ein Nutzer ein Onlineangebot verlässt und seinen Browser schließt. In einem solchen Cookie kann z.B. der Inhalt eines Warenkorbs in einem Onlineshop oder ein Login-Status gespeichert werden. Als „permanent“ oder „persistent“ werden Cookies bezeichnet, die auch nach dem Schließen des Browsers gespeichert bleiben. So kann z.B. der Login-Status gespeichert werden, wenn die Nutzer diese nach mehreren Tagen aufsuchen. Ebenso können in einem solchen Cookie die Interessen der Nutzer gespeichert werden, die für Reichweitenmessung oder Marketingzwecke verwendet werden. Als „Third-Party-Cookie“ werden Cookies bezeichnet, die von anderen Anbietern als dem Verantwortlichen, der das Onlineangebot betreibt, angeboten werden (andernfalls, wenn es nur dessen Cookies sind spricht man von „First-Party Cookies“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können temporäre und permanente Cookies einsetzen und klären hierüber im Rahmen unserer Datenschutzerklärung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Nutzer nicht möchten, dass Cookies auf ihrem Rechner gespeichert werden, werden sie gebeten die entsprechende Option in den Systemeinstellungen ihres Browsers zu deaktivieren. Gespeicherte Cookies können in den Systemeinstellungen des Browsers gelöscht werden. Der Ausschluss von Cookies kann zu Funktionseinschränkungen dieses Onlineangebotes führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein genereller Widerspruch gegen den Einsatz der zu Zwecken des Onlinemarketing eingesetzten Cookies kann bei einer Vielzahl der Dienste, vor allem im Fall des Trackings, über die US-amerikanische Seite &amp;lt;a href=&amp;quot;http://www.aboutads.info/choices/&amp;quot;&amp;gt;http://www.aboutads.info/choices/&amp;lt;/a&amp;gt; oder die EU-Seite &amp;lt;a href=&amp;quot;http://www.youronlinechoices.com/&amp;quot;&amp;gt;http://www.youronlinechoices.com/&amp;lt;/a&amp;gt; erklärt werden. Des Weiteren kann die Speicherung von Cookies mittels deren Abschaltung in den Einstellungen des Browsers erreicht werden. Bitte beachten Sie, dass dann gegebenenfalls nicht alle Funktionen dieses Onlineangebotes genutzt werden können.&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-general-erasure&amp;quot;&amp;gt;Löschung von Daten&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von uns verarbeiteten Daten werden nach Maßgabe der Art. 17 und 18 DSGVO gelöscht oder in ihrer Verarbeitung eingeschränkt. Sofern nicht im Rahmen dieser Datenschutzerklärung ausdrücklich angegeben, werden die bei uns gespeicherten Daten gelöscht, sobald sie für ihre Zweckbestimmung nicht mehr erforderlich sind und der Löschung keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Sofern die Daten nicht gelöscht werden, weil sie für andere und gesetzlich zulässige Zwecke erforderlich sind, wird deren Verarbeitung eingeschränkt. D.h. die Daten werden gesperrt und nicht für andere Zwecke verarbeitet. Das gilt z.B. für Daten, die aus handels- oder steuerrechtlichen Gründen aufbewahrt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach gesetzlichen Vorgaben in Deutschland, erfolgt die Aufbewahrung insbesondere für 10 Jahre gemäß §§ 147 Abs. 1 AO, 257 Abs. 1 Nr. 1 und 4, Abs. 4 HGB (Bücher, Aufzeichnungen, Lageberichte, Buchungsbelege, Handelsbücher, für Besteuerung relevanter Unterlagen, etc.) und 6 Jahre gemäß § 257 Abs. 1 Nr. 2 und 3, Abs. 4 HGB (Handelsbriefe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach gesetzlichen Vorgaben in Österreich erfolgt die Aufbewahrung insbesondere für 7 J gemäß § 132 Abs. 1 BAO (Buchhaltungsunterlagen, Belege/Rechnungen, Konten, Belege, Geschäftspapiere, Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben, etc.), für 22 Jahre im Zusammenhang mit Grundstücken und für 10 Jahre bei Unterlagen im Zusammenhang mit elektronisch erbrachten Leistungen, Telekommunikations-, Rundfunk- und Fernsehleistungen, die an Nichtunternehmer in EU-Mitgliedstaaten erbracht werden und für die der Mini-One-Stop-Shop (MOSS) in Anspruch genommen wird.&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-ga-googleanalytics&amp;quot;&amp;gt;Google Analytics&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;ts-muster-content&amp;quot;&amp;gt;Wir setzen auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (d.h. Interesse an der Analyse, Optimierung und wirtschaftlichem Betrieb unseres Onlineangebotes im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO) Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google LLC („Google“) ein. Google verwendet Cookies. Die durch das Cookie erzeugten Informationen über Benutzung des Onlineangebotes durch die Nutzer werden in der Regel an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Google ist unter dem Privacy-Shield-Abkommen zertifiziert und bietet hierdurch eine Garantie, das europäische Datenschutzrecht einzuhalten (&amp;lt;a href=&amp;quot;https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt000000001L5AAI&amp;amp;amp;status=Active&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&amp;gt;https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt000000001L5AAI&amp;amp;amp;status=Active&amp;lt;/a&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Google wird diese Informationen in unserem Auftrag benutzen, um die Nutzung unseres Onlineangebotes durch die Nutzer auszuwerten, um Reports über die Aktivitäten innerhalb dieses Onlineangebotes zusammenzustellen und um weitere, mit der Nutzung dieses Onlineangebotes und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen, uns gegenüber zu erbringen. Dabei können aus den verarbeiteten Daten pseudonyme Nutzungsprofile der Nutzer erstellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir setzen Google Analytics nur mit aktivierter IP-Anonymisierung ein. Das bedeutet, die IP-Adresse der Nutzer wird von Google innerhalb von Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder in anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum gekürzt. Nur in Ausnahmefällen wird die volle IP-Adresse an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gekürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von dem Browser des Nutzers übermittelte IP-Adresse wird nicht mit anderen Daten von Google zusammengeführt. Die Nutzer können die Speicherung der Cookies durch eine entsprechende Einstellung ihrer Browser-Software verhindern; die Nutzer können darüber hinaus die Erfassung der durch das Cookie erzeugten und auf ihre Nutzung des Onlineangebotes bezogenen Daten an Google sowie die Verarbeitung dieser Daten durch Google verhindern, indem sie das unter folgendem Link verfügbare Browser-Plugin herunterladen und installieren: &amp;lt;a href=&amp;quot;http://tools.google.com/dlpage/gaoptout?hl=de&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&amp;gt;http://tools.google.com/dlpage/gaoptout?hl=de&amp;lt;/a&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Informationen zur Datennutzung durch Google, Einstellungs- und Widerspruchsmöglichkeiten, erfahren Sie in der Datenschutzerklärung von Google (&amp;lt;a href=&amp;quot;https://policies.google.com/technologies/ads&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&amp;gt;https://policies.google.com/technologies/ads&amp;lt;/a&amp;gt;) sowie in den Einstellungen für die Darstellung von Werbeeinblendungen durch Google &amp;lt;a href=&amp;quot;https://adssettings.google.com/authenticated&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&amp;gt;(https://adssettings.google.com/authenticated&amp;lt;/a&amp;gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die personenbezogenen Daten der Nutzer werden nach 14 Monaten gelöscht oder anonymisiert.&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3 id=&amp;quot;dsg-ga-audiences&amp;quot;&amp;gt;Zielgruppenbildung mit Google Analytics&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;ts-muster-content&amp;quot;&amp;gt;Wir setzen Google Analytics ein, um die durch innerhalb von Werbediensten Googles und seiner Partner geschalteten Anzeigen, nur solchen Nutzern anzuzeigen, die auch ein Interesse an unserem Onlineangebot gezeigt haben oder die bestimmte Merkmale (z.B. Interessen an bestimmten Themen oder Produkten, die anhand der besuchten Webseiten bestimmt werden) aufweisen, die wir an Google übermitteln (sog. „Remarketing-“, bzw. „Google-Analytics-Audiences“). Mit Hilfe der Remarketing Audiences möchten wir auch sicherstellen, dass unsere Anzeigen dem potentiellen Interesse der Nutzer entsprechen.&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;a class=&amp;quot;dsg1-5&amp;quot; href=&amp;quot;https://datenschutz-generator.de&amp;quot; rel=&amp;quot;nofollow&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&amp;gt;Erstellt mit Datenschutz-Generator.de von RA Dr. Thomas Schwenke&amp;lt;/a&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.a-wissing.de/mediawiki-1170/index.php/Ergonomie</id>
		<title>Ergonomie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.a-wissing.de/mediawiki-1170/index.php/Ergonomie"/>
				<updated>2017-10-22T19:07:58Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „Die '''Ergonomie''' (von {{grcS|ἔργον|ergon|de=Arbeit}}, ‚Werk‘ und {{lang|grc|νόμος|nomos|de=Regel}}, ‚Gesetz‘) ist die [[Einzelwissenschaft|W…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die '''Ergonomie''' (von {{grcS|ἔργον|ergon|de=Arbeit}}, ‚Werk‘ und {{lang|grc|νόμος|nomos|de=Regel}}, ‚Gesetz‘) ist die [[Einzelwissenschaft|Wissenschaft]] von der Gesetzmäßigkeit menschlicher bzw. automatisierter Arbeit. Zuerst verwendet und definiert wurde der Begriff 1857 von [[Wojciech Jastrzębowski]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ergonomics.jp/e_index/e_outline/e_ergono-history.html ergonomics.jp]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ziel der Ergonomie ist es, die Arbeitsbedingungen, den Arbeitsablauf, die Anordnung der zu greifenden Gegenstände (Werkstück, Werkzeug, Halbzeug) räumlich und zeitlich optimiert anzuordnen sowie die Arbeitsgeräte für eine Aufgabe so zu optimieren, dass das Arbeitsergebnis (qualitativ und wirtschaftlich) optimal wird und die arbeitenden Menschen möglichst wenig ermüden oder gar geschädigt werden, auch wenn sie die Arbeit über Jahre hinweg ausüben. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der [[Benutzerfreundlichkeit]], also der Verbesserung des Arbeitsplatzes, der Arbeitsorganisation und heute meist der [[Benutzerschnittstelle|Mensch-Maschine-Schnittstelle]]. Zwar fällt die physiologische Anpassung von Griffen, Stühlen etc. auch darunter, wird in der Werbung aber meist mit Ergonomie bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
=== Ziele ===&lt;br /&gt;
Ziele, Prinzipien und Methoden werden in der Grundlagennorm [[DIN EN ISO 26800]] ''Ergonomie - Genereller Ansatz, Prinzipien und Konzepte'' definiert und beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ziel der Ergonomie ist es, handhabbare und komfortabel zu nutzende Produkte herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderes Ziel ist die ergonomische [[Arbeitsgestaltung]], bei der es darauf ankommt, effizientes und fehlerfreies Arbeiten sicherzustellen und die Menschen vor Gesundheitsschäden auch bei langfristiger Ausübung einer Tätigkeit zu schützen. Somit hat Ergonomie große Bedeutung für den präventiven [[Arbeitsschutz]], die [[Arbeitssicherheit]], Wirtschaftlichkeit und Humanität. Auch fällt darunter, Werkzeuge und Maschinen möglichst langlebig und risikoarm zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergonomie wird immer dort wichtig, wo der Mensch beim Arbeiten oder anderen Tätigkeiten mit Maschinen (z.&amp;amp;nbsp;B. Fahrzeugen, Computer, Werkzeugmaschinen, Küchenmaschinen), Werkzeugen oder anderen Gegenständen (z.&amp;amp;nbsp;B. Telefonen, Bürostühlen) in Berührung kommt. Dies gilt in Zukunft auch für menschenfreie Fertigungsstraßen, um für Roboter lange Wege zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebiete ===&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Als wichtiges Gebiet der [[Arbeitswissenschaft]] gliedert sich die Ergonomie üblicherweise in die [[Produktergonomie]] ({{lang|en|''micro ergonomics''}}) und in die [[Produktionsergonomie]] ({{lang|en|''macro ergonomics''}}). Dabei ist der Übergang zwischen beiden Teilgebieten bei komplexen Mensch-Maschine-Systemen oft fließend, weil bei der ergonomischen Produktgestaltung der spätere Nutzungskontext wesentlich ist. Beispielsweise sollte die [[Arbeitsmittelgestaltung]] (Produktergonomie) stets unter Beachtung der Arbeitsbedingungen wie Arbeitsumgebung und Arbeitsaufgabe (Produktionsergonomie) erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Bindeglied zwischen Arbeit, Technik und Mensch (Biologie) ist die Ergonomie eine interdisziplinäre Wissenschaft, die demzufolge einen sehr großen Bereich bei der Arbeits- und Systemgestaltung zusammenwirkender, wissenschaftlicher Teilgebiete umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter [[Systemergonomie]] versteht man die auf der [[Systemtheorie]] basierende, analytische Behandlung ergonomischer Fragestellungen von Mensch-Maschine-Systemen. Hier geht es beispielsweise um die Funktionsaufteilung zwischen Mensch und Maschine, den [[Automatisierungsgrad]] oder die aus der [[Systemintegrator|Systemintegration]] resultierenden Randbedingungen der Mensch-Maschine-Schnittstelle (etwa im Hinblick auf das technisch gegebene Informationsangebot und den zur Aufgabenausführung erforderlichen Informationsbedarf des Nutzers).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Anthropometrie]] beschäftigt man sich mit der Erfassung und Beschreibung der Eigenschaften des menschlichen Körpers (statische Anthropometrie: Körperbau und Körperkräfte) sowie der Körperbewegungen (dynamische Anthropometrie) im Rahmen der räumlichen Arbeitsplatzgestaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Software-Ergonomie]] befasst sich mit der menschgerechten Gestaltung der [[Mensch-Computer-Interaktion]]. Wesentliches Arbeitsgebiet ist die Gestaltung und Bewertung von [[Benutzungsschnittstelle]]n für interaktive rechnerbasierte Systeme. Neben den vielfältig im Büro- und Privatbereich verwendeten Softwareprodukten betrifft dies auch Softwaresysteme für die Maschinensteuerung in Produktionsbereichen, die Prozessführung und Fahrzeugführung, aber auch Systeme, die wir täglich gebrauchen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. Haushaltsgeräte, Fahrkartenautomaten, Geräte der Unterhaltungselektronik etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Untersuchung und Gewährleistung der [[Gebrauchstauglichkeit (Produkt)|Gebrauchstauglichkeit]] technischer Systeme ist Gegenstand der Software-Ergonomie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anpassung technischer Systeme an die Fähigkeiten und Fertigkeiten des Menschen wird nach Bernotat auch als [[Anthropotechnik]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Anwendungsfeldern, zum Beispiel bei der Gestaltung von Kraftfahrzeugen, haben sich domänenspezifische Teilbereiche der Ergonomie entwickelt, beispielsweise die Fahrzeugergonomie. In diesem Bereich gibt es in den letzten Jahren verstärkt Bestrebungen, Untersuchungen für [[Fahrerassistenzsystem]]e und [[Navigationssystem]]e im Kraftfahrzeug in Bezug auf Nutzbarkeit, Fahrerverhalten und Fahrauswirkung durchzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Interdisziplinarität|interdisziplinäre]] Wissenschaft besitzt die Ergonomie vielerlei Schnittstellen zu den [[Ingenieurwissenschaft|Ingenieur-]] und den [[Humanwissenschaften]] sowie zum [[Design]]. Im Bereich der Software-Ergonomie besteht ferner eine Beziehung zur [[Informatik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bei der Behandlung ergonomischer Fragestellungen einbezogenen ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen ergeben sich häufig aus dem konkreten Anwendungsfall, also zum Beispiel zur [[Fahrzeugtechnik|Kraftfahrzeugtechnik]], [[Luft- und Raumfahrttechnik]] oder [[Verfahrenstechnik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich die Ergonomie als Bindeglied zwischen Mensch und Technik begreift, kommt den Humanwissenschaften eine hohe Bedeutung in der Ergonomie zu. Fragen der physiologischen Eigenschaften des Menschen werden – insbesondere in Bezug auf die körperliche Leistungsfähigkeit – durch die [[Arbeitsphysiologie]] behandelt. Die Wechselwirkungen zwischen der Arbeit des Menschen und seiner Gesundheit sind Gegenstand der [[Arbeitsmedizin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus psychologischer Perspektive werden ergonomische Fragestellungen in der [[Arbeitspsychologie]] behandelt, wobei sich die [[Ingenieurpsychologie]] speziell mit der Gestaltung von Mensch-Maschine-Systemen befasst. Das Spektrum der hier behandelten Fragen reicht von der menschlichen Zuverlässigkeit (zur besseren Abgrenzung vom Begriff der [[Zuverlässigkeit (Technik)|technischen Zuverlässigkeit]] auch: Handlungszuverlässigkeit oder Verlässlichkeit) über die Aspekte der psychologischen Konstrukte zur Bewertung von Mensch-Maschine-Systemen und Mensch-Maschine-Schnittstellen bis hin zu wahrnehmungs- und kognitionspsychologischen Aspekten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aspekte der menschlichen Informationsverarbeitung werden sowohl durch die [[Wahrnehmungsphysiologie]] als auch die [[Wahrnehmungspsychologie]] und [[Kognitionspsychologie]] aufgeklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bei der Produktergonomie ist nicht nur ein aus ergonomischer Sicht angemessene Gestaltung, sondern ein auch optischen Ansprüchen genügendes Design erforderlich, um die [[Marktattraktivität]] der Produkte sicherzustellen. Bezüge ergeben sich folglich zum [[Produktdesign|Produkt-]] und [[Industriedesign]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Physikalische Ergonomie ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Computer Workstation Variables cleanup.png|miniatur|Beispiel: Vorgaben für die ergonomische Gestaltung eines Computerarbeitsplatzes]]&lt;br /&gt;
Das Gebiet der &amp;quot;physikalischen Ergonomie&amp;quot; befasst sich z.&amp;amp;nbsp;B. mit der Gestaltung eines Arbeitsplatzes in der Industrie, oder im Büro. Neben der Arbeitsablaufoptimierung zur Erhöhung der Effizienz, ist die Vermeidung von Haltungs- und Bewegungsschäden das Ziel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kognitive Ergonomie ====&lt;br /&gt;
Das Gebiet der &amp;quot;kognitiven Ergonomie&amp;quot; befasst sich z.&amp;amp;nbsp;B. mit der Gestaltung von Software.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Organisatorische Ergonomie ====&lt;br /&gt;
Das Gebiet der &amp;quot;organisatorischen Ergonomie&amp;quot; befasst sich z.&amp;amp;nbsp;B. mit der Sitzordnung in [[Klassenraum|Klassenräumen]]. Ziel ist die Optimierung der Effizienz der interpersonellen Kommunikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ergonomie im Alltag ===&lt;br /&gt;
Das Wort Ergonomie findet heute immer mehr Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch. Fast alle Tätigkeiten des täglichen Lebens können heute unter ergonomischen Kriterien untersucht werden, Bügeln und Kochen genauso wie die Arbeit am [[Bildschirmarbeit|Bildschirm]] oder die nächtliche [[Bettruhe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ergonomie am Arbeitsplatz ===&lt;br /&gt;
Bei der ergonomischen Gestaltung von Arbeitsplätzen werden im allgemeinen Verständnis meist in erster Linie physische Belastungen thematisiert. Darüber hinaus spielen auch Umgebungsvariablen wie [[Klima]] ([[Licht]], [[Strahlung]], [[Temperatur]]), Farbgebung, [[Lärm]], [[Vibration|Vibrationen]], [[Anthropometrie]] und [[Belastung (Psychologie)|psychische Belastungen]] am Arbeitsplatz eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Muskel-Skelett-System, der Stützapparat des menschlichen Körpers, besteht aus [[Knochen]], [[Muskulatur|Muskeln]], [[Band (Anatomie)|Bändern]], [[Sehne (Anatomie)|Sehnen]], [[Knorpel]] und [[Bindegewebe]]. Es kann sowohl durch Überforderung als auch durch Unterforderung belastet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems lagen 2015 mit 325,9 Arbeitsunfähigkeitstagen pro 100 Versichertenjahre an der Spitze aller Krankheitsarten. Das entspricht einem Anteil von 21,7 Prozent am Krankenstand. Die Arbeitsausfallzeit infolge von Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems beträgt durchschnittlich 18,3 Tage. Rückenerkrankungen machen bei den Muskel-Skelett-Erkrankungen den größten Anteil aus und sind für fast 6 % der Arbeitsunfähigkeitstage verantwortlich&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.dak.de/dak/download/gesundheitsreport-2016---warum-frauen-und-maenner-anders-krank-sind-1782660.pdf|titel=4.	DAK-Gesundheit: Gesundheitsreport 2016 Analyse der Arbeitsunfähigkeitsdaten|autor=|hrsg=|werk=|datum=|sprache=|zugriff=2017-05-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überforderungen des Muskel-Skelett-Systems können beispielsweise aus übermäßigen Belastungen durch Heben, Tragen, Ziehen oder Schieben von Lasten, Arbeiten in Zwangshaltungen, sich ständig wiederholenden Tätigkeiten sowie Arbeiten mit hohem Kraftaufwand resultieren. Unterforderungen können auf [[Bewegungsmangel]] (etwa bei Büro- oder Fahrtätigkeiten) beruhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um Belastungen des Muskel-Skelett-Systems unter realen Arbeitsbedingungen messen zu können, hat das [[Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung]] (IFA) das [[Messsystem]] CUELA (Computer-Unterstützte Erfassung und Langzeit-Analyse von Belastungen des Muskel-Skelett-Systems) entwickelt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Ellegast, R.P.|Titel=Personengebundenes Meßsystem zur automatisierten Erfassung von Wirbelsäulenbelastungen bei beruflichen Tätigkeiten (BIA-Report 5/98)|Hrsg=Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften|Sammelwerk=|Band=|Nummer=|Auflage=|Verlag=|Ort=Sankt Augustin|Datum=1998|Seiten=|ISBN=3-88383-507-2|Online=http://www.dguv.de/ifa/publikationen/reports-download/bia-reports-1997-bis-1998/bia-report-5-98/index.jsp}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. CUELA ist ein personengebundenes System, das moderne Sensorik nutzt und auf der Arbeitskleidung getragen werden kann. Die zugehörige [[Software]] WIDAAN erlaubt eine automatisierte Auswertung der Messdaten nach arbeitswissenschaftlichen und biomechanischen Bewertungskriterien. Basierend hierauf sind Aussagen über notwendige Maßnahmen zur Vermeidung berufsbedingter Gesundheitsgefahren möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ungünstige ergonomische Verhältnisse am Arbeitsplatz entstehen [[Verspannung]]en und zum Teil schwerwiegende Gesundheitsprobleme wie [[Bandscheibenvorfall]] oder chronische [[Nackenschmerz]]en. Langanhaltende, statische Arbeit (wie zum Beispiel Arbeit am Schreibtisch) sollten daher nur mit ergonomisch entwickelten Möbeln verrichtet werden. Neben ergonomischen Büromöbeln ist die Arbeitsplatzgestaltung von großer Bedeutung. Hierunter fallen unter anderem die Ordnung der Arbeitsmittel, der Sehabstand zum Bildschirm, die Beachtung von Greif- und Bewegungsräumen und die Beleuchtung des Arbeitsplatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Problematik der Ergonomie ===&lt;br /&gt;
Eines der Probleme in der Arbeitswelt hängt unmittelbar mit dem Erlernen der ergonomisch besten Körperhaltung zusammen. Für die Rückenmuskulatur ist es günstiger die Bewegungen zu variieren als immer in der wie auch immer ergonomisch optimalen Körperhaltung stundenlang zu verharren. So konnten die Rückenprobleme von Waldarbeitern der Niedersächsischen Landesforsten, die mit der Motorsäge (= wenigstens 10&amp;amp;nbsp;kg) in der ergonomisch richtigen Haltung 6 Stunden täglich bei der Holzernte arbeiten mussten, hoch signifikant reduziert werden, wenn sie die Bewegungsführung variierten (auch in ergonomisch weniger zweckmäßige Formen) und zusätzlich ein von [[Arnd Krüger]] und Andree Niklas entwickeltes ''[[Core-Training]]''-Programm der Rückenmuskulatur absolvierten. Das Programm wird von der [[AOK Niedersachsen]] und der [[Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover|Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover]] gefördert. Das Programm wurde mit dem ''Personalmanagement-Award 2011 für Demografiemanagement'' und 2012 mit dem ''Human Resources Award für innovatives betriebliches Gesundheitsmanagement des Deutschen Verbandes für Gesundheitssport und Sporttherapie'' im Rahmen des [[Fraunhofer-Gesellschaft|Fraunhofer Innovationsforums]] ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Sabrina Rudolph: ''Fit im Forst: Eine bewegungsbezogene Intervention für Forstwirte.'' Universitätsverlag, Göttingen 2013, ISBN 978-3-86395-104-7; Bernd Steinhoff: ''Fit im Forst: Effekte einer sechsmonatigen Trainingsintervention unter dem Einfluss manueller Therapie auf Rückenschmerzepisoden sowie physiologische und psychische Eigenschaften.'' Cuvilier, Göttingen 2012, ISBN 978-3-9540406-7-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnlich hat sich die Lehrmeinung im Hinblick auf Büroarbeit gewandelt, bei der ebenfalls Bewegung als vorteilhafter gegenüber dem Verharren in einer ''optimalen'' Haltung gilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kempf, Hans-Dieter. Haltungsschulung und Bewegungslernen. ''Die Neue Rückenschule''. Springer Berlin Heidelberg, 2014. 299-321.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Seit der bewussten Verwendung des Begriffs Design wird die Ergonomie zunehmend weiterentwickelt. Erste Ansätze entstanden am [[Bauhaus]]. Konsequent und umfassend wurde sie jedoch erst von dem US-amerikanischen Produktdesigner [[Henry Dreyfuss]] und seinem Designbüro entwickelt und angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist die Beachtung und Anwendung ergonomischer Erkenntnisse nicht nur eine für den Nutzer sinnvolle Ergänzung von Produkten, sondern auch ein Marktvorteil gegenüber der Konkurrenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Normung der Ergonomie wird vom DIN-Normenausschuss Ergonomie (NAErg) vorangetrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre und Forschung ==&lt;br /&gt;
Institute, Fachbereiche, Einrichtungen und Veranstaltungen zur Ergonomie findet man vor allem an Hochschulen:&lt;br /&gt;
* [[Technische Hochschule]]n (Universitäten), [[Fachhochschule]]n&lt;br /&gt;
:* Informatik, Softwareergonomie (z.&amp;amp;nbsp;B. Universität Hamburg, Duale Hochschule Baden-Württemberg)&lt;br /&gt;
:* Maschinenbau, Design, Mechatronik&lt;br /&gt;
:* Psychologie, Mensch-Maschine-Interface (z.&amp;amp;nbsp;B. Universität Hamburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergonomie ist besonders häufig an Technischen Hochschulen und dort zumeist an [[Maschinenbau]]-Fakultäten zu finden. Das liegt häufig daran, dass arbeitswissenschaftliche und Ergonomieinstitute aus Vorgängerinstituten entstanden sind, die an Maschinenbau-Fakultäten zu finden waren (zum Beispiel ''Arbeitsphysiologische Institute'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeitswissenschaftliche Institute mit ergonomischen Schwerpunkten finden sich in Deutschland heute unter anderem an der Bergischen Universität Wuppertal, TU&amp;amp;nbsp;München, TU&amp;amp;nbsp;Ilmenau, TU&amp;amp;nbsp;Darmstadt, TU&amp;amp;nbsp;Dresden, RWTH&amp;amp;nbsp;Aachen, TU&amp;amp;nbsp;Chemnitz, TU&amp;amp;nbsp;Dortmund, Otto-von-Guericke-Universität&amp;amp;nbsp;Magdeburg, am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und an der TU&amp;amp;nbsp;Berlin, in Österreich an der TU&amp;amp;nbsp;Wien und TU&amp;amp;nbsp;Graz sowie in der Schweiz an der ETH&amp;amp;nbsp;Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außenuniversitäre Forschungsinstitute mit ergonomischen Themen sind unter anderem das [[Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation]] (IAO), Stuttgart, das [[Institut für angewandte Arbeitswissenschaft|Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa)]], Düsseldorf, und das REFA-Institut, Dortmund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Benutzerfreundlichkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Mensch-Computer-Interaktion]]&lt;br /&gt;
* [[Repetitive Strain Injury Syndrom]]&lt;br /&gt;
* [[Mensch-Maschine-System]], [[Mensch-Maschine-Schnittstelle]]&lt;br /&gt;
* [[Arbeitsprozess (Betriebswirtschaft)]]&lt;br /&gt;
* [[Arbeitswissenschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* DIN EN ISO 26800:2011: Ergonomie - Genereller Ansatz, Prinzipien und Konzepte.&lt;br /&gt;
* DIN EN ISO 6385:2004-05: Grundsätze der Ergonomie für die Gestaltung von Arbeitssystemen.&lt;br /&gt;
* DIN EN 614: Sicherheit von Maschinen – Ergonomische Gestaltungsgrundsätze; Teil 1 2006: Begriffe und allgemeine Leitsätze; Teil 2 2000: Wechselwirkungen zwischen der Gestaltung von Maschinen und den Arbeitsaufgaben.&lt;br /&gt;
* DIN EN ISO 9241-5:1999: Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten Teil 5: Anforderungen an Arbeitsplatzgestaltung und Körperhaltung&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Christopher Schlick, Ralph Bruder, Holger Luczak |Titel=Arbeitswissenschaft |Auflage=3. |Verlag=Springer |Ort=Berlin |Datum=2010 |ISBN=978-3-540-78332-9}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=M. Adler, H.-J. Herrmann, M. Koldehoff, V. Meuser, S. Scheuer, H. Müller-Arnecke, A. Windel, T. Bleyer |Online=[http://www.baua.de/cln_137/de/Publikationen/Fachbeitraege/F2116-2.html baua.de] |Titel=Ergonomiekompendium – Anwendung Ergonomischer Regeln und Prüfung der Gebrauchstauglichkeit von Produkten. |Ort=Dortmund |Verlag=Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin |Datum=2010 }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Herausgeber=[[Kurt Landau (Arbeitswissenschaftler)|Kurt Landau]]|Titel=Good Practice|TitelErg=Ergonomie und Arbeitsgestaltung|Verlag=Ergonomia|Ort=Stuttgart|Datum=2003|ISBN=3-935089-63-5}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Ahmet Çakır, David J. Hart, Thomas F. M. Stewart|Titel=Bildschirmarbeitsplätze|TitelErg=Ergonomie, Arbeitsplatzgestaltung, Gesundheit u. Sicherheit, Aufgabenorganisation|Sammelwerk=The VDT manual|Verlag=Springer|Ort=Berlin, Heidelberg, New York|Datum=1980-06|ISBN=3-540-10068-7|Kommentar=Taschenbuch |Umfang=313 S.}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Walter Ambros|Herausgeber=Friedrich Blaha|Titel=Trends der Bildschirmarbeit|TitelErg=Ein Handbuch über Recht, Gesundheit und Ergonomie in der Praxis|Verlag=[[Axel Springer AG|Springer]]|Ort=Berlin|Datum=2001|ISBN=3-211-83504-0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=[[Hans-Jörg Bullinger]]|Titel=Ergonomie|TitelErg=Produkt- und Arbeitsplatzgestaltung|Verlag=[[B. G. Teubner Verlag|Teubner]]|Ort=Stuttgart|Datum=1994|ISBN=3-519-06366-2}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Joachim Englisch|Titel=Ergonomie von Softwareprodukten|TitelErg=Methodische Entwicklung von Evaluationsverfahren|Verlag=BI-Wiss.-Verl.|Ort=Mannheim|Datum=1993|ISBN=3-411-16061-6}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Gerhard Förster u.&amp;amp;nbsp;a.|Titel=Ergonomie|TitelErg=Ein Schwerpunkt praktizierter Mitbestimmung|Verlag=[[Bund-Verlag]]|Ort=Köln|Datum=1981|ISBN=3-7663-0505-0}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Hrsg=[[Institut für angewandte Arbeitswissenschaft|Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e.V. (ifaa)]] |Titel=Leistungsfähigkeit im Betrieb |Verlag=Springer |Ort=Berlin |Datum=2015 |ISBN=3-662-43397-4 }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Reinhard Koether|Titel=Betriebsstättenplanung und Ergonomie|TitelErg=Planung von Arbeitssystemen|Verlag=[[Carl Hanser Verlag|Hanser]]|Ort=München|Datum=2001|ISBN=3-446-21074-1}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=[[Wolfgang Laurig]]|Herausgeber=REFA|Titel=Grundzüge der Ergonomie|TitelErg=Erkenntnisse und Prinzipien|Verlag=[[Beuth Verlag|Beuth]]|Ort=Berlin|Datum=1990|ISBN=3-410-36577-X}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Herausgeber=Kurt Landau, Holger Luczak|Titel=Ergonomie und Organisation in der Montage|Verlag=Hanser|Ort=München|Datum=2001|ISBN=3-446-21507-7}}&lt;br /&gt;
* Wolfgang Lange, Armin Windel: ''Kleine Ergonomische Datensammlung'', 15. aktualisierte Aufl. Köln 2013, ISBN 978-3-8249-1659-7.&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Michael Herczeg|Titel=Software-Ergonomie|TitelErg=Grundlagen der Mensch-Computer-Kommunikation|Verlag=[[R. Oldenbourg Verlag|Oldenbourg]]|Ort=München|Datum=2005|ISBN=3-486-25052-3}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Theodor Hettinger, Gerhard Kaminsky, Hugo Schmale|Titel=Ergonomie am Arbeitsplatz|TitelErg=Daten zur menschengerechten Gestaltung der Arbeit|Auflage=2.|Verlag=Kiehl|Ort=Ludwigshafen|Datum=1980|ISBN=3-470-87152-3}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Hrsg=[[Heinz Schmidtke (Ergonom)|Heinz Schmidtke]] |Titel=Ergonomie |Auflage=3.|Verlag=Hanser|Ort=München Wien|Datum=1993|ISBN=3-446-16440-5}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Wolfgang Schneider|Herausgeber=[[Deutsches Institut für Normung]]|Titel=Ergonomische Anforderungen für Bürotätigkeiten mit Bildschirmgeräten|TitelErg=Grundsätze der Dialoggestaltung; Kommentar zu DIN EN ISO 9241-10|Verlag=Beuth|Ort=Berlin|Jahr=1998|ISBN=3-410-13832-3}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=[[Sascha Stowasser]] |Titel=Methodische Grundlagen der softwareergonomischen Evaluationsforschung |Verlag=Shaker |Ort=Aachen |Datum=2006 |ISBN=3-8322-5175-8 }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Jens Wandmacher|Titel=Software-Ergonomie|Verlag=[[Verlag Walter de Gruyter|de Gruyter]]|Ort=Berlin|Datum=1993|ISBN=3-11-012971-X}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=L. Zamprotta |Titel=La qualité comme philosophie de la production.Interaction avec l’ergonomie et perspectives futures |Kommentar=thèse de Maîtrise ès Sciences Appliquées – Informatique, Institut d’Etudes Supérieures L’Avenir, Bruxelles, année universitaire 1992–1993 |Verlag=TIU Press |Ort=Independence, Missouri (USA) |Datum=1994 |ISBN=0-89697-452-9 |Sprache=fr }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ergonomics|Ergonomie}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ergonassist.de/Ergonomie_Titelblatt_1857.htm 1857: Titelblatt des ersten Aufsatzes über Ergonomie]&lt;br /&gt;
* [http://www.fees-network.org/ Federation of European Ergonomics Societies]&lt;br /&gt;
* [http://www.ergo-online.de/ Ergo-Online: Arbeit im Büro gesund gestalten]&lt;br /&gt;
* [http://www.arbeitssicherheit.de/de/html/fachbeitraege/anzeigen/362/Ergonomie-Arbeitsplatzausstattung/ Arbeitssicherheit.de: Ergonomie Arbeitsplatzausstattung]&lt;br /&gt;
* [http://www.din.de/de/mitwirken/normenausschuesse/naerg DIN-Normenausschuss Ergonomie (NAErg)]&lt;br /&gt;
* [http://www.dguv.de/ifa/fachinfos/ergonomie/index.jsp Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA): Ergonomie]&lt;br /&gt;
* [http://www.dguv.de/ifa/fachinfos/ergonomie/cuela-messsystem-und-rueckenmonitor/index.jsp CUELA-Messsystem]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4015249-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ergonomie| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürotechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personalwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ingenieurwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeits- und Organisationspsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biomechanik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.a-wissing.de/mediawiki-1170/index.php/Work-Life-Balance</id>
		<title>Work-Life-Balance</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.a-wissing.de/mediawiki-1170/index.php/Work-Life-Balance"/>
				<updated>2017-10-22T19:07:07Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „Der Begriff '''Work-Life-Balance''' steht für einen Zustand, in dem ''Arbeits- und Privatleben'' miteinander in Einklang stehen. Die Begriffsbildung ''Work-Life-…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff '''Work-Life-Balance''' steht für einen Zustand, in dem ''Arbeits- und Privatleben'' miteinander in Einklang stehen. Die Begriffsbildung ''Work-Life-Balance'' stammt aus dem Englischen: Arbeit (''work''), Leben (''life''), Gleichgewicht (''balance'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einführung ==&lt;br /&gt;
Beim Begriff ''Work-Life-Balance'' wird davon ausgegangen, dass (Berufs-)Arbeit („work“) etwas anderes sei und abseits passiere vom Leben („life“). Ursache für diese Einschätzung können [[Überforderung]] oder Unterforderung im Erwerbs-Arbeitsleben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruf, gegebenenfalls auch mehrere Berufstätigkeiten zur gleichen Zeit, Familie, soziale Aktivitäten, Freizeit uva. werden im Zusammenhang mit Verwendung des Begriffs ''Work-Life-Balance'' als verschiedene Lebensbereiche („life domains“) verstanden, die im Gleichgewicht gehalten werden sollen („life-domains balance“) und sich gegenseitig möglichst nicht behindern (geringer „life-domains conflict“) und sich idealerweise gegenseitig unterstützen (hohe „life-domains facilitation“).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=H. Lothaller |url=http://www.generationengerechtigkeit.de/images/stories/JfGG/igjr_vol_9_issue_2_2009.pdf |titel=On the way to life-domains balance: Success factors and obstacles |hrsg=Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen |werk=Intergenerational Justice Review 9/2 |datum=2009 |zugriff=2010-02-13 |format=PDF; 1,8&amp;amp;nbsp;MB |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck ''Work-Life-Balance'' (wie auch ''life-domains balance'') wird auch verwendet für das Bestreben, einen solchen Gleichgewichtszustand zu erreichen und aufrechtzuerhalten. Wodurch ein Gleichgewicht charakterisiert ist, bleibt bei der Verwendung dieses Begriffs vielfach offen. Es kann beispielsweise interpretiert werden als eine bestimmte Verteilung der eingesetzten Zeit, um eine subjektiv ausgewogene Priorisierung der Lebensbereiche zu erreichen, das heißt mit der Verteilung der Zeit auf beide Lebensbereiche zufrieden zu sein. Es wird auch oftmals verstanden als das Ausbleiben von ein- oder gegenseitigen negativen Beeinflussungen zwischen den Lebensbereichen (''life-domains conflicts''), während positive wechselseitige Beeinflussungen (''life-domains facilitation'') bislang kaum beachtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.generationengerechtigkeit.de/images/stories/JfGG/igjr_vol_9_issue_2_2009.pdf |titel=Lothaller, H. (2009). On the way to life-domains balance: Success factors and obstacles |hrsg=Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen |werk=Intergenerational Justice Review 9/2(2009) |zugriff=2010-02-13 |format=PDF; 1,8&amp;amp;nbsp;MB}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck ''Work-Life-Balance'' steht ferner weitgehend für denselben Themenbereich wie der Begriff der [[Vereinbarkeit von Familie und Beruf]]; bei der Verwendung des englischsprachigen Ausdrucks ''Work-Life-Balance'' liegt aber oft eine Betonung auf der individuellen Entscheidung und der Selbstorganisation einerseits und dem Abgleich zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteressen andererseits, weniger auf den gesellschaftlichen Bedingungen, die das Erreichen eines Gleichgewichts erleichtern oder erschweren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erreichen der ''Work-Life-Balance'' wird auch als eine Aufgabe der Bereitstellung von [[Ressource]]n betrachtet. Hier werden am häufigsten Zeit, Geld und [[Entscheidungsfreiheit|Entscheidungsspielräume]] genannt, daneben auch persönliche Eigenschaften im Sinne physischer, psychologischer, emotionaler und sozialer Ressourcen.&amp;lt;ref&amp;gt;„The three types of resources most frequently discussed in the work/life balance arena are (a) temporal resources, (b) financial resources, and (c) control. […] ''Temporal resources'' provide the time […] ''Financial resources'' provide the money […] ''Control'' provides the ability to select when and how to achieve important outcomes. […] There is a fourth, less frequently discussed group of resources critical to work/life balance. These are ''personal resources'': the physical, psychological, emotional and social resources at the disposal of an individual.“ Edy Greenblatt: ''Work/Life Balance: Wisdom or Whining'', Organizational Dynamics, Vol. 31, Nr. 2, S. 177–193, Elsevier, 2002. Darin: [http://www.execu-care.com/PDF/EdyOrgDynamics.pdf S. 179 f.] (abgerufen am 3. März 2013; PDF; 231&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bestreben nach Gleichgewicht sind individuelle Einstellungen und Zielsetzungen sowie betriebliche und gesellschaftliche Bedingungen von Bedeutung. Die Schaffung von Bedingungen, die auch Eltern und Sorgepflichtigen eine Erwerbsintegration ermöglichen, hat sich im Zusammenhang mit veränderten [[Geschlechterrolle]]n und [[Demografie|demografischer Entwicklung]] im 20. und 21.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert besonders [[Vereinbarkeit von Familie und Beruf in einzelnen Staaten#Europa|in Europa]] zu einem zentralen gesellschaftlichen und politischen Thema entwickelt. [[Vereinbarkeit von Familie und Beruf in einzelnen Staaten#USA|In den USA]] und [[Vereinbarkeit von Familie und Beruf in einzelnen Staaten#Großbritannien|in Großbritannien]] überwiegen die Begriffsbildungen ''work-family balance'' oder ''work-life balance'', wohingegen [[Vereinbarkeit von Familie und Beruf in einzelnen Staaten#Deutschland, Österreich, die Schweiz und Liechtenstein|im deutschsprachigen Raum]] die Bedingungen für die Erzielung eines Gleichgewichts, insbesondere die gesellschaftlichen und politischen Bedingungen hierfür, meist unter dem Begriff der Vereinbarkeit thematisiert werden.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Vereinbarkeit von Familie und Beruf in einzelnen Staaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Work-Life-Balance als individuelle Zielsetzung ==&lt;br /&gt;
Die Thematik der ''Work-Life-Balance'' hat für die Einzelperson je nach Lebensalter und Lebenssituation andere Schwerpunkte, auch in Abhängigkeit von der individuellen Antwort auf den [[Sinn des Lebens]] und der eigenen Auffassung von [[Glück]]. Ein großer Teil der Erwerbstätigen möchte Zeit mit den eigenen Kindern verbringen oder hat sich die Aufgabe gestellt, pflegebedürftige Angehörige zu betreuen. Für andere Personen steht etwa der Ausgleich zum Beruf durch [[Freizeit]] und [[Sport]] im Vordergrund, der Einsatz im sozialen, kulturellen oder politischen Bereich oder die Möglichkeit für ein ''[[Sabbatical]]'' als längere berufliche Auszeit, die Gewährleistung von Phasen der [[Erholung]], eine [[Altersteilzeit]] oder Zeit für die Pflege der [[Gesundheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Personen halten im Hinblick auf eine größere zeitliche Freiheit für soziales und persönliches Engagement ihren Zeiteinsatz für die [[Erwerbstätigkeit|Erwerbsarbeit]] bewusst in Grenzen. Nach Art des ''[[Simple living]]''-Lebensstils kann eine Einschränkung des persönlichen [[Konsum]]s eine größere Unabhängigkeit von der Erwerbsarbeit ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen der [[Baby-Boomer]]-Generation, der [[Generation X (Soziologie)|Generation&amp;amp;nbsp;X]] und der [[Generation&amp;amp;nbsp;Y]] wurden deutliche Unterschiede in der Einstellung zu ''Work-Life-Balance'' beobachtet. Vereinfachend ausgedrückt handele es sich für Baby-Boomer um einen Balanceakt zwischen Beruf und Familie, für die ''Generation&amp;amp;nbsp;X'' seien abwechselnde Phasen von Erwerbstätigkeit und Phasen der Kindererziehung oder außerberuflicher Tätigkeiten typisch, und Angehörige der ''Generation&amp;amp;nbsp;Y'' legten weniger Wert auf eine strikte Trennung von Erwerbstätigkeit und Privatleben und zielten vor allem darauf, die eigene Zeit sinnvoll und nützlich einzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,1640395,00.html |titel=What Gen Y Really Wants |werk=Time Magazine |datum=2007-07-05 |zugriff=2008-12-16 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gleichgewicht zwischen den Lebensbereichen ist insofern ein ''dynamisches Gleichgewicht'', als dass sich die persönlichen Lebensumstände und äußeren Bedingungen stets wandeln können, andererseits ist auch [[Nachhaltigkeit]] für ein Gleichgewicht im Sinne einer ''Work-Life-Balance'' erforderlich: So wird insbesondere nicht von einer gelungenen Balance gesprochen, wenn eine Person dem [[Burnout-Syndrom|Burnout]] nahe ist oder einem [[Bore-Out-Syndrom|Boreout]], dem Gefühl krankmachender Langeweile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teils wird hervorgehoben, dass es bei ''Work-Life-Balance'' darum gehe, die Bedeutung der [[Arbeit (Philosophie)|Arbeit]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Schmid]]:[http://momentum-magazin.de/de/was-ist-arbeit/ ''Was ist Arbeit?''] momentum Magazin, Wilhelm Ernst &amp;amp; Sohn Verlag für Architektur und technische Wissenschaften GmbH &amp;amp; Co. KG, Berlin, 13. Oktober 2012 (Zugriff am 5. Juli 2017)&amp;lt;/ref&amp;gt; in eine geeignete Perspektive zum Leben als Ganzes zu rücken.&amp;lt;ref&amp;gt;Susan Cramm: ''Your Work or Your Life'', in: CIO Magazine, Juni 2005, Jg. 18, Nr. 16, {{ISSN|0894-9301}}, [http://books.google.com/books?id=VQsAAAAAMBAJ&amp;amp;pg=PA38&amp;amp;dq=work-life-balance&amp;amp;lr=&amp;amp;as_brr=1&amp;amp;as_pt=ALLTYPES&amp;amp;ei=DqNHSaykHYq0NqbIkbYO#PPA40,M1 S. 38–40]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für Personen, die nicht erwerbstätig sind, stellt sich gegebenenfalls die Frage der ''Work-Life-Balance'', zumal die Arbeit in starkem Maße die [[Partizipation|Teilhabe an der Gesellschaft]] bestimmt. So stellt sich für Jugendliche das Erfordernis des Einstiegs in das Berufsleben bzw. der Aufnahme einer Ausbildung oder eines Studiums; für andere nicht erwerbstätige Personen stellt sich, beispielsweise für oder nach einer Auszeit für die Familie oder aufgrund persönlicher Umstände, das Erfordernis des [[Beruflicher Wiedereinstieg|beruflichen Wiedereinstiegs]] bzw. der [[Berufsrückkehrer|Rückkehr in den Beruf]]. Auch in diesem Zusammenhang werden die in vielen westlichen Industrienationen zunehmende [[Arbeitslosigkeit]], insbesondere bezüglich der [[Jugendarbeitslosigkeit]], sowie eine zunehmende [[Prekarisierung]] als gesellschaftlich problematisch angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Rentner, deren Rente ohne Nebenverdienst zur Sicherung des Lebensunterhalts ausreicht, stellt sich zwar nicht die Frage einer ''Work-Life-Balance'' als Gleichgewicht bezüglich der Erwerbsarbeit, wenn aber Arbeit (''„work“'') allgemeiner als Arbeit im Sinne einer zielgerichteten und sinnhaften Tätigkeit interpretiert wird, stellt sich sehr wohl die Frage des individuellen Einsatzes der eigenen Kräfte. Ein großer Anteil der Rentner engagiert sich in [[Freiwilligenarbeit]] oder in der Betreuung und Erziehung der [[Enkel]]. In Paaren mit sehr großem Altersunterschied kommt es vor, dass bei Geburt eines Kindes der Vater bereits pensioniert ist oder kurz vor der Pensionierung steht und sich daher stärker als andere Väter in der Kindererziehung engagiert. Umgekehrt kann es zutreffen, dass Erwerbstätige [[Großelternzeit|Zeit für die Erziehung der Enkel]] benötigen, falls eines ihrer Kinder sehr früh Mutter oder Vater wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wechselwirkungen zwischen Lebensbereichen ==&lt;br /&gt;
In einer Sichtweise, die auch als ''Segmentationsmodell'' bezeichnet wird, werden die verschiedenen Lebensbereiche als getrennte und voneinander weitgehend unabhängige Teile angesehen. Andere Modelle betrachten die positiven und negativen Wechselwirkungen zwischen den Lebensbereichen. Wenn beispielsweise am Arbeitsplatz und im Privatleben unterschiedliche [[Rollenerwartung]]en vorliegen und verschiedene [[soziale Rolle]]n eingenommen werden, kann ein Inter-Rollenkonflikt entstehen oder [[Rollendistanz]] erforderlich sein. Andere Modelle stellen dar, dass Defizite in einem Bereich durch den anderen kompensiert werden können (''Kompensationsmodell'') oder [[Ressource]]n von einem Lebensbereich abgezogen werden (''Ressourcen-Abfluss-Modell''). Wenn die Grenzen zwischen Erwerbstätigkeit und den weiteren Lebensbereichen verwischen, spricht man von [[Entgrenzung der Arbeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Work-Life-Balance-Maßnahmen in Unternehmen ==&lt;br /&gt;
Für die [[Personalpolitik]] von Unternehmen und Organisationen kann eine Ausrichtung auf ''Work-Life-Balance'' und ''[[Diversity Management|Diversity]]'' einen [[Wettbewerbsvorteil]] auf dem [[Arbeitsmarkt]] darstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andreas Monning |url=http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Sonderthemen;art893,2208224 |titel=Work-Life-Balance als Wettbewerbsvorteil |hrsg=[[Der Tagesspiegel]] |datum=2007-03-26 |zugriff=2009-11-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So stellen die Ermöglichung einer Work-Life-Balance und die Positionierung als [[Vereinbarkeit von Familie und Beruf#Familienfreundlichkeit in Unternehmen und Institutionen|familienfreundliche Organisation]] Vorteile in Bezug auf Anwerbung und Motivation der Mitarbeiter dar und dienen zudem der Verringerung der Mitarbeiter[[fluktuation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während [[Arlie Russell Hochschild]] in ihrem Buch ''Time bind'' feststellte, dass in den USA familienfreundliche Arbeitsorganisation kaum angenommen werden, stellte [[Elisabeth von Thadden (Journalistin)|Elisabeth von Thadden]] in einem Artikel der ''Zeit'' 2001 fest, in Europa vollziehe sich „eine beachtliche Gegenbewegung zur kompletten Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt. Eine Gegenbewegung, die darauf zielt, den Einzelnen nicht nur als Funktionsträger im Betrieb, sondern als Person mit Verantwortung für eine Familie und die eigene seelische Gesundheit zu respektieren“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.zeit.de/2001/46/200146_worklife_xml |titel=Gesucht: Fachkraft mit Familiensinn |werk=DIE ZEIT, 48/2001 |zugriff=2010-12-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Angebot flexibler Arbeitsmodelle wie die „[[Teilzeitarbeit#Umfang|vollzeitnahe Teilzeit]]“ an alle Beschäftigten gleichermaßen, und nicht nur an Eltern kleiner Kinder, vermeide eine [[Neid]]&amp;amp;shy;debatte im Unternehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bpm.de/meldungen/vollzeitnahe-teilzeit-als-innovatives-arbeitszeitmodell-86547254 |titel=Vollzeitnahe Teilzeit als innovatives Arbeitszeitmodell |hrsg=Bundesverband der Personalmanager |zugriff=2016-09-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Betriebliche Gesundheitsförderung ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Betriebliche Gesundheitsförderung}}&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren der Berufstätigkeit geraten die Erhaltung der [[Gesundheit]], der Leistungsfähigkeit und der [[Motivation]] sowie die Vorbereitung der [[Pensionierung]] ins Augenmerk der Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer, die öffentliche Hand und beispielsweise die [[Krankenkasse]]n haben gegebenenfalls bei [[Arbeitsunfähigkeit]], [[verminderte Erwerbsfähigkeit]] bzw. [[Dienstunfähigkeit]] unter anderem finanzielle Einbußen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arbeitgeber hat zudem eine [[Fürsorgepflicht]] gegenüber seinen Mitarbeitern: Er hat für ihr Wohlergehen Sorge zu tragen. Maßnahmen des [[Betriebliches Gesundheitsmanagement|betrieblichen Gesundheitsmanagements]] konzentrieren sich auf den [[Arbeitsschutz]], die Verringerung von [[Stress]], gesundheitliche [[Krankheitsprävention|Prophylaxe]], [[Suchtprävention]] und die Vermeidung von [[Burnout-Syndrom|Burnout]]. Auch Angebote zur ausgewogenen [[Ernährung]], etwa in betriebseigenen [[Kantine]]n, und [[Betriebssport|betrieblich geförderte Sportangebote]] zur Vorbeugung gegen [[Bewegungsmangel]] sind Bestandteil betrieblicher Gesundheitsvorsorge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Marktkräfte ===&lt;br /&gt;
Angesichts dessen, dass das Leitbild eines lebenslangen Arbeitsplatzes nicht mehr dominiert, treten die Kräfte des Arbeitsmarktes deutlich in Erscheinung. Auf Arbeitgeberseite tragen sichtbare Bedingungen der Work-Life-Balance zur Attraktivität des Arbeitgebers bei,&amp;lt;ref&amp;gt;Caroline Glynn, Ingrid Steinberg, Claire McCartney: [http://www.roffeypark.com/research-insights/work-life-balance-the-role-of-the-manager/ ''Work-Life Balance: The Role of the Manager''], Roffey Park Institute, 2002, ISBN 0-907416-86-1, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; auf Arbeitnehmerseite besteht der Wunsch, die eigene Beschäftigungsfähigkeit ([[Employability]]) zu erhalten und zugleich die eigene Lebensplanung zu verwirklichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Arbeitnehmer arbeitet länger als vertraglich festgelegt und verlangt nach besserer Work-Life-Balance; eine kleine aber wachsende Minderheit von Arbeitnehmern sind sich ihres Einflusses als talentierte Individuen bewusst und wechseln zu einem Arbeitgeber, bei dem Erwarten, ihren Wunsch nach einem erfüllten Leben außerhalb der Arbeitszeit realisieren zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;Caroline Glynn, Ingrid Steinberg, Claire McCartney: [http://www.roffeypark.com/research-insights/work-life-balance-the-role-of-the-manager/ ''Work-Life Balance: The Role of the Manager''], Roffey Park Institute, 2002, ISBN 0-907416-86-1, S. 7 und  S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Werden Mitarbeiter jedoch respektiert, auch in ihren Wünschen nach individueller Gestaltung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen, kann auf dieser Basis [[Loyalität]] und [[Motivation]] der Mitarbeiter entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Caroline Glynn, Ingrid Steinberg, Claire McCartney: [http://www.roffeypark.com/research-insights/work-life-balance-the-role-of-the-manager/ ''Work-Life Balance: The Role of the Manager''], Roffey Park Institute, 2002, ISBN 0-907416-86-1, S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Arbeitgeber besteht im Wettbewerb um Fachkräfte ein Anreiz, Unterschiede in der Lebenssituation und den Bedürfnissen der Beschäftigten aufzugreifen und eine weitere Spanne von Möglichkeiten für die Work-Life-Balance anzubieten. Das setzt voraus, nicht mehr von einem Schema des „normalen“ Beschäftigten auszugehen, welcher in Vollzeit arbeitet, bei entsprechendem Ehrgeiz jederzeit zu Überstunden bereit ist und sein Privatleben den Gegebenheiten des Berufs anpasst.&amp;lt;ref&amp;gt;Florian Krause, Elisabeth Göbe, Günther Vedder: ''Fallstudien zum Diversity Management'', Rainer Hampp Verlag, 2011, ISBN 978-3-86618-731-3. [https://books.google.com/books?id=Lrkt6BDynksC&amp;amp;pg=PA82 S. 82]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Modelle der Arbeitsorganisation wie [[Telearbeit]] und [[Arbeitszeitflexibilisierung]] können Wünsche der Mitarbeiter nach größerer Orts- und [[Zeitsouveränität]] realisiert werden. Zugleich sind gegenläufige Interessen der Arbeitgeber nach flexiblen, auftrags- und serviceorientierten Einsätzen ihrer Mitarbeiter zu berücksichtigen. Entsprechende Absprachen werden in den Arbeitsverträgen und kollektiven Verträgen festgelegt. Einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf dienen insbesondere betriebliche oder betriebsnah organisierte Angebote zur Kinderbetreuung, etwa Betriebskinderkrippen oder -kindergärten. Es spielt dabei eine Unterstützung der Mitarbeiter sowohl bei der Kinderbetreuung (''child care'') als auch bei der Betreuung Pflegebedürftiger (''elder care'') eine Rolle. Teilweise bieten größere Organisationen Hilfe bei der Vermittlung von Angeboten der [[Vereinbarkeit von Familie und Beruf#Work-Life-Dienstleistungsbranche|Work-Life-Dienstleistungsbranche]], beispielsweise auf Basis eines Vertrags zwischen Arbeitgeber und Vermittlungs[[agentur]] bezüglich der Kostenübernahme der Vermittlungsgebühr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arbeitsplatzsicherheit und [[Entgelt]] stellen ebenfalls bedeutende Faktoren der ''Work-Life-Balance'' dar, da die individuelle Lebensplanung und insbesondere die Familienplanung hiervon beeinflusst wird und zudem das subjektive Gefühl materieller Sicherheit einen Einfluss auf die Psyche nimmt. Entsprechende Kompromissmodelle werden im Konzept des ''[[Flexicurity]]'' aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Initiativen zur [[Humanisierung der Arbeitswelt]] sollen einem besseren Gleichgewicht dienen, indem innerhalb der Arbeit mehr Raum für [[Persönlichkeitsentwicklung]] und [[Selbstverwirklichung]] geschaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rolle des Managements ===&lt;br /&gt;
Der [[Unternehmenskultur]], vor allem aber auch dem [[Vorgesetzter|Vorgesetzten]] kommt bezüglich der Work-Life-Balance eine wesentliche Rolle zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;swraula20131231&amp;quot;&amp;gt;Joachim Bauer: [http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/was-arbeit-mit-uns-machen-kann/-/id=660374/nid=660374/did=12401290/cdjrjz/index.html ''Burnout oder Selbstverwirklichung – Was Arbeit mit uns machen kann''] in [[SWR2]] „Wissen/Aula“ vom 29. Dezember 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Teilzeitkräfte werden in manchen Organisationen bei Gehaltserhöhungen und Beförderungen unzureichend berücksichtigt, und Personen, die anderweitigen Verpflichtungen nachzukommen haben oder für die lange Arbeitszeiten eine [[Überforderung]] darstellen, wird eine verringerte Motivation unterstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Caroline Glynn, Ingrid Steinberg, Claire McCartney: [http://www.roffeypark.com/research-insights/work-life-balance-the-role-of-the-manager/ ''Work-Life Balance: The Role of the Manager''], Roffey Park Institute, 2002, ISBN 0-907416-86-1, S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Unternehmen ermöglichen Manager zwar ihren Mitarbeitern eine Work-Life-Balance, arbeiten aber selbst zusätzliche Stunden, wenn erforderlich, und sind somit selbst am geringsten geschützt.&amp;lt;ref&amp;gt;Caroline Glynn, Ingrid Steinberg, Claire McCartney: [http://www.roffeypark.com/research-insights/work-life-balance-the-role-of-the-manager/ ''Work-Life Balance: The Role of the Manager''], Roffey Park Institute, 2002, ISBN 0-907416-86-1, zitiert nach  Linda Holbeche: ''The high performance organization: creating dynamic stability and sustainable success'', Elsevier, 2005, ISBN 0-7506-5620-4, [http://books.google.de/books?id=Df_cTuujEIkC&amp;amp;pg=PA335 S. 335]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zugleich stellen Vorgesetzte Vorbilder dar, deren eigenes Verhalten einen wesentlichen Anstoß für einen Wandel der Unternehmenskultur darstellen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Caroline Glynn, Ingrid Steinberg, Claire McCartney: [http://www.roffeypark.com/research-insights/work-life-balance-the-role-of-the-manager/ ''Work-Life Balance: The Role of the Manager''], Roffey Park Institute, 2002, ISBN 0-907416-86-1, S. 15 und S. 25 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn Vorgesetzte sich auf klare und eindeutige Weise für die eigene Work-Life-Balance und die der Mitarbeiter einsetzen, ist es für ihre Mitarbeiter leichter, selbst Flexibilisierungsangebote des Unternehmens zu nutzen, ohne dadurch Karrierenachteile zu befürchten.&amp;lt;ref&amp;gt;Caroline Glynn, Ingrid Steinberg, Claire McCartney: [http://www.roffeypark.com/research-insights/work-life-balance-the-role-of-the-manager/ ''Work-Life Balance: The Role of the Manager''], Roffey Park Institute, 2002, ISBN 0-907416-86-1, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vorgesetzten kommt zugleich eine wesentliche Rolle bei der [[Ressourcenallokation|Allokation]] von [[Ressource]]n der Mitarbeiter zu. Wenn zusätzliche Aktivitäten oder Projekte die angezielte [[Arbeitsbelastung]] übersteigt, liegt es am Vorgesetzten, die betreffenden Tätigkeiten mit dieser Begründung abzulehnen. Wie leicht dies dem Vorgesetzten fällt, dies angesichts Termindrucks zu tun und auf höherer oder Stakeholder-Ebene zu vermitteln, hängt mit den Kompetenzen der Führungskraft, aber auch mit der Unternehmenskultur als Ganzes zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Caroline Glynn, Ingrid Steinberg, Claire McCartney: [http://www.roffeypark.com/research-insights/work-life-balance-the-role-of-the-manager/ ''Work-Life Balance: The Role of the Manager''], Roffey Park Institute, 2002, ISBN 0-907416-86-1, S. 17 ff. und S. 25 ff. und S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;swraula20131231&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einflussfaktoren auf die Work-Life-Situation ==&lt;br /&gt;
Es bestehen keine einheitlichen Methoden zur Messung der individuellen ''Work-Life-Balance''. Untersuchungen zur ''Work-Life-Balance'' setzen daher jeweils eine eigene Art der Auswertung der Ergebnisse voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grad der Zufriedenheit mit der eigenen ''Work-Life''-Situation hängt von vielen Faktoren ab, so von der Arbeitsorganisation,&amp;lt;ref name=&amp;quot;EF0868DE&amp;quot;&amp;gt;[http://www.eurofound.europa.eu/pubdocs/2008/68/de/1/EF0868DE.pdf ''Arbeitsbedingungen in der Europäischen Union: Die Arbeitsorganisation – Einleitung''] (PDF; 50&amp;amp;nbsp;kB) ([http://www.eurofound.europa.eu/publications/htmlfiles/ef0868_de.htm Zusammenfassung]), EF/08/68/DE. Herausgegeben durch [[Eurofound]], 19 September, 2008. Abgerufen am 14. Dezember 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; von Alter, Geschlecht, Art der beruflichen Tätigkeit und von der [[Wirtschaftszweig|Branche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Art der Tätigkeit und Branche ===&lt;br /&gt;
Nach Empfehlungen der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen ([[Eurofound]]), basierend auf Ergebnissen der vierten Europäische Erhebung über Arbeitsbedingungen, die 2005 von Eurofound durchgeführt wurde, kann eine Förderung von Arbeitsorganisationsformen nach dem Prinzip des „[[Selbstbestimmtes Lernen|selbstbestimmten Lernens]]“ („''Discretionary Learning''“) im Vergleich mit der Organisationsform der „[[Schlanke Produktion|schlanken Fertigung]]“ und der [[Taylorismus|tayloristischen]] Organisationsform zu besserer Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben führen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EF0868DE&amp;quot; /&amp;gt; Die Organisationsform des „selbstbestimmten Lernens“ sei (auf 2005 bezogen) beispielsweise in der Dienstleistungsbranche besonders ausgeprägt, sei vor allem bei Führungskräften, Selbständigen und Fachkräften gegeben, und vorrangig bei älteren Arbeitnehmern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EF0868DE&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß einer Befragung von 2007 unter rund 250 Managern, zu 80&amp;amp;nbsp;Prozent aus der obersten Führungsebene, lagen im Baugewerbe, in der Automobilindustrie und bei Unternehmensberatungen größere Probleme bezüglich der ''Work-Life-Balance'' vor als im Medienbereich und in der Elektrotechnik, während in der Pharmaindustrie und im Versicherungsbereich geringere Probleme vorlagen. Gerade im höheren Management sei die Balance vor allem vom Individuum selbst abhängig –&amp;amp;nbsp;von seinem [[Zeitmanagement|Zeit-]] und [[Selbstmanagement]], der Bereitschaft zum [[Delegieren]], der [[Stressmanagement|Stressverarbeitung]] und einem eventuellen [[Medikamentenmissbrauch|Medikamenten-]] oder [[Drogenmissbrauch]]&amp;amp;nbsp;– in zweiter Linie von der [[Unternehmenskultur]], und an dritter Stelle von der Unterstützung durch den Lebenspartner.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ruth Stock-Homburg, Eva-Maria Bauer |url=http://www.manager-magazin.de/harvard/0,2828,561368,00.html |titel=Abschalten unmöglich? |werk=Harvard Businessmanager: Trends |hrsg=manager-magazin.de |datum=2008-12-14 |zugriff=2008-12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anzumerken ist, dass es sich hierbei nicht notwendigerweise um [[Kausalität|kausale]] Zusammenhänge handelt, und dass die Befragung auf einen Personenkreis beschränkt war, dem der Aufstieg in das Management bereits gelungen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschlecht ===&lt;br /&gt;
Yvonne Lott, Expertin für [[Arbeitszeit]]en der [[Hans-Böckler-Stiftung]], untersuchte Zusammenhänge zwischen [[Flexible Arbeitszeit|Arbeitszeitmodellen]], Verhalten und Arbeitsbelastungen von Frauen und Männern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;boeckler-110305&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.boeckler.de/14_110305.htm |titel=Pressemitteilung der Hans-Böckler-Stiftung: Studie untersucht Folgen für Frauen und Männer. Im Homeoffice oder mit völlig selbstbestimmten Arbeitszeiten fällt Abschalten besonders schwer – klare Regeln für Flexibilität nötig |autor= |werk=boeckler.de |datum= |zugriff=2017-08-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ausgewertet wurden dafür Angaben von gut 10.000 Personen aus der Haushaltsbefragung [[Sozio-oekonomisches Panel]] (SOEP) der Jahre 2011 und 2012.&amp;lt;ref name=&amp;quot;boeckler-110305&amp;quot;/&amp;gt; Es zeigten sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Fazit sah die Forscherin die von Unternehmen häufig geforderte weitere Deregulierung der Arbeitszeitbestimmungen „äußerst kritisch“. Neben den negativen Konsequenzen für die Work-Life-Balance verschärfen Modelle wie die völlige [[Zeitsouveränität|Arbeitszeitautonomie]] auch die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern. Die Forscherin sprach das „Risiko der Traditionalisierung von Partnerschaften“ an, weil eine Seite – wahrscheinlich meist die Frau – der anderen den „Rücken frei halten“ muss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;boeckler-110305&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Einzelnen wurde festgestellt:&lt;br /&gt;
* Bei Männern wirken sich selbstbestimmte, aber immer noch geregelte Arbeitszeiten (z. B. [[Gleitzeit]]) positiv auf die Work-Life-Balance aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;boeckler-110305&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei völlig selbstbestimmten Arbeitszeiten fallen Abschalten und abendliche Ruhe Männern – und nur diesen! – viel schwerer als bei festen Zeiten. Yvonne Lott sieht die Ursache hierfür darin, „dass gerade Männer dazu neigen, ohne vorgegebene Grenzen übermäßig lange zu arbeiten“. Dagegen nutzten Frauen als „typischerweise geübtere Grenzgängerinnen“ die zeitliche Flexibilität eher für die Koordination von Haus- und Sorgearbeit mit bezahlter Arbeit statt für unzählige [[Mehrarbeit|Überstunden]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;boeckler-110305&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Vor allem Frauen stehen unter hoher psychischer Belastung, wenn der Arbeitgeber die Dienstzeiten kurzfristig und unvorhersehbar ändert. Eine solche Situation erschwert die Planung des Alltags entscheidend, und dies ist vor allem für Frauen ein [[Stress]]faktor, weil diese „traditionell den größeren Teil der [[Haus- und Familienarbeit|Haus-]], [[Care-Arbeit|Pflege-]] und Erziehungsarbeit übernehmen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;boeckler-110305&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesetzgebung (Deutschland) ==&lt;br /&gt;
Gesetzliche Regelungen in Deutschland sind unter anderem durch das [[Arbeitszeitgesetz]] (ArbZG), das [[Arbeitsschutzgesetz]], die [[Arbeitsstättenverordnung (Deutschland)|Arbeitsstättenverordnung]] (ArbStättV), die [[Bildschirmarbeitsverordnung]] (BildscharbV), die [[Betriebssicherheitsverordnung]], das [[Bundesurlaubsgesetz]] (BUrlG), das [[Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit]] (BEEG), das [[Teilzeit- und Befristungsgesetz]] (TzBfG) und das [[Kündigungsschutzgesetz]] (KSchG) vorgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Quality time]]&lt;br /&gt;
* [[Zeitwohlstand]]&lt;br /&gt;
* [[Zeitsouveränität]]&lt;br /&gt;
* [[Flexible Arbeitszeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bernhard Badura (Hrsg.): ''Wettbewerbsfaktor Work-Life-Balance.'' Springer, Berlin 2004, ISBN 3-540-40310-8.&lt;br /&gt;
* Andreas Bohnert: ''Life Balance''. In: Markus Kaiser (Hrsg.): ''Innovation in den Medien. Crossmedia, Storywelten, Change Management'', München 2013, ISBN 978-3-9815512-0-4 &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.medienwiki.org/index.php?action=remote&amp;amp;title=-&amp;amp;mod=SecureFileStore&amp;amp;rf=getFile&amp;amp;f=/4/4d/Innovation_in_den_Medien.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ralf Dederichs: ''Work-Life-Balance bei Arbeitsgelegenheiten/Ein-Euro-Jobs.'' unveröff. Masterthesis an der Universität Koblenz-Landau. postgradualer Studiengang ''Gesundheitsmanagement.'' Fachbereich: Mathematik/Naturwissenschaften. Koblenz 2010.&lt;br /&gt;
* Adelheid Susanne Esslinger: ''Erfolgreiche Umsetzung von Work-Life-Balance in Organisationen. Strategien, Konzepte, Maßnahmen.'' Deutscher Universitätsverlag, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8350-0546-4.&lt;br /&gt;
* Kerstin Freier: Work Life Balance Zielgruppenanalyse am Beispiel eines deutschen Automobilkonzerns. Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-631-54364-1.&lt;br /&gt;
* Stephan Kaiser, [[Max Ringlstetter]]: Creating Balance?!: International Perspectives on the Work-Life Integration of Professionals, Berlin 2010, ISBN 978-3-642-16198-8.&lt;br /&gt;
* Stephan Kaiser, Max Ringlstetter: Work-Life-Balance: Erfolgversprechende Konzepte und Instrumente für Extremjobber, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-11727-5.&lt;br /&gt;
* Michael Kastner (Hrsg.): ''Die Zukunft der Work-Life-Balance. Wie lassen sich Beruf und Familie, Arbeit und Freizeit miteinander vereinbaren?'' Asanger, Kröning 2004, ISBN 3-89334-421-7.&lt;br /&gt;
* Melanie Klimpel, Tina Schütte: ''Work-Life-Balance, eine empirische Erhebung.'' Hampp, München 2006, ISBN 3-86618-058-6.&lt;br /&gt;
* Harald Rost: ''Work-Life-Balance. Neue Aufgaben für eine zukunftsorientierte Personalpolitik.'' Budrich, Opladen 2004, ISBN 3-89334-454-3&lt;br /&gt;
* Arlie Russell Hochschild: ''Keine Zeit: Work-Life-Balance, wenn die Firma zum Zuhause wird und zu Hause nur Arbeit wartet.'' Leske + Budrich, Opladen 2002, ISBN 3-8100-3620-X.&lt;br /&gt;
* Günther Vedder (Hrsg.): ''Die Vielfalt der Work-Life-Balance.'' Hampp, München 2008, ISBN 978-3-86618-236-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Publikation/Bestellservice/2012-05-02-ratgeber-erfolgreich-arbeiten.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=4 bundesregierung.de: Ratgeber Erfolgreich arbeiten (2011)]&lt;br /&gt;
* [[Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung|OECD]] [http://www.oecdbetterlifeindex.org/de/topics/work-life-balance-de/ Index work-life balance &amp;lt;small&amp;gt;(aktuell 2014/02/13)&amp;lt;/small&amp;gt;]&lt;br /&gt;
* [http://www.familien-wegweiser.de/bmfsfj/generator/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/F_C3_BChrungskr_C3_A4fte-und-Familiel-Leitfaden,property=pdf,bereich=,sprache=de,rwb=true.pdf ''Führungskräfte und Familie. Wie Unternehmen Work-Life-Balance fördern können''] (PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB), [[BMFSFJ]], Stand: Sommer 2004, Nachdruck: November 2006. Abgerufen am 7. Dezember 2008.&lt;br /&gt;
* Klaus-Jürgen Duschek, Heike Wirth: [http://www.uni-tuebingen.de/frauenvertreterin/download/Kinderlosigkeit.pdf ''Kinderlosigkeit von Frauen im Spiegel des Mikrozensus. Eine Kohortenanalyse der Mikrozensen 1987 bis 2003.''] (PDF; 376&amp;amp;nbsp;kB) Statistisches Bundesamt, Wirtschaft und Statistik 8/2005.&lt;br /&gt;
* Alexander Wegener, Inge Lippert: [http://www.familienfreundlicher-betrieb.de/ffbetr/infomaterial/Datenbank/20080107.1.pdf ''Studie Familie und Arbeitswelt. Rahmenbedingungen und Unternehmensstrategien in Großbritannien, Frankreich und Dänemark''] (PDF; 2,7&amp;amp;nbsp;MB), Berlin, 30. Juli 2004. Abgerufen am 22. Oktober 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeits- und Organisationspsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheitspsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitsmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freizeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheitswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personalwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Phrase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeitswelt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>Internetsucht</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „Mit '''Internetabhängigkeit''', auch '''Internet-''' oder '''Onlinesucht''', wird das Phänomen bezeichnet, das Internet übermäßig, das heißt gesundheits…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mit '''Internetabhängigkeit''', auch '''Internet-''' oder '''Onlinesucht''', wird das Phänomen bezeichnet, das [[Internet]] übermäßig, das heißt gesundheitsgefährdend, zu nutzen. Im englischen Sprachraum finden sich die Begriffe ''internet addiction (disorder)'', ''pathological internet use'' und ''compulsive internet use'', also ''pathologische'' bzw. ''zwanghafte Verwendung des Internets'', die damit das Problemfeld auch besser beschreiben. Weder [[WHO]] noch [[Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders|DSM]] kennen Diagnoserichtlinien und fordern zum Teil weitere Forschungsergebnisse ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/internetabhaengigkeit-elektronisch-gefesselt-1.1822094 ''Elektronisch gefesselt''], süddeutsche.de vom 22. November 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ausdruck ''exzessives Onlineverhalten'' (EOV) wird synonym zu Begriffen wie ''Internetsucht'', ''Internetabhängigkeit'' oder ''Onlinesucht'' verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Wachs, Sebastian, and Karsten D. Wolf. &amp;quot;Zusammenhänge zwischen deviantem und risikoreichem Onlineverhalten 12-bis 13-jähriger Kinder aus drei Ländern.&amp;quot; Jahrbuch Medienpädagogik 12. Springer Fachmedien Wiesbaden, 2015. 71-97.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fehlende Standardisierung des Konzepts der Internetabhängigkeit ist ein Haupthindernis für die weitere Entwicklung dieses Forschungsgebiets.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Moreno MA, Jelenchick L, Cox E, Young H, Christakis DA|Titel=Problematic internet use among us youth: A systematic review|Sammelwerk=[[Archives of Pediatrics &amp;amp; Adolescent Medicine]]|Band=165|Nummer=9|Datum=2011-09-01|Seiten=797–805|PMC=3215336|DOI=10.1001/archpediatrics.2011.58}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Forscher streiten sich darüber, ob Internetabhängigkeit eine eigenständige Erkrankung darstellt oder ob es sich lediglich um das Symptom einer anderen Grunderkrankung handelt.&amp;amp;nbsp;Es wird darüber debattiert, ob es sich um eine [[Störung der Impulskontrolle]] oder eine&amp;amp;nbsp;[[Zwangsstörung]] und nicht um eine Sucht handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Alexander Winkler, Beate Dörsing, Winfried Rief, Yuhui Shen, Julia A. Glombiewski|Titel=Treatment of internet addiction: A meta-analysis|Sammelwerk=[[Clinical Psychology Review]]|Band=33|Nummer=2|Datum=2013-03-01|Seiten=317–329|DOI=10.1016/j.cpr.2012.12.005}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung/Epidemiologie ==&lt;br /&gt;
Diverse Studien der letzten Jahre berichten Internetsucht-[[Prävalenz]]en zwischen 0,8 % und 26,7 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=D. Kuss, M. Griffiths, L. Karila, J. Billieux|Titel=Internet Addiction: A Systematic Review of Epidemiological Research for the Last Decade|Datum=2014|Sammelwerk=[[Current Pharmaceutical Design]]|Band=20|Nummer=25|Seiten=4026–4052|DOI=10.2174/13816128113199990617|Abruf=2016-05-25}} ([http://www.uclep.be/wp-content/uploads/pdf/Pub/Kuss_CPD_2014.pdf Volltext])&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Varianz innerhalb der Prävalenz ist mitunter auf die Heterogenität verwendeter Instrumente zur Erfassung von Internetsucht, Diagnosekriterien, Cut-Off-Scores sowie nicht zuletzt auf kulturelle Unterschiede zurückzuführen. Aufgrund dieser methodischen Schwierigkeiten ist die Interpretation von Prävalenzen noch eingeschränkt möglich und erschwert den Vergleich zwischen verschiedenen Ländern. Es wird geschätzt, dass in Deutschland zwischen 560.000 und 1.5 Millionen Personen (1–3 % der deutschen Bevölkerung) Tendenzen zur Entwicklung und Aufrechterhaltung einer Internetsucht zeigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;drogenbeauftragte.de&amp;quot;&amp;gt;[http://www.drogenbeauftragte.de/fileadmin/dateien-dba/DrogenundSucht/Computerspiele_Internetsucht/Downloads/PINTA-Bericht-Endfassung_280611.pdf Prävalenz der Internetabhängigkeit, Bericht an das Bundesministerium für Gesundheit, 2011] (PDF-Datei; 298&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=K. Wölfling, M. Bühler, T. Leménager, C. Mörsen, K. Mann|Titel=Glücksspiel- und Internetsucht|Sammelwerk=[[Der Nervenarzt]]|Band=80|Nummer=9|Datum=2009-08-22|Seiten=1030–1039|DOI=10.1007/s00115-009-2741-1|Abruf=2016-05-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei 4,6 % der Bevölkerung läge bei mindestens 4 Stunden täglich zwanghafter Online-Nutzung eine „problematische Internetnutzung“ vor. Diese Zahl entspricht etwa dem Anteil der [[Cannabis als Rauschmittel|Cannabis]]-Konsumenten in Deutschland. Der Anteil der Glückspielsüchtigen liegt bei etwa 0,3 bis 0,5 %, also etwa 250.000 Personen.&lt;br /&gt;
Der Anteil der Internet-Süchtigen liegt bei den Jugendlichen höher als bei den Älteren. Laut Studie sollen 2,4 % der 14- bis 24-Jährigen internetabhängig sein. 13 % gelten als „problematisch in ihrer Internetnutzung“.&lt;br /&gt;
In der Altersgruppe der 14- bis 16-Jährigen sind Mädchen mit 4,9 % stärker gefährdet als Jungen, die zu 3,1 % von der Online-Nutzung abhängig sind.&lt;br /&gt;
In der Gruppe der bis 24-Jährigen ist das Verhältnis in etwa gleich. Insgesamt sollen Männer in der Regel häufiger unter Internetsucht leiden als Frauen. Weibliche Nutzer konzentrieren sich dabei mit 77 % stärker auf soziale Netzwerke wie Facebook, junge Männer auf Computerspiele.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.morgenpost.de/web-wissen/article1775967/Internetsucht-auf-Niveau-von-Cannabis-Konsum.html Internetsucht auf Niveau von Cannabis-Konsum. In: Berliner Morgenpost 26. September 2011.] Vgl. auch {{Webarchiv | url=http://www.mdr.de/nachrichten/internetsucht100.html | wayback=20111001052334 | text=Mehr Süchtige nach Internet als nach Glücksspielen. In: MDR 26. September 2011.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Ergebnisse zeigen, dass die Prävalenz in europäischen Stichproben zwischen 1.0 und 9,0 %, in Stichproben aus dem Mittleren Osten zwischen 1.0 und 12,0 % und in asiatischen Stichproben etwas höher zwischen 2.0 und 18,0 % liegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Marcantonio M. Spada|Titel=An overview of problematic Internet use|Sammelwerk=Addictive Behaviors|Band=39|Nummer=1|Seiten=3–6|DOI=10.1016/j.addbeh.2013.09.007|Abruf=2016-05-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Regierung von Südkorea schätzt, dass etwa 210.000 koreanische Kinder und Jugendliche von Internetabhängigkeit betroffen sind (2,1 % zwischen 6 und 19 Jahren). Für die USA liegen keine genauen Schätzungen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ajp.psychiatryonline.org/cgi/content/full/165/3/306 The American Journal Of Psychiatry] Editorial zu epidemiologischen Kulturunterschieden der Internetabhängigkeit&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur zwei epidemiologische Studien untersuchten bisher die Prävalenz über die gesamte Bevölkerung. In Norwegen lag demnach die Prävalenz bei 0,7 %&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Inger Johanne Bakken, Hanne Gro Wenzel, K. Gunnar Götestam, Agneta Johansson, Anita Øren|Titel=Internet addiction among Norwegian adults: A stratified probability sample study|Sammelwerk=[[Scandinavian Journal of Psychology]]|Band=50|Nummer=2|Datum=2009-04-01|Seiten=121–127|DOI=10.1111/j.1467-9450.2008.00685.x|Abruf=2016-05-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und in den USA bei 1,0 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Lorrin  M. Koran, Ronald  J. Faber, Elias Aboujaoude, Michael  D. Large, Richard  T. Serpe|Titel=Estimated Prevalence of Compulsive Buying  Behavior in the United States|Sammelwerk=[[American Journal of Psychiatry]]|Band=163|Nummer=10|Datum=2006-10-01|Seiten=1806–1812|DOI=10.1176/ajp.2006.163.10.1806|Abruf=2016-05-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erscheinungsformen ==&lt;br /&gt;
Es werden verschiedene Bereiche beschrieben, in denen pathologische Internetnutzung auftreten kann:&lt;br /&gt;
* [[Computerspiel]]e&lt;br /&gt;
* [[Cybersex|sexuelle Inhalte]]&lt;br /&gt;
* schriftliche Kommunikation wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[E-Mail]], [[Chat]]ten, Teilnahme an [[Internetforen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Jerald J. Block: ''Issues for DSM-V: Internet Addiction.'' American Journal of Psychiatry, 2008, 165 (3), S. 306–307, {{doi|10.1176/appi.ajp.2007.07101556}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetabhängigkeit verursacht wie andere [[Verhaltensstörung]]en die Vernachlässigung üblicher Lebensgewohnheiten, sozialer Kontakte, der persönlichen Versorgung und Körper[[hygiene]], da ein Großteil der zur Verfügung stehenden Zeit im Internet verbracht wird. Im Extremfall kann die [[virtuelle Welt]] zu einem vermeintlich vollständigen Ersatz für sonstige reale soziale Kontakte werden und damit zu [[Soziale Isolation|sozialer Isolation]] führen. Nach außen wird die Sucht verheimlicht oder man will sie nicht wahrhaben, verharmlost sein Verhalten. Häufige [[Entzugssyndrom#Entzugserscheinungen|Entzugserscheinungen]] sind schlechte Laune, [[Nervosität]], [[Reizbarkeit]], [[Schlafstörungen]] oder [[Schweiß]]ausbrüche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders gefährdet gelten [[Depression|depressive]] und [[Eigenbrötler|einzelgängerisch]] veranlagte Menschen. Wenn der Druck des Alltags sehr groß wird, kann die virtuelle Welt eine Fluchtmöglichkeit bieten, wobei alltägliche Aufgaben und gesellschaftliche Anforderungen vernachlässigt werden. Als Triebfeder gelten die Verfolgung bestimmter Aufgaben, [[Realitätsflucht]] und das Experimentieren mit der [[Identität]] sowie die Kombination aus Befriedigung des so genannten [[Spieltrieb]]s und des Kommunikationsbedürfnisses. Die [[Simulation]] gesellschaftlichen Aufstiegs kann ebenso eine Rolle spielen wie das Gefühl von [[Ubiquitous Computing|Omnipräsenz]]. Depressive Menschen finden virtuelle Entlastung, [[Narzissmus|narzisstische]] Persönlichkeiten befriedigen ihren Machtanspruch, Jugendliche haben neue Möglichkeiten, ihre Grenzen auszuloten, und die vermeintliche Möglichkeit, ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Bei Teilnehmern an Vielspieler-Rollenspielen (sogenannte „[[MMORPG]]s“) und „[[Browsergames]]“ kann es dazu kommen, dass sie ihre Spielerfolge in die Realität mitnehmen, um sich gegen andere Menschen zu behaupten. Oft sind Spielerfolge der Ersatz für Erfolge im echten Leben und werden von den Betroffenen als wichtiger erachtet, als sich der eigenen Realität zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrifflichkeit ==&lt;br /&gt;
Umgangssprachlich wird bei der Internetabhängigkeit von einer „[[Sucht]]“ gesprochen. Es handelt sich um eine ''[[substanzungebundene Abhängigkeit]]'', welche in der Klassifikation der [[ICD-10]] erfasst wird: &lt;br /&gt;
* F63 Abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle&lt;br /&gt;
* F63.0	Pathologisches Spielen&lt;br /&gt;
* F63.8	Sonstige abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle&lt;br /&gt;
* F63.9	Abnorme Gewohnheit und Störung der Impulskontrolle, nicht näher bezeichnet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig behilft man sich in der Wissenschaft mit der Klassifikation als [[Störung der Impulskontrolle]] (F63.8 bzw. F63.9). Die Internetabhängigkeit gilt jedoch gemeinsam mit dem pathologischen Glücksspiel als Exot unter den Impulskontrollstörungen, weil beide nicht etwa durch das zwanghafte Beenden unangenehmer Spannungszustände beschrieben werden können, sondern durch das Entgleiten der Kontrolle über ein ursprünglich primär als Vergnügen erlebtes Verhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Bilke-Hentsch, Klaus Wölfling, Anil Batra (Hrsg.): Praxisbuch Verhaltenssucht: Symptomatik, Diagnostik und Therapie bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2014, S. 110&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland dominieren zwei konkurrierende Störungsmodelle: das ''Verhaltenssuchtmodell'' und das ''Modell einer Beziehungs- und Verhaltensstörung''.&amp;lt;ref&amp;gt;Oliver Bilke-Hentsch, Klaus Wölfling, Anil Batra (Hrsg.): Praxisbuch Verhaltenssucht: Symptomatik, Diagnostik und Therapie bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2014, S. 111–112&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Wissenschaftler wie zum Beispiel der Psychiater [[Bert te Wildt]] sehen die Internetabhängigkeit nicht als eigenständige Krankheit an, sondern als eine Verschiebung von nicht-substanzgebundenen Abhängigkeitserkrankungen ins Netz.&amp;lt;ref&amp;gt;Bert te Wildt: ''Digital Junkies. Internetabhängigkeit und ihre Folgen für uns und unsere Kinder.'' Droemer eBook, München 2015, Kap. 2.4&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Diskussionen zwischen den unterschiedlichen wissenschaftlichen Positionen dauern an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Internetabhängigkeit wird teilweise als Oberbegriff für weitere Störungen wie zum Beispiel Online-[[Kaufsucht]], Computersucht, [[Internetsexsucht]], [[Computerspielsucht]] und Online-[[Glücksspiel]]sucht verwendet. Bereits etablierte psychische Störungen werden so auf [[Online]]aktivitäten übertragen, was ebenfalls zu konträren Positionen innerhalb der wissenschaftlichen Diskussionen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Erforschung zu fördern und bessere Präventions- und Therapiemöglichkeiten entwickeln zu können, sollen die Voraussetzungen für eine Anerkennung der „Online-/Neue Mediensucht“ bei der [[Weltgesundheitsorganisation]] geprüft werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/133/1613382.pdf Deutscher Bundestag, Drucksache 16/13382 – Antrag]. 17.&amp;amp;nbsp;Juni 2009. (PDF-Datei; 48 KB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Das ''Centre for On-Line Addiction'' benannte bereits 1998 fünf spezifische Typen der Internetabhängigkeit:&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. den Forschungsüberblick bei Ulrike Braun: ''Exzessive Internetnutzung Jugendlicher im familialen Kontext. Analysen zu Sozialschicht, Familienklima und elterlichem Erwerbsstatus.'' Springer Fachmedien Wiesbaden 2014, S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Cybersexual addiction'' beschreibt die Abhängigkeit von pornographischem Material und sexueller Interaktion im Internet.&lt;br /&gt;
* ''Cyberrelationship addiction'' ist die Abhängigkeit von virtuellen Freundschaften, welche reale Beziehungen zu Freunden und der Familie verdrängen oder ersetzen.&lt;br /&gt;
* ''Net-compulsion'' umfasst alle obsessiven Internetaktivitäten einschließlich Glücksspiel, Einkaufen und Auktionen.&lt;br /&gt;
* ''Information overload'' ist das obsessive Recherchieren und Surfen ohne erkennbaren Grund.&lt;br /&gt;
* ''Computer addiction (computer game playing)'' bedeutet exzessives Computerspielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hahn und Jerusalem definieren Internetsucht oder Internetabhängigkeit als eine stoffungebundene Abhängigkeit, die dann als vorhanden gilt, wenn:&amp;lt;ref&amp;gt;Hahn, André und Jerusalem, Matthias (2001): ''Internetsucht. Jugendliche gefangen im Netz.'' In: Raithel, Jürgen (Hrsg.): Risikoverhaltensweisen Jugendlicher. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2001, S. 279–293&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* über längere Zeitspannen der größte Teil des Tageszeitbudgets zur Internetnutzung verausgabt wird, hierzu zählen auch verhaltensverwandte Aktivitäten wie beispielsweise Optimierungsarbeiten am Computer (''Einengung des Verhaltensraums''),&lt;br /&gt;
* die Person die Kontrolle über ihre Internetnutzung weitgehend verloren hat bzw. Versuche, das Nutzungsausmaß zu reduzieren oder die Nutzung zu unterbrechen, erfolglos bleiben oder erst gar nicht unternommen werden - obwohl das Bewusstsein für dadurch verursachte persönliche oder soziale Probleme vorhanden ist (''Kontrollverlust''),&lt;br /&gt;
* im zeitlichen Verlauf eine ''Toleranzentwicklung'' zu beobachten ist, also die Verhaltensdosis zur Erreichung der angezielten positiven Stimmungslage gesteigert werden musste, &lt;br /&gt;
* als Folge zeitweiliger, längerer Unterbrechung der Internetnutzung ''Entzugserscheinungen'' auftreten als Beeinträchtigungen psychischer Befindlichkeit wie Unruhe, Nervosität, Unzufriedenheit, Gereiztheit und Aggressivität,&lt;br /&gt;
* psychisches Verlangen nach der Internetnutzung besteht (''craving''), &lt;br /&gt;
* wegen der Internetaktivitäten ''negative soziale Konsequenzen'' in den Bereichen Arbeit und Leistung sowie soziale Beziehungen eintreten, wie zum Beispiel Ärger mit der Familie, Freunden oder dem Arbeitgeber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele soziale Interaktionsformen finden mittlerweile online statt, die bislang  Bereichen zugerechnet wurden, die von einer Internetabhängigkeit ausgenommen schienen, wie z. B. online vorgenommene Verabredungen oder gemeinschaftliches Anfertigen von Hausaufgaben bei [[Facebook]] – auch dieser Umstand erschwert eine Abgrenzung zu „normalem“ Verhalten, da diese angenommene Normalität stetem Wandel unterliegt. Mehr als 35 Stunden private Internetnutzung pro Woche werden von Fachleuten als problematisch bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,711221,00.html ''Das Web ist im Alltag angekommen.''] Spiegel Online, 11. August 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Da in der Medizin keine Einigung über Bezeichnung und Diagnose herrscht, werden von den deutschen [[Krankenkasse]]n und [[Rententräger]]n die Diagnosen ''Computersucht'' oder ''Internetabhängigkeit'' nicht anerkannt. Um den Betroffenen helfen zu können, wird auf die Diagnosen im [[ICD-10]] F63.8 (''Sonstige abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle'') bzw. F63.9 (''Abnorme Gewohnheit und Störung der Impulskontrolle, nicht näher bezeichnet'') zurückgegriffen, bei welcher die Kosten der therapeutischen Maßnahmen übernommen werden. In Deutschland ist auch, im Rahmen der Wiedereingliederung, eine teilweise oder vollständige Kostenübernahme durch das Sozialamt möglich, wenn die Kosten der Maßnahme die eigenen Möglichkeiten übersteigt und kein anderer Kostenträger existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Therapien sind inzwischen in nahezu jeder Einrichtung möglich, welche sich mit Sucht und Abhängigkeit beschäftigt. Die Therapie kann [[Krankenhaus|stationär]], [[teilstationär]] oder auch [[ambulant]] erfolgen.&lt;br /&gt;
Dabei stehen verschiedene therapeutische Maßnahmen zur Verfügung:&lt;br /&gt;
* stationäre Therapie&lt;br /&gt;
* Adaption&lt;br /&gt;
* teilstationäre Unterbringung&lt;br /&gt;
* Tagesklinik&lt;br /&gt;
* Einzelgespräche&lt;br /&gt;
* indikative Gruppen&lt;br /&gt;
* Selbsthilfegruppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das spezielle Problem der [[Therapie]] gegen die Internetabhängigkeit ist dabei, dass das gewöhnliche Therapieziel einer [[Abhängigkeitssyndrom|stofflichen Abhängigkeit]], nämlich die möglichst vollständige [[Abstinenz]], nicht erreichbar ist. Computer und andere elektronische Medien gehören zum alltäglichen Leben. Im Rahmen einer Therapie können die Betroffenen jedoch einen bewussteren sowie gesellschaftlich tolerierten und angepassten Umgang mit dem Medium Computer und der Internetnutzung lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei müssen häufig auch Folgeprobleme behandelt werden. So beinhaltet eine Therapie wie bei anderen [[Verhaltenstherapie]]n Anreize, das Interesse der Betroffenen an Sport und anderen [[Freizeitgestaltung]]smöglichkeiten zu wecken. Zudem müssen bei jugendlichen Betroffenen in der Regel die jeweiligen [[Elternschaft|Eltern]] einbezogen werden, da gegebenenfalls das [[Vertrauen]] zwischen Kindern und Eltern gestört ist und neu aufgebaut werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei (Ehe-)Partnern ist unter Umständen eine [[Eheberatung]] indiziert, um gemeinsam Strategien zur Abhängigkeitsbewältigung wie auch zur Rettung der Beziehung zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein anerkannt ist die hohe Bedeutung von [[Selbsthilfegruppe]]n für die Therapie. Viele Therapeuten sind inzwischen der Überzeugung, dass ein nachhaltiger Therapieerfolg durch den Besuch von Selbsthilfegruppen überhaupt erst möglich ist. Dabei ist der Besuch einer Selbsthilfegruppe nicht an die Teilnahme an einer stationären oder ambulanten Therapie gebunden. Da im Bereich der Computer-, Online- und Medienabhängigkeit (noch) kein hoher Bedarf an Selbsthilfegruppen existiert und aufgrund der zahlreichen Parallelen zur  [[Glücksspielsucht]] finden sich meist Computer- und Glücksspielsüchtige zu gemeinsamen Selbsthilfegruppen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epidemiologie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Internetsucht in Deutschland ===&lt;br /&gt;
Einer im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums durchgeführten, am 25. September 2011 in Berlin vorgelegten Studie&amp;lt;ref name=&amp;quot;drogenbeauftragte.de&amp;quot;/&amp;gt; zufolge gibt es in Deutschland nach neuen Schätzungen mehr Internetsüchtige als Glücksspielabhängige. Demnach sind in Deutschland rund 560.000 Menschen vom Internet abhängig. So sei bei  1 % der 14- bis 64-Jährigen eine Internetabhängigkeit wahrscheinlich, bei 4,6 % läge bei mindestens 4 Stunden online eine „problematische Internetnutzung“ vor. Diese Zahl entspricht etwa dem Anteil der [[Cannabis als Rauschmittel|Cannabis]]-Konsumenten in Deutschland. Der Anteil der Glückspielsüchtigen liegt bei etwa 0,3 bis 0,5 %, also etwa 250.000 Personen.&lt;br /&gt;
Der Anteil der Internet-Süchtigen liegt bei den Jugendlichen höher als bei den Älteren. Laut Studie sollen 2,4 % der 14- bis 24-Jährigen internetabhängig sein. 13 % gelten als „problematisch in ihrer Internetnutzung“.&lt;br /&gt;
In der Altersgruppe der 14- bis 16-Jährigen sind Mädchen mit 4,9 % stärker gefährdet als Jungen, die zu 3,1 % von der Online-Nutzung abhängig sind.&lt;br /&gt;
In der Gruppe der bis 24-Jährigen ist das Verhältnis in etwa gleich. Insgesamt sollen Männer in der Regel häufiger unter Internetsucht leiden als Frauen. Weibliche Nutzer konzentrieren sich dabei mit 77 % stärker auf soziale Netzwerke wie Facebook, junge Männer auf Computerspiele.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.morgenpost.de/web-wissen/article1775967/Internetsucht-auf-Niveau-von-Cannabis-Konsum.html Internetsucht auf Niveau von Cannabis-Konsum. In: Berliner Morgenpost 26. September 2011.] Vgl. auch {{Webarchiv | url=http://www.mdr.de/nachrichten/internetsucht100.html | wayback=20111001052334 | text=Mehr Süchtige nach Internet als nach Glücksspielen.}} In: MDR 26. September 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ''[[Ausschuss für Kultur und Medien]] des Deutschen Bundestags'' veranstaltete federführend im April 2008 eine ''Öffentliche Anhörung von Sachverständigen zum Thema Onlinesucht''. Der Drogenbericht der Bundesregierung 2009&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.drogenbeauftragte.de/fileadmin/dateien-dba/Service/Publikationen/Drogen_und_Suchtbericht_2009_Drogenbeauftragte.pdf Bundesministerium für Gesundheit: ''Drogen- und Suchtbericht. Mai 2009''], PDF (1,5 MB); abgerufen am 13. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; widmet der Onlinesucht erstmals ein eigenes Kapitel und kommt zu dem Resultat: „Aus gesundheitlicher Sicht hat die suchtartige Nutzung des Internets an Gewicht gewonnen. Vor allem männliche Jugendliche und junge Erwachsene zeigen häufiger ein sich verlierendes, entgleitendes und in Extremfällen psychopathologisch auffälliges Online-Nutzungsverhalten insbesondere in Bezug auf Online-Spielewelten“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmg.bund.de/cln_117/nn_1191726/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/Drogenbeauftragte/2009/09-05-04_20Drogen-_20und_20Suchtbericht_202009.html?__nnn=true Drogen- und Suchtbericht 2009 veröffentlicht], Bundesministerium für Gesundheit, Pressemitteilung, 4. Mai 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmg.bund.de/cln_160/nn_1191726/sid_047790B527EB30C02209A48516D5B3EB/nsc_true/SharedDocs/Standardartikel/DE/AZ/D/Glossar-Drogenbeauftragte/Jahrestagung_20der_20DdB_20Neue_20Medien_20Vorank_C3_BCndigung.html?__nnn=true ''Internet und Computerspiele – wann beginnt die Sucht?''] Jahrestagung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, 3. Juli 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ''[[Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung]] des Deutschen Bundestags'' veranstaltete am 9. Juni 2016 eine öffentliche Sitzung zum Thema ''[http://www.bundestag.de/mediathek/?action=search&amp;amp;contentArea=details&amp;amp;offsetStart=0&amp;amp;id=6878835&amp;amp;instance=m187&amp;amp;mask=search&amp;amp;lang=de&amp;amp;ids=6878835 Neue elektronische Medien und Suchtverhalten – Risiken, Bewältigungsstrategien und Präventionsmöglichkeiten]''. Das ''[[Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag]]'' stellte in diesem Zusammenhang den TAB-Arbeitsbericht ''[http://www.tab-beim-bundestag.de/de/untersuchungen/u20200.html Neue elektronische Medien und Suchtverhalten]'' vor. Federführend wurde die öffentlich Veranstaltung durch den Konsortialpartner ''[[Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung|IZT – Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung]]'' veranstaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studien ==&lt;br /&gt;
* [http://www.andre-hahn.de/downloads/vortraege/1999/1999_Stress_Sucht_Internet_Charite.pdf ''Stress und Sucht im Internet'', 1999 PDF] (727&amp;amp;nbsp;kB); abgerufen am 27. September 2012&lt;br /&gt;
* [http://www.drogenbeauftragte.de/fileadmin/dateien-dba/Service/Publikationen/Drogen_und_Suchtbericht_2011_110517_Drogenbeauftragte.pdf Drogenbeauftragte der Bundesregierung: ''Drogen- und Suchtbericht. Mai 2011'', PDF] (1,5 MB); abgerufen am 27. September 2012&lt;br /&gt;
* [http://www.drogenbeauftragte.de/fileadmin/dateien-dba/DrogenundSucht/Computerspiele_Internetsucht/Downloads/PINTA-Bericht-Endfassung_280611.pdf Bericht an das Bundesministerium für Gesundheit: ''Prävalenz der Internetabhängigkeit (PINTA)'', 2011 PDF] (298&amp;amp;nbsp;kB); abgerufen am 27. September 2012&lt;br /&gt;
* [http://www.eunetadb.eu/files/docs/Qualitative_Report_D5.pdf Bericht an die EU-Kommission - Safer Internet Programme: ''The development of adaptive and maladaptive patterns of Internet use among European adolescents at risk for Internet addictive behaviours: A Grounded theory inquiry (EU NET ADB)'', 2012 PDF] (727&amp;amp;nbsp;kB); abgerufen am 15. März 2013&lt;br /&gt;
* [http://www.tab-beim-bundestag.de/de/pdf/publikationen/berichte/TAB-Arbeitsbericht-ab166.pdf Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB): ''Neue elektronische Medien und Suchtverhalten'', Mai 2016 PDF] (1,96 MB), abgerufen am 1. Juni 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://dr-elze.com/internetabhaengigkeit Aktuelle Daten u.&amp;amp;nbsp;a. zur Prävalenz und zu den klinischen Studien zur Therapie der Internetabhängigkeit]&lt;br /&gt;
* [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sprechstunde/1113149/ Jan Rähm: ''Suchtfalle Internet – Präventionskampagne gegen Computer-Abhängigkeit.''] ''Sprechstunde'' im [[Deutschlandfunk]] am 26. Januar 2010, abgerufen am 7. Mai 2010&lt;br /&gt;
* [http://www.schau-hin.info/extrathemen/exzessive-mediennutzung.html Extrathema Exzessive Mediennutzung], SCHAU HIN! - der Medienratgeber für Familien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Internetabhangigkeit}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Informatik und Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Substanzungebundene Abhängigkeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Virtualität]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>	</entry>

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		<title>Cyberkrieg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.a-wissing.de/mediawiki-1170/index.php/Cyberkrieg"/>
				<updated>2013-12-29T19:11:38Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: 1 Version&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Cyberkrieg''' ist zum einen die [[krieg]]erische Auseinandersetzung im und um den virtuellen Raum, den [[Cyberspace]], mit Mitteln vorwiegend aus dem Bereich der [[Informationstechnologie|Informationstechnik]]. Cyberkrieg bezeichnet zum anderen die hochtechnisierten Formen des Krieges im Informationszeitalter, die auf einer weitgehenden Computerisierung, Elektronisierung und Vernetzung fast aller militärischer Bereiche und Belange basieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft des Begriffs ==&lt;br /&gt;
Cyberkrieg, im Englischen ''Cyberwar'', ist ein [[Kofferwort]] aus Wörtern Cyberspace und Krieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff soll erstmals im Jahr 1993 von den Wissenschaftlern John Arquilla und David Ronfeldt in ihrer Studie ''Cyberwar is coming!'' für die [[RAND Corporation]] verwendet worden sein, die eng mit dem [[US-Verteidigungsministerium]] zusammenarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begriffe ‘Information War’ bzw. ‘Information Operations’ lassen sich bis in die Zeit des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] zurückführen.&amp;lt;ref&amp;gt;''Zum Beispiel:'' Ben Schwan: [http://www.heise.de/ct/Experten-beraten-ueber-Abruestung-im-Infowar--/artikel/123063 ''Krieg und Frieden im Cyberspace: Experten beraten über Abrüstung im Infowar''.] In: ''[[c’t]]'', Nr. 15/2001&amp;lt;/ref&amp;gt; In seiner heutigen Bedeutung findet der Begriff „Information Warfare“ seit 1976 Verwendung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mitte der 1980er Jahre haben sich US-Militärs Überlegungen „über den Wert und die systematische Nutzbarkeit von Daten und Informationen im Konfliktfall“ zu eigen gemacht (''vgl. dazu auch:'' [[Strategic Defense Initiative]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Torsten Lau: [http://www.uni-bonn.de/~ujr701/Startseite/Texte/Vonwem/CyberCrime-CyberCrimeKontrolle-SS2003/SammlungCyberCrime/Lau.pdf ''Cyber-Crime und Cyber-Crime-Kontrolle''.] (PDF, 111 kB; 38 S.) Universität Bonn, Kolloquium im Sommersemester 2003: ''Zum möglichst rationalen Umgang mit weltweiten Bedrohungsszenarien: Cyber-Kriege und Cyber-Terror''&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Die eingesetzten [[Waffe]]n sind Werkzeuge aus dem Bereich der [[Informatik]]. Im einfachsten Fall zielen Angriffe auf rechnergestützte Verbindungen, um die Kommunikation auf diesem Wege zu vereiteln. Komplexere Angriffe können auf die Kontrolle spezifischer Computersysteme abzielen. Umgekehrt gehört zum Cyberkrieg die Bereitstellung und Aufrechterhaltung der eigenen Kommunikations- und Kommandostrukturen sowie die Abwehr bzw. Vereitelung gegnerischer Angriffe auf diese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für einen erfolgreichen Cyberangriff findet sich [[Internetangriffe auf Estland 2007|2007 in Estland]], wo nach konzertierten [[Denial of Service]]-Angriffen Regierungs- und Verwaltungsstellen, ebenso wie die größte Bank Estlands nicht mehr erreichbar waren. Zudem wirkte sich der Angriff auf Krankenhäuser, Energieversorgungssysteme und Notrufnummern aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. zum Beispiel die britische Wochenzeitung ''[[The Economist]]'' (24. Mai 2007): [http://www.economist.com/PrinterFriendly.cfm?story_id=9228757 ''Defences against cyberwarfare are still rudimentary. That’s scary''] (abgerufen am 7. Juni 2007) und, unabhängig von Estland, ''[[The Christian Science Monitor]]'' (14. September 2007): [http://www.csmonitor.com/2007/0914/p01s01-woap.html?page=1 ''China Emerges as Leader in Cyberwarfare] (abgerufen am 16. September 2007)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Methoden und Entwicklung des Cyberkriegs ==&lt;br /&gt;
Übliche Verfahren des Cyberkriegs umfassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Spionage]]: Das Eindringen in fremde Computersysteme zum Zwecke der Informationsgewinnung&lt;br /&gt;
* [[Defacement]]: Veränderungen am Inhalt einer Website, um u.&amp;amp;nbsp;a. [[Propaganda]] zu schalten&lt;br /&gt;
* diverse Formen von [[Social Engineering (Sicherheit)|Social Engineering]]&lt;br /&gt;
* Einschleusen von kompromittierter Hardware, die bewusst fehlerhaft arbeitet oder Fremdsteuerung erlaubt&lt;br /&gt;
* [[Denial of Service|Denial-of-Service]]-Attacken, um feindliche Dienste zu stören oder vollständig zu unterdrücken&lt;br /&gt;
* Materielle Angriffe (Zerstören, [[Sabotage]], Ausschalten) von [[Hardware]] (z.&amp;amp;nbsp;B. Kabel-, Antennen- und Satellitenverbindungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Softwareseiten nutzen Angreifer in erster Linie die in vielen Webapplikationen [[Prävalenz|prävalenten]] Schwachstellen aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Wolfert: [http://www.computerwoche.de/knowledge_center/security/1898982/ ''Applikationssicherheit: Die größten Schwachstellen in Web-Anwendungen''.] In: ''[[Computerwoche]]'', 23. Juni 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Stephen Northcutt et al.: [http://i.zdnet.com/whitepapers/core_PenetrationTesting_June2006.pdf ''Penetration Testing: Assessing Your Overall Security Before Attackers Do''.] (PDF; 1,6&amp;amp;nbsp;MB) SANS Analyst Program, 2006 ''(Whitepaper, speziell für Unternehmensanwendungen)''&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.owasp.org/index.php/Main_Page OWASP – the free and open application security community]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf physikalischer Ebene werden insbesondere Kampfmittel verwendet, die auf Strahlungsemission beruhen und hierdurch elektronische Geräte stören, etwa [[EMP-Bombe|EMP-Waffen]] oder [[Airborne Laser|Airborne Tactical Laser]].&amp;lt;ref&amp;gt;Andrew Buncombe: [http://www.findarticles.com/p/articles/mi_qn4158/is_20050305/ai_n11854981 ''Pentagon attacked for ‘Pulse’ gun that inflicts long-distance pain''.] In: ''[[The Independent]]'', 5. März 2005)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategische Konzepte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:HURT concept drawing.jpg|miniatur|links|Beispiel: Umfassende Interoperabilität und Kommunikation zwischen den Untereinheiten im urbanen Umfeld will das projektierte ''Heterogeneous Urban RSTA Team (HURT)'' des [[Information Processing Technology Office]] der [[Defense Advanced Research Projects Agency]] gewährleisten.]]&lt;br /&gt;
[[C4ISR]], also die Vernetzung aller Führungs-, Informations- und Überwachungssysteme zur Gewinnung eines exakten Lagebildes, um die Entscheidungsfindung und Führungsfähigkeit der Streitkräfteführung zu verbessern, zuerst bei den [[Streitkräfte der Vereinigten Staaten|US-amerikanischen Streitkräften]] technisch und organisatorisch institutionalisiert, ist heute bei den meisten Armeen der Welt etabliert; in den US-Strategieplanungen wird der ''Cyberspace'' neben Land, Luft, See und Weltraum als fundamentaler Bestandteil des ''[[Kriegsschauplatz|war theatre]]'' kategorisiert – wobei Space (also das Weltall) und Cyberspace unter der Verantwortlichkeit der US-Luftwaffe meist zusammengefasst werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.afcyber.af.mil/ | wayback=20090531172503 | text=Air Force Cyber Command}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lt Col Paul Berg, USAF: ''[http://www.airpower.au.af.mil/apjinternational/apj-s/2007/1tri07/bergeng.html Air Force Cyber Command: What It Will Do and Why We Need It.]'' In: Air &amp;amp; Space Power Journal, 20. Februar 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; Die U.S. Air Force unterhält seit 2002 u.&amp;amp;nbsp;a. das [[AFIT Center for Cyberspace Research]], CCR&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.airforce.com/pdf/AFIT_Cyberspace_Technical_Center_of_Excellence.pdf AFIT and Center for Cyberspace Research designated the Air Force Cyberspace Technical Center of Excellence] (''Pressemitteilung v. Juni 2008'', PDF, 2 S.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lewis Page: [http://www.theregister.co.uk/2007/05/30/pentagon_in_china_space_n_cyber_panic/ Pentagon: China threatens space and cyberspace] (The Register, 30. Mai 2007)&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Einer Reihe von Autoren gilt der [[Kosovo-Krieg]] 1999 als der erste „richtige Cyberkrieg“ zwischen Staaten, bei dem beide Seiten entsprechende Kampfmittel auf dem Schlachtfeld einsetzten. Auch die umfassende Steuerung und Kontrolle des Kriegsgeschehens mittels weltraumgestützter Systeme trat hier auf [[NATO]]-Seite bestimmend hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allianz etwa störte und manipulierte serbische [[Luftabwehr]]systeme u.&amp;amp;nbsp;a. durch Einsatz hochfrequenter Mikrowellenstrahlung, griff das [[Jugoslawien|jugoslawische]] Telefonnetz an und brach auf elektronischem Weg in [[Russland|russische]], [[Griechenland|griechische]] und [[Zypern|zypriotische]] Banken ein, um Konten des serbischen Präsidenten [[Slobodan Milošević]] zu sabotieren und leerzuräumen. [[Serbien|Serbische]] Kräfte störten ihrerseits u.&amp;amp;nbsp;a. NATO-Server und hörten ungeschützte NATO-Kommunikation ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Bombardierung der chinesischen Botschaft in Belgrad]] durch NATO-Bomber mischten sich auch [[China|chinesische]] [[Hacker]] ein und griffen Websites an, versandten virenverseuchte E-Mails und schalteten Propaganda (''vgl.'' [[Heinz-Michael Winkels]], ''a.a.O.''). Attackiert wurden u.&amp;amp;nbsp;a. die Internetpräsenzen des [[US-Energieministerium]]s und des ''[[National Park Service]]''. Die Website des Weißen Hauses musste sogar für drei Tage geschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichtlicher Abriss der Entwicklung von Cyberkrieg-Konzepten in den USA ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 war die geheime ''Direktive TS-3600.1'' des [[Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten|Verteidigungsministeriums]] zum „Information Warfare“ erlassen worden. 1993 eröffnete die US-Luftwaffe in [[San Antonio]] ([[Texas]]) das ''Air Force Information Warfare Center'' mit damals bereits 1000 Mitarbeitern. Im Jahr 1995 absolvierten an der ''National Defence University'' in [[Washington, D.C.|Washington]] die ersten in Informationskriegsführung ausgebildeten Soldaten ihre [[Offizier]]slehrgänge.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfred Baumann, ''a.a.O.''&amp;lt;/ref&amp;gt; 1994 war dort die ''School for Information Warfare and Strategy'' ins Leben gerufen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1995 erstellte die US-Navy die Instruktion ''OPNAVINST 3430.26''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.iwar.org.uk/iwar/resources/opnav/3430_26.pdf OPNAVINST 3430.26] (PDF; 1,82&amp;amp;nbsp;MB; 21 S.) Department of the Navy, 18. Januar 1995&amp;lt;/ref&amp;gt; zur Umsetzung des Informationskriegs. Ab demselben Jahr begannen die Vereinigten Staaten, maßgeblich unter der Leitung von Vizeadmiral Arthur K. Cebrowski (1942–2005; von Oktober 2001 bis Januar 2005 war er Direktor des ''Office of Force Transformation'' des Pentagon), das Konzept des „Network Centric Warfare“ zu entwickeln; dessen Ziel ist es, Informationsüberlegenheit unmittelbar in militärische Überlegenheit umzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Federführung des FBI gründeten 1998 verschiedene US-Behörden das ''National Infrastructure Protection Center'' (NIPC), das mit Privatfirmen kooperierte und das zur Aufgabe hatte, den Schutz vitaler Infrastrukturen zu koordinieren und zu organisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2002 wurde durch die Bush-Regierung das direkt dem ''Executive Office of the President'' im Weißen Haus unterstellte ''Office of Global Communications (OGC)'' ins Leben gerufen, mit dem Ziel, „Botschaften für ein ausländisches Publikum zu formulieren und zu koordinieren“&amp;lt;!--&amp;quot;to formulate and coordinate messages to foreign audiences&amp;quot;--&amp;gt;; seine Aufgabe war es, „die Darstellung der Außenpolitik der USA zu koordinieren und ihr Image im Ausland zu überwachen.“&amp;lt;!--&amp;quot;coordinate the administration's foreign policy message and supervise America's image abroad.&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ''[[National Cyber Security Division]] (NCSD)'', die ihre Arbeit am 6. Juni 2003 als eine Abteilung des ''Office of Cyber Security &amp;amp; Communications'' aufnahm, fasste bereits seinerzeit mehrere Institutionen zusammen und war seitdem für die zivile Cyberverteidigung der Vereinigten Staaten zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1999 hatte das Pentagon unter der Federführung des damaligen [[United States Strategic Command|USSTRATCOM]] mit dem Aufbau eines ''Infowar''-Teams begonnen, das beauftragt wurde, offensive Waffen für den Cyberkrieg zu entwickeln. 2002 ordnete der damalige US-Präsident [[George W. Bush]] in der ''National Security Presidential Directive 16'' die Ausarbeitung einer Strategie an, in der Richtlinien und Kriterien für die Führung eines Cyberkriegs festgelegt werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits zur Amtszeit von Bushs Vorgänger [[Bill Clinton]] unter dem Namen ''Federal Intrusion Detection Network'' (FIDNet)&amp;lt;ref&amp;gt;Florian Rötzer: [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/5/5137/1.html ''Aus für FIDNet?''] In: ''[[Telepolis]]'', 1. August 1999&amp;lt;/ref&amp;gt; angedachte Pläne einer wirksamen Internetverteidigung sollten in Form eines mehr als 50&amp;amp;nbsp;Millionen Dollar kostenden Schutzschildes unter Präsident Bush ab 2001 konkretisiert werden. Staatliche und privatwirtschaftliche Netzwerke in den Vereinigten Staaten sollten bereits ab 2003 (im Frühjahr dieses Jahres fand –&amp;amp;nbsp;nach langwierigen diplomatischen, propagandistischen&amp;lt;ref&amp;gt;James Bamford: [http://www.rollingstone.com/politics/story/8798997/the_man_who_sold_the_war/print ''The Man Who Sold the War: Meet John Rendon, Bush’s general in the propaganda war''.] In: ''[[Rolling Stone]]'', 17. November 2005 (Bamfords Text gewann in den USA den 2006 National Magazine Award in der Kategorie Reportage)&amp;lt;/ref&amp;gt; und militärischen Vorbereitungen&amp;amp;nbsp;– der Irak-Feldzug statt) effektiv gegen Cyber-Angriffe verteidigt werden können.&lt;br /&gt;
Das Projekt wurde wegen anderer Prioritäten offenbar weitgehend reduziert; bis zum Jahr 2005 wurde jedoch das ''Joint Functional Component Command for Network Warfare'' (JFCCNW&amp;lt;ref&amp;gt;Jeremy Singer: [http://www.space.com/spacenews/archive07/spotlight_0122.html Defending the Nation’s Resources in Cyberspace] (Space News, 26. Januar 2007)&amp;lt;/ref&amp;gt;) formiert, das der [[National Security Agency]] zugeordnet ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Florian Rötzer: [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19914/1.html ''Die „gefährlichste Hackergruppe“ der Welt''.] In: ''[[Telepolis]]'',  18. April 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Florian Rötzer: [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/14/14138/1.html ''Strategie für den Cyberkrieg''.] In: ''[[Telepolis]]'', 7. Februar 2003&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Schwerpunkte Aufklärung und Informationsgewinnung ist hingegen das ''Joint Information Operations Warfare Command'' (JIOWC) verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kernfähigkeiten im Rahmen von Informationsoperationen (IO) umfassen gemäß den Doktrinen des US-Militärs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Operative Information|Psychologische Operationen]] ''(PSYOP)'' zum Manipulieren der Wahrnehmung&lt;br /&gt;
* Militärische Täuschung ''(Military Deception, MILDEC)''; die Provokation von Fehlern und Fehlverhalten auf der feindlichen Seite durch falsche Informationen, Bilder und Stellungnahmen&lt;br /&gt;
* Operationelle Sicherheit ''(Operational Security, OPSEC)''; die Identifikation notwendiger Informationsgrundlagen für das eigene Handeln bzw. die Verhinderung des Zugangs zu Informationen, deren Kenntnis dem Feind Vorteile einbringen könnte (auch wenn sie nicht geheim sind; so wurden Verantwortliche während des Irakkriegs angehalten, alles von DoD-Websites zu entfernen, was geeignet sein könnte, der Gegenseite nützliche Hinweise zu liefern)&lt;br /&gt;
* Operationen in Computernetzen ''(Computer Network Operations, CNO)''; hier wird unterschieden zwischen&lt;br /&gt;
** der Verteidigung von Rechnernetzen ''(Computer Network Defense, CND)''&lt;br /&gt;
** der Ausbeutung von Rechnernetzen ''(Computer Network Exploitation, CNE)'' mit dem Schwerpunkt der Sammlung von Informationen sowie&lt;br /&gt;
** Angriffen auf Computernetze ''(Computer Network Attack, CNA)'', also die dedizierte Lahmlegung oder Zerstörung gegnerischer Netzkapazitäten in einem umfassenden Sinn&amp;lt;ref&amp;gt;Clay Wilson: [http://www.fas.org/sgp/crs/natsec/RL31787.pdf ''Information Operations, Electronic Warfare, and Cyberwar: Capabilities and Related Policy Issues''.] (PDF; 120 kB; 17 S.) CRS Report for Congress, 20. März 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence der NATO ==&lt;br /&gt;
Am 14. Mai 2008 wurde das der [[NATO]] zuarbeitende, aber nicht zu ihrer formalen Organisation gehörende ''Cooperative Cyber Defence [[Centre of Excellence (NATO)|Centre of Excellence]]'' (CCD&amp;amp;nbsp;CoE, estnisch: ''K5'' oder ''Küberkaitse Kompetentsikeskus'') in [[Tallinn]], Estland, ins Leben gerufen. Am 28. Oktober wurde es als eines von nunmehr insgesamt zehn ''Centres of Excellence'' von der NATO offiziell akkreditiert. Estland hatte das Zentrum bereits 2003 vorgeschlagen; es ist also nicht auf die [[Internetangriffe auf Estland 2007|Angriffe auf Estland 2007]] zurückzuführen; es liegt aber nahe zu mutmaßen, dass es möglicherweise einer der Anlässe hierfür gewesen sein könnte. Neben dem Gastgeberland wird die internationale Militärorganisation derzeit von Litauen, Lettland, Italien, Spanien, der Slowakischen Republik und Deutschland unterstützt („Sponsoring Nations“; sie und nicht die NATO haben das Zentrum auch gegründet); die USA und die Türkei haben angekündigt, dem CCD CoE, das nur NATO-Mitgliedsländern offensteht, in Kürze beitreten zu wollen. Das Personal umfasst 30 Personen (''Stand:'' April 2009). Als seine Prioritäten bezeichnet das „Kooperationszentrum für Cyberverteidigung“, Einsichten, Beistand und Fachkenntnis zu diversen Aspekten des Themas für die NATO bereitzustellen. Dazu gehören die Konzeptionierung, Trainung und Übungen, die Publikation von Forschungsergebnissen sowie die Entwicklung eines rechtlichen Rahmens für die, wie es beim CCD CoE heißt, noch „unreife Disziplin“ Cyberverteidigung.&amp;lt;ref&amp;gt;Bobbie Johnson: [http://www.guardian.co.uk/technology/2009/apr/16/internet-hacking-cyber-war-nato ''No one is ready for this''.] Reportage über das K5 in Estland („The Guardian“, 16. April 2009 – ''mit einem Audio-Bericht des Autors, 4:45 Min.'')&amp;lt;/ref&amp;gt; – Direktor des CCD CoE ist seit Februar 2008 (''Stand:'' Juni 2009) Oberstleutnant Ilmar Tamm (37).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.estemb.org/news/aid-1219 Estonia: Lt. Col. Tamm appointed head of Cyberdefense Center] (Estonian Embassy in Washington, Februar 2008)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem NATO-Gipfel in [[Bukarest]] im April 2008&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Baumann: [http://www.weltpolitik.net/Sachgebiete/Internationale%20Sicherheitspolitik/Grundlagen%20internationaler%20Sicherheitspolitik/Akteure/NATO/Analysen/sbaumann.html NATO 2008 – Die Ergebnisse von Bukarest im bündnispolitischen Kontext] (Weltpolitik.net, DGAP, 11. Februar 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde die Bereitschaft der Allianz unterstrichen, die „Fähigkeit zu bieten, Bündnismitglieder auf Verlangen bei der Abwehr eines Cyberangriffs zu unterstützen&amp;quot;. – Die erste ''CCD COE Conference on Cyber Warfare''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ccdcoe.org/123.html CCD COE Conference on Cyber Warfare: Programm]&amp;lt;/ref&amp;gt; unter der Leitung von Kenneth Geers fand vom 17. bis 19. Juni 2009 statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ccdcoe.org/ Cooperative Cyber Defence Centre of Excellence] (offizielle Website)&amp;lt;/ref&amp;gt; Das CCD CoE will, wie es heißt, so rasch wie möglich auch ein Lexikon zum ''Cyber Warfare'' kreieren: „Die Definition und die Konzepte sind erstaunlich herausfordernd im Cyberspace“, so Geers bei der Eröffnung der Tagung in Tallinn: „Und sie werden sehr fokussierte Aufmerksamkeit erfordern.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.securityfocus.com/brief/972?ref=rss Coming to terms with cyber warfare] (SecurityFocus, 17. Juni 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; – Vom 9. bis zum 11. September 2009 fand ebenfalls in Tallinn die ''Cyber Conflict Legal &amp;amp; Policy Conference 2009'' statt, gemeinsam veranstaltet vom ''George Mason University Center for Infrastructure Protection'' (CIP&amp;lt;ref&amp;gt;[http://cip.gmu.edu/ Critical infrastructure Protection Program] (Homepage)&amp;lt;/ref&amp;gt;) und dem CCD CoE.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hsdl.org/hslog/?q=node/4995 Cyber Conflict Legal &amp;amp; Policy Conference 2009] (HSDL, 14. August 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Suleyman Anil, der bei der NATO das Zentrum zur Reaktion auf Computerzwischenfälle ''(NCIRC TC&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ncirc.nato.int/ NATO Computer Incident Response Capability - Technical Centre (NCIRC TC)]&amp;lt;/ref&amp;gt;)'' leitet, erklärte im Frühjahr 2008 anlässlich eines Kongresses zur [[Internetkriminalität]] in [[London]]: „Cyberverteidigung wird nun in den höchsten Rängen zusammen mit der [[Raketenabwehr]] und der [[Energieversorgung|Energiesicherheit]] in einem Atemzug genannt. Wir haben zunehmend mehr dieser Angriffe festgestellt und wir glauben nicht, dass dieses Problem bald verschwinden wird. Solange nicht weltweit unterstützte Maßnahmen ergriffen werden, kann das ein globales Problem werden.“ Obgleich einige seit den 1980er Jahren vor den möglichen Gefahren gewarnt hätten, sei die Angelegenheit erst seit wenigen Jahren auf dem Radar der Regierungen weltweit. Die Kosten für Hi-Tech-Attacken seien gesunken, während das Ausmaß des Schadens, den sie anrichten können, ansteige, so Anil.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.guardian.co.uk/technology/2008/mar/06/hitechcrime.uksecurity Nato says cyber warfare poses as great a threat as a missile attack] („[[The Guardian]]“, 6. März 2008)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Supreme Headquarters Allied Powers Europe|NATO-Hauptquartier]] im belgischen [[Mons]] unterhält die Allianz ihre ''Incident Management Section''.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/7851292.stm Nato’s cyber defence warriors] (BBC, 3. Februar 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Abteilung Informations- und Computernetzwerkoperationen, Cyber-Einheit der Bundeswehr ===&lt;br /&gt;
[[Datei:KdoStratAufkl.svg|miniatur|links|hochkant|Kommando Strategische Aufklärung: das Wappen]]&lt;br /&gt;
Die [[Bundeswehr]] unterhält in der Tomburg-Kaserne in [[Rheinbach]] bei [[Bonn]] die ''Abteilung Informations- und Computernetzwerkoperationen'' des [[Kommando Strategische Aufklärung|Kommandos Strategische Aufklärung]] ([[Gelsdorf (Grafschaft)|Gelsdorf b. Bonn]]). Die 76 Mitarbeiter rekrutieren sich in erster Linie aus Absolventen der Fachbereiche für Informatik an den [[Bundeswehruniversität|Bundeswehruniversitäten]]. Befehlshaber (''Stand:'' Anfang 2009) ist [[Brigadegeneral]] Friedrich Wilhelm Kriesel.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dkriesel.com/_media/blog/2011/kriesel-cyberwar-preprint.pdf KSA Brigadegeneral a.D. Friedrich Wilhelm Kriesel Cyberwar – relevant für Sicherheit und Gesellschaft? Eine Problemanalyse]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aufbau der Cybereinheit war 2006 von Verteidigungsminister [[Franz Josef Jung]] angeordnet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kommando Strategische Aufklärung hatte im Dezember 2008 unter Kriesels Führung offiziell das Satellitenaufklärungssystem [[SAR-Lupe]] in Dienst genommen. Mit fünf [[Militärsatellit|Satelliten]] kann SAR-Lupe, welches als eines der modernsten Systeme dieser Art gilt, unabhängig von Tageslicht und Wetter Bilder mit einer Auflösung von weniger als einem Meter liefern. Damit sei nahezu jeder beliebige Punkt auf der Erde aufklärbar. „Es beschafft, sammelt und wertet Informationen über die militärpolitische Lage in einzelnen Ländern und Bündnissen des potentiellen oder tatsächlichen Gegners und über seine Streitkräfte aus.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/kcxml/04_Sj9SPykssy0xPLMnMz0vM0Y_QjzKLd443dPJ3BMmB2MYBIfqRcMGglFR9X4_83FR9b_0A_YLciHJHR0VFAFtOeGo!/delta/base64xml/L2dJQSEvUUt3QS80SVVFLzZfQ18xQk9B?yw_contentURL=%2FC1256EF4002AED30%2FW27K9FVD393INFODE%2Fcontent.jsp Video: Aufklärungssystem SAR-Lupe] (Bundeswehr.de, 9. Oktober 2008)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das satellitengestützte Kommunikationssystem der Bundeswehr [[SATCOMBw]] nahm mit der Aussetzung des Satelliten COMSATBw-1 im Weltraum Anfang Oktober 2009 seinen Teilbetrieb auf. Der zweite Satellit, COMSATBw-2, wurde am 21. Mai 2010 ins All befördert und erreichte nach einer Woche seine vorhergesehene Position in der Erdumlaufbahn.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.it-amtbw.de/portal/a/itamtbw/!ut/p/c4/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP3I5EyrpHK9zJLE3BIgnZhdUpqao1ecWJKak6NfkO2oCAAVwtvx Zweiter Bundeswehr-Satellit nach erfolgreicher Testphase ausgeliefert] („Bundesamt für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr“, 9. März 2011)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Satelliten decken jeweils die östliche bzw. die westliche [[Äquatoriales Koordinatensystem|Hemisphäre]] des Planeten ab. COMSATBw-1 verfüge über neue und sichere Kommunikationssysteme, erklärte [[Oberst]] Pirmin Meisenheimer nach dem Start vom [[Centre Spatial Guyanais|europäischen Weltraumbahnhof]] in [[Französisch-Guayana]] aus. Dies sei ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Leistung für Deutschland, vor allem für Truppen im Auslandseinsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Tagesschau|ID=bundeswehr254|Beschreibung=Bundeswehr schießt eigenen Satelliten ins All|AlteURL=http://www.tagesschau.de/ausland/bundeswehr254.html}} (Tagesschau.de, 2. Oktober 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spacewar.com/reports/Germany_COMSATBw_1_MilComms_Satellite_Is_Readied_For_Launch_999.html Germany’s COMSATBw-1 MilComms Satellite Is Readied For Launch] (Spacewar.com, 8. September 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2001 hatte die Bundeswehr in einem Planspiel, an dem sich auch das [[Bundesinnenministerium]] beteiligte, erstmals einen maßgeblich über das Internet geführten Krieg simuliert. Am 1. April 2002 wurde das ''Bundesamt für Informationsmanagement und Informationstechnik der Bundeswehr'' ([[IT-AmtBw]]) gegründet. Der seinerzeitige IT-Chef der deutschen Truppen, Klaus Hahnenfeld, erklärte dazu: „Wir analysieren mögliche Bedrohungspotenziale, entwickeln aber auch Fähigkeiten zum Schutz der Streitkräfte vor den spezifischen Gefährdungen bei der Nutzung moderner Informationstechnologie.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 2001: Erste parlamentarische Cyber-Abrüstungsinitiativen in Deutschland ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls im Jahr 2001, als die Pläne der Militärs für künftige Kriege wie auch die Gefahren im Netz einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurden, forderten [[Bündnis 90/Die Grünen|Die Grünen]] im Deutschen Bundestag vor dem Hintergrund der Furcht vor einem digitalen Wettrüsten eine „Cyber-Friedenspolitik“: „Es besteht die Gefahr, dass ein neuer elektronischer Rüstungswettlauf entsteht. Noch kann er gebremst und vielleicht angehalten werden“, gab sich Grietje Bettin, damals medienpolitische Sprecherin der Partei, noch zuversichtlich. Ihr Fraktionskollege [[Winfried Nachtwei]], Mitglied im Verteidigungsausschuss des Bundestages, erwartete von der rot-grünen Bundesregierung, „dass sie nicht mitmacht bei der Cyber-Rüstungsspirale.“ In [[Berlin]] hatten die Grünen im Juni ihre Initiative „Für eine friedliche Nutzung des Cyberspace“ präsentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Seidler: [http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,141195,00.html Cyber-Krieg: Virtuelle weiße Fahne] („Manager Magazin“, 26. Juni 2001)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Juni 2009: ANSSI, die erste regierungsamtliche Cybersicherheitsbehörde in Frankreich ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Juni 2009 gibt es in der Republik Frankreich die ''[[Agence nationale de la sécurité des systèmes d'information]]'' (ANSSI,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.securite-informatique.gouv.fr/ ANSSI] (Homepage)&amp;lt;/ref&amp;gt; ''etwa:'' Nationale Sicherheitsbehörde für Informationssysteme). Die Regierung in Paris folgt mit deren Einrichtung mit einjähriger Verspätung Empfehlungen des im Juni 2008 veröffentlichen Weißbuchs zur Verteidigung und nationalen Sicherheit ''(Livre Blanc sur la Défense et la Sécurité nationale)''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.itespresso.fr/la-france-se-dote-dune-vraie-agence-gouvernementale-de-cyber-securite-30404.html La France se dote d’une vraie agence gouvernementale de cyber-sécurité] (ITespresso.fr, 10. Juli 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; „In Frankreich ist ein politisch-ökonomischer Werte-Streit im Gange. Bei der Debatte über das Internet-Sperren-Gesetz und Urheberrechtsverstöße geht es längst um mehr: Kontrolle, Filtermaßnahmen, Politik und massive Geschäftsinteressen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Pany: [http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31147/1.html ''Das Ende der „unmoralischen Zone Internet“''.] In: ''[[Telepolis]]'', 16. September 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== United States Cyber Command (USCYBERCOM) ==&lt;br /&gt;
Am 31. Oktober 2010 nahm das [[United States Cyber Command]] seinen Dienst auf. Dieser neugeschaffene Teil des [[Streitkräfte der Vereinigten Staaten|US-Militärs]], der auch mit der [[National Security Agency]] (NSA) assoziiert ist, setzt sich mit Strategien und Möglichkeiten des Cyberkriegs auseinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Die Wissenschaftlerin Miriam Cavelty-Dunn vom Crisis and Risk Network der [[ETH Zürich]] widerspricht dem Konzept des Cyberkriegs entschieden. Laut Dunn handelt es sich bei „Cyberkrieg“ um eine sensationsheischende Bezeichnung für Vorgänge, die mit anderen Begriffen besser umschrieben wären {{Zitat|Niemand bestreitet, dass wir als Gesellschaften außerordentlich vernetzt und abhängig und deshalb, theoretisch, „verwundbar“ sind. Aber das Verunstalten von Webseiten ist kein Cyberwar. [[DDoS]]-Attacken, auch wenn Banken betroffen sind, sind kein Cyberwar. Das Ausspionieren von Regierungsgeheimnissen oder der Klau von Wirtschaftsgeheimnissen mithilfe von Computern ist kein Cyberwar. Elektronische Kriegsführung ist nicht Cyberwar. Das Verbreiten von halb wahrer oder nicht wahrer Information im Krieg ist kein Cyberwar. Nicht einmal die [[Sabotage]] einer Industrieanlage mithilfe von ausgeklügelter [[Malware]] ist Cyberwar.|Miriam Dunn-Cavelty, 2010&amp;lt;ref&amp;gt;Miriam Dunn-Cavelty: In: [[The European]]: [http://www.theeuropean.de/myriam-dunn-cavelty/5160-cyberwar-und-cyberangst So wahrscheinlich wie die Sichtung von E.T.]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen wenden sich allerdings einige Theoretiker, die Hacking eine grundlegende und neuartige Bedeutung als militärischem Wirkmittel einräumen, auch wenn davon vielleicht noch nicht viel öffentlich bekannt wurde, wie etwa der Cyberkrieg-Forscher Sandro Gaycken. In Antwort auf Cavelty-Dunn betont Gaycken {{Zitat|Schwache Staaten könnten Serien solcher Angriffe nutzen, um die Kräfte starker Gegner kontinuierlich zu schwächen. Es können damit gigantische Ablenkungen produziert werden. Wirtschaften können in langfristigen Operationen geschädigt werden. Es ließen sich Konflikte anheizen, andere Staaten agitieren. Man könnte die Effizienz von entwickelten Waffen testen. ... Und schließlich ist der Einsatz von Cyberwaffen auch in konventionellen Konflikten sinnvoll. Wenn viele Ziele angegriffen werden sollen, ist er m. E. kostengünstiger, risikofreier, taktisch flexibler, er kostet weniger zivile Menschenleben und verursacht weniger irreversible Zerstörungen. Optionen, die auch für Supermächte attraktiv sein werden. |Sandro Gaycken, 2010&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite web| last = Gaycken| first = Sandro| title = Cyberangst und Cybersorge: Kabel-Gate| work = [[The European]]| accessdate = 2012-08-01| date = 2011-01-23| url = http://www.theeuropean.de/sandro-gaycken/5410-cyberangst-und-cybersorge}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere betonen weitere Positionen. Das Ziel des Netzkrieges sei das menschliche [[Bewusstsein]], so die lapidare Proklamation von George Stein (US Air Force) bereits vor der Jahrtausendwende: „The target of netwar is the human mind.“&amp;lt;ref&amp;gt;in: ''Battlefield of the Future'', auch in: Air Power Journal Nr. 1/1995, zitiert nach Goedart Palm, ''a.a.O.''&amp;lt;/ref&amp;gt; Derlei tiefgreifende Absichtsbekundungen führten zu einem fundamentalen Wandel des Wesens des Krieges selbst und machten bisherige Abgrenzungen und Kategorisierungen in den politischen, gesellschaftlichen, ökonomischen und militärischen Sphären obsolet – weit über bisherige Vorstellungen hinaus; die möglichen Folgen könnten sowohl die Perennisierung des Kriegszustandes wie auch die Selbsterledigung des Militärischen durch seine allumfassende [[Kybernetik|Kybernetisierung]] und die damit einhergehende Egalisierung der Macht- und Gewaltanwendungspotentiale (Beispiel: die bereits mehrfach demonstrierte „Waffengleichheit“ etwa zwischen Hackergruppen und ganzen Staaten) sein, argumentiert Goedart Palm:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Das Netz ist ein Schlachtfeld hoher Diffusität, das anonyme Kombattanten genauso generiert wie Staats-Hacker und vielleicht auch die „[[Condottiere]] der neuen Kampfzonen“ ([[Friedrich Kittler]]), die den [[Code]] beherrschen. Wie das klassische Schlachtfeld den zwar vernetzten, aber autonom mit Top-Sight-Eigenschaften gerüsteten Krieger hervorruft, produziert das Netz Kombattanten, die in ihren stellungslosen Positionen der klassischen Kriegführung wie unberechenbare Querschläger erscheinen. Das Ideal dauerhafter Informationsdominanz bleibt unter den Bedingungen des Netzes eine [[Trugbild|Chimäre]], zumal [[Technologie]]n ohnehin unter dem historischen Dauervorbehalt ihrer Überbietbarkeit stehen. […] „Netwar“ wird von seinen [[Protagonist]]en als avancierte psychologische Kriegführung vorgestellt. Doch sehr viel weiterreichend sollen mit diesem omnipotenten Kriegskonzept die Unterschiede zwischen Krieg, Propaganda, „Psyops“ (Psychologische Operationen, „operations-other-than-war“, ideologischem und ökonomischem Wettbewerb, militärischen wie zivilen Zugriffen auf das Bewusstsein des Menschen gerade aufgelöst werden. So wie bereits in klassischen Konflikten die Grenzen zwischen [[Krieg]] und [[Frieden]] nie diskret verliefen, wird das Kriegsdesign so totalisiert, dass Begrenzungen, die zuvor gesellschaftlichen wie staatlichen Ordnungen und geopolitischen Logiken entsprangen, [[Anachronismus|anachronistisch]] erscheinen. Die Folge wäre ein dauerhafter Kriegfrieden, der seine unfriedlichen Absichten [[Dissimulation|dissimuliert]], weil allein das seiner „[[subkutan]]en“ Herrschaftsdoktrin entspricht. So wie [[Niccolò Machiavelli|Machiavelli]] bereits den Frieden nur als Kriegsvorbereitung guthieß, und allein die [[Logistik|logistischen]] Notwendigkeiten zukünftiger Kriege als Friedensaufgabe verstand, wäre im Bewusstseinskrieg der Zustand des Friedens abgeschafft, weil seine Strategien mit den Zeitmustern klassischer Kriegszielverwirklichungen nichts mehr gemein haben.|Autor=Goedart Palm, ''a.a.O.''}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln“ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings sei die „Kriegsbewegung immer noch viel einflußreicher als die [[Friedensbewegung]]“ und habe sich „mindestens ebenso begeistert (wenn auch vielleicht sogar noch ungeschickter) auf die Informationsrevolution gestürzt“: „Die Zukunft ist eindeutig noch nicht entschieden“, so Chris Hables Gray (Autor des „Klassikers“ ''Postmodern War'', 1997; ''siehe'' [[#Literatur|Literatur]]) schon in einem Beitrag für die [[Ars Electronica]] 1998, die den ''InfoWar'' zum Thema hatte. Ausgerechnet „die informationsintensivsten Gesellschaften“ seien „am anfälligsten für Angriffe und Störungen im Sinne des InfoWar. Doch statt diese Tatsache als weiteren Anstoß zur Abschaffung des Krieges zu verstehen, begründet man damit die Militarisierung des Cyberspace und weiterer Teile des öffentlichen Raums.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|InfoWar ist eine sexy klingende Bezeichnung für eine Reihe höchst unerotischer Ideen. Obwohl vermutlich förderlich für Militärbudgets und die Auflage von Massenblättern, beschreibt dieser Begriff weniger eine neue Form der Kriegsführung, sondern verstellt eher den Blick auf die Krise des modernen Krieges selbst, der mit zwei fundamentalen Paradoxa zu kämpfen hat. Vom 16. Jahrhundert bis 1945 entwickelte sich der moderne Krieg zu einem umfassenden [[Industrialisierung|industriell]]-[[wissenschaft]]lichen System mit dem Ziel des effektiven, totalen Krieges. Ironischerweise stellte sich der totale Krieg gerade in seiner entwickeltsten Form als undurchführbar heraus, da eine wahre [[Apokalypse]] die unausweichliche Folge wäre. Von diesem ersten zentralen [[Paradoxon]] der heutigen Kriegsführung führte der Weg direkt zur Entwicklung des [[postmoderne]]n Krieges. – Sowohl der moderne als auch der postmoderne Krieg beruhen auf der [[Manipulation]] (und zunehmenden Macht) der Information, obwohl wir noch nicht einmal wirklich wissen, was Information eigentlich ist. Damit ist das zweite zentrale Paradoxon angesprochen. […] Die zunehmende Leistungsfähigkeit von Waffensystemen mündete in die Krise des postmodernen Krieges, die heute die internationalen Beziehungen prägt. – Der Großteil der Politik dreht sich mittlerweile um das Überleben des Krieges. […] Nach [[Michel Foucault]] ist Politik heute die 'Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln' und nicht umgekehrt. […] Daß die Information als militärischer Faktor so reizvoll ist, ist zum Teil auf ihre lange [[Militärgeschichte|Geschichte]] im Bereich der Armee zurückzuführen. Die erste –&amp;amp;nbsp;und vielleicht auch beste&amp;amp;nbsp;– Analyse des Krieges stammt von Sunzi, der nicht müde wurde, die Bedeutung guter Information hervorzuheben. Jeder große General war sich dessen bewußt. Aber nicht nur Sunzi, sondern auch allen großen Theoretikern seither war klar, daß es im Krieg keine perfekte Information geben kann. Ob sie diesen Unsicherheitsfaktor nun ‚Fortuna‘ (Machiavelli) oder ‚Nebel des Krieges‘ (Clausewitz) nannten –&amp;amp;nbsp;alle wußten, daß über manche Dinge erst nach Ende des Krieges Gewißheit herrschen würde. Natürlich auch über das Wichtigste&amp;amp;nbsp;– den Sieger. Aber im Zeitalter der Massenvernichtungswaffen nimmt eine solche Auffassung dem Krieg nicht nur jede politische Wirksamkeit, sie macht ihn zu einem ganz und gar wahnsinnigen Unterfangen. […] Es finden sich immer neue Technologien und Theorien zur Rechtfertigung dieser wiederkehrenden [[Revolution]]en im militärischen Bereich oder RMAs (Revolutions in Military Affairs). Die grundlegenden [[Prämisse]]n bleiben jedoch stets dieselben: Krieg ist unvermeidbar, und neue Informationstechnologien helfen, Kriege zu gewinnen. Der InfoWar übernimmt viele Aspekte früherer RMAs und übertreibt sie in unvorstellbarem Ausmaß.|Chris Hables Gray, 1998&amp;lt;ref&amp;gt;[http://90.146.8.18/de/archiv_files/19982/1998a_145.pdf Chris Hables Gray: ''InfoWar in der Krise''.] (PDF; 108 kB; 7 S.) ''Ars Electronica'', 1998&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tat übertreffen die Militärausgaben weltweit unterdessen alles bisher Dagewesene – und das trotz der Weltwirtschafts- und Finanzkrise. China ist hier laut [[SIPRI]] im Jahr 2008 auf Platz&amp;amp;nbsp;2 nach den USA aufgerückt. Nach Schätzungen der schwedischen Denkfabrik gaben die USA 607 Milliarden Dollar für die Rüstung aus, mit großem Abstand folgen China&amp;lt;ref&amp;gt;Wen Liao: [http://www.moscowtimes.ru/article/1016/42/378911.htm China Crosses the Rubicon] („The Moscow Times“, Issue 4170, 19. Juni 2009 – ''Publikationen der „Moscow Times“ im Web sind nur kurze Zeit kostenlos verfügbar und werden im Archiv bezahlpflichtig.'')&amp;lt;/ref&amp;gt; (84,9&amp;amp;nbsp;Milliarden Dollar), Frankreich (65,7&amp;amp;nbsp;Milliarden Dollar) und Großbritannien (65,3&amp;amp;nbsp;Milliarden Dollar). Russland rangiert demnach mit 58,6&amp;amp;nbsp;Milliarden Dollar an fünfter Stelle vor Deutschland. Den Angaben zufolge stiegen die weltweiten Militärausgaben seit 1999 um 45&amp;amp;nbsp;Prozent auf 1,46&amp;amp;nbsp;Billionen Dollar; verantwortlich dafür seien vor allem der [[Irakkrieg|Krieg in Irak]] bzw. der von der Bush-Regierung ausgerufene „[[Krieg gegen den Terror]]“, Russlands Wiederaufstieg sowie die wachsende Bedeutung der Volksrepublik China auf der Weltbühne.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sipri.org/yearbook/2009/files/SIPRIYB09summary.pdf SIPRI Yearbook 2009 – Armaments, Disarmament and International Security: ''Summary''.] (PDF; 283 kB; 28 S.) SIPRI, Stockholm, Juni 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ilja Kramnik: [http://de.rian.ru/analysis/20090609/121928214.html Weltweit brechen Militärausgaben alle Rekorde] (RIA Nowosti, 9. Juni 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/politik/international/china-rueckt-bei-militaerausgaben-nach-vorne;2338903 Ländervergleich: China rückt bei Militärausgaben nach vorne] ([[Handelsblatt]].com, 8. Juni 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; Mittlerweile scheinen die von Gray angesprochenen Probleme auch zum Beispiel bei hochrangigen Militärtheoretikern der NATO Resonanz gefunden zu haben: „Nach meiner Ansicht wäre die NATO gut beraten einen Ansatz zu wählen, an dessen Beginn eine Grundsatzdebatte über Strategien der Konfliktverhinderung und Konfliktbeendigung im 21. Jahrhundert steht. Daraus könnte man eine Grand Strategy entwickeln, die dann den Reformprozess bestimmt. Damit trüge man den tief greifenden Veränderungen des strategischen Umfeldes Rechnung. Allein Stichworte wie das Auftreten transnationaler Akteure, die das [[Gewaltmonopol]] der Staaten brechen können und werden, die Nutzung des Cyberspace als Medium der Kriegführung oder die durch [[Nanotechnologie|Nano]]- und [[Biotechnologie|Bio-Technologie]] denkbar werdenden Optionen in der Entwicklung künftiger Waffen zeigen an, dass unser von der [[Westfälischer Frieden|Westfälischen Staatenwelt]] und vom [[Dogma]] der Vernichtung geprägtes bisheriges strategisches Denken im 21. Jahrhundert zu kurz greift.“ – „Alles in Allem verspricht das 21. Jahrhundert ein eher unruhiges Jahrhundert zu werden, in dem es so manchen Konflikt und neben dem bekannten Krieg zwischen Staaten auch neue Formen des [[Bewaffneter Konflikt|bewaffneten Konfliktes]] wie Cyberkrieg und den Kampf transnationaler Kräfte gegen Staaten geben wird. Es wird anfangs und wohl auch für die vorhersehbare Zukunft eine Welt ohne [[Welt]]ordnung sein, nicht zuletzt, weil die Pax Americana in Europa an Bedeutung verloren hat, im [[Naher Osten|Nahen Osten]] nicht mehr so richtig greift, aber doch unersetzbar ist und nur im [[Pazifik]] der Stabilitätsfaktor schlechthin bleibt“, so der ehemalige [[Generalinspekteur der Bundeswehr]] und Vorsitzender des [[NATO-Militärausschuss]]es (1996 bis 1999), [[Klaus Naumann]], in einem Vortrag für die [[Deutsche Atlantische Gesellschaft]], Bonn, am 31. Mai 2008.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Klaus Naumann]]: [http://www.deutscheatlantischegesellschaft.de/cms/upload/positionen/Beitraege/Atlantische_Beitraege_02-09.pdf ''NATO, quo vadis? – Ansätze einer Grand Strategy für eine unsichere Welt''.] (PDF) In: Deutsche Atlantische Gesellschaft: ''Atlantische Beiträge'', März 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Das Wettrüsten der Gehirne perpetuiert die [[Rüstungsdynamik]] ad infinitum. Wissenschaftler erdenken neue waffentechnische Möglichkeiten und suchen politische Zwecke zu ihrer Rechtfertigung. Die Mittel des Krieges verselbständigen sich, sie brauchen den Feind, ob er nun real existiert oder nur in der Phantasie. Das Schlachtfeld wird zum Beobachtungsfeld zur Erprobung neuer Waffen, der Krieg insgesamt zum wissenschaftlichen Experiment. […] Da Netze überall hinreichen, verknüpfen sie die Globalisierung der Gewalt mit der Miniaturisierung von Gewalt, was in den Informationskriegen auf unseren Computern ebenso zum Ausdruck kommt wie in Nanosystemen, Mini-Kampfmaschinen und Killer-[[Mikroben]]. Durch sie findet der Krieg Einzug in unseren Nahbereich, unsere Wohnung, ja den eigenen Körper. Der Anspruch zur Beherrschung des äußeren Raumes (outer space) findet sein Gegenstück in der Beherrschung des inneren Raum[s] (inner space) innerhalb der Gesellschaften.|Autor=Jürgen Scheffran (2005)&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Scheffran: [http://www.wissenschaft-und-frieden.de/seite.php?artikelID=0346 Wissenschaft, Rüstungstechnik und totaler Krieg. Historische Einblicke in eine Wechselbeziehung.] In: Wissenschaft &amp;amp; Frieden Nr. 1/2005: Triebfedern der Rüstung.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
{{Zitat|'Cyberwar' erscheint auf der Begriffsagenda in Zeiten, in denen ein Wandel staatlichen Kriegshandelns auszumachen ist. Politische Erwägungen lassen den Einsatz von [[Heer|Massenheeren]] zunehmend unzweckmäßig erscheinen, womit von überkommenen Formen der [[Kriegsführung]] Abschied genommen wird. Das Beispiel des zweiten Golfkrieges aus dem Jahr 1990 hat gezeigt, daß das Bestreben der Kriegsparteien dahin geht, Distanzwaffen den personengebundenen Streitkräften vorzuziehen. [[Distanzwaffe]]n unterliegen ihren anderen [[Perzeption]]sbedingungen. Optische Apparaturen und vernetzte Information treten an die Stelle menschlicher [[Kombattant]]en [vgl. Virilio 1989]. Mit dieser Entwicklung rückt plötzlich der Krieg als völlige Distanzkategorie in den Blick: als Krieg in virtuellen Räumen: denen der elektronischen [[Datenbank]]en.|Autor=Thoralf Kamin 2002 (a.a.O.) im Rückgriff auf [[Paul Virilio]]&amp;lt;ref&amp;gt;Virilio, Paul: ''Information und Apokalypse. Die Strategie der Täuschung.'' München: Carl Hanser, 2000. – ISBN 3-446-19860-1 (10); ISBN 978-3-446-19860-9 (13)&amp;lt;/ref&amp;gt;  – ''vgl.'' [[Dromologie]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|… die reale Zeit verdrängte den realen Raum! Heutzutage setzen nahezu alle aktuellen [[Technik]]en die [[Lichtgeschwindigkeit]] ein. Und wie Sie wissen, sprechen wir hier nicht nur von [[Information]]en über Entfernungen hinweg, sondern auch über Operationen aus der Distanz, oder: die Möglichkeit, augenblicklich zu handeln, von weit weg. Die [[Revolution in Military Affairs|Revolution der militärischen Angelegenheiten]] beginnt zum Beispiel mit der Applikation der Lichtgeschwindigkeit. Das bedeutet, dass die [[Geschichte]] nun kopfüber in die Zeitmauer rast. Wie ich schon früher oft gesagt habe, transformiert die Lichtgeschwindigkeit nicht nur die Welt. Sie wird die Welt. [[Globalisierung]] ist die Lichtgeschwindigkeit. Und sie ist nichts anderes! Globalisierung kann nicht Gestalt annehmen ohne die Lichtgeschwindigkeit. Auf diese Weise schreibt sich die Geschichte jetzt in die reale Zeit ein, ins 'Leben', ins Reich der [[Interaktivität]]. Folglich haust die Geschichte nicht länger in der Ausweitung des [[Territorium]]s. Sehen Sie sich die USA an, sehen Sie sich Russland an. Beide Länder sind ungeheure geographische Gebiete. Aber heutzutage machen Territorien nichts mehr aus. Heute geht es in allem um [[Geschwindigkeit]] und [[Echtzeit]]. Wir sind nicht länger vom wirklichen Raum betroffen. Daher rührt nicht nur die Krise der [[Geopolitik]] und Geostrategie, sondern auch die Verschiebung zum Aufkommen und zur Vorherrschaft der Chronostrategie. Wie ich seit langer Zeit behaupte, gibt es ein wirkliches Bedürfnis nicht nur nach einer [[Politische Ökonomie|politischen Ökonomie]] des Reichtums, sondern auch nach einer politischen Ökonomie der Geschwindigkeit.|Autor= Paul Virilio: The Kosovo War Took Place In Orbital Space (Interview, 2000&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ctheory.net/articles.aspx?id=132 Ctheory Interview With Paul Virilio: The Kosovo War Took Place In Orbital Space] (Ctheory.net, 18. Oktober 2000)&amp;lt;/ref&amp;gt;)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Am weitesten entfernt von den bisherigen Vorstellungen von [[Krieg]] und [[Frieden]] sind die Ansätze des 'Netwar'. Nach diesem Modell, in dem nicht mehr der Körper des Gegners das Ziel physischer Angriffe ist, sondern sein Willen durch eine Informationsdominanz direkt verändert werden soll, würde in der Konsequenz jede Form von ideologischer oder politischer Auseinandersetzung als Krieg gewertet werden.''|Ralf Bendrath (1998)&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Bendrath: [http://userpage.fu-berlin.de/~bendrath/diplom-fazit.rtf Neue Technologien und der Wandel der zivil-militärischen Beziehungen - Computer und die neue Rolle des Militärs in den USA] (Diplomarbeit, FU Berlin, 1998 - Auszug; RTF, 8 S., 42 kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Der richtige Schritt (gegen den Cyberwar) wäre eine Entnetzung. Die Netzwerke müssten zurückgebaut und verkleinert werden. Während der letzten 20 Jahre wurde schleichend überall IT hingebaut. In vielen Bereichen haben wir uns Netzwerke und IT aufquatschen lassen und brauchen sie dort gar nicht. Stattdessen könnte man mit einfacheren Lösungen arbeiten, gerade in kritischen Bereichen. Deshalb ist mein Rat, am besten das ganze Zeug wegzuschmeißen und es neu zu bauen. Aber das würde natürlich sehr viel Geld kosten.''|Sandro Gaycken, Freie Universität Berlin (2011) &amp;lt;ref&amp;gt;Sandro Gaycken: [http://www.tagesschau.de/inland/interviewcyberabwehrzentrum100.html Am besten das ganze IT-Zeug wegschmeißen] (Interview mit der Tagesschau am 16. Juni 2011 - Auszug)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Zivile Technologie und Waffenentwicklung stehen in einem unverbrüchlichen Verhältnis, befruchten sich wechselseitig und spätestens mit der Herankunft moderner Informationstechnologien werden die diskreten Grenzen der technologischen Erscheinungen im „[[Dual-Use|dual use]]“ vollends aufgelöst. Ein Beobachtungssatellit wird nicht durch seinen technologischen Zuschnitt, sondern durch seine Aufgabenbestimmung zum genuinen Kriegsgerät. Nichts anderes gilt für Informationen, die in einem wachsenden Netz globaler Informationsstrukturen viele Eingangstore für Widersacher eröffnen und die diskrete Trennung militärischer und ziviler Informationen ohnehin illusorisch erscheinen lassen, wie es nicht nur der Kauf von Satellitenbildern während des [[Krieg in Afghanistan seit 2001|Afghanistankriegs]] demonstrierte, sondern auch die schlichte Kenntnis der Modalitäten ziviler Fluggesellschaften seitens der Septemberterroristen.|Autor=Goedart Palm, a.a.O.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Strategen müssen sich bewusst sein, dass ein Teil jedes politischen und militärischen Konflikts im Internet stattfinden wird, dessen allgegenwärtige und unvorhersagbare Charakteristiken bedeuten, dass alle hier ausgefochtenen Schlachten genauso bedeutend, wenn nicht noch bedeutender sein können als Ereignisse, die auf dem Boden stattfinden.|Autor=Kenneth Geers, a.a.O.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Cyberkriegsführung ist eine asymmetrische Kriegsführung; es steht mehr für uns auf dem Spiel als für unsere potentiellen Gegner. Ein weiterer Aspekt ist, dass die Opfer von Cyberkriegsführung möglicherweise die Identität des eigentlichen Angreifers nie bestimmen können. Deshalb kann Amerika dieser Bedrohung nicht begegnen, indem es nur auf eine Vergeltungsstrategie oder sogar offensive Operationen im Allgemeinen vertraut. […] Wie die jüngsten Angriffe auf das Computersystem des [[Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten|Pentagon]] bewiesen, müssen die USA davon ausgehen, dass sich unsere potentiellen Gegner in der Welt auf solche Angriffe vorbereiten.|Autor=John J. Kelly/Lauri Almann, eWMDs, a.a.O}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Was wir sehen, ist ein internationales Verbrechen. Wir müssen anfangen, über Wege einer Waffenkontrolle im Cyberspace nachzudenken.|Autor=Ron Deibert, Munk-Zentrum, Universität Toronto (Kanada) über [[GhostNet]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/newsticker/Spionagenetz-Ghostnet-Ein-Weckruf-fuer-die-Politik--/meldung/135480 Spionagenetz &amp;quot;Ghostnet&amp;quot;: Ein &amp;quot;Weckruf für die Politik&amp;quot;] (Heise Online, 31. März 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://deibert.citizenlab.org/ Ronald J. Deibert] (Homepage beim CitizenLab)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Vision der globalen 'elektronischen Kriegsführung' kann im Rahmen eines aggressiven Wirtschaftens mit extremen Verteilungsungerechtigkeiten nur als paranoides Konzept gedacht werden. Sie impliziert – zu Ende gedacht – eine totale Kontrolle über alle technologischen, ökonomischen, physikalischen, chemischen, biologischen, mentalen und sonstigen Parameter der Wirklichkeit. Die entsprechenden Sensoren müssen deshalb ubiquitär ihre Arbeit tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztlich käme man – wie in 'Minority Report’ (USA 2002) – sogar nicht umhin, auch Gedanken und innere Bilder sichtbar zu machen. Schon jetzt ist zu diskutieren, ob die 'militärtechnologische Revolution' nicht geradezu zwangsläufig das Modell des [[Überwachungsstaat|präventiven Sicherheitsstaates]] im Reisegepäck mitführt.|Autor=[[Peter Bürger (Publizist)|Peter Bürger]]: Krieg als Computerspiel, 2006, a.a.O.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Falls wir nicht willens sind, das heutige Internet zu überdenken, warten wir lediglich auf eine Serie öffentlicher Katastrophen.|Autor=Nick McKeown, Ingenieur an der [[Stanford University]], zitiert nach&amp;lt;ref&amp;gt;John Markoff: [http://logisticslog.blogspot.com/2009/02/do-we-need-new-internet.html Do We Need a New Internet?] (Logistics Log, 15. Februar 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Amerika braucht die Fähigkeit, Bombenteppiche im Cyberspace auszustreuen, um das Abschreckungsmittel zu schaffen, dessen wir ermangeln […] wenigstens eine ausländische Nation hat den uneingeschränkten Krieg im Cyberspace befürwortet. – Wenn die USA einen Plan zur Beherrschung jeder der 'Abscheulichkeiten' auf dem Exerzierplatz haben können, ist es weniger gewiss, dass unsere Gegner darüber verfügen. – Die Tage des Bollwerks sind gezählt, sogar im Cyberspace. Während Amerika sich im Cyberspace stählen muss, können wir es uns nicht leisten, Gegner in diesem Bereich unangefochten zu lassen. Das af.mil-[[Botnet|Bot-Netz]] bietet die Fähigkeit dazu beizutragen, den Angriff eines Feindes zu vereiteln oder ihn zu schlagen, bevor er an unsere Küsten gelangt.|Autor=Oberst Charles W. Williamson III (Air Force Intelligence, Surveillance and Reconnaissance Agency, Lackland Air Force Base, Texas): Carpet bombing in cyberspace, ein Plädoyer für ein militärisches Botnetz der USA, 2008;&amp;lt;ref&amp;gt;Charles W. Williamson III: [http://www.armedforcesjournal.com/2008/05/3375884 Carpet bombing in cyberspace: Why America needs a military botnet] (Armed Forces Journal, Mai 2008); ''vgl.'' [http://www.tecchannel.de/sicherheit/news/1758257/air_force_colonel_fordert_militaerisches_bot_netz/ Air Force Colonel fordert militärisches Bot-Netz] (TecChannel, 13. Mai 2008)&amp;lt;/ref&amp;gt; Kritik:&amp;lt;ref&amp;gt;Jon Stokes: [http://arstechnica.com/tech-policy/news/2008/05/preparing-for-cyber-warfare-us-air-force-floats-botnet-plan.ars Preparing for cyber warfare: US Air Force floats botnet plan] (ars technica, 12. Mai 2008)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wie ist unter den Bedingungen von Pluralität und [[Multikulturalität]] ein Zusammenleben im Horizont der Weltvernetzung denkbar, das die Welt weder in ein globales [[Spielbank|Kasino]] noch in ein digitales Tollhaus verwandelt? Die ethisch-politische Diskussion um die ''minima moralia'' zu diesen Fragen besitzt eine Brisanz, vergleichbar mit den ihr verwandten weil sich immer stärker im Kontext der Weltvernetzung und der [[Digitalisierung]] stellenden [[Bioethik|bioethischen Fragen]]. […] Zugleich stellt sich als eine immer dringendere Aufgabe die Schaffung eines quasi-rechtlichen international anerkannten [[Moral]]kodex, das als Basis für die Beilegung anstehender Konflikte – von Cyberkriegen über Kinderpornografie und [[Rechtsextremismus|Rechtsradikalismus]] bis hin zu Viren-Attacken, die einen kaum zu ermessenden ökonomischen Schaden verursachen können – dienen sollte.|Autor=Rafael Capurro, 2005&amp;lt;ref&amp;gt;Rafael Capurro: [http://www.capurro.de/concilium.html Führt die digitale Weltvernetzung zu einer globalen Informationsethik?]. In: Concilium. Internationale Zeitschrift für Theologie 2005, 1, 39-45.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die ethische Grundproblematik scheint vor allem in der Frage zu liegen, wer als Akteur anzusehen ist, denn auch ein vireninduzierter Atomschlag kann als Folge von Schadsoftware angesehen werden. Mit den Prinzipien des gerechten Krieges ist ein solcher Cyberwar, sei es nun ein „vireninduzierter Atomschlag“ oder die Manipulation einer chemischen Fabrik jedenfalls nicht rechtfertigbar, da die Einhaltung der Prinzipien, insbesondere der Beschränkung auf Kombattanten, nicht gewährleistet werden kann; ebenso wenig ließen sich zumindest bisher Angriffe konsequent auf ein einzelnes Ziel begrenzen.´|Autor=Jan Eike Welchering, 2012&amp;lt;ref&amp;gt;Cyberwar – und wo bleibt bitte die Ethik? in: Manfred Kloiber, Jan Rähm, Peter Welchering, Bits und Bomben. Cyberwar: Konzepte, Strategien und reale digitale Kontroversen, Akademische Verlagsgemeinschaft München, Thomas Martin Verlag, München 2012, S. 127-132, hier: 132.&amp;lt;/ref&amp;gt;}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Heute werden wir uns auf [[Nuklearwaffe|nukleare]], [[Biologische Waffe|biologische]] und Cyber-Bedrohungen konzentrieren - drei Bedrohungen des 21. Jahrhunderts, die während der letzten acht Jahre vernachlässigt wurden. Es ist an der Zeit, aus Washingtons konventionellem Denken auszubrechen, dass darin versagt hat, mit unkonventionellen Bedrohungen Schritt zu halten.[…]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Amerikaner hängt, direkt oder indirekt, von unserem System von Informationsnetzen ab. Sie bilden zunehmend das Rückgrat unserer Wirtschaft und unserer Infrastruktur – unserer nationalen Sicherheit und unserer persönlichen Wohlfahrt. Es ist kein Geheimnis, dass Terroristen unsere Computernetze nutzen könnten, um uns einen lähmenden Schlag zu versetzen. Wir wissen, dass Cyberspionage und vergleichbare Verbrechen schon im Ansteigen begriffen sind. Und während Länder wie China diesen Wandel rasch verstanden haben, haben wir die letzten acht Jahre den Fuß nachgezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Präsident werde ich der Cybersicherheit jene höchste Priorität einräumen, die ihr im 21. Jahrhundert zukommt. Ich werde unsere Cyber-Infrastruktur zur strategischen Einrichtung erklären und einen Nationalen Cyberberater [''u.&amp;amp;nbsp;U. besserer Übersetzungsvorschlag:'' Berater für nationale Belange im Cyberspace] ernennen, der direkt mir berichtet. Ich werde die Bemühungen quer durch die Bundesregierung koordinieren, eine wahrhaft nationale Cybersicherheitspolitik einführen und die Standards zur Informationsicherheit straffen – von den Netzen, auf die sich die Bundesregierung stützt, bis hin zu den Netzen, die Sie in ihrem persönlichen Leben nutzen.|Autor=Barack Obama in einer Rede anlässlich des ''Summit on Confronting New Threats'', Purdue University, 16. Juli 2008&amp;lt;ref&amp;gt;Katharine Jose: [http://www.observer.com/2008/politics/obama-adds-cyber-security-national-defense-plan Obama Adds 'Cyber Security' to National Defense Plan] (The New York Observer, 16. Juli 2008)&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ein großer Teil der Nachrichten, die man im Kriege bekommt, ist widersprechend, ein noch größerer ist falsch und bei weitem der größte einer ziemlichen Ungewißheit unterworfen. […] Mit kurzen Worten: die meisten Nachrichten sind falsch, und die Furchtsamkeit der Menschen wird zur neuen Kraft der Lüge und Unwahrheit. In der Regel ist jeder geneigt, das Schlimme eher zu glauben als das Gute; jeder ist geneigt, das Schlimme etwas zu vergrößern, und die Gefährlichkeiten, welche auf diese Weise berichtet werden, ob sie gleich wie die Wellen des Meeres in sich selbst zusammensinken, kehren doch wie jene ohne sichtbare Veranlassung immer von neuem zurück. Fest im Vertrauen auf sein besseres inneres Wissen muß der Führer dastehen wie der Fels, an dem die Welle sich bricht. […] Festes Vertrauen zu sich selbst muß ihn gegen den scheinbaren Drang des Augenblicks waffnen; seine frühere Überzeugung wird sich bei der Entwicklung bewähren, wenn die vorderen Kulissen, welche das Schicksal in die Kriegsszenen einschiebt, mit ihren dick aufgetragenen Gestalten der Gefahr weggezogen und der Horizont erweitert ist. – Dies ist eine der großen Klüfte zwischen Entwerfen und Ausführen.|Autor=[[Carl von Clausewitz]], ''Vom Kriege'' - 1. Buch/6. Kapitel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Niemand kann das Internet kontrollieren, daher können es alle kontrollieren.|Autor=[[Rod Beckstrom]], seit Ende Juni 2009 CEO der ''Internet Corporation for Assigned Names and Numbers'' (ICANN)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/newsticker/ICANN-CEO-Niemand-kann-das-Internet-kontrollieren--/meldung/141172 ICANN-CEO: ''Niemand kann das Internet kontrollieren''.] heise online, 26. Juni 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Informationskrieg]]&lt;br /&gt;
* [[Informationssicherheit]]&lt;br /&gt;
* [[Internetkriminalität]]&lt;br /&gt;
* [[Internet Governance]]&lt;br /&gt;
* [[Cyber-Terrorismus]]&lt;br /&gt;
* [[Nationales Cyber-Abwehrzentrum]]&lt;br /&gt;
* [[Operation Shady RAT]]&lt;br /&gt;
* [[Einheit 61398]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas Beer: ''Cyberwar – Bedrohung für die Informationsgesellschaft.'' Marburg: Tectum Wissenschaftsverlag, 2005. – ISBN 978-3-8288-8834-0; ISBN 3-8288-8834-8&lt;br /&gt;
* [[Bundesministerium des Innern]] (Hrsg.): ''[http://www.bmi.bund.de/cae/servlet/contentblob/544770/publicationFile/27031/kritis.pdf Nationale Strategie zum Schutz Kritischer Infrastrukturen (KRITIS-Strategie)].'' Bundesrepublik Deutschland, Bundesministerium des Innern; verabschiedet am 17. Juni 2009. – PDF, 18 S., 106 kB (''Vgl.'' ''[http://www.bmi.bund.de/cae/servlet/contentblob/121734/publicationFile/13576/Nationaler_Plan_Schutz_Informationsinfrastrukturen.pdf Nationaler Plan zum Schutz der Informationsinfrastrukturen (NPSI)]'', BMI, 18. August 2005 – PDF, 25 S., 1,12&amp;amp;nbsp;MB; [http://www.heise.de/newsticker/Bundeskabinett-beschliesst-KRITIS-Strategie--/meldung/140616 Bundeskabinett beschließt KRITIS-Strategie], heise online, 17. Juni 2009)&lt;br /&gt;
* [[Richard A. Clarke]], Robert Knake: ''Cyber War: The Next Threat to National Security and What to Do About It''. - 1. Auflage. - Ecco, April 2010. - ISBN 0-06-196223-6, ISBN 978-0-06-196223-3&lt;br /&gt;
* Paul Cornish, David Livingstone, Dave Clemente, Claire Yorke: ''[http://www.chathamhouse.org.uk/publications/papers/download/-/id/967/file/17817_r1110_cyberwarfare.pdf On Cyber Warfare]''. London: [[Chatham House]], November 2010. – ''(Studie – PDF, 49 S., 1,1 MB)''&lt;br /&gt;
* [[Director of National Intelligence]] (Hrsg.): ''[http://www.dni.gov/reports/2009_NIS.pdf The National Intelligence Strategy of the United States of America].'' Washington D.C.: ODNI, August 2009, ''Veröffentlichung:'' 15. September 2009 – PDF, 24 S., 5,6 MB; ''vgl.'' [http://de.rian.ru/world/20090916/123121674.html US-Geheimdienste stufen Russland als Gefahr ein], RIA Nowosti, 16. September 2009; [http://www.hsdl.org/hslog/?q=node/5060 ODNI Releases 2009 National Intelligence Strategy], Homeland Security Digital Library Weblog, 15. September 2009.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Fischer: ''[http://juwel.fz-juelich.de:8080/dspace/bitstream/2128/2526/1/Informationstech_14.pdf www.InfrastrukturInternet-Cyberterror.Netzwerk] – Analyse und Simulation strategischer Angriffe auf die kritische Infrastruktur Internet.'' (= Schriften des Forschungszentrums Jülich, Reihe Informationstechnik/Information Technology Band/Volume 14). [[Forschungszentrum Jülich]], 2007. – {{ISSN|1433-5514}}; ISBN 978-3-89336-474-9 (PDF, 227 S., 1,24&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* Sandro Gaycken: ''Cyberwar - Das Internet als Kriegsschauplatz''. Open Source Press, München 2010, ISBN 978-3-941841-23-9.&lt;br /&gt;
* Sandro Gaycken: ''Cyberwar - Das Wettrüsten hat längst begonnen''. Goldmann Verlag, München 2012, ISBN 978-3-442-15710-5.&lt;br /&gt;
* Sandro Gaycken: ''[http://www.dgap.org/wp-content/uploads/2011/02/Artikel_IP_Gaycken_Cyberwar.pdf Krieg der Rechner]''. Berlin: [[Internationale Politik]], März/April 2011. – ''(Beitrag – PDF, 8 S.)''&lt;br /&gt;
* Giampiero Giacomello: ''[http://books.google.de/books?id=pLebIkWNfgMC&amp;amp;pg=PP1&amp;amp;dq=National+governments+and+control+of+the+Internet&amp;amp;ei=qN_NSu6UE4OEyAT_utiJBg#v=onepage&amp;amp;q=&amp;amp;f=false National governments and control of the Internet: a digital challenge.]'' – 1. Auflage. – London: Routledge, 2005. – ISBN 0-415-33136-6&lt;br /&gt;
* Wayne M. Hall: ''Stray Voltage: War in the Information Age.'' Naval Institute Press, Mai 2003. - ISBN 1-59114-350-0&lt;br /&gt;
* Martin C. Libicki: ''[http://handle.dtic.mil/100.2/ADA367662 What is Information Warfare?]'' National Defense University, 1995 ''(Klassiker)''. – PDF, 110 S., 3,9&amp;amp;nbsp;MB ''(weitere ältere Dokumente in einer [http://www.fas.org/irp/wwwinfo.html Linksammlung] der [[Federation of American Scientists|FAS]])''&lt;br /&gt;
* Olivier Minkwitz: ''[http://mercury.ethz.ch/serviceengine/Files/ISN/29879/ipublicationdocument_singledocument/5d178106-74be-4dea-b6c2-9b96edd5ea4c/de/report1003.pdf Ohne Hemmungen in den Krieg? Cyberwar und die Folgen.]'' [[HSFK|Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung]], Januar 2004. - ISBN 3-933293-84-7 (PDF, 50 S., 388 kB)&lt;br /&gt;
* Kerry T. Norwood/Sandra P. Catwell: ''Cybersecurity, Cyberanalysis, and Warning.'' Hauppauge, New York: Nova Science Publishers, April 2009. – ISBN 1-60692-658-6; ISBN 978-1-60692-658-1&lt;br /&gt;
* William A. Owens, Kenneth W. Dam, and Herbert S. Lin (Editors), Committee on Offensive Information Warfare, National Research Council: ''[http://www.nap.edu/catalog.php?record_id=12651 Technology, Policy, Law, and Ethics Regarding U.S. Acquisition and Use of Cyberattack Capabilities].'' The National Academies Press, Mai 2009. – ISBN 0-309-13846-9; ISBN 978-0-309-13846-8 ''(das Buch kann online gelesen werden, der PDF-Download ist jedoch kostenpflichtig)''; ''vgl.'' Scott Bradner: [http://www.networkworld.com/columnists/2009/050509bradner.html The good cyberattack] (Network World, 5. Mai 2009)&lt;br /&gt;
* William Shaw: ''Cybersecurity for SCADA Systems.'' Tulsa, Oklahoma: PennWell Corp., Juli 2006. – ISBN 1-59370-068-7; ISBN 978-1-59370-068-3&lt;br /&gt;
* Glen R. Shilland (OLt.): ''[{{Toter Link |inline=ja |date=2012-08 | url=https://www.afresearch.org/skins/RIMS/display.aspx?moduleid=be0e99f3-fc56-4ccb-8dfe-670c0822a153&amp;amp;mode=user&amp;amp;action=downloadpaper&amp;amp;objectid=4112703c-47be-4d4d-93c2-8276ab2f35a3&amp;amp;rs=PublishedSearch}} Influencing and Exploiting Behaviorial Norms In Cyberspace to Promote Ethical and Moral Conduct of Cyberwarfare.]'' School of Advanced Air and Space Studies, Air University, Maxwell Air Force Base, Alabama. Juni 2010. – ''(Doktorarbeit – PDF, 114 S., 740 kB)''&lt;br /&gt;
* Gerfried Stocker/Christine Schopf (Hrsg.): ''Infowar.'' Wien/New York: Springer, 1998. ''(Gerfried Stocker ist seit 1995 Geschäftsführer und künstlerischer Leiter der Ars Electronica in ''[[Linz]])''&lt;br /&gt;
* Ronald H. Tuschl: ''Der Informationskrieg der Nachmoderne.'' Agenda Verlag, Dezember 2004. - 1. Auflage. - ISBN 3-89688-235-X&lt;br /&gt;
* Günther K. Weiße: ''Informationskrieg und Cyber War: Die unbekannte Gefahr.'' – 1. Auflage. – Stuttgart: Motorbuch Verlag, August 2007. – ISBN 3-613-02795-X; ISBN 978-3-613-02795-4&lt;br /&gt;
* Jan E. Welchering: [http://tobias-lib.uni-tuebingen.de/volltexte/2013/6748/pdf/bits_und_bomben_cyberwar.pdf Cyberwar - und wo bleibt bitte die Ethik?] (PDF; 50&amp;amp;nbsp;kB), in: Manfred Kloiber; Jan Rähm; Peter Welchering: Bits und Bomben : Cyberwar: Konzepte, Strategien und reale digitale Kontroversen, Akademische Verlagsgemeinschaft, München 2012, S. 127 - 135.&lt;br /&gt;
* Johann-Christoph Woltag: ''Cyber Warfare', in: ''[http://www.mpepil.com/ Rüdiger Wolfrum (Hrsg.) Max Planck Encyclopedia of Public International Law (Oxford University Press 2009)]''.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- {{ISSN|1097-1041}} --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.cyberwarzone.com/ Cyber Warzone - Cybercrime Revealed] – ''in den Niederlanden gehostete Site, online seit 31. Januar 2010, unterhält seit März 2010 ein themenspezifisches Forum sowie ein Newsportal''&lt;br /&gt;
* [[David Frum]]: [http://theweek.com/article/index/209912/wikileaks-is-an-act-of-cyber-war WikiLeaks is an act of cyber war: But we can give better than we get] (The Week, 1. Dezember 2010); ''Kommentar dazu:'' John Richardson: [http://globalinvestmentwatch.com/let’s-declare-a-cyberwar/ Let’s Declare Cyberwar!] (Global Investment Watch, 14. Dezember 2010)&lt;br /&gt;
* [http://itadministrator.de/themen/sicherheit/fachartikel/98645.html Datenschutzrecht: Informationspflichten bei Cyberattacken (§ 42a BDSG)]&lt;br /&gt;
* Hans-Christian Rößler: [http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~EC38787E3CEA447BF9057A35BA638F12C~ATpl~Ecommon~Scontent.html Große Chancen für die Kleinen] (''Israel warnt vor Gefahren des Cyber-Kriegs. Aber das Hochtechnologieland sieht sich gut gerüstet'', [[FAZ]] vom 6. Februar 2010)&lt;br /&gt;
* John Naughton: [http://www.taipeitimes.com/News/editorials/archives/2009/06/30/2003447430 The end of cyber-innocence] (The Guardian/Taipei Times, 30. Juni 2009)&lt;br /&gt;
* [http://www.cicero.de/weltbuehne/wargames-atomic-bomb-cyberwar-stuxnet-virtuelles-spiel-mit-kollateralschaden/47680?seite=1 Ulrich Hottelet: Das Ende der militärischen Abschreckung], [[Cicero (Zeitschrift)|Cicero Online]] 16. Dezember 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.dkriesel.com/_media/blog/2011/kriesel-cyberwar-preprint.pdf KSA Brigadegeneral a.D. Friedrich Wilhelm Kriesel Cyberwar – relevant für Sicherheit und Gesellschaft? Eine Problemanalyse]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegsart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegs- und Gefechtsführung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Netzkultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Elektronische Kampfführung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kofferwort]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.a-wissing.de/mediawiki-1170/index.php/Outing</id>
		<title>Outing</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.a-wissing.de/mediawiki-1170/index.php/Outing"/>
				<updated>2013-12-29T19:11:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: 1 Version&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt einen Begriff der Homosexuellenbewegung. Für den gleichnamigen österreichischen Film siehe [[Outing (Film)]].}}&lt;br /&gt;
'''Outing''' ist ein aus dem [[Englische Sprache|Englischen]] übernommener Begriff der [[Schwulen- und Lesbenbewegung]], der sich zu Beginn der 1990er Jahre auch in der [[Deutsche Sprache|deutschen Sprache]] durchsetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verb „jemanden outen“ wird verwendet im Sinne von „jemanden einer Sache bezichtigen, die bis dahin geheim war“ (und die viele Geoutete gerne weiterhin geheim halten würden).  Dabei geht es oft um sexuelle Themen (Beispiele: „outete ihn als [[Ehebruch|Fremdgänger]]“ oder „... als [[Prostitution|Bordell-Stammkunden]]“), aber nicht nur (Beispiele: „outete ihn als Mitglied einer Geheim[[sekte]]“ oder „... als [[Medikamentenmissbrauch|Medikamentenabhängigen]]“). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsherkunft und -entwicklung ==&lt;br /&gt;
Outing umschrieb ursprünglich das erzwungene [[Coming-out]] öffentlicher Personen durch bekennende und politisch aktive [[Homosexualität|Homosexuelle]]. Die Praxis des „Outens“ ist vor dem Hintergrund der ''[[Act Up|Act-Up]]-Bewegung'' entstanden und wurde als bewusst provokative Aktion eingesetzt, um durch das Benennen von homosexuellen Prominenten diese dazu zu zwingen, sich auch in der Öffentlichkeit zu ihrer [[Homosexualität]] zu bekennen. Bekannte englischsprachige Outing-Ziele waren u.&amp;amp;nbsp;a. die Schauspielerin [[Jodie Foster]] oder der Popsänger [[Boy George]]. Outing wurde ausdrücklich nicht als [[Diffamierung]] verstanden, sondern als offensiver Befreiungsschlag der ''Gay Liberation Community'', der besonders homosexuelle Jugendliche dabei unterstützen sollte, ihr [[Selbstbewusstsein]] zu entwickeln sowie prominente [[Identifikationsfigur]]en zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In verschiedenen Teilen der europäischen Lesben- und Schwulenbewegung wurde diese Praxis kontrovers diskutiert. Ein gewichtiges Gegenargument war, niemandem stehe zu, über die Bereitschaft anderer zu befinden, ihre [[sexuelle Orientierung]] offenzulegen. Angesichts der eigenen Forderung, der Staat, also die Allgemeinheit, habe sich aus dem [[Privatleben]], der [[Privatsphäre]] herauszuhalten, sei es unvertretbar, dass Menschen mit Privilegierten unter den Mit-Diskriminierten gezielt so verfahren. Darauf präzisierte die britische Organisation ''[[OutRage!]]'' die Kriterien für ihre Vorgangsweise Mitte der [[1990er]] Jahre: zu outen seien demnach Prominente, die ihre eigene gleichgeschlechtliche Orientierung geheim halten, sich jedoch öffentlich [[Homophobie|homophob]] äußern oder verhalten – ob aus Neid auf andere, denen ein offenes Leben (leichter) möglich ist, oder zur Ablenkung. Das Argument beschrieb also sozusagen [[Verräter]] – das medial spektakulärste Beispiel waren Bischöfe. Die meisten Organisationen jedoch kamen nach eingehender Debatte (auch innerhalb der [[International Lesbian and Gay Association]]) zu dem Schluss, die Achtung der Privatsphäre müsse aus ethischen Erwägungen Vorrang haben, zudem solle nicht anderen Beispielen von Präzedenzfällen für die Aushöhlung von Menschenrechten gefolgt werden. &amp;lt;!-- was genau heißt das ?? --&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abgrenzung Fremd- und Selbstouting ===&lt;br /&gt;
Der Bericht eines auflagenstarken Magazins über eine punktuelle Outing-Aktion von vier österreichischen Bischöfen 1995 vermengte die Ausdrücke ''[[Coming-out]]'', ''Going Public'' (siehe ''[[Coming out#Coming-out als Prozess|äußeres Coming-out]]'') und ''Outing''. Dieser streng genommen falsche Wortgebrauch verbreitete sich im bestehenden Begriffsvakuum sehr schnell.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hosiwien.at/haiderouting/hosi-reaktion/]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten deutschsprachigen Medien (z.B. österreichische Zeitungen, [[Österreichischer Rundfunk|ORF]], Spiegel) wurde Outing als Oberbegriff für alles verwendet – vom freiwilligen Deklarieren bis zum Geoutetwerden bzw. Bloßgestelltwerden. Da letzteres Seltenheitswert behielt, blieb der Begriff – in Widerspruch zum auch auf Englisch noch recht neuen Wortsinn – nunmehr mit dem freiwilligen Schritt verbunden. &lt;br /&gt;
So wurde der Schritt des regierenden Berliner Bürgermeisters [[Klaus Wowereit]] („… und das ist auch gut so!“) medial als Outing gewürdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verselbständigung des Begriffs ===&lt;br /&gt;
Nicht lange davor hatte sich der Terminus erst im englischen Sprachraum als [[Synonymie|Synonym]] dafür etabliert, andere Menschen öffentlich an den [[Pranger]] zu stellen, inzwischen aber bereits unabhängig vom Thema der Bloßstellung, und wurde in diesem Sinn von der Sensationspresse und den [[Boulevardzeitung|Boulevardmedien]] eingesetzt. Somit wirkten das Ausblenden des thematischen Zusammenhangs mit sexueller Orientierung einerseits und der Bloßstellung andererseits (auch das strahlte nach und nach auf den englischsprachigen Raum aus) zusammen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur bei präziserem Sprachgebrauch wird als Outing weiterhin die Veröffentlichung privater Gewohnheiten der Betroffenen zumindest gegen deren Willen, womöglich mit der Absicht einer gezielten Rufbeschädigung, bezeichnet. &lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
So unscharf inzwischen das Wort, so zählebig die Praktiken der [[Regenbogenpresse]]. Hier sind beliebte Outing-Themen: sexuelle Vorlieben, der Gebrauch von (vor allem [[Legalität|illegalen]]) [[Droge]]n, [[Medikamentenmissbrauch]], der Besuch von [[Prostitution|Prostituierten]], Mitgliedschaften in so genannten [[Sekte]]n und [[Ehebruch|eheliche Untreue]]. --&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig von sexuellen Vorlieben oder von der [[Sexuelle Orientierung|sexuellen Orientierung]] wird der Begriff in einem gleichartigen Sinn – also gegenüber der Öffentlichkeit zu sich selbst zu stehen – auch häufig im Zusammenhang mit [[Transsexualität]] bzw. [[Transgender]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass auch das Bekanntwerden eines privaten Engagements im Bereich [[BDSM]] noch immer zu erheblichen beruflichen Problemen führen kann, zeigt exemplarisch der Outing-Fall des [[Überwachungs-, Verifikations- und Inspektionskommission der Vereinten Nationen|UN-Waffeninspekteurs]] [[Jack McGeorge]] im Jahr 2003.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Outing in Deutschland ==&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde diese umstrittene Praxis durch den Filmemacher [[Rosa von Praunheim]] praktiziert. Großes Aufsehen erregte dieser am 10. Dezember [[1991]], als er den Moderator [[Alfred Biolek]], den Komiker [[Hape Kerkeling]] und fälschlicherweise den Schauspieler [[Götz George]] in der [[RTL Television|RTL-plus]]-Sendung ''[[Explosiv – Der heiße Stuhl]]'' öffentlich als schwul bezeichnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn jemand wissentlich falsch behauptet, eine Person sei homosexuell, so gilt das in den [[Rechtsordnung]]en mehrerer Länder als Verleumdung (zu Deutschland siehe [[Verleumdung (Deutschland)|Verleumdung]] ({{§|187|stgb|juris}} [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Persönlichkeitsrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Begriff Outing in der englischen Sprache ==&lt;br /&gt;
Der Begriff ''Outing'' bezeichnete in der [[Englische Sprache|englischen Sprache]] ursprünglich eine Exkursion, beispielsweise einen Schul- oder Firmenausflug, und wird bis heute meist in dieser originären Bedeutung verwendet. Erst seit Ende des [[20. Jahrhundert]]s kam die neue Bedeutung analog zum deutschen Begriff hinzu, und schließlich ebenso – zeitlich verzögert – ihre Verwässerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Harden-Eulenburg-Affäre]]&lt;br /&gt;
* [[Blomberg-Fritsch-Krise|Blomberg-Fritsch-Affäre]]&lt;br /&gt;
* [[Kießling-Affäre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Skinner, Jody : ''Bezeichnungen für Homosexuelle im Deutschen. Band II – Ein Wörterbuch''. Die Blaue Eule, Essen 1999, ISBN 3-89206-903-4.&lt;br /&gt;
* Cory, Donald Webster: ''The Homosexual in America: A Subjective Approach.'' Greenfield, New York 1951.&lt;br /&gt;
* [[Wayne Dynes|Dynes, Wayne R.]] (Hrsg.) [http://williamapercy.com/pub-EncyHom.htm Encyclopedia of Homosexuality.] New York and London, Garland Publishing, 1990&lt;br /&gt;
* [[Larry Gross|Gross, Larry]]. ''Contested Closets: The Politics and Ethics of Outing'', University of Minnesota Press, 1993, ISBN 0816621799&lt;br /&gt;
* [[Warren Johansson|Johansson, Warren]] &amp;amp; [[William Percy|Percy, William A.]] [http://williamapercy.com/pub-Outing.htm ''Outing: Shattering the Conspiracy of Silence''], Harrington Park Press, 1994.&lt;br /&gt;
* [[Michelango Signorile|Signorile, Michelango]], ''Queer In America: Sex, Media, and the Closets of Power.'', 1993 ISBN 0299193748.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- == Weblinks == --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexualität des Menschen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Homosexualität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:BDSM]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Homosexualität in der Politik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.a-wissing.de/mediawiki-1170/index.php/Stalking</id>
		<title>Stalking</title>
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				<updated>2013-12-29T19:11:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: 1 Version&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Stalking''' ist das willentliche und wiederholte (beharrliche) Verfolgen oder [[Belästigung|Belästigen]] einer Person, deren physische oder psychische Unversehrtheit dadurch unmittelbar, mittelbar oder langfristig bedroht und geschädigt werden kann. Stalking ist in vielen Staaten ein [[Straftat]]bestand (in Deutschland als „'''''Nachstellung'''''“) und Thema [[Kriminologie|kriminologischer]] und [[Psychologie|psychologischer]] Untersuchungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Eine erste wissenschaftliche Definition erfolgte durch Zona et. al. (1993), welche Stalking als „''[[Obsessiv-kompulsives Syndrom|obsessives]] und unnormal langes Muster von Bedrohung durch Belästigung gegen ein bestimmtes Individuum gerichtet''“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=M.A. Zona, K.K. Sharma, &amp;amp; J.C. Lane|Titel=A comparative study of erotomanic and obsessional subjects in a forensic sample.|Sammelwerk=Journal of Forensic Sciences|Nummer=38 (4)|Jahr=1993|Seiten=894-903|Originaltitel=Englisch}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Meloy und Gothard führten 1995 den Begriff „''obsessives Verfolgen''“ ein, um den psychiatrischen Aspekt hervorzuheben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=J.R. Meloy &amp;amp; S. Gothard, Department of Psychiatry, University of California, San Diego|Titel=Demographic and clinical comparison of obsessional followers and offenders with mental disorders|Sammelwerk=American Journal of Psychiatry|Nummer=152|Ort=San Diego|Jahr=1995|Seiten=258-263|Kommentar=Copyright © 1995 by American Psychiatric Association|Online=http://ajp.psychiatryonline.org/cgi/content/abstract/152/2/258?ijkey=eb490ae35b18bd416fa7e99978f2d69b3d6f316a&amp;amp;keytype2=tf_ipsecsha |Zugriff=2009-07-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wurde zudem an die ursprüngliche Bedeutung in der Jagdsprache angeknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pathe und Mullen (1997) sehen im Stalking eine {{&amp;quot;|Verhaltenskonstellation, in der eine Person der anderen wiederholt unerwünschte Kommunikation oder Annäherung erzwingt}}. Westrup (1998) nannte als Merkmale von Stalking: {{&amp;quot;|Das Verhalten tritt mehrmals auf und zielt auf eine bestimmbare andere Person, es wird als unerwünscht und grenzverletzend wahrgenommen und kann Angst und Beklemmung auslösen.}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=M. Pathe and P.E. Mullen , Victorian Forensic Psychiatry Services, Australia.|Herausgeber=|Titel=The impact of stalkers on their victims|Sammelwerk=The British Journal of Psychiatry|Band=|Nummer=170:|Auflage=|Verlag=|Ort=|Jahr=1997|Monat=|Tag=|Kapitel=|Seiten=12-17|Spalten=|ISBN=|ISBNistFormalFalsch=|ISSN=|Kommentar=|DOI=|Online=[http://bjp.rcpsych.org/cgi/content/abstract/170/1/12 Zusammenfassung d. Artikels] |Zugriff=|Originalsprache=|Originaltitel=Englisch|Übersetzer=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um als Stalkingopfer kategorisiert zu werden, müssen mindestens zwei verschiedene, die [[Privatsphäre]] verletzende ([[Intrusion (Psychologie)|intrusive]]) Verhaltensweisen berichtet werden, wobei diese durchgehend mindestens acht Wochen andauern und Angst auslösen mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die offizielle präventivpolizeiliche Definition in Deutschland lautet:&lt;br /&gt;
{{zitat|Das beabsichtigte und wiederholte Verfolgen und Belästigen eines Menschen, so dass dessen Sicherheit bedroht und er in seiner Lebensgestaltung schwerwiegend beeinträchtigt wird.|[[Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes]]: Stalking&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.polizei-beratung.de/rat_hilfe/opferinfo/stalking/ Was ist Stalking?]. Aufgerufen am 28. Dezember 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Cyberstalking'' oder [[Cyber-Mobbing]] bezeichnet die Belästigung und das beharrliche Nachstellen einer Person unter Anwendung und Zuhilfenahme von modernen technischen Hilfsmitteln wie Handy oder Internet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.cyberbullying.us/ Cyber Bulling]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft des Wortes ==&lt;br /&gt;
Das englische Wort ''to stalk'' bedeutet in der Jägersprache „jagen, hetzen, steif gehen, stolzieren“ (aus dem [[Gälische Sprache|Gälischen]] „stalc“ oder dem Substantiv „stalcaire“ = Jäger, Falkner). Im [[Englische Sprache|Englischen]] bedeutet ''to stalk'' unter anderem heranpirschen, jagen; daraus abgeleitet: verfolgen;. „Stalking“ bedeutet in der deutschen Sprache übertragen „Nachstellen, Verfolgen, Psychoterror“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mögliche Stalking-Handlungen ==&lt;br /&gt;
Gemäß einer Handreichung zur Beratung des [[Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend|Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend]] (2005)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/Materialie-Gleichstellung-Nr._20104,property=pdf,bereich=,rwb=true.pdf Materialien zur Gleichstellungspolitik: ''Stalking: Grenzenlose Belästigung''] (PDF-Datei; 254 kB) des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend&amp;lt;/ref&amp;gt; erstrecken sich mögliche Handlungsformen von Stalkern auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+&lt;br /&gt;
! Standard&lt;br /&gt;
! Außenwirkung&lt;br /&gt;
! Straftaten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ausfragen des Bekanntenkreises&lt;br /&gt;
|[[Verleumdung (Deutschland)|Verleumdungen]], zum Beispiel gegenüber dem Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin&lt;br /&gt;
|[[Beleidigung (Deutschland)|Beleidigungen]] und [[Üble Nachrede (Deutschland)|Üble Nachrede]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Telefonanrufe, SMS, Nachrichten auf dem Anrufbeantworter, Sendungen von E-Mails zu allen Tages- und Nachtzeiten&lt;br /&gt;
|Bestellungen von Warensendungen im Namen des Opfers&lt;br /&gt;
|[[Nötigung (Deutschland)|Nötigungen]] und [[Bedrohung]]en&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|„Liebesbezeugungen“ wie Liebesbriefe, Blumen, Geschenke&lt;br /&gt;
|Anwesenheit sowie das Verfolgen und Auflauern, zum Beispiel vor der Wohnung, dem Arbeitsplatz, dem Supermarkt&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Das Spektrum der so genannten Stalking-Verhaltensweisen kann in dramatischen Fällen über körperliche [[Gewalt]] bis hin zu Tötung reichen. Es muss darauf hingewiesen werden, dass einzelne Handlungen dabei nicht notwendigerweise als kriminell eingestuft werden müssen, die Anzahl und die Dauer solcher Handlungen allerdings als Stalking betrachtet werden. Der Versuch beispielsweise, die Telefonnummer einer Person zu ermitteln, muss als einzelne Tat nicht notwendigerweise als Störung auffallen, in Kombination mit anderen Handlungen kann solch ein Verhalten aber als Stalking bezeichnet werden. Umgekehrt ist eine Person, die vereinzelt versucht eine Person zu erreichen, nicht notwendigerweise ein Stalker. Fälschlicherweise werden auch generelle Störenfriede, Nervensägen oder unangenehme Personen als Stalker bezeichnet, obwohl deren Handlungen nicht unbedingt eine Verfolgung darstellen. Des Weiteren kann bei einem Verbrechen wie Mord oder Überfall nicht jeder vorherige Versuch der Kontaktaufnahme als Anzeichen von Stalking bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperliches Attackieren oder die Ausübung von körperlicher [[Gewalt]] kommen, nach einer Analyse der Technischen Universität Darmstadt in Zusammenarbeit mit dem [[Weißer Ring|Weißen Ring]], in jedem fünften Fall vor. Häufig sind es jedoch die eher „leichten“ Stalking-Handlungen, wie etwa das Telefonieren oder das Sich-Aufhalten in der Nähe des [[Opfer (Kriminologie)|Opfers]], die den überwiegenden Anteil aller Handlungen ausmachen. Je nach Charakter, Belastbarkeit und Empfindlichkeit des Opfers können aber bereits diese „leichteren“ Formen des Stalkings beim Opfer psychische und physische Reaktionen hervorrufen, die sich mit Dauer des Stalkings entsprechend steigern und individuell zu ernsthaften [[Krankheit|Erkrankungen]] führen und sich bis zur Arbeitsunfähigkeit entwickeln können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Täter-Opfer-Beziehung ==&lt;br /&gt;
Wie ein Jäger sammelt ein Stalker Informationen über sein Opfer, um es stellen zu können. Dabei sind aber nicht nur die einzelnen, nachstellenden Handlungen des Täters von Bedeutung, sondern im Besonderen das psychologische Verhältnis zwischen Täter und Opfer. Das unterscheidet das Stalking von anderen, die [[Autonomie|Selbstbestimmung]] eines Menschen einschränkenden Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn jeder Mensch ''Opfer'' von Stalking werden kann und sich Opfer und Täter nicht notwendigerweise kennen müssen, sind nach bisherigen Erkenntnissen am häufigsten Personen betroffen, die eine [[Soziale Beziehung|Beziehung]] oder Ehe mit dem Täter beendet oder einen Beziehungswunsch des Täters zurückgewiesen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berufsgruppen mit Kundenverkehr, Patienten oder Klienten können Opfer eines Stalkers werden, wenn dieser sich selbst als Opfer einer Beratung, einer Behandlung, eines Rechtsstreites oder ähnlichem sieht. Ebenso können Konkurrenten in einer speziellen Sparte oder Rivalen, die eine Niederlage nicht verkraften, zu Stalkern werden. Auch wenn das Phänomen des Stalkings bei Prominenten zuerst aufgefallen ist, so scheinen diese nicht die Mehrheit der Opfer auszumachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Täter'' scheinen meist ehemalige Beziehungspartner oder abgewiesene Verehrer zu sein, aber auch Arbeitskollegen, Klienten und Nachbarn befinden sich häufig darunter. In einigen Fällen ist dem Opfer der Täter aber überhaupt nicht bekannt und gehört auch nicht zum näheren persönlichen, beruflichen oder wohnlichen Umfeld. In manchen Fällen spielt das Phänomen der [[Übertragung (Psychoanalyse)|Übertragung]] eine Rolle, wenn ein Täter für empfundene seelische oder körperliche Verletzungen ein Opfer stellvertretend büßen lässt, weil es bestimmte Merkmale aufweist, die für ihn im Bezug zum eigenen Schicksal stehen. Ein Teil der Täter weist erhebliche psychische Erkrankungen auf, wobei das Stalken selbst kein anerkanntes Krankheitsbild darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über 90 % der Opfer von Stalking sind weiblich und rund 85 % der Täter sind Männer. 91 % der weiblichen Opfer werden von Männern gestalkt und 56 % der männlichen von Frauen. In den übrigen Fällen handelt es sich um ein gleichgeschlechtliches Stalking.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Burgheim: [http://www.kriminalpolizei.de/articles,stalking__erklaerungsansaetze_und_neue_forschungsergebnisse,1,146.htm ''Stalking – Erklärungsansätze und neue Forschungsergebnisse'']. In: ''Die Kriminalpolizei'', 2, 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einer [[Fallstudie|Studie]] im Auftrag des [[Justizministerium der Vereinigten Staaten|Justizministeriums der Vereinigten Staaten]] wurden 8 % der amerikanischen Frauen und 2 % der Männer im Laufe ihres Lebens schon einmal von einem Stalker verfolgt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tjaden &amp;amp; thoennes&amp;quot;&amp;gt;Patricia Tjaden &amp;amp; Nancy Thoennes. [http://www.ncjrs.gov/pdffiles/169592.pdf ''Stalking in America: Findings from the National Violence Against Women Survey''.] [[Justizministerium der Vereinigten Staaten|U.S. Department of Justice]], 2008, NCJ 169592. S. 2: {{&amp;quot;-en|8 percent of women and 2 percent of men in the United States have been stalked at some time in their life; an estimated 1,006,970 women and 370,990 men are stalked annually. Although stalking is a gender-neutral crime, most (78 percent) stalking victims are female and most (87 percent) stalking perpetrators are male.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Interpretation dieser Zahlen sind jedoch die Schwierigkeiten der empirischen Erfassung des Tatgeschehens zu berücksichtigen. Neben der fehlenden einheitlichen Definition des Stalking-Begriffes fällt es den Beteiligten an so genannten Beziehungstaten erfahrungsgemäß schwer, sich offen darüber zu äußern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Psychologische Einteilung der Täter ==&lt;br /&gt;
Die australischen Wissenschaftler Mullen, Pathe und Purcell teilen die Stalker in sechs Gruppen ein, ausgehend von deren Motivation und Beziehungsverhältnis:&amp;lt;ref&amp;gt;Quelle: Mullen, P. E., Pathé, M. &amp;amp; Purcell: „Stalkers and their victims“, Cambridge University&lt;br /&gt;
Press, Cambridge&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
! Gruppe&lt;br /&gt;
! Motivation&lt;br /&gt;
! Beziehungsverhältnis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1&lt;br /&gt;
| Zurückgewiesene Stalker&lt;br /&gt;
| Gefühl der Demütigung, Zurückweisung unter anderem&lt;br /&gt;
| meist Ex-Partner / Freunde&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2&lt;br /&gt;
| Beziehungssuchende Stalker&lt;br /&gt;
| Fehlwahrnehmungen der Beziehungsbereitschaft des Opfers, häufig [[Erotomanie (Liebeswahn)|Liebeswahn]]&lt;br /&gt;
| Persönliches und weiteres Umfeld des Opfers&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3&lt;br /&gt;
| Intellektuell retardierte Stalker&lt;br /&gt;
| Ungenügende Sozialkompetenz, überschreiten Grenzen&lt;br /&gt;
| Persönliches und weiteres Umfeld ([[Nachbar]]schaft)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4&lt;br /&gt;
| Rachsüchtige Stalker&lt;br /&gt;
| sehen sich durch ihre [[Persönlichkeitsstörung|gestörte Persönlichkeit]] fälschlicherweise selbst als Opfer oder bilden sich ein, Opfer der Personen zu sein, denen sie nachstellen; &amp;lt;!-- Bitte mal den Stil verbessern. Heimtücke und Arglist sind keine „akuten“ Krankheiten, unter denen man „leidet“--leiden durch ihre akute Selbstüberschätzung und Verliebtheit in sich selbst unter akuter Heimtücke, Arglist oder akuten falschen Hilfesyndromen,--&amp;gt; Hilfe, die sie bekommen, nutzen sie zur fortgesetzten Rache und Befriedigung aus&lt;br /&gt;
|temporäres Umfeld (beispielsweise Arzt oder Rechtsanwalt als Opfer, jedermann im Umfeld des Opfers)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5&lt;br /&gt;
| Erotomane, morbide, krankhafte Stalker&lt;br /&gt;
| [[Kontrolle]]/[[Dominanz (Psychologie)|Dominanz]] – meist psychopathische Persönlichkeit&lt;br /&gt;
| Persönliches und weiteres Umfeld ([[Nachbar]]schaft)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6&lt;br /&gt;
| Sadistische Stalker&lt;br /&gt;
| Gefühl der [[Bedürfnis|Befriedigung]]&lt;br /&gt;
| Persönliches und weiteres Umfeld&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesundheitliche und soziale Folgen ==&lt;br /&gt;
Ein Großteil der Opfer leidet unter [[Vegetatives Nervensystem|vegetativen]] Erscheinungen, wie etwa Unruhe (Schreckhaftigkeit), Kopfschmerzen, Angstsymptomen, Schlafstörungen und Magenbeschwerden und der daraus resultierenden geistigen und körperlichen Erschöpfung. Viele sind schnell gereizt und reagieren dann situationsbedingt unbegründet aggressiv. Ein nicht geringer Teil der Opfer leidet unter depressiven Verstimmungen, einige darunter unter [[Depression]]en. Allerdings ist unsicher, wieweit nicht psychisch vorbelastete Personen normales zwischenmenschliches Verhalten als Stalking empfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem bei Opfern, denen aufgelauert wird, oder die körperlich verfolgt werden, zeigen sich rasch tendenziell reaktive Verhaltensmuster, wie etwa Vermeidungsverhalten, Abkapselung (Vereinsamung) oder Kontrollverhalten. So, wie der Täter auf sein Opfer fixiert ist, ist durch die als lästig und als unberechenbare Bedrohung empfundene Situation auch das Opfer auf den Stalker fixiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach langer und intensiver Verfolgung kann in seltenen Fällen eine [[posttraumatische Belastungsstörung]] auftreten, vergleichbar mit einem [[Trauma (Psychologie)|Trauma]] bei Soldaten nach unmenschlichen Kriegserlebnissen, die diese psychisch nicht verarbeiten konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den gesundheitlichen und sozialen Folgen des Stalkings gezielt entgegenwirken zu können, ist es empfehlenswert, sich frühzeitig helfen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. April 2008 hat in Berlin die erste Beratungsstelle für Stalker ihren Betrieb aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;ZEIT online: [http://www.zeit.de/news/artikel/2008/04/23/2518435.xml Erste Stalker-Beratungsstelle eröffnet]. 23. April 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fallzahlen ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Für das Jahr 2007 wurden in der [[Polizeiliche Kriminalstatistik (Deutschland)|Polizeilichen Kriminalstatistik]] für Deutschland 11.401 Fälle mit dem Tatvorwurf der Nachstellung gem. {{§|238|stgb|juris}} [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]] erfasst, wobei zu berücksichtigen ist, dass die Vorschrift erst am 31. März 2007 in Kraft trat. Dies entspricht einer Häufigkeit von 13,9 Fällen/100.000 Einwohner. Bei 14 Fällen wurden Schusswaffen mitgeführt, wobei in vier Fällen geschossen wurde. Die Aufklärungsquote beträgt 88,4 %, d. h. 9.389 erfasste Fälle konnten aufgeklärt werden. Nichtdeutsche Tatverdächtige haben einen Anteil von 16,6 %.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bka.de/pks/zeitreihen/pdf/t01.pdf Polizeiliche Kriminalstatistik 1987–2007 (Grundtabelle), S. 34.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies entsprach etwa dem Doppelten Ihres Anteils an der Gesamtbevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
Im Jahre 2008 wurde von der [[Universität Wien]] eine Studie (Stieger, Burger, &amp;amp; Schild, 2008) durchgeführt, in der 11 % der Teilnehmer im Laufe ihres bisherigen Lebens als Stalkingopfer identifiziert werden konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web&lt;br /&gt;
| url = http://www1.icp2008.org/guest/AbstractView?ABSID=10152&lt;br /&gt;
| title = Lifetime prevalence and impact of stalking: Epidemiological data from Eastern Austria&lt;br /&gt;
| accessdate = 2008-01-17&lt;br /&gt;
| author = Christoph Burger&lt;br /&gt;
| last = Burger&lt;br /&gt;
| first = Christoph&lt;br /&gt;
| authorlink =&lt;br /&gt;
| coauthors = Anne Schild, Stefan Stieger&lt;br /&gt;
| date = 2008-07-21&lt;br /&gt;
| year =&lt;br /&gt;
| month =&lt;br /&gt;
| format =&lt;br /&gt;
| work = univie.ac.at&lt;br /&gt;
| publisher = ICP2008&lt;br /&gt;
| pages =&lt;br /&gt;
| language = Englisch&lt;br /&gt;
| archiveurl =&lt;br /&gt;
| archivedate =&lt;br /&gt;
| quote =&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web&lt;br /&gt;
| url = http://scielo.isciii.es/pdf/ejpen/v22n4/06.pdf&lt;br /&gt;
| title = Lifetime prevalence and impact of stalking: Epidemiological data from Eastern Austria&lt;br /&gt;
| accessdate = 2008-02-24&lt;br /&gt;
| author = Stefan Stieger&lt;br /&gt;
| last = Stieger&lt;br /&gt;
| first = Stefan&lt;br /&gt;
| authorlink =&lt;br /&gt;
| coauthors = Burger Christoph, Anne Schild&lt;br /&gt;
| date = 2008-10-14&lt;br /&gt;
| year =&lt;br /&gt;
| month =&lt;br /&gt;
| format = PDF; 51 kB&lt;br /&gt;
| work =&lt;br /&gt;
| publisher = Eur. J. Psychiat. Vol. 22, N.° 4, (235-241)&lt;br /&gt;
| pages =&lt;br /&gt;
| language = Englisch&lt;br /&gt;
| archiveurl =&lt;br /&gt;
| archivedate =&lt;br /&gt;
| quote =&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weitere Ergebnisse der Studie: Die Stalkingopfer bestanden hauptsächlich aus Frauen (86 %), die Stalker jedoch aus Männern (81 %).&lt;br /&gt;
Frauen wurden in den meisten Fällen von Männern gestalkt (88 %). Männer hingegen wurden fast zu gleichen Teilen von Männern und Frauen gestalkt (60 % männliche Stalker). 19 % der Stalkingopfer gaben an, dass sie zum Zeitpunkt der Studie noch immer gestalkt wurden, was einer [[Punktprävalenz#Punktprävalenz vs. Periodenprävalenz|Punktprävalenzrate]] von 2 % entspricht. 70 % der Stalkingopfer kannten den Täter, der in 40 % der Fällen ein früherer Intimpartner war, in 23 % ein Freund oder Bekannter und in 13 % ein Kollege. Als Konsequenz auf das Stalking, gaben 72 % der Opfer an, dass sie ihren Lebensstil geändert haben. 52 % aller Stalkingopfer hatten bezüglich ihres psychologischen Wohlbefindens Werte im pathologischen Bereich. Bei einem Vergleich der Anzahl der Stalkingfälle im ländlichen und im städtischen Bereich, gab es keine [[Statistische Signifikanz|signifikanten]] Unterschiede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== USA ===&lt;br /&gt;
Nach Angaben des [[Justizministerium der Vereinigten Staaten|Justizministeriums der Vereinigten Staaten]] werden jährlich 1.006.970 Frauen und 370.990 Männer gestalkt. 77 % der weiblichen und 64 % der männlichen Opfer kennen ihren Stalker. 87 % der Stalker sind Männer und 78 % der Opfer sind Frauen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tjaden &amp;amp; thoennes&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
==== Strafrechtliche Sanktionen ====&lt;br /&gt;
Mit Gesetz vom 22. März 2007, in Kraft getreten am 31. März 2007, wurde in das [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|deutsche Strafgesetzbuch]] der Straftatbestand der '''„Nachstellung“''' eingeführt ({{§|238|stgb|juris}} StGB), der englische Begriff „Stalking“ wird im Gesetz nicht erwähnt. Viele bei der Nachstellung typische Verhaltensweisen werden zwar bereits durch andere Straftatbestände sanktioniert (Bedrohung, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Körperverletzung, Beleidigung). Der neu geschaffene Straftatbestand der Nachstellung soll aber einen noch effektiveren Opferschutz gewährleisten, indem bestehende Regelungslücken geschlossen werden. Denn Nachstellungen unterhalb der Eingriffsschwelle eines der genannten Straftatbestände konnte früher nur durch die Einschaltung der Zivilgerichte begegnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fachanwalt-strafrecht-muenchen.org/aktuelles/nachstellung/ Strafbarkeit von Stalking]&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine einfache Nachstellung wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Das Grunddelikt nach § 238 Abs. 1 StGB ist als Erfolgsdelikt ausgestaltet: Danach muss der Täter durch unbefugtes Nachstellen in Form der beharrlichen Vornahme ausdrücklich angeführter Tatvarianten eine schwerwiegende Beeinträchtigung der Lebensgestaltung verursachen, wobei die Ziffern 1 bis 4 nach Auffassung des Gesetzgebers die nach derzeitigem Erkenntnisstand häufigsten Nachstellungshandlungen erfassen sollen [http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__238.html § 238 StGB]. Mit der „anderen vergleichbaren Handlung“ nach Ziffer 5 wurde zusätzlich ein Auffangtatbestand integriert, um Strafbarkeitslücken zu vermeiden und künftigen technischen Entwicklungen Rechnung tragen zu können. Von dem Begriff der „schwerwiegenden Beeinträchtigung der Lebensgestaltung“ werden ins Gewicht fallende, gravierende und ernst zu nehmende Folgen erfasst, die über durchschnittliche, regelmäßig hinzunehmende und zumutbare Modifikationen der Lebensgestaltung erheblich und objektivierbar hinausgehen. Höhere Strafrahmen gelten, wenn der Täter das Opfer, einen Angehörigen des Opfers oder eine andere dem Opfer nahestehende Person in die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung gebracht hat oder die Tat den Tod einer der genannten Personen verursacht hat. In letzteren Fällen gelten aufgrund des gleichzeitig geänderten {{§|112a|stpo|juris}} [[Strafprozessordnung (Deutschland)|StPO]] geringere Anforderungen an die [[Untersuchungshaft]]. Die einfache Nachstellung wird nur auf [[Antragsdelikt|Antrag]] verfolgt ({{§|238|stgb|juris}} Abs. 4 StGB), wenn nicht die [[Staatsanwaltschaft]] im konkreten Fall ein [[besonderes öffentliches Interesse]] annimmt. Auch bei Vorliegen eines Antrages verfolgt die Staatsanwaltschaft die Tat nur, wenn sie ein öffentliches Interesse bejaht ({{§|376|stpo|juris}} StPO, mit Möglichkeit der [[Nebenklage]], {{§|395|stpo|juris}} Abs. 1 Nr. 1 lit. e StPO); im Übrigen ist die verletzte Person auf den Weg der [[Privatklage]] verwiesen ({{§|374|stpo|juris}}  1 Nr. 5 StPO).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachstellung begründet nicht automatisch einen Anspruch auf Entschädigung nach dem [[Opferentschädigungsgesetz]] (OEG). Gewaltlose, insbesondere psychische Einwirkungen auf das Opfer sind regelmäßig nicht als „tätliche Angriffe“ zu werten, die das OEG für einen Entschädigungsanspruch voraussetzt. Das [[Bundessozialgericht]] hat im April 2011 entschieden, dass eine Opferentschädigung grundsätzlich nur dann in Betracht kommt, wenn es im Rahmen der Nachstellungen zu einer Einwirkung direkt auf den Körper des Opfers gerichteten Gewalttat gekommen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&amp;amp;Art=en&amp;amp;nr=12015 BSG, Urteil vom 7. April 2011,] Az. B 9 VG 2/10 R, Volltext.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Präventive Maßnahmen ====&lt;br /&gt;
Nachstellungesopfer haben zunächst die Möglichkeit, die Polizei hinzuzuziehen. Diese kann den [[Störer]] der Wohnung verweisen sowie gegen ihn einen  [[Platzverweis]] erteilen; ferner kann ein [[Kontaktverbot (Zivilrecht)|Kontaktverbot]] ausgesprochen werden ([[Polizei- und ordnungsrechtliche Generalklausel]]). Innerhalb von i. a. zehn Tagen sollte der Geschädigte beim örtlich zuständigen [[Amtsgericht]] Schutzanordnungen gegen den Stalker erwirken, die auf Grundlage des [[Gewaltschutzgesetz]]es (GewSchG) erlassen werden können und beispielsweise aus der Anordnung bestehen können, sich der Wohnung des Opfers nicht zu nähern. Ein Beispiel aus der obergerichtlichen Spruchpraxis dazu ist die Entscheidung des [[Oberlandesgericht Brandenburg|OLG Brandenburg]] vom 2. Oktober 2007. Nach dieser reicht es für eine Anordnung nach dem GewSchG bereits aus, wenn das Opfer über einen Zeitraum von etwa zehn Minuten am Verlassen der Wohnung gehindert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.judicialis.de/Brandenburgisches-Oberlandesgericht_9-UF-137-07_Beschluss_02.10.2007.html Oberlandesgericht Brandenburg, Beschluss vom 2. Oktober 2007, Az. 9 UF 137/07]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit auf Grundlage des Gewaltschutzgesetzes eine [[Unterlassungsverfügung]] gegen einen Stalker erlassen wird und dieser gegen die in der Verfügung festgelegten Verbote verstößt, stellt dieser Verstoß ein strafbares Verhalten nach {{§|4|gewschg|juris}} [[Gewaltschutzgesetz]] dar. Streng genommen handelt es sich dabei dann nicht um die Strafbarkeit von Nachstellung an sich, sondern vielmehr um die Strafbarkeit wegen Missachtung einer gerichtlichen Anordnung. Schon in den 1970er Jahren gingen die Gerichte gegen Telefonterror vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Täter können in Deutschland unter Voraussetzung des {{§|112a|stpo|juris}} StPO (Haftgrund [[Haftgrund#Wiederholungsgefahr (§ 112a StPO)|Wiederholungsgefahr]]) in Untersuchungshaft genommen werden (sog. Deeskalationshaft). Dies gilt allerdings nur unter zwei Voraussetzungen: Erstens muss der dringende Verdacht bestehen, dass der Täter sein Opfer (beziehungsweise einen Angehörigen des Opfers oder eine andere dem Opfer nahestehende Person) zumindest in Lebensgefahr oder in die Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung gebracht hat. Zweitens müssen bestimmte Tatsachen die Gefahr begründen, dass der Täter vor einer rechtskräftigen Aburteilung weitere erhebliche Straftaten gleicher Art begehen oder die Straftat fortsetzen wird ({{§|112a|stpo|juris}} Abs. 1 Nr. 1 StPO, {{§|238|stgb|juris}} Abs. 2, 3 StGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach derzeitigem Erkenntnisstand der Polizeiarbeit scheint sich die sogenannte ''Gefährderansprache'' gegenüber dem mutmaßlichen Täter zu bewähren. Nach Auswertung mehrerer Studien, unter anderen der Darmstädter Studie&amp;lt;!-- Quellen!? --&amp;gt;, hinterlässt eine staatliche Reaktion innerhalb der ersten 48 Stunden eine nachhaltige und zu 80 % beendende Wirkung beim Täter, da er mit seinem Handeln aus der Anonymität herausgeholt wird und ihm die rechtlichen und tatsächlichen Grenzen seines Handelns aufgezeigt und angedroht werden. Diese sind dem Täter, der sich in vielen Fällen selbst in der Opferrolle sieht, oft nicht, oder nicht in diesem Ausmaß, bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist jedoch auch möglich, dass die Gefährderansprache die aktuelle Gefährdung für das Opfer noch steigert, da jetzt dem Stalker offenbar wird, dass das Opfer [[Strafverfolgungsbehörde|staatliche Stellen]] eingeschaltet hat. Es ist deshalb wichtig, den Stalker nach der Ansprache weiterhin zu beobachten oder durch Einbindung anderer Beratungsstellen zu begleiten. Die Gefährderansprache selbst bietet insbesondere dem Polizeibeamten, der eine Gefährdungseinschätzung vornehmen muss, die Möglichkeit, weitere Informationen über den Täter (Gemütszustand, Motivation) zu gewinnen und weiteres Vorgehen strukturiert zu gestalten. Insbesondere ist das Opfer über die Gefährderansprache zu informieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zivilrechtliche Sanktionen ====&lt;br /&gt;
Opfer von Nachstellungsangriffen können sich auch [[zivilrecht]]lich zur Wehr setzen. Sind die Angriffe geeignet, ihr Persönlichkeitsrecht zu verletzen, so kommen [[Unterlassungsanspruch|Unterlassungs-]], Auskunfts- und [[Schadensersatzanspruch|Schadensersatzansprüche]] nach {{§|823|bgb|juris}}, {{§|1004|bgb|juris}} [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]], {{Art.|1|gg|juris}} und {{Art.|2|gg|juris}} [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|GG]] in Betracht. Je nach Intensität der Nachstellung gewähren die Gerichte auch erhebliche [[Schmerzensgeld]]beträge.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.justiz.nrw.de/nrwe/olgs/koeln/j2011/15_U_62_11_Urteil_20111115.html]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Arbeitsrechtliche Sanktionen ====&lt;br /&gt;
Fühlt sich eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter von einem Arbeitskollegen oder einer Arbeitskollegin belästigt und äußert, dass weder dienstlich noch privat Kontakt erwünscht ist, so hat der Arbeitnehmer bzw. die Arbeinehmerin das zu respektieren. Handelt er oder sie weiter gegen den erklärten Willen der Arbeitskollegin oder des Arbeitskollegen, kann dieses Verhalten eine [[Kündigung (deutsches Arbeitsrecht)|außerordentliche verhaltensbedingte Kündigung]] des [[Arbeitsverhältnis]]ses  rechtfertigen. Ob es zuvor einer [[Abmahnung]] bedarf, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://juris.bundesarbeitsgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bag&amp;amp;Art=pm&amp;amp;nr=15873 BAG, Urteil vom 19. April 2012], Az. 2 AZR 258/11, Pressemitteilung.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entwicklung ====&lt;br /&gt;
Das Problem „Nachstellung“ trat bei [[Gericht]]en, [[Staatsanwalt|Staatsanwälten]] und der [[Polizei]] erst langsam ins Bewusstsein. Häufig wurden Opfer nicht ernstgenommen. Auf der anderen Seite waren Polizei und Staatsanwaltschaft aufgrund fehlender gesetzlicher Grundlagen häufig in ihrem Handlungsspielraum beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf diese als unbefriedigend wahrgenommene Situation verabschiedete im August 2005 das [[Bundeskabinett]] einen [[Gesetzesentwurf]], der einen neuen {{§|241b|stgb|juris}} StGB vorsah.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bmj.bund.de/media/archive/989.pdf „Entwurf eines Gesetzes zur Strafbarkeit beharrlicher Nachstellung“]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Notwendigkeit eines solchen Gesetzes wurde 2005 kontrovers diskutiert, da man der Ansicht war, die bestehenden Gesetze würden den Betroffenen ausreichende Möglichkeiten zur Strafverfolgung bieten. Vielmehr sollten die bestehenden straf-, zivil- und [[Polizeirecht (Deutschland)|polizeirechtlichen]] Möglichkeiten konsequenter angewendet werden. Außerdem wurde konkrete Kritik am dargestellten Gesetzesentwurf geübt, beispielsweise hinsichtlich der Verfassungskonformität infolge der Vielzahl [[unbestimmter Rechtsbegriff]]e. Der Gesetzesentwurf zu {{§|241b|stgb|juris}} StGB fiel mit dem vorzeitigen Ende des [[Deutscher Bundestag|Bundestages]] der [[Diskontinuitätsprinzip|Diskontinuität]] anheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heute geltende {{§|238|stgb|juris}} StGB wurde 2006 als Entwurf in den Bundestag eingebracht. Er wurde Ende 2006 im Bundestag und im Februar 2007 im [[Bundesrat (Deutschland)|Bundesrat]] verabschiedet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
In Österreich ist seit dem 1. Juli 2006 Stalking durch die Einführung des Straftatbestandes '''beharrliche Verfolgung''' {{§|107a|STGB|RIS-B}} [[Strafgesetzbuch (Österreich)|StGB]] strafbar. Der Strafrahmen beträgt bis zu einem Jahr Haft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den Tatbestand der beharrlichen Verfolgung zu erfüllen, muss der Täter das Opfer in einer Weise verfolgen, die objektiv geeignet ist, dessen Lebensführung unzumutbar zu beeinträchtigen. Als Stalkinghandlungen zählt das Strafgesetzbuch die persönliche Kontaktaufnahme, die Kontaktaufnahme via Tele- oder sonstiger Kommunikationsmittel oder durch Dritte auf. Auch die Weitergabe von personenbezogenen Daten ist ein Vergehen iSd. § 107a StGB, wenn damit Waren oder Dienstleistungen im Namen des Opfers bestellt werden oder Dritte veranlasst werden, mit dem Opfer Kontakt aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erforderlich ist, dass zumindest eine der aufgezählten Handlungen eine längere Zeit hindurch fortgesetzt wird und die Handlung nach dem 1. Juli 2006 begangen wurde. Die Tatbestände des § 107a StGB sind [[Offizialdelikt]]e, das heißt die Staatsanwaltschaft hat unabhängig von der Einwilligung des Opfers aktiv zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schutz vor weiteren Eingriffen in die Privatsphäre, kann auf dem zivilrechtlichen Weg, auf Antrag des Opfers, dem Stalker per einstweiliger Verfügung durch das Gericht unter anderem untersagt werden, mit dem Opfer Kontakt aufzunehmen, es zu verfolgen, sich an bestimmten Orten aufzuhalten oder Waren für das Opfer zu bestellen. Diese Verfügung gilt maximal für ein Jahr und wird zum Teil durch die [[Bundespolizei (Österreich)|Polizei]] sowie durch Geld- bzw. Haftstrafen (Exekutionsantrag an das Bezirksgericht) vollzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
In der Schweiz gibt es für Stalking keinen eigenen Straftatbestand. Dahinter steht die Überzeugung, dass niemand in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden darf, nur weil sich jemand anderer diffus belästigt fühlt. Auch wäre ein derart unbestimmter Tatbestand nach dieser Ansicht kaum vereinbar mit dem [[Bestimmtheitsgebot]] (''nulla poena sine lege certa'').&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liegt eine bewusste Belästigung vor, so gibt es die Möglichkeit, zivilrechtlich eine Fernhalteverfügung zu erwirken. Eine solche verbietet jemandem unter Strafandrohung, sich der klagenden Person zu nähern, sich in einem bestimmten Gebiet aufzuhalten oder mit der Person wie auch immer Kontakt aufzunehmen (Art. 28b ZGB, ''Schutz der Persönlichkeit gegen Gewalt, Drohungen oder Nachstellungen''). Diese Möglichkeit gab es schon immer, der Artikel wurde aber am 1. Juli 2007 verschärft. Die Missachtung einer solchen Verfügung ist ein Straftatbestand (Art. 292 StGB, ''Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen''). Auf diesem Weg kann Stalking strafrechtlich verfolgt werden, ohne dass das Bestimmtheitsgebot verletzt oder das Subsidiaritätsprinzip durchbrochen wird, nach welchem das Strafrecht nur als Ultima Ratio zum Einsatz kommen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Direkt strafrechtlich belangt werden kann ein Stalker selbstverständlich dann, wenn er ein Delikt begeht. Typisch im Zusammenhang mit Stalking sind etwa ''Nötigung'' oder ''Missbrauch einer Fernmeldeanlage''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Häusliche Gewalt]], [[Mobbing]], [[Cyber-Mobbing]], [[Telefonterror]], [[Psychoterror]]&lt;br /&gt;
* [[Polizeiliche Beratungsstelle]]&lt;br /&gt;
* [[Verleumdung (Deutschland)|Verleumdung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
;Spielfilm&lt;br /&gt;
* [[Sadistico – Wunschkonzert für einen Toten]], USA 1970&lt;br /&gt;
* [[Caché (Film)|Caché]], F/A/D/I 2005&lt;br /&gt;
* [[Der Fan (1996)|Der Fan]], USA 1996&lt;br /&gt;
* [[Der Feind in meinem Bett]], USA 1991&lt;br /&gt;
* [[Eine verhängnisvolle Affäre]], USA 1987&lt;br /&gt;
* [[Fatale Begierde]], USA/J 1992&lt;br /&gt;
* [[Liebeskrank]], D 2001&lt;br /&gt;
* [[Obsessed]], USA 2009&lt;br /&gt;
* [[Wahnsinnig verliebt]], F 2002&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Hörspiel&lt;br /&gt;
* ''[[Wer sich umdreht oder lacht …]]'', Vorlage: [[John von Düffel]], Regie: [[Christiane Ohaus]], Episode 42 des [[Radio-Tatort]]s, [[Radio Bremen]] 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lieder ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ''Ich lass dich nicht los'', [[Fettes Brot]]&lt;br /&gt;
* ''I’m gonna make you mine'', [[Lou Christie]]&lt;br /&gt;
* ''Modern Stalking'', [[Marsimoto]]&lt;br /&gt;
* ''Stalker'', [[In Extremo]]&lt;br /&gt;
* ''Du gehörst mir'', [[Koljah]]&lt;br /&gt;
* ''Paparazzi'', [[Lady Gaga]]&lt;br /&gt;
* ''10 000 Fotos'', [[Harald Pons]]&lt;br /&gt;
* ''Zu grau'', [[Prinz Pi]]&lt;br /&gt;
* ''Ich kann dich sehen'', [[David Asphalt]]&lt;br /&gt;
Fanatisch (Herbert Grönemeyer)&lt;br /&gt;
Turn it on (Franz Ferdinand)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
[https://portal.d-nb.de/opac.htm?query=Stalking&amp;amp;method=simpleSearch Literatur über Stalking Katalog der DNB]&lt;br /&gt;
* {{Google Buch|Suchbegriff=Stalking}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sachbücher, Aufsätze ===&lt;br /&gt;
* Julia Bettermann: ''Falsche Stalking-Opfer? Das Falsche-Opfer-Syndrom in Fällen von Stalking''. Verlag für Polizeiwissenschaft, 2005, ISBN 978-3-935979-62-7 (rezensiert von Sönke Gerhold, Neue Kriminalpolitik 2006, S. 117 bis 119)&lt;br /&gt;
* Julia Bettermann und Moetje Feenders: ''Stalking, Möglichkeiten und Grenzen der Intervention''. Verlag für Polizeiwissenschaft 2004, ISBN 3-935979-36-3 (rezensiert von Sönke Gerhold, Neue Kriminalpolitik 2006, S. 117 bis 119)&lt;br /&gt;
* Sebastian Buß: ''Der Weg zu einem deutschen Stalkingstraftatbestand – § 238 StGB''. Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2008, ISBN 978-3-8300-4008-8&lt;br /&gt;
* Petra Drawe und Heike Oetken: ''Stalking. Eine Herausforderung für die Sozialarbeit''. Lang, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-631-53900-2&lt;br /&gt;
* Harald Dreßing und Peter Gass: ''„Stalking!“''. Verlag Hans Huber 2005, ISBN 3-456-84196-5&lt;br /&gt;
* Sandra Fiebig: ''Stalking. Hintergründe und Interventionsmöglichkeiten''. Tectum Verlag 2005. ISBN 3-8288-8876-3&lt;br /&gt;
* Peter Fiedler: ''Stalking. Opfer, Täter, Prävention, Behandlung''. Beltz Psychologie Verlags Union 2006, ISBN 3-621-27588-6&lt;br /&gt;
* Nikolaos Gazeas: ''Der Stalking-Straftatbestand – § 238 StGB (Nachstellung)''. In: ''[[Juristische Rundschau]] (JR)''. Jg. 2007, H. 12, S. 497–505.&lt;br /&gt;
* Sönke Gerhold, [http://www.neue-kriminalpolitik.de/nk/hefte/AUFSATZ_nk_07_01.pdf ''Der neue Stalking-Tatbestand; ein erster Überblick''], Neue Kriminalpolitik 2007, S. 2 bis 4&lt;br /&gt;
* Sönke Gerhold: ''Das System des Opferschutzes im Bereich des Cyber- und Internetstalking – Rechtliche Reaktionsmöglichkeiten der Betroffenen''. Nomos, Baden-Baden 2010, ISBN 978-3-8329-5341-6&lt;br /&gt;
* [http://www.zis-online.com/dat/artikel/2010_3_430.pdf  Joachim Herrmann: ''Die Entwicklung des Opferschutzes im deutschen Strafrecht und Strafprozessrecht'', [[Zeitschrift für Internationale Strafrechtsdogmatik]] (ZIS) 2010, 430] (PDF-Datei; 141 kB)&lt;br /&gt;
* Jens Hoffmann und Hans-Georg W. Voss (Hrsg.): ''Psychologie des Stalking''. Verlag für Polizeiwissenschaft, Frankfurt a.M. 2005, ISBN 3-935979-54-1&lt;br /&gt;
* Jens Hoffmann: ''„Stalking“''. Springer Medizin Verlag, Heidelberg 2006, ISBN 3-540-25457-9&lt;br /&gt;
* Rasso Knoller: ''Stalking. Wenn Liebe zum Wahn wird''. Schwarzkopf &amp;amp; Schwarzkopf, Berlin 2005, ISBN 3-89602-675-5&lt;br /&gt;
* Volkmar von Pechstaedt: ''Rechtsschutz gegen Stalking: Rechtliche Grundlagen und Probleme''. [[Hainholz Verlag|Hainholz]], Göttingen 2004, ISBN 3-932622-97-9&lt;br /&gt;
* Stephan Rusch. ''„Stalking in Deutschland“ – Ein Handbuch für alle Praxisbereiche''. Hainholz, Göttingen 2005, ISBN 3-932622-81-2&lt;br /&gt;
* Stephan Rusch. ''„Stalking“ – Leitlinien für die Aus- und Fortbildung in allen Praxisbereichen''. NR-Verlag, Bremen 2007, ISBN 3-939564-02-8&lt;br /&gt;
* Susanne Schumacher: ''Stalking. Geliebt, verfolgt, gehetzt''. Hainholz 2004, ISBN 3-932622-89-8&lt;br /&gt;
* Andreas Seling: ''§ 107a StGB. Eine Strafvorschrift gegen Stalking''. Zugleich: Salzburg, Univ., Diplomarbeit, 2006. Wien; Graz: NWV, Neuer Wissenschafts-Verlag, 2006. – 105 S.; ISBN 978-3-7083-0416-8 (Neue juristische Monografien; Bd. 36)&lt;br /&gt;
* Stefan Stieger; Christoph Burger; Anne Schild: Lifetime prevalence and impact of stalking: Epidemiological data from Eastern Austria. European Journal of Psychiatry Vol. 22, N.° 4, (235-241), Zaragoza (ES) 2008, {{ISSN|0213-6163}}. [http://scielo.isciii.es/pdf/ejpen/v22n4/06.pdf PDF]&lt;br /&gt;
* Sascha Vander: ''Stalking – Aktuelle Entwicklungen und Tendenzen zur Schaffung eines speziellen Straftatbestandes''. In: ''Kritische Vierteljahresschrift für Gesetzgebung und Rechtswissenschaft (KritV)''. 89. Jg., 2006, {{ISSN|0179-2830}}, S. 81–99.&lt;br /&gt;
* Orlando Vanoli: ''Stalking – Ein «neues» Phänomen und dessen strafrechtliche Erfassung in Kalifornien und in der Schweiz''. Schulthess Juristische Medien AG, Zürich 2009, ISBN 978-3-7255-5814-8&lt;br /&gt;
* Hans-Georg W. Voß; Jens Hoffmann; Isabel Wondrak: ''Stalking in Deutschland aus Sicht der Betroffenen und Verfolger''. Hrsg.: Weißer Ring – Gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten e. V. Nomos, Baden-Baden 2006, 170 S. ISBN 3-8329-1752-7 (Mainzer Schriften zur Situation von Kriminalitätsopfern; Bd. 40)&lt;br /&gt;
* Bernhard Weiner und Ute Ingrid Haas: ''Opferrechte bei Stalking, Gewalt- und Sexualverbrechen – Rechte wahrnehmen, Hilfe finden''. dtv, 2009, ISBN 978-3-423-50664-9&lt;br /&gt;
* Andrea Weiß und Heidi Winterer: ''Stalking und häusliche Gewalt''. 2. Auflage, Lambertus-Verlag 2008, ISBN 3-7841-1778-3 (rezensiert von Sönke Gerhold, Neue Kriminalpolitik 2009, S. 36 bis 40)&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Jan Wendt|Titel=Die Privilegien der Medien und der Straftatbestand gegen Stalking|Verlag=Verlag Dr. Kovac|Ort=Hamburg|Jahr=2010|ISBN=978-3-8300-5088-9}}&lt;br /&gt;
* Finn Zwißler: ''Gewaltschutzgesetz. So wehren Sie sich erfolgreich gegen Nötigung, Stalking und Mobbing''. Regensburg; Walhalla-Fachverlag, Berlin 2006. – 128 S., ISBN 3-8029-3793-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Romane und Erzählungen ===&lt;br /&gt;
* Stefan Zweig: ''Brief einer Unbekannten''. S. Fischer, Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-596-13024-5, Hörbuch: Gelesen von Leslie Malton und Felix von Manteuffel. Hörbuch Hamburg 2009.&lt;br /&gt;
* Ian McEwan: ''Liebeswahn''. : Diogenes, Zürich 1998, ISBN 978-3-89614-087-6.&lt;br /&gt;
* Hilary Norman: ''Gefährliche Nähe''. Lübbe 1999.&lt;br /&gt;
* Annemarie Schoenle: ''Du gehörst mir''. Droemer – Knaur 2004, ISBN 3-426-19622-0.&lt;br /&gt;
* Christine Fehér: ''Jeder Schritt von dir''. Patmos Verlag GmbH &amp;amp; Co KG – 2006, ISBN 3-7941-7053-9.&lt;br /&gt;
* John Katzenbach: ''Das Opfer''. Droemer 2007.&lt;br /&gt;
* Isabelle Ammann: ''Stalking – wenn Liebe zum Alptraum wird''. Kreuz – 2008, ISBN 978-3-7831-3073-7.&lt;br /&gt;
* Monika Feth: ''Der Schattengänger''. cbt/cbj, München 2009, ISBN 978-3-570-30393-1.&lt;br /&gt;
* Anonym: ''Stalker – Besessenheit der Liebe oder Die reale Welt des Dichters''. Verlag Schilling &amp;amp; Kappelar GbR 2011, ISBN 978-3-9813529-1-7.&lt;br /&gt;
* Jason Starr: ''Stalking''. Diogenes, Zürich 2009, ISBN 978-3-257-86185-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Stalking}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kriminologie.uni-hamburg.de/wiki/index.php/Stalking ''Stalking'']. Eintrag in der  Krimpedia (freie Online-Enzyklopädie zur Kriminologie)&lt;br /&gt;
* [http://www.stalking-nrw.de/ stalking-nrw.de: ''Landesinitiative Stalking NRW e. V.'']&lt;br /&gt;
* [http://www.stalking-kit.de/ stalking-kit.de: Stalking-KIT des ''Kriseninterventionsteams Stalking und häusliche Gewalt'']&lt;br /&gt;
* [http://www.juraforum.de/lexikon/Nachstellungen juraforum.de: rechtliche Ausführungen zum ''Nachstellen'' gemäß § 238 StGB ''Nachstellung'']&lt;br /&gt;
* [http://www.stop-stalking-berlin.de/ stop-stalking-berlin.de: Beratungsstelle für Menschen, die stalken]&lt;br /&gt;
* [http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/Mehr-Schutz-bei-h_C3_A4uslicher-Gewalt,property=pdf,bereich=bmfsfj,rwb=true.pdf Broschüre „Mehr Schutz bei häuslicher Gewalt“] (Stand: November 2010; PDF-Datei; 1,1 MB) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend&lt;br /&gt;
* [http://www.no-stalking.de/ Stalking – Hilfe für die Opfer]&lt;br /&gt;
* [http://www.ardmediathek.de/wdr-fernsehen/menschen-hautnah/stalking-wenn-liebeswahn-zum-psychoterror-wird?documentId=14190472 Stalking – Wenn Liebeswahn zum Psychoterror wird] in Menschen hautnah, WDR Fernsehen 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Besondere Strafrechtslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrecht (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>	</entry>

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		<title>Mobbing</title>
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				<updated>2013-12-29T19:11:36Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: 1 Version&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt des Thema ''Mobbing'' generell. Zum gleichnamigen Fernsehfilm siehe [[Mobbing (2012)]].}}&lt;br /&gt;
'''Mobbing''' oder '''Mobben''' steht im engeren Sinn für „[[Psychoterror]] am Arbeitsplatz mit dem Ziel, Betroffene aus dem Betrieb hinauszuekeln.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Fussy]], Ulrike Steiner (Red.): ''Österreichisches Wörterbuch.'' 40. Auflage. öbvhpt, Wien 2006, ISBN 978-3-209-05511-8, S.&amp;amp;nbsp;441.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im weiteren Sinn bedeutet Mobbing, andere Menschen ständig bzw. wiederholt und regelmäßig zu [[Schikane|schikanieren]], zu quälen und seelisch zu verletzen,&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Kraif (Red.): ''Duden. Das Fremdwörterbuch.'' 9. Auflage. Dudenverlag, Mannheim 2007, ISBN 978-3-411-04059-9 (Der Duden in zwölf Bänden, Bd.&amp;amp;nbsp;5), S.&amp;amp;nbsp;667.&amp;lt;/ref&amp;gt; beispielsweise [[Mobbing in der Schule]], am [[Mobbing (Arbeitsrecht)|Arbeitsplatz]], im Sportverein, im Altersheim, im Gefängnis&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eriksson2001&amp;quot;&amp;gt;Björn Eriksson: ''Mobbning. En sociologisk diskussion.'' In: ''Sociologisk Forskning.'' Bd.&amp;amp;nbsp;2001, Nr.&amp;amp;nbsp;2, {{ISSN|0038-0342}}, S.&amp;amp;nbsp;8–43.&amp;lt;/ref&amp;gt; und im Internet ([[Cyber-Mobbing]]). Typische Mobbinghandlungen sind die Verbreitung falscher Tatsachen, die Zuweisung sinnloser Arbeitsaufgaben, Gewaltandrohung, [[soziale Isolation]] oder ständige Kritik an der Arbeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LeymannLIPT1996&amp;quot;&amp;gt;Heinz Leymann. ''Handanleitung für den LIPT-Fragebogen. Leymann Inventory of Psychological Terror.'' Dgtv, Tübingen 1996, ISBN 3-87159-333-8 (Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie, Materialien, Bd.&amp;amp;nbsp;33), Begleitmaterial Fragebogen, S.&amp;amp;nbsp;2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Begriff Mobbing ist in der zweiten Hälfte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts aus dem Englischen von ''{{lang|en|mob}}'' übernommen. Das Verb ''{{lang|en| to mob}}'', von dem das Wort Mobbing abgeleitet ist, bedeutet zunächst allgemein „belästigen, anpöbeln.“ Das deutsche Wort [[Mob (Personen)|Mob]], das ebenfalls aus dem Englischen entlehnt ist, bezeichnet eigentlich eine aufgewiegelte Volksmenge sowie allgemein „Meute, Gesindel, Pöbel, Bande“.&amp;lt;ref&amp;gt;Duden: ''Das Herkunftswörterbuch.'' Lemmata Mobbing und Mob.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als in den [[Skandinavien|skandinavischen Ländern]] und im deutschsprachigen Raum wird in englischsprachigen Ländern jedoch üblicherweise die Benennung ''{{lang|en|bullying}}'' für Mobbing verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ola Agevall: ''The Production of Meaning in Bullying Relation.'' Artikel präsentiert auf ''The Society for the Study of Social Problems 54th Annual Meeting.'' San Francisco 2004, 13.–15. August 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;2 --&amp;gt; In deutscher Übersetzung bedeutet ''bully'' als Substantiv „brutaler Kerl, Schläger, [[Tyrann]], Maulheld“ und als Verb „tyrannisieren, schikanieren, einschüchtern, piesacken“.&amp;lt;ref&amp;gt;Langenscheidts Handwörterbuch Englisch. Berlin u.&amp;amp;nbsp;a.O. 1988, Lemma bully.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Graugans (01) 2006-10-10.JPG|mini|Mobbing bezeichnete ursprünglich ein Verteidigungsverhalten bei Tieren]]&lt;br /&gt;
1963 hat der Verhaltensforscher [[Konrad Lorenz]] den Begriff Mobbing ([[Hassen]]) geprägt: Lorenz bezeichnete damit Gruppenangriffe von Tieren auf einen [[Fressfeind]] oder anderen überlegenen Gegner – dort von Gänsen auf einen Fuchs. Der schwedische Arzt [[Peter-Paul Heinemann]] verwendete 1969 den Begriff für das Phänomen, dass Gruppen eine sich von der [[Soziale Norm|Norm]] abweichend verhaltende Person attackieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heinemann1972&amp;quot;&amp;gt;Peter-Paul Heinemann: ''Mobbning – gruppvåld bland barn och vuxna.'' Natur och kultur, Stockholm 1972, ISBN 91-27-17640-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;9 --&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Dan Olweus: Hackkycklingar och översittare – forskning om skolmobbning. Almqvist &amp;amp; Wiksell, Stockholm 1973, ISBN 91-20-03674-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;11–12 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt in der heutigen Bedeutung wurde der Begriff durch den aus Deutschland ausgewanderten schwedischen Arzt und Psychologen [[Heinz Leymann]], der von Mobbing in Bezug auf das Arbeitsleben sprach. Seine Forschungen über direkte und indirekte Angriffe in der Arbeitswelt begannen gegen Ende siebziger Jahre. Anfang der neunziger Jahre veröffentlichte Leymann seine erste Arbeit, welche die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammenfasste. Die Berichte weckten zunächst nur Interesse in den nordeuropäischen Staaten. Später fanden seine Berichte im mitteleuropäischen Raum Beachtung. Veröffentlichungen, eindringliche Fallschilderungen, öffentliche Diskussionen, die Aufnahme der Thematik durch Unternehmensberater, Gewerkschaften, Arbeitgeber und andere Verbände sowie in der Medizin machten das Thema Mobbing zunehmend einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Umgangssprachlich ausgedrückt bedeutet Mobbing, dass jemand – zumeist am Arbeitsplatz, aber auch in anderen Organisationen – fortgesetzt geärgert, schikaniert, in passiver Form als Kontaktverweigerung mehrheitlich gemieden oder in sonstiger Weise in seiner Würde verletzt wird. Eine allgemein anerkannte Definition gibt es nicht. Die meisten Forscher betonen laut Christoph Seydl folgende Gesichtspunkte:&lt;br /&gt;
* ''Verhaltensmuster:'' Mobbing bezieht sich auf ein [[Verhaltensmuster]] und nicht auf eine einzelne Handlung. Die Handlungsweisen sind systematisch, das heißt sie wiederholen sich ständig.&lt;br /&gt;
* ''Negative Handlungen:'' Mobbingverhalten kann verbal (zum Beispiel Beschimpfung), [[Nonverbale Kommunikation|nonverbal]] (zum Beispiel Vorenthalten von Informationen) oder physisch (zum Beispiel Verprügeln) sein. Solche Handlungen gelten üblicherweise als feindselig, [[Aggression|aggressiv]], [[Destruktivität|destruktiv]] und unethisch.&lt;br /&gt;
* ''Ungleiche [[Macht]]verhältnisse:'' Die Beteiligten haben unterschiedliche Einflussmöglichkeiten auf die jeweilige Situation. Eine Person ist einer anderen Person unter- beziehungsweise überlegen. Dazu ist kein Rangunterschied nötig. Eine Ungleichheit kann durch die bloße Anzahl bedingt sein: Viele Personen gegen eine Person.&lt;br /&gt;
* ''Opfer:'' Im Handlungsverlauf bildet sich ein Opfer heraus, das infolge ungleicher Machtverhältnisse Schwierigkeiten hat, sich zu verteidigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seydl2007&amp;quot;&amp;gt;Christoph Seydl: ''Mobbing im Spannungsverhältnis sozialer Normen – eine dissonanztheoretische Betrachtung mit Untersuchung.'' Trauner, Linz 2007, ISBN 978-3-85499-312-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erscheinungsformen ==&lt;br /&gt;
=== Am Arbeitsplatz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Mobbing (Arbeitsrecht)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Handlungen ====&lt;br /&gt;
In einer qualitativen Interviewuntersuchung (n=300) stellte Heinz Leymann [[Leymann Inventory of Psychological Terror#Aufbau|45 Mobbinghandlungen]] fest, die er als relevant ansah.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LeymannLIPT1996&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;7 --&amp;gt; Martin Wolmerath und Axel Esser identifizierten ohne Anspruch auf Vollständigkeit über 100 verschiedene Mobbinghandlungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WolmerathEsser2000&amp;quot;&amp;gt;Martin Wolmerath, Axel Esser. ''Mobbing – Ansätze für die Betriebsratsarbeit.'' In: ''Arbeitsrecht im Betrieb.'' Bd.&amp;amp;nbsp;2000, Nr.&amp;amp;nbsp;7, 2000, {{ISSN|0174-1225}}, S.&amp;amp;nbsp;388–391.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;389 --&amp;gt; Typische Mobbinghandlungen betreffen etwa organisationale Maßnahmen (zum Beispiel Kompetenzentzug oder Zuteilung sinnloser Arbeitsaufgaben), soziale Isolierung (zum Beispiel Meiden und Ausgrenzen der Person), Angriffe auf die Person und ihre Privatsphäre (etwa Lächerlichmachen der Person), verbale Gewalt (zum Beispiel mündliche Drohung oder Demütigung), Androhung oder Ausübung körperlicher Gewalt und Gerüchte.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Zapf. ''Mobbing – eine extreme Form sozialer Belastung in Organisationen.'' In: ''Psychologie der Arbeitssicherheit.'' Bd.&amp;amp;nbsp;10, 2000, ISBN 3-89334-356-3, S.&amp;amp;nbsp;142–149.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Messung ====&lt;br /&gt;
In [[Empirische Sozialforschung|empirischen Untersuchungen]] ist eine Messbarmachung ([[Operationalisierung]]) von Mobbing notwendig. Diese Operationalisierungen leiten sich zumeist von den jeweils verwendeten Definitionen ab. Bekannte Instrumente sind der [[Negative Acts Questionnaire]] und das [[Leymann Inventory of Psychological Terror]]. Daneben gibt es auch weniger bekannte Messinstrumente, wie etwa das nach psychometrischen Prinzipien konstruierte Burnout-Mobbing-Inventar.&amp;lt;ref&amp;gt;Satow, L. (2013). Burnout-Mobbing-Inventar (BMI) [PSYNDEX Tests-Nr.&amp;amp;nbsp;9006565]. In Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) (Hrsg.), ''Elektronisches Testarchiv''. Trier: ZPID. [http://www.drsatow.de/tests/BMI-Testdokumentation.pdf PDF]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verlaufsformen und Verbreitung ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Verlaufsformen Mobbing.svg|mini|Verlaufsformen des Mobbings]]&lt;br /&gt;
Am Arbeitsplatz wird zwischen Mobbing seitens Vorgesetzter und solchem, das von Mitarbeitern gleicher oder unterer Rangfolge ausgeht, unterschieden. In der Literatur wird ersteres teilweise als „{{lang|en|Bossing}}“ (englisch ''{{lang|en|downward bullying}}'') und letzteres als „{{lang|en|Staffing}}“ (englisch ''{{lang|en|upward bullying}}'') bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Österreichischer Gewerkschaftsbund: [http://www.oegb.at/servlet/ContentServer?pagename=OEGBZ/Page/OEGBZ_Index&amp;amp;n=OEGBZ_3.9.b.a.a ''Was ist Mobbing?'' (zugegriffen am 1. Dezember 2007).]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Psychoterror, der von in der betrieblichen Hierarchie höher platzierten Personen ausgeübt wird, kommt in Deutschland in 40&amp;amp;nbsp;Prozent der Fälle vor, in weiteren zehn Prozent mobben Chef und Mitarbeiter gemeinsam. Einige Experten gehen sogar von einer Bossing-Quote von 70 Prozent aus.&amp;lt;ref&amp;gt;ZEIT online: [http://www.zeit.de/karriere/beruf/2010-03/mobbing-bossing-chef ''Psychoterror als Führungsstil'']&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen wird nur in zwei Prozent aller Fälle ein Vorgesetzter von seinen Untergebenen gemobbt. Hinzu kommt horizontales Mobbing (englisch ''{{lang|en|horizontal bullying}}''); das heißt, der Betroffene wird von hierarchisch gleichgestellten Kollegen gemobbt. Mehr als 20&amp;amp;nbsp;Prozent aller Mobbingopfer bezeichnen einen Kollegen als Täter. Etwa gleich viele Betroffene geben an, dass das Mobbing von einer Gruppe von Kollegen ausgeht. Etwas weniger als 15&amp;amp;nbsp;Prozent aller Mobbingopfer in Deutschland sind davon überzeugt, dass sie sowohl von ihrem Vorgesetzten als auch von Kollegen gemobbt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meschkutat2002&amp;quot;&amp;gt;Bärbel Meschkutat, Martina Stackelbeck, Georg Langenhoff: [http://www.baua.de/cae/servlet/contentblob/682700/publicationFile/46973/Fb951.pdf ''Der Mobbing-Report – Repräsentativstudie für die Bundesrepublik Deutschland'' (PDF; 614&amp;amp;nbsp;KB)]. Wirtschaftsverlag NW, Dortmund 2002, ISBN 3-89701-822-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;65–66 --&amp;gt; Hinsichtlich der Urheber ist seitens der [[IG Metall]] folgende Häufigkeitsverteilung festgestellt worden:&amp;lt;ref&amp;gt;FOCUS online: [http://www.focus.de/D/DB/DBX/DBX41/DBX41B/dbx41b.htm ''Ursachenforschung '']&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 44 %: Kollegen&lt;br /&gt;
* 37 %: Vorgesetzte&lt;br /&gt;
* 10 %: Kollegen und Vorgesetzte gemeinsam&lt;br /&gt;
* {{0}}9 %: Untergebene&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mobbingreport Quoten.png|mini|Aktuelle, jährliche und gesamte Mobbingquote]]&lt;br /&gt;
Die Schätzungen für die momentane Zahl der Mobbingbetroffenen in Deutschland belaufen sich auf über 1.000.000 [[Erwerbstätigkeit|Erwerbstätige]] (2,7 %).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meschkutat2002&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;23–24 --&amp;gt; In der Schweiz sind es knapp 100.000 Erwerbstätige, die sich als Mobbingopfer deklarieren (4,4 %).&amp;lt;ref&amp;gt;Alain Kiener, Maggie Graf, Jürg Schiffer, Ernesta von Holzen Beusch, Maya Fahrni: [http://www.seco.admin.ch/dokumentation/publikation/00008/00022/01512/index.html?lang=de&amp;amp;download=NHzLpZig7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDeHt7gmym162dpYbUzd,Gpd6emK2Oz9aGodetmqaN19XI2IdvoaCVZ,s- ''Mobbing und andere psychosoziale Spannungen am Arbeitsplatz in der Schweiz'' (PDF; 669&amp;amp;nbsp;KB)]. Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), Bern 2002&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Österreich gibt es keine [[Repräsentativität|repräsentativen]] Zahlen. Bei einer Befragung in [[Oberösterreich|oberösterreichischen]] [[Stichprobe|zufällig ausgewählten]] Groß- und [[Kleine und mittlere Unternehmen|Mittelbetrieben]] mit [[Betriebsrat]] (30 Betriebe und 249 [[Arbeitnehmer]]) fühlten sich 5,3 % der Befragten momentan von Mobbing betroffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seydl2007&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;177 --&amp;gt; Auf Österreich hochgerechnet wären das über 200.000 Erwerbstätige. Die Zahl der Betroffenen innerhalb eines Jahres oder auf das ganze Erwerbsleben bezogen ist deutlich höher als die tatsächliche Mobbingquote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Knorz und [[Dieter Zapf|Zapf]] zeigten in ihrer Gießener Stichprobe auf, dass bei den Tätern in der Mehrzahl aller Fälle beide Geschlechter vertreten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Carmen Knorz, [[Dieter Zapf]]: ''Mobbing – eine extreme Form sozialer Stressoren am Arbeitsplatz.'' In: ''Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie.'' Bd.&amp;amp;nbsp;40, 1996, {{ISSN|0932-4089}}, S.&amp;amp;nbsp;12–21.&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere Studien zeigen, dass die Täter hauptsächlich Männer, die Opfer dagegen mehrheitlich Frauen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Ståle Einarsen, Anders Skogstad: ''Bullying at Work. Epidemiological Findings in Public and Private Organizations.'' In: ''European Journal of Work and Organizational Psychology.'' Bd.&amp;amp;nbsp;5, Nr.&amp;amp;nbsp;2, 1996, {{ISSN|1359-432X}}, S.&amp;amp;nbsp;185–201.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;189–190, 193 --&amp;gt; Dies mag an der höheren Erwerbstätigkeitsquote der männlichen Bevölkerung und insbesondere am Vorgesetztenstatus liegen, den Männer häufiger innehaben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meschkutat2002&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;69 --&amp;gt; Außerdem sind Frauen grundsätzlich eher bereit, über Mobbing zu sprechen, sich psychische und gesundheitliche Probleme einzugestehen und Hilfsangebote wahrzunehmen. Männer betrachten Mobbing eher als zu verschweigendes individuelles Versagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Zapf: [http://web.uni-frankfurt.de/fb05/psychologie/Abteil/ABO/forschung/zapf_zao_1999.pdf ''Mobbing in Organisationen – Überblick zum Stand der Forschung'' (PDF; 2,55&amp;amp;nbsp;MB)]. In: ''Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie.'' Bd.&amp;amp;nbsp;43, 1999, {{ISSN|0932-4089}}, S.&amp;amp;nbsp;1–25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;7 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ursachen ====&lt;br /&gt;
Die Mobbingforschung versucht, die Ursachen dieses Phänomens zu ergründen. Es wird allgemein angenommen, dass einerseits situative Faktoren sowie andererseits Persönlichkeitsmerkmale des Opfers und des Täters für das Auftreten von Mobbing verantwortlich sind.&lt;br /&gt;
Forscher, die Mobbing als komplexen psychosozialen Prozess betrachten, lassen dem Arbeitsumfeld, der Organisation, allen Beteiligten und dem Wesen [[Soziale Interaktion|zwischenmenschlicher Interaktion]] in Organisationen eine maßgebliche Bedeutung zukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Maarit Vartia: [http://ethesis.helsinki.fi/julkaisut/hum/psyko/vk/vartia-vaananen/workplac.pdf ''Workplace Bullying – A Study on the Work Environment, Well-Being and Health.'' (PDF; 618&amp;amp;nbsp;KB)] Finnish Institute of Occupational Health, Helsinki 2003, ISBN 951-802-518-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Mobbingforscher bescheinigen, dass Mobbingopfer im Durchschnitt ängstlicher, unterwürfiger und konfliktscheuer sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Rammsayer, Kathrin Schmiga: ''Mobbing und Persönlichkeit – Unterschiede in grundlegenden Persönlichkeitsdimensionen zwischen Mobbing-Betroffenen und Nicht-Betroffenen.'' In: ''Wirtschaftspsychologie.'' Bd.&amp;amp;nbsp;2/2003, 2003, {{ISSN|1615-7729}}, S.&amp;amp;nbsp;3–11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;3–4, 6-7 --&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Iain Coyne, Elizabeth Seigne, Peter Randall: ''Predicting Workplace Victim Status from Personality.'' In: ''European Journal of Work and Organizational Psychology.'' Bd.&amp;amp;nbsp;9, 2000, {{ISSN|1359-432X}}, S.&amp;amp;nbsp;335–349.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;341–343 --&amp;gt; Da es sich bei den Studien dazu ausschließlich um [[Querschnitt (empirische Forschung)|Querschnittsuntersuchungen]] handelt, sind die Befunde stark umstritten. Ohne [[Längsschnittstudie]]n ist nicht auszuschließen, dass diese Unterschiede in der Persönlichkeit von Opfern nicht die Ursache, sondern die Folge des jeweiligen Mobbingvorfalls sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leymann1996&amp;quot;&amp;gt;Heinz Leymann: ''The Content and Development of Mobbing at Work.'' In: ''European Journal of Work and Organizational Psychology.'' Bd.&amp;amp;nbsp;5, 1996, {{ISSN|1359-432X}}, S.&amp;amp;nbsp;165–184.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;124 --&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Olweus1986&amp;quot;&amp;gt;Dan Olweus: ''Mobbning – vad vi vet och vad vi kan göra.'' Liber, Stockholm 1986, ISBN 91-40-71638-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;32 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Ursache für Mobbing gilt die Persönlichkeit des Mobbers. Einige Autoren gehen davon aus, dass Menschen zu Mobbern werden, um ihr schwaches Selbstvertrauen zu kompensieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Marie-France Hirigoyen: ''Le harcèlement moral – la violoence perverse au quotidien.'' Syros, Paris 1998, ISBN 978-2-84146-599-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mobber benutzen demnach die Opfer als Prügelknaben und als Projektionsfläche für ihre eigenen negativen Emotionen.&amp;lt;ref&amp;gt;Oswald Neuberger. ''Mobbing – übel mitspielen in Organisationen.'' Hampp, München 1995, ISBN 3-87988-146-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;99–100 --&amp;gt; Untersuchungen von [[Dan Olweus|Olweus]] (unter anderem Untersuchung von Stresshormonen und [[Projektiver Test|projektive Tests]]) unterstützen diese Annahme nicht. Seine Forschungsergebnisse weisen auf das Gegenteil hin; das heißt, dass die Täter im Durchschnitt selbstbewusster und weniger ängstlich sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Olweus1986&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;34 --&amp;gt; Leymann beruft sich auf eigene Forschungsergebnisse, wonach grundsätzlich jede Person Täter werden kann, wenn die situationsbezogenen Voraussetzungen passen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leymann1986&amp;quot;&amp;gt;Heinz Leymann: ''Vuxenmobbning – om psykiskt våld i arbetslivet.'' Studentlitteratur, Lund 1986, ISBN 91-44-24281-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;48–49 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am weitesten verbreitet ist unter Forschern die Annahme, dass strukturelle Faktoren Mobbing auslösen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ståle Einarsen, Anders Skogstad: ''Bullying at Work – Epidemiological Findings in Public and Private Organizations.'' In: ''European Journal of Work and Organizational Psychology.'' Bd.&amp;amp;nbsp;5, 1996, {{ISSN|1359-432X}}, S.&amp;amp;nbsp;185–201.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;195, 197 --&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leymann1986&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;49 --&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Maarit Vartia: ''The Source of Bullying – Psychological Work Environment and Organizational Climate.'' In: ''European Journal of Work and Organizational Psychology.'' Bd.&amp;amp;nbsp;5, 1996, {{ISSN|1359-432X}}, S.&amp;amp;nbsp;203–214.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;212 --&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Zapf, Carmen Knorz, Matthias Kulla: ''On the Relationship between Mobbing Factors and Job Content, Social Work Environment and Heal Outcomes.'' In: ''European Journal of Work and Organizational Psychology.'' Bd.&amp;amp;nbsp;5, 1996, {{ISSN|1359-432X}}, S.&amp;amp;nbsp;215–237.&amp;lt;/ref&amp;gt; So ist Mobbing eine Waffe ([[soziale Sanktion]]) im innerbetrieblichen Wettstreit um knappe Ressourcen (Aufstiegspositionen, Arbeitsplatzsicherheit). Bei wachsender volkswirtschaftlicher [[Konjunktur]] nimmt das innerbetriebliche Mobbing daher ab, in der [[Konjunktur#Rezession|Rezession]] – wenn vor allem die Arbeitslosigkeit bedrohlicher wird – zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußerst schlechte Arbeitsorganisation und Produktionsmethoden wie etwa unklare Zuständigkeiten,&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Leymann: ''The Content and Development of Mobbing at Work.'' In: ''European Journal of Work and Organizational Psychology.'' Bd.&amp;amp;nbsp;5, {{ISSN|1359-432X}}, S.&amp;amp;nbsp;165–184.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;177 --&amp;gt; Monotonie, Stress, allgemeine Mängel in der Kommunikations- und Informationsstruktur, ungerechte Arbeitsverteilung, Über- und Unterforderung, widersprüchliche Anweisungen, mangelnder Handlungsspielraum&amp;lt;ref&amp;gt;Anita von Schéele: ''Mobbning – en arbetsmiljöfråga.'' Arbetarskyddsnämnden, Stockholm 1993, ISBN 91-7522-386-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;28–30, 39 --&amp;gt; oder Kooperationszwänge&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Zapf/Carmen Knorz/Matthias Kulla: ''On the Relationship between Mobbing Factors, and Job Content, Social Work Environment, and Health Outcomes.'' In: ''European Journal of Work and Organizational Psychology.'' Bd.&amp;amp;nbsp;5, 1996, {{ISSN|1359-432X}}, S.&amp;amp;nbsp;215–237.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;231, 277--&amp;gt; gelten als Ursachen für Mobbing. Begünstigende Faktoren, wie etwa „Wasser predigen und Wein trinken“ seitens des Managements,&amp;lt;ref&amp;gt;Anna Luzio-Lockett: ''Enhancing Relationships within Organizations – an Examination of a Proactive Approach to „Bullying at Work“.'' In: ''Employee Counselling Today.'' Bd.&amp;amp;nbsp;7, 1995, {{ISSN|0955-8217}}, S.&amp;amp;nbsp;12–22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;20 --&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Patrick Daniel Liefooghe: ''Employee Accounts of Bullying at Work.'' In: ''International Journal of Management and Decision Making.'' Bd.&amp;amp;nbsp;4, 2003, {{ISSN|1462-4621}}, S.&amp;amp;nbsp;24–34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;29 --&amp;gt; Konkurrenz unter den Mitarbeitern&amp;lt;ref&amp;gt;Adrienne B. Hubert, Marc van Veldhoven: ''Risk Sectors for Undesirable Behaviour and Mobbing.'' In: ''European Journal of Work and Organizational Psychology.'' Bd.&amp;amp;nbsp;10, 2001, {{ISSN|1359-432X}}, S.&amp;amp;nbsp;415–424.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder eine Organisationskultur, die keine hemmenden Mechanismen gegen Mobbing hat, kommen hinzu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brodsky1976&amp;quot;&amp;gt;Carroll M. Brodsky: ''The Harassed Worker.'' Lexington Books, Lexington 1976, ISBN 0-669-01041-3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;145–149 --&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Randall: ''Adult bullying – Perpetrators and Victims.'' Routledge, London 1997, ISBN 0-415-12672-X.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;15–17 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Tief greifende organisatorische Veränderungen gelten ebenfalls als Auslöser für Mobbing. Das Risiko, gemobbt zu werden, ist in Organisationen, in denen technologischer Wandel oder eine Änderung der Eigentümerstruktur stattfinden, deutlich größer.&amp;lt;ref&amp;gt;Vittorio Di Martino, Helge Hoel, Cary L. Cooper: [http://www.eurofound.europa.eu/pubdocs/2002/109/en/1/ef02109en.pdf ''Preventing Violence and Harassment in the Workplace'' (PDF-Datei; 388&amp;amp;nbsp;KB)]. Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, Luxemburg 2003, ISBN 92-897-0211-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;18, 20 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Konflikteskalation nach Glasl.svg|mini|Stufen der Konflikteskalation nach [[Friedrich Glasl]]]]&lt;br /&gt;
Gewerkschaften und Forscher berichten, dass einige Unternehmen Mobbing als Strategie verwenden, um (bestimmte) Mitarbeiter zur Eigenkündigung zu bewegen, und sie somit [[Kündigungsschutz]]-Vorschriften unterlaufen oder [[Abfindung im Arbeitsrecht|Abfindungszahlungen]] vermeiden.&amp;lt;ref&amp;gt;Christopher B. Meek: ''The Dark Side of Japanese Management in the 1990s – [[Karoshi]] and Ijime in the Japanese Workplace.'' In: ''Journal of Managerial Psychology.'' Bd.&amp;amp;nbsp;19, 2004, {{ISSN|0268-3946}}, S.&amp;amp;nbsp;312–331.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;313 --&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Seydl2007&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;51 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der theoretischen Betrachtungsebene werden unterschiedliche soziale Phänomene angeführt, welche als Ursache für Mobbing herangezogen werden. Manche Experten nennen [[Stigmatisierung]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eriksson2001&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;31–32 --&amp;gt; und [[Sündenbock]]phänomene&amp;lt;ref&amp;gt;Ingela Thylefors: ''Syndabockar – om mobbning och kränkande särbehandling i arbetslivet.'' Natur och kultur, Stockholm 1999, ISBN 91-27-07559-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;105, 165–166 --&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brodsky1976&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;24 --&amp;gt; als Ursachen. Heinemann beschreibt Mobbing als ein [[Ingroup]]/Outgroup-Phänomen, wo ein Individuum von einer [[Soziale Gruppe|sozialen Gruppe]] ausgeschlossen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heinemann1972&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;19–26 --&amp;gt; Andere Forscher konstatieren, dass ein Konflikt die Ursache für Mobbing ist. Oswald Neubergers Ansicht, dass Mobbing ein [[Konflikteskalation nach Friedrich Glasl|eskalierter Konflikt]] ist, ist unter Mobbingforschern umstritten.&amp;lt;ref&amp;gt;Oswald Neuberger: ''Mobbing – übel mitspielen in Organisationen.'' Hampp, München 1995, ISBN 3-87988-146-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;WolmerathEsser2000&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;389 --&amp;gt; Empirische Befunde zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen Mobbing und [[Rollenkonflikt]] gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ståle Einarsen, Bjørn Inge Raknes, Stig Berge Matthiesen: ''Bullying and Harassment at Work and Their Relationships to Work Environment Quality – an Exploratory Study.'' In: ''European Work and Organizational Psychologist.'' Bd.&amp;amp;nbsp;4, {{ISSN|0960-2003}}, S.&amp;amp;nbsp;381–401.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;390–395 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Folgen ====&lt;br /&gt;
Mobbing hat weit reichende negative Folgen für die Gesundheit sowie für die berufliche und private Situation des Opfers, wobei insbesondere Neuberger darauf hinweist, dass die Täter-Opfer-Unterscheidung sehr problematisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regelmäßige feindselige Angriffe rufen negative Gefühle und starke Verunsicherungen bei den Betroffenen hervor, was in der Regel nicht ohne Folgen auf ihr Arbeits- und Leistungsverhalten bleiben wird. 98,7 % der deutschen Mobbingopfer geben an, dass sich Mobbing darauf auswirkt. Am häufigsten nennen Opfer laut ''Mobbing-Report'' Demotivation (71,9 %), starkes [[Misstrauen]] (67,9 %), [[Nervosität]] (60,9 %), [[Sozialer Rückzug|sozialen Rückzug]] (58,9 %), Ohnmachtsgefühle (57,7 %), [[innere Kündigung]] (57,3 %), Leistungs- und Denkblockaden (57,0 %), [[Selbstzweifel]] an den eigenen Fähigkeiten (54,3 %), [[Angst]]zustände (53,2 %) und [[Konzentrationsstörung|Konzentrationsschwächen]] (51,5 %).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meschkutat2002&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;77 --&amp;gt; Beruflich kann Mobbing zu Kündigung, Versetzung und Erwerbsunfähigkeit des Opfers führen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meschkutat2002&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;78 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Mobbing-Report erkranken 43,9 % der Betroffenen wegen Mobbing, wovon fast die Hälfte davon länger als sechs Wochen krank wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meschkutat2002&amp;quot; /&amp;gt; [[Posttraumatische Belastungsstörung]]en gelten beispielsweise als gesundheitliche Mobbingfolgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leymann1996&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;179 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die privaten und familiären Auswirkungen von Mobbing auf die Betroffenen sind vielschichtig. Zu den häufigsten Folgen gehören laut ''Mobbing-Report'' Unausgeglichenheit (23,7 %), [[soziale Isolation]] (21,6 %), Streit in der Familie beziehungsweise Partnerschaft (19,7 %), allgemeine Belastung (16,6 %), finanzielle Probleme (15,4 %), [[Antriebslosigkeit]] (13,9 %), [[Aggressivität]] (9,6 %), Überschattung des Privatlebens (9,6 %) und [[Depression]]en (9,3 %).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meschkutat2002&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;90 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Folgen von Mobbing gehen ganz erheblich über einen bloßen Verlust von Lebensqualität des Mobbingopfers hinaus. Sie führen oftmals zu massiven gesundheitlichen Schäden. Es ist von entsprechend hohen volks- und betriebswirtschaftlichen [[Konfliktkosten]] auszugehen: Schätzungen zufolge reichen diese finanziellen Schäden weit in den zweistelligen Milliardenbereich hinein.&amp;lt;ref&amp;gt;Focus online: [http://www.focus.de/D/DB/DBX/DBX41/dbx41.htm ''Mobbing: Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt'' (der Artikel bezieht sich auf Expertenaussagen im Bereich von „40 bis 100 Milliarden Mark“)].&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind verursacht durch Heilbehandlungen und Rehabilitationskuren oder gar Dauerarbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit und Frühverrentung der Betroffenen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Deutscher Gewerkschaftsbund]]: [http://www.dgb.de/themen/mobbing/mobbing_05 Die Kosten, die durch Mobbing entstehen], aufgerufen am 27. April 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem einzelnen Unternehmen (bzw. der Institution) entstehen nennenswerte finanzielle Belastungen. Dazu gehören Minderleistung, [[Fluktuation]] und Fehlzeiten des von Mobbing betroffenen Mitarbeiters. Der [[Deutscher Gewerkschaftsbund|Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB)]] beziffert die betrieblichen Kosten eines durch Mobbing bedingten Fehltages auf 103 bis 410&amp;amp;nbsp;Euro. Dazu kommen die wesentlich höheren „indirekten“ Kosten: direkte und indirekte [[Fehlerkosten]], Kosten durch direkten Leistungsverlust der beteiligten Mitarbeiter, Kosten durch Störungen der sozialen Arbeitsgemeinschaft, Motivations- und Kreativitäts- und [[Image]]verlust ([[Reputation]]). Gesicherte Berechnungen zu den durchschnittlichen Kosten von Mobbingfällen existieren gegenwärtig nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Prävention und Intervention ====&lt;br /&gt;
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, etwas gegen Mobbing zu unternehmen. In vielen Fällen (laut Mobbing-Report 22,5 %) sehen Mobbingopfer als einzigen Ausweg die eigene Kündigung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meschkutat2002&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;79 --&amp;gt; Von Seiten der Opfer und des Betriebes können Maßnahmen ergriffen werden, um Mobbing einzudämmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Praktiker empfehlen Betroffenen, dem Täter Grenzen zu setzen,&amp;lt;ref&amp;gt;Kanton Luzern: [http://www.gleichstellung.lu.ch/hinweise_zum_vorgehen_bei_mobbing_pa_lu.pdf ''Zum Umgang mit Mobbing und sexueller Belästigung am Arbeitsplatz'' (PDF; 262&amp;amp;nbsp;KB)], zugegriffen am 1. Mai 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;3 --&amp;gt; soweit es ihnen möglich ist und sie sich in der dazu notwendigen seelischen Verfassung befinden. Es gilt demzufolge als außerordentlich wichtig, dass das Opfer dem Mobber frühestmöglich ein klares „Stopp!“ signalisiert. Ansonsten kann sich der Täter bestätigt darin fühlen, ruhig weiter mobben zu können. Diese Aktion wirkt nach Esser/Wolmerath zweifach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Esser2001&amp;quot;&amp;gt;Axel Esser, Martin Wolmerath: ''Mobbing – der Ratgeber für Betroffene und ihre Interessenvertretung.'' Bund-Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-7663-3214-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;219–220 --&amp;gt; Zum einen stelle sie eine innere Umkehr beim Betroffenen dar, sich nicht mehr als wehrloses Opfer zu fühlen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Esser2001&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!--S.&amp;amp;nbsp;220--&amp;gt; Zum anderen signalisiere die Aktion dem oder den Mobbern das Ende des „leichten Spiels“. Dabei sollte es dem Betroffenen klar sein, dass das erste Anzeichen einer Gegenwehr voraussichtlich zu einer Veränderung der Situation führen kann, bei der eine Eskalation wahrscheinlich sei. Es empfehle sich die Unterstützung eines Mobbingberaters zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betroffene, die den Täter nicht selber zur Rede stellen können, können sich Hilfe innerhalb des Betriebes suchen. Erster Ansprechpartner ist immer der Vorgesetzte, oder falls dieser am Mobbing beteiligt ist, dessen Vorgesetzter. Kollegen kommen genauso als Unterstützung in Frage. Gespräche mit dem Täter sollen grundsätzlich zu dritt geführt werden. Der Dritte dient dabei als Zeuge, Katalysator, Moderator, Coach oder Mediator. Der [[Betriebsrat]] beziehungsweise der [[Personalvertretung|Personalrat]] kann als Interessensvertreter des Mitarbeiters als Partner für Mobbingopfer geeignet sein, besonders, wenn Führungskräfte am Mobbing beteiligt sind. Insbesondere in kleineren Firmen und im öffentlichen Dienst (Personalrat) kann es aber passieren, dass sich der Betriebsrat mit den Angreifern solidarisiert. Externe Beratungsstellen stellen eine weitere Anlaufstelle für Mobbingopfer dar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BMSG2007&amp;quot;&amp;gt;Bundesministerium für Soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz (Hrsg.): ''Fair Play. Vereinbarung für eine würdevolle Zusammenarbeit.'' Bundesministerium für Soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz, Wien 2007, ISBN 3-85010-168-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;15 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ein nützliches Hilfsmittel für Opfer gilt ein „Mobbingtagebuch“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;BMSG2007&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;11 --&amp;gt; in dem das Opfer den Verlauf der Mobbingsituation so genau wie möglich festhalten soll. Dabei hält der Betroffene jedes Mal die Uhrzeit und die jeweilige Situation fest, in der gemobbt wurde, wer welche Handlung begangen hat, wer mit anwesend war und die Situation eventuell mitbekommen hat, und wie er sich dabei gefühlt hat. Eventuelle körperliche oder gesundheitliche Reaktionen als Folge und der zeitliche Abstand, in dem sie aufgetreten sind, werden vermerkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KOM(2002) 118 endg.png|mini|Das EU-Strategiepapier »KOM(2002) 118 endg.« bezeichnet Legislativmaßnahmen gegen Mobbing als gerechtfertigt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:52002DC0118:DE:HTML EU-Strategiepapier KOM(2002) 118 endg.]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem bietet sich in diesem Tagebuch die Möglichkeit, eventuelle Arztbesuche zu dokumentieren, die aufgrund der Vorfälle nötig sind. Im Falle einer Gerichtsverhandlung dient das Mobbingtagebuch als Hilfe zur Beweissicherung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betriebliche Strategien gegen Mobbing lassen sich in [[Konfliktprävention|Prävention]] und Intervention einteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als zentrale Maßnahmen der Mobbingprävention gilt der Aufbau einer [[Organisationskultur|Organisations-]] und [[Führungsstil|Führungskultur]], die eine konstruktive Zusammenarbeit garantiert, in der jeder Einzelne von allen wertgeschätzt wird. Sekundäre Maßnahmen sind: Aufklärung (Broschüren, Plakate, Diskussionen, …), Installation einer betriebsinternen Infrastruktur gegen Mobbing am Arbeitsplatz (etwa Betriebsvereinbarung für Fairness am Arbeitsplatz), die systematische Sammlung von Daten über Mobbing im Betrieb oder die Beseitigung von betrieblichen [[Rollenkonflikt]]en.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SOCI108&amp;quot;&amp;gt;Arbeitspapier des Europäischen Parlaments ''SOCI 108 EN''&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Intervention geht es zuerst darum, den Mobber zu stoppen. [[Mediation]] gilt als Möglichkeit in dieser Phase.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SOCI108&amp;quot; /&amp;gt; Mediation bietet ausschließlich Erfolgschancen, wenn der Täter eine Lösung des Konfliktes möchte. Nachdem dem Mobber Einhalt geboten wurde, kommt der Unterstützung des Opfers eine gewichtige Bedeutung zu. Ebenso muss der Täter so unterstützt werden, dass er sein Verhalten nicht nur im aktuellen Fall, sondern grundsätzlich ändert. Psychotherapie, Selbsthilfegruppen und medizinische Therapien gelten als geeignete Unterstützungsmaßnahmen für das Opfer und den Täter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SOCI108&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verantwortlich für die Gestaltung der Unternehmens- und Führungskultur, für den Arbeitsschutz und für die Intervention in konkreten Mobbing-Fällen ist der Arbeitgeber. Wenn er diese Aufgabe nicht nachweislich erfüllt, kann er vom Opfer arbeits- und zivilrechtlich belangt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rechtliche Situation ====&lt;br /&gt;
Die Gesetzgebung in Bezug auf Mobbing am Arbeitsplatz in unterschiedlichen Ländern ist stark verschieden. In manchen Ländern (etwa Schweden, Frankreich oder Spanien) gibt es gesetzlich verankerte Bestimmungen zum Schutz gegen Mobbing am Arbeitsplatz. In anderen Ländern besteht kein oder nur kaum Schutz gegen Mobbing, solange nicht einzelne Handlungen rechtliche Tatbestände erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In der Schule ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Mobbing in der Schule}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mobbing in der Schule (auch „Bullying“ genannt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leymann1996&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;167 --&amp;gt;) bedeutet ein gegen Schüler gerichtetes „Gemeinsein“, Ärgern, Angreifen, Schikanieren und Sekkieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Smith&amp;quot;&amp;gt;Peter K. Smith, Helen Cowie, Ragnar F. Olafsson, Andy P. D. Liefooghe: ''Definitions of Bullying – A Comparison of Terms Used, and Age and Gender Differences, in a Fourteen-Country International Comparison.'' In: ''Child Development.'' Bd.&amp;amp;nbsp;73, Nr.&amp;amp;nbsp;4, 2002, {{ISSN|0009-3920}}, S.&amp;amp;nbsp;1119–1133.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;1128 --&amp;gt; Die Täter bevorzugen vor allem schwächere und ängstlichere Opfer.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Kühne: ''Pöbeln, demütigen und schikanieren. Mobbing im Kindergarten.'' In: ''klein&amp;amp;groß – Zeitschrift für Frühpädagogik.'' Bd.&amp;amp;nbsp;2007, Nr.&amp;amp;nbsp;12, 2007, {{ISSN|0863-4386}}, S.&amp;amp;nbsp;45–46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;45 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Psychologe und Mobbingforscher Olweus unterscheidet zwischen zwei Idealtypen von Mobbingopfern an Schulen, dem passiven Opfer und dem provozierenden Opfer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Olweus1986&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!-- S.&amp;amp;nbsp;31–32 --&amp;gt; Laut dem Schulforscher Wolfgang Melzer kann Mobbing in der Schule nicht auf bestimmte Täter- und Opferpersönlichkeiten zurückgeführt werden, sondern auf das Schulklima.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Winterfeld: ''Gewalt in der Gesellschaft – ein Thema für Psychologen.'' In: ''Report Psychologie.'' Jg. 32, Nr.&amp;amp;nbsp;11–12, 2007, {{ISSN|0344-9602}}, S.&amp;amp;nbsp;481.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Internet ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Cyber-Mobbing}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftliche Literatur zu Mobbing am Arbeitsplatz ===&lt;br /&gt;
* [[Heinz Leymann]]: ''Mobbing – Psychoterror am Arbeitsplatz und wie man sich dagegen wehren kann''. Rowohlt, Hamburg 1993, ISBN 3-499-13351-2.&amp;lt;!-- Berühmtester Mobbingforscher, Pionier --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Oswald Neuberger]]: ''Mobbing – Übel mitspielen in Organisationen''. Hampp, München 1994, ISBN 3-87988-093-X.&amp;lt;!-- International zitiert --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Klaus Niedl: ''Mobbing/Bullying am Arbeitsplatz – Eine empirische Analyse zum Phänomen sowie zu personalwirtschaftlich relevanten Effekten von systematischen Feindseligkeiten''. Hampp, München 1995, ISBN 3-87988-114-6.&amp;lt;!-- International zitiert --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Bitte vom Feinsten! Literaturhinweise sollen keine beliebige Auflistung von Büchern sein, die zufällig zum Thema passen, sondern sich auf die ZENTRALEN, IN DER FACHWELT MASSGEBLICHEN und RICHTUNGSWEISENDEN Werke beschränken. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführungen zu Mobbing am Arbeitsplatz ===&lt;br /&gt;
* Josef Schwickerath (Hrsg.): ''Mobbing am Arbeitsplatz – Grundlagen, Beratungs- und Behandlungskonzepte''. Pabst, Lengerich 2004, ISBN 3-89967-112-0.&amp;lt;!-- Mit Beiträgen von Dieter Zapf und Claudia Groß. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ståle Einarsen, Helge Hoel, Dieter Zapf, Cary Cooper: ''Bullying and Harassment in the Workplace – Developments in Theory, Research, and Practice''. 2. Auflage. CRC Press, Boca Raton 2010, ISBN 978-1-4398-0489-6.&amp;lt;!-- Mit Beiträgen der führenden internationalen Forscher und Praktiker. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Repräsentativstudien zu Mobbing am Arbeitsplatz ===&lt;br /&gt;
* Bärbel Meschkutat, Martina Stackelbeck, Georg Langenhoff: [http://www.baua.de/cae/servlet/contentblob/682700/publicationFile/46973/Fb951.pdf ''Der Mobbing-Report – Repräsentativstudie für die Bundesrepublik Deutschland''] ([[Datei:Pdf 16x16 Crystal SVG.png|15px]] 614&amp;amp;nbsp;KB). Wirtschaftsverlag NW, Dortmund 2002, ISBN 3-89701-822-5.&lt;br /&gt;
* Alain Kiener, Maggie Graf, Jürg Schiffer, Ernesta von Holzen Beusch, Maya Fahrni: [http://www.seco.admin.ch/dokumentation/publikation/00008/00022/01512/index.html?lang=de ''Mobbing und andere psychosoziale Spannungen am Arbeitsplatz in der Schweiz''] ([[Datei:Pdf 16x16 Crystal SVG.png|15px]] 669&amp;amp;nbsp;KB). Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO), Bern 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Mobbing}}&lt;br /&gt;
* [http://osha.europa.eu/de/publications/factsheets/23/view Factsheet 23 – Mobbing], Hrsg.: [[Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz]]&lt;br /&gt;
* [http://www.workrelations.eu/videodeniedl.html Video: Klaus Niedl spricht über Mobbing], aufgerufen am 10. November 2009, 20:10MEZ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|17. Mai 2006|16787326}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4314977-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Arbeits- und Organisationspsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diskriminierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheitspsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlung und Verhalten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologie der Arbeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.a-wissing.de/mediawiki-1170/index.php/Massively_Multiplayer_Online_Role-Playing_Game</id>
		<title>Massively Multiplayer Online Role-Playing Game</title>
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				<updated>2013-12-29T19:11:36Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: 1 Version&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Daimonin Stoneglow night indexedto256.png|miniatur|[[Daimonin]] (Beta 3), 2004]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stendhal4.png|miniatur|Stendhal (0.65.5, 2007), ein [[Open-Source]]-MMORPG]]&lt;br /&gt;
Ein '''Massively Multiplayer Online Role-Playing Game''' (auch „Massive“ statt ''Massively'', abgekürzt '''MMORPG''', übersetzt ''Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiel'') ist ein ausschließlich über das [[Internet]] spielbares [[Computer-Rollenspiel]], bei dem gleichzeitig mehrere tausend Spieler eine [[Persistente Welt|persistente]] [[Virtuelle Realität|virtuelle]] Welt bevölkern können. Die eigentliche Spielwelt und die [[Avatar (Internet)|Avatar]] genannten Spielfiguren der Spieler werden auf [[Server]]n verwaltet. Der Spieler verbindet sich typischerweise über ein [[Client]]programm mit dem Server. Der Client enthält üblicherweise nur die Daten zur Darstellung der Spielwelt (Grafik, Objekte, Musik, …), während die Spielmechanik auf dem Server verwaltet und verarbeitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt und Technik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inhaltlich ist ein MMORPG mit anderen Computer-Rollenspielen vergleichbar, jedoch liegt der Schwerpunkt mehr bei der Interaktion zwischen den Spielern und Spielergruppen ([[Clan (E-Sport)|Gilden]]). Im Alleingang oder in Gruppen kämpfen die Spieler dabei entweder gegen Gegner, die vom Spiel gesteuert werden ([[PvE]], „Player versus Environment“), oder gegen andere Spieler ([[PvP]], „Player versus Player“). Eine Variante des PvP stellt das [[RvR]] („Realm versus Realm“ oder „Race versus Race“) dar, bei dem ganze Fraktionen gegeneinander kämpfen. Schließlich können die Spieler auch in [[Instanz (Computerspiel)|Instanzen]], also abgeschlossenen [[Dungeon (Rollenspiel)|Dungeons]] (Höhlen) oder Gebieten gegen Gegner kämpfen und Aufgaben lösen. Wie in Rollenspielen üblich, werden durch das Lösen von Aufgaben oder Missionen ([[Quest]]s) oder das Töten von [[Mob (Personen)|Mobs]] (zumeist Monster und andere Kreaturen) Punkte gesammelt, mit denen man neue Fähigkeiten des Avatars freischalten oder vorhandene verbessern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzierung und Kosten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Üblicherweise werden MMORPGs ständig von den Betreiberfirmen weiterentwickelt und können sich mit der Zeit leicht, aber auch sehr stark, im Spieldesign verändern. Neue Inhalte (z.&amp;amp;nbsp;B. neue Kontinente der virtuellen Welt) werden in der Regel über kostenpflichtige Erweiterungen hinzugefügt, die nur Käufer der Erweiterung betreten können. Die Kosten für Wartung und Betrieb der Server sowie für neue Entwicklungen werden in der Regel an die Kunden durch monatliche Gebühren weitergegeben. Diese variieren meistens nach Laufzeit des Abonnements und nach Spieltitel zwischen 10 und 15 Euro im Monat. Daneben gibt es andere Geschäftsmodelle, bei denen z.&amp;amp;nbsp;B. seltene Waffen oder Rüstungen kostenpflichtig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu Computerspielen für Einzelnutzer (&amp;quot;single user games&amp;quot;)  werden bei den meisten MMORPGs in der Regel neben dem einfachen Kaufpreis zusätzlich monatliche Entgelte fällig. Die großen kommerziellen Anbieter verlangen dabei monatlich zwischen 10&amp;amp;nbsp;€ und 22&amp;amp;nbsp;€. Neben diesen Grundentgelten werden bei einzelnen Titeln auch für das Spielen mehrerer Charaktere (wie bei ''Final Fantasy XI'') oder die Nutzung von zusätzlichen Funktionen, wie erweiterten Charakterbögen (so bei ''Everquest II''), zusätzlich monatliche Entgelte berechnet. Während die Bezahlung meist mit einer Kreditkarte oder per Lastschriftverfahren funktioniert, gibt es immer mehr Spiele, die Game Cards –&amp;amp;nbsp;eine Art [[Prepaidkarte]] für MMORPGs&amp;amp;nbsp;– verkaufen oder andere unkonventionelle Bezahlmethoden anbieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Geld betreiben und warten die Anbieter die [[Serverfarm]]en, mit denen sich die Spieler verbinden, erweitern den Spielinhalt in Form neuer Gegenstände, Charaktere, [[Quest]]s und warten bestehenden Inhalt mit regelmäßigen [[Patch (Software)|Software-Korrekturen]]. Weitere Kostenfaktoren für den Anbieter stellen der starke Datenverkehr zwischen den Servern und den tausenden an Spielern dar sowie die Bereitstellung von fachlichem [[Kundendienst|Service-Personal]] in jeder virtuellen Welt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.raphkoster.com/gaming/busmodels.shtml On „Pay To Play“ Or, MMORPG Business Models 101]: Ausführung zu den Kosten eines MMOGs auf der Homepage von [[Raph Koster]] (englisch, aufgerufen am 3. Februar 2008)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erweiterungen, die meist jährlich erscheinen, sind eine sichere Geldquelle für die Spiele-Hersteller und -Vertriebsfirmen, da sie in der Regel eine verbesserte Grafik, neue Spielelemente, eine Erweiterung der Level-Obergrenze der Spielcharaktere und mächtigere Gegenstände zur Verbesserung der Eigenschaften bieten, auf die die etablierten Spieler nicht verzichten wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedingt kostenlose Spiele ===&lt;br /&gt;
Es gibt auch MMORPGs, die keine regelmäßigen Entgelte verlangen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. ''[[Guild Wars]]''. ''Guild Wars'' besitzt verschiedene Arten von Erweiterungen: kostenlose Programm-Aktualisierungen, kostenpflichtige neue Kapitel (autonom spielbar) wie ''Factions'' und ''Nightfall'' oder kostenpflichtige Zusatzmodule (nicht autonom spielbar) wie ''Eye of the North''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Spiele gestatten es den Spielern, ihre Figuren gegen Bezahlung aufzuwerten, etwa durch real bezahlte Ausrüstung ([[Micro Transactions]]). Zu den ersten brauchbaren Spielen gehörten ''[[Gunbound]]'' (2D), ''[[KAL-Online]]'', ''[[Knight Online]]'', ''[[MapleStory]]'' (2D), ''[[Fly for Fun]]'' und ''[[Entropia Universe|Project Entropia]]'' (MMORPG/MMOFPS).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Anfänge ===&lt;br /&gt;
MMORPGs entstanden Anfang der 1990er Jahre aus den [[Multi User Dungeon]]s (MUDs). Als eines der ersten grafischen MMORPGs kann ''[[Neverwinter Nights (AOL)|Neverwinter Nights]]'' bezeichnet werden, welches 1991 erschien. Es bot dem Spieler die Vorteile eines [[Einzelspieler]]titels (akzeptable Grafik, einfache und intuitive Bedienung) zusammen mit der bisher nur von MUDs bekannten Interaktion mit anderen Spielern. Die damaligen Grenzen für gleichzeitig anwesende Spieler in einer Spielwelt waren viel enger als heute. So startete man mit ca. 50 Spielern gleichzeitig, was sich im Laufe der Zeit zu den später üblichen 300 Spielern und auf einzelnen Servern bis zu 500 Spielern gleichzeitig steigerte. Der Versuch, weiterhin alte Spiele als Grundlage für das Spiel mit anderen Spielern über das Internet zu verwenden, erlitt jedoch einen Rückschlag, als 1996 das lange erwartete ''[[Dark Sun Online: Crimson Sands]]'' erschien und nur sehr schlecht von den Spielern aufgenommen wurde. Hier zeigte sich sehr deutlich, dass der Code aus Spielen für einzelne nicht ohne weiteres für Spiele, mit denen mehrere hundert Menschen gleichzeitig spielen wollen, verwendbar ist. Im selben Jahr erschien ''[[Meridian 59]]'', das als erstes Multiuser-Spiel einen 3D-Grafik-Client zur Darstellung der Spielwelt nutzte. Die Spieleranzahl pro Server war mit 250 noch relativ klein, jedoch wurde Meridian als erstes ''Massively Multiplayer''-Spiel der Öffentlichkeit beworben. Auch ''[[The Realm Online]]'' erschien 1996 – am 31. Dezember.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Südkorea]] erschien im selben Jahr ''[[Kingdom of the Winds]]'' als erstes über das Internet spielbare Mehrbenutzer-Spiel (&amp;quot;multiuser game&amp;quot;) mit einer relativ einfachen Ansicht, bei der das Spielfeld stets von oben betrachtet wird. Da in Südkorea die Einfuhr von [[Spielkonsole]]n verboten, das Land aber bereits flächendeckend mit Internet-Anschlüssen versorgt war, erreichte das neue Spiel eine breite Masse an neuen Spielern. In den folgenden vier Jahren spielten über eine Million [[Koreaner]] das ''Kingdom of the Winds''. Das Spiel wurde von [[Jake Song]] erfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. September 1997 veröffentlichte [[Origin Systems]] ''[[Ultima Online]]''. Es war eine gelungene Kombination der erfolgreichen ''[[Ultima (Computerspiel)|Ultima]]''-Rollenspielserie mit den Elementen des MUD. Die Bekanntheit der Marke ''Ultima'' führte zu einem so großen Erfolg des Spieles, dass es in der Frühzeit zu enormen technischen Problemen kam. Dies blieb jedoch kein Einzelfall. Auch heute kann nur selten ein MMORPG in den ersten Tagen nach der Veröffentlichung problemlos gespielt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Ultima Online'' wurde durch seine durchdachten Spielkonzepte, die zum größten Teil auf der Arbeit von [[Richard Garriott]] beruhen, zu einem Prototyp des Genres, dessen Konzepte heute noch Gültigkeit besitzen und kopiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Südkorea erschien 1998 ''[[Lineage (Computerspiel)|Lineage]]'', wie ''Kingdom of the Wind'' von Jake Song entwickelt. In Lineage steht, anders als in westlichen MMORPGs, nicht die eigene Entwicklung der Spielfigur im Vordergrund, sondern die gemeinschaftliche Eroberung und Verwaltung von Gebieten. Lineage erreichte rund 3,5 Millionen Spieler, davon 2,5 Millionen in Südkorea, der Rest zum größten Teil in Taiwan und anderen asiatischen Staaten. Im November 2004 wurde mit ''[[Lineage II]]'' der Nachfolger von ''Lineage'' veröffentlicht, der auch im deutschsprachigen Raum große Beachtung fand. Anfang 2005 erreichten beide Titel jeweils eine Zahl von zwei Millionen Spielern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 startete die [[gamigo AG]] das erste vollständig deutschsprachige MMORPG mit dem Namen ''[[Die 4. Offenbarung]]'', damit wurde das Genre auch in Deutschland eingeführt. Zeitgleich erschien das bis heute längste [[Persistente Welt|persistente]] MMORP ''[[Jumpgate]]'' in englischer und deutscher Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Everquest-Zeitalter ===&lt;br /&gt;
1999 läutete [[Sony Online Entertainment]] mit ''[[EverQuest]]'' das Zeitalter der modernen MMORPGs ein. Es führte die Ideen von ''Meridian 59'' konsequent weiter und setzte die drei Säulen eines MMORPGs – ansprechende 3D-Grafik, [[persistente Welt]], soziale Spielerinteraktion – dem damaligen Stand der Technik entsprechend perfekt ein. Bis Oktober 2010 erschienen 17 Erweiterungen, die neue Spielelemente einführten und den Client weiter verbesserten. Das Grundkonzept von ''EverQuest'' findet sich in den meisten heute erhältlichen MMORPGs wieder. ''EverQuest'' erreichte 2004 etwa 500.000 Spieler weltweit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''EverQuest'' führte dazu, dass Onlinespiele in den USA und Europa eine breitere Aufmerksamkeit fanden. Die Presse berichtete über die neue Sucht und darüber, dass auf [[eBay]] virtuelle Gegenstände und ''credits'', also Spielgeld, für bare Münze verkauft wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit November 2004 ist der Nachfolger ''[[EverQuest II]]'' auf dem Markt, das sich durch eine einfachere Bedienung als der Vorgänger und eine zeitgemäße Grafik auszeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Final Fantasy XI ===&lt;br /&gt;
Mit ''[[Final Fantasy XI]]'' wurde 2002 das erste Plattform-übergreifende MMORPG in [[Japan]] veröffentlicht. ''Final Fantasy'' ist für die [[PlayStation 2]], [[Microsoft Windows]] und die [[Xbox]] erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Besonderheiten gelten, dass es keine regionalen Server gibt, sondern alle Spieler egal, von wo sie spielen und welche Sprache sie sprechen, plattformunabhängig auf denselben Servern spielen, des Weiteren forciert ''Final Fantasy XI'' mehr als jedes andere MMORPG die Zusammenarbeit und Kommunikation der Spieler, was unter anderem in den regelmäßigen Events, die an westliche und japanische Feiertage angelehnt sind, mit Teamaufgaben zum Ausdruck kommt. Im Gegensatz zu anderen MMORPGs gibt es nur zwei stark reglementierte und als Teamsportarten angelegte [[Player versus Player|PvP]]-Varianten. Eine weitere Besonderheit von ''Final Fantasy XI'' sind die Geschichten, die in Missionen und Quests die Vergangenheit und Gegenwart der Spielwelt ''Vana'diel'' in etlichen Zwischensequenzen erzählen. Hierbei wurde zum Beispiel für die abschließende Videosequenz der Hauptgeschichte der Erweiterung ''Chains of Promathia'' eigens der Song ''Distant Worlds'' von [[Nobuo Uematsu]] komponiert und von [[Izumi Masuda]] gesungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der XBox-360-Version im April 2006 erschien neben ''Rise of Zilart'' und ''Chains of Promathia'' die bereits dritte Erweiterung ''Treasures of Aht Urhgan'' mit neuen Gebieten, Berufen (Klassen), sowie neuen zusätzlichen Spielprinzipien, Aufgaben und Missionen. Unabhängig davon wird die Spielwelt in regelmäßigen Abständen durch Updates angepasst und mit neuen Aufgaben und Spielprinzipien erweitert.&lt;br /&gt;
Zur letzten Zählung im Mai 2006 gab es mehr als 500.000 aktive Spieler weltweit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Final Fantasy Zensus 2006&amp;quot;&amp;gt;Square Enix: [http://www.playonline.com/ff11de/guide/development/census/06/index.html Vana'diel Zensus 2006]. (aufgerufen am 6. Februar 2008)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== World of Warcraft ===&lt;br /&gt;
''[[World of Warcraft]]'' (WoW) ist das erfolgreichste MMORPG und wurde Anfang 2005 (in den USA Ende 2004) von [[Blizzard Entertainment]] veröffentlicht. Binnen fünf Wochen wurde es alleine in Deutschland 200.000 mal verkauft. Im Juli 2005 verzeichnete es weltweit seinen 3.500.000. Spieler und wurde damit zum erfolgreichsten MMORPG aller Zeiten gekürt. Im Dezember 2005 überschritt dieses Spiel die Fünf-Millionen-Marke, Ende 2006 waren bereits über sieben Millionen Spieler registriert. Anfang 2007 konnte man dann mit Erscheinen der Erweiterung ''[[World of Warcraft: The Burning Crusade|The Burning Crusade]]'' auch verkünden, dass die 8.000.000-Spieler-Marke geknackt sei. Ferner verkaufte sich das letztere 2.400.000 mal in der ersten Woche. Im Juli 2007 besaß ''WoW'' neun Millionen Spieler,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu.blizzard.com/de-de/company/press/pressreleases.html?id=2450304 Blizzard Entertainment]: Pressemeldung vom 24. Juli 2007 (aufgerufen am 4. April 2012)&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende 2008 über elf Millionen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu.blizzard.com/de-de/company/press/pressreleases.html?id=2450361 Blizzard Entertainment]: Pressemeldung vom 23. Dezember 2008 (aufgerufen am 4. April 2012)&amp;lt;/ref&amp;gt; und im Oktober 2010 wurde die 12 Millionen Spieler Marke geknackt,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eu.blizzard.com/de-de/company/press/pressreleases.html?id=2450443 Blizzard Entertainment]: Pressemeldung vom 7. Oktober 2010 (aufgerufen am 4. April 2012)&amp;lt;/ref&amp;gt; was vor allem an der Veröffentlichung von ''[[Wrath of the Lich King]]'' in China lag. In den letzten Monaten ist ein deutlicher Rückgang der Mitgliederzahlen festzustellen. Laut Quartalsbericht beliefen sie sich im Juni 2012 auf 9,1 Millionen Nutzer.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mmorpg-spiele.com/world-of-warcraft-fallende-mitgliederzahlen/ World of Warcraft: Fallende Mitgliederzahlen] Eintrag auf mmorpg-spiele.com&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erfolg von ''World of Warcraft'' machte die kommerziellen Möglichkeiten von MMORPGs deutlich. In der Folge erschienen viele weitere Spiele dieser Art - sowohl auf Basis eines Abo-Bezahlsystems als auch als kostenlose (&amp;quot;[[Free-to-play]]&amp;quot;) Spiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang Mai 2013 verkündete [[Blizzard Entertainment]] die aktuelle Mitgliederzahl von 8,3 Millionen Spielern. Die Abonnenten sind nach einem kurzen Aufschwung mit der Veröffentlichung von [[World of Warcraft]]: ''Mists of Pandaria'' mittlerweile wieder stark rückläufig (Stand: 24. Mai 2013).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Laut einer Studie der ''Ambulanz für Computerspiel- und Internetsucht an der [[Johannes Gutenberg-Universität Mainz]]'' gelten 6 bis 9 Prozent der untersuchten Jugendlichen und jungen Erwachsenen, welche Computerspiele konsumieren, als süchtig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.thieme.de/viamedici/studienort_mainz/aktuelles/ambulanz_spielsucht.html Ambulanz für Computerspiel- und Internetsucht an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Neurowissenschaften|Neurowissenschaftliche]] Befunde deuten darauf hin, dass es sich tatsächlich um eine [[Sucht]]erkrankung handeln könnte. Für weitere Details zu dieser Problematik siehe [[Computerspielsucht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderes Problem in MMORPGs ist die als [[Mudflation]] bezeichnete [[Inflation]] in der Spielewelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== MMORPG-Chat ==&lt;br /&gt;
Eine grundlegende Funktion eines jeden MMORPGs ist eine eingebaute [[Chat]]-Funktion zur Kommunikation mit den Mitspielern. Ähnlich wie in den [[IRC-Netzwerk]]en hat sich dabei ein eigener [[Jargon]] aus Abkürzungen und Fachbegriffen entwickelt. Die wichtigsten dieser Begriffe sind im Artikel [[MMORPG-Jargon]] erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei MMORPGs hat der Spieler in der Regel die Möglichkeit, auf mehreren [[Channel (IRC)|Channels]] gleichzeitig in einem Fenster zu kommunizieren. In den meisten Spielen gibt es beispielsweise für jede der Regionen bzw. Distrikte mehrere Channels. Jeder dieser Channels ist dann für eine bestimmte Art von Nachrichten (Gruppensuche, Handelsangebote, usw.) gedacht. Das Eröffnen eigener Channels ist je nach Spiel ebenfalls möglich bzw. es wird automatisch ein Channel nur für Gruppenmitglieder eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben etabliert sich mehr und mehr das Chatten per [[Headset]]. Hierfür müssen die Spieler unabhängig vom eigentlichen Spiel einen [[Chatserver]] einrichten und die benötigte Software, wie zum Beispiel [[TeamSpeak]] oder [[Ventrilo]], selbst bereitstellen. In einigen Fällen ist die entsprechende Software im Spiel enthalten, so dass Spieler nur mehr ein Headset benötigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten [[Massively Multiplayer Online Game|MMOGs]] ist diese Form der Kommunikation sehr wichtig, da sich die Teilnehmer im fortgeschrittenen Spiel, sei es beim Bekämpfen computergesteuerter Gegner ([[Nicht-Spieler-Charakter|NPCs]]) im [[PvE]], dem Kampf zweier Spieler oder mehrerer gegeneinander im [[PvP]] zeitweise innerhalb von Sekunden strategisch neu ausrichten müssen. Spieler, die zum Chatten auf die Verwendung einer Tastatur angewiesen sind, sind meistens im Nachteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von Spielern gestalteter Inhalt ==&lt;br /&gt;
[[User-Generated-Content|Nutzergenerierte Inhalte]] können ein weiterer Aspekt von MMORPGs sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;player content trend&amp;quot;&amp;gt;Jon Radoff (March 20, 2007), Gamasutra, Five Prescriptions for Viral Games, http://www.gamasutra.com/features/20070320/radoff_01.shtml&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Anfang stand die Ultima Online Welt, die leere, 30-seitige Bücher bereitstellte, in die Spieler selbst schreiben konnten. Diese konnten in persönliche Bibliotheken gesammelt und mit anderen Spielern getauscht werden. In den folgenden Jahren konnten Spieler Häuser gestalten und bauen. Einige nicht-kampfbasierte Massively Multiplayer Online Role-Playing Games bauen sehr stark auf von Spielern erzeugten Spielinhalt, beginnend mit einfachen Animationen bis hin zu kompletten Gebäuden inklusive der Texturen wie in ''[[A Tale in the Desert]]''. Diese Spiele unterscheiden sich sehr von den mehr populären „Standard“-MMORPGs, bei denen sich alles um Kampf und Handel dreht. Von Spielern gestalteter Inhalt würde in diesen Spielen neue erforschbare Regionen, neue Monster, neue Quests und neue besondere Gegenstände bedeuten. „The Saga of [[Ryzom]]“ war das erste dieser „Standard“-MMORPGs, das Spielern ermöglichte, eigene Erweiterungen in das Spiel einzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
City of Heroes and Villains [[City of Heroes]], veröffentlichte am 8. April 2009 eine Erweiterung, die einen „Mission Architect“ beinhaltete und den Spielern ermöglichte, neue &amp;quot;Quests&amp;quot; ins Spiel einzubringen. Ein Problem von Spielern erzeugten Inhalts trat sofort zutage: Manche Spieler versuchten einen Vorteil für sich herauszuschlagen, indem sie sehr leichte Missionen erzeugten, die einen unfairen Risiko-zu-Belohnung-Faktor anboten. Solche Probleme zu lösen ist ein kontinuierlicher Aspekt in diesen MMORPGs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nutzergemeinschaften (Communitys) ===&lt;br /&gt;
Rund um die verschiedenen MMORPG hat sich im Laufe der Zeit eine aktive Gemeinschaft (&amp;quot;Community&amp;quot;) gebildet. Am Anfang standen [[Clan (E-Sport)|Clans]], heute gibt es Foren mit dem Haupt-Thema „MMORPG“. Die Community hat viel zur Veränderung der Spiele beigetragen. So kann auf den meist unabhängigen Foren auch äußerst harte Kritik gegenüber bestimmtem Spielen sowie deren Betreibern geäußert werden, ohne mit einem Bann oder einer Löschung rechnen zu müssen. Auch entwickelten sich aus den Communitys heraus eine Menge von Modifikationen, die den Spielablauf erleichtern und nicht gegen die Nutzungsregeln verstoßen, andererseits aber auch zahlreiche Hacks sowie das Ausnutzen von Programmfehlern ([[Bugusing]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterteilung in Themepark- und Sandbox-MMORPGs ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|1=Die Einteilung existiert, aber sollte belegt werden. Insbesondere die Wertung (&amp;quot;müssen dafür aber spielerlische Freiheiten aufgeben&amp;quot;) braucht eine externe Quelle.--[[Benutzer:Alaska|Alaska]] ([[Benutzer Diskussion:Alaska|Diskussion]]) 13:29, 7. Mai 2012 (CEST)}}&lt;br /&gt;
Das Genre der MMORPGs hat sich über die Jahre stark verändert. Während zu Beginn im Grunde den Spielern nur virtuelle Welten zur Verfügung gestellt wurden, in denen sie tun und lassen konnten, was sie wollten, ging der Trend mit Aufkommen des MMORPGs Everquest mehr hin zu einem System, bei dem die Spieler anhand von Missionen und Geschichten durch die Spielwelt geführt wurden.&lt;br /&gt;
MMORPG-Fans unterscheiden hier zwischen Sandbox- und Themepark-MMORPGs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Sandbox-MMO steht die spielerische Freiheit an oberster Stelle. Die Spieler möchten nicht durch Missionen oder Storylines in eine Richtung gedrängt werden. Auch möchten sie nicht einer Fraktion der Spielwelt zugeordnet werden. Sie möchten in dieser Welt leben, ihre eigenen Abenteuer spielen und jede Freiheit genießen, dem Guten oder dem Bösen anzugehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Themepark-MMORPG dagegen wird von Quests vorangetrieben. Es gibt Parteien, denen sich die Spieler unwiderruflich anschließen müssen. Im Prinzip werden die Spieler eines Themepark-MMOs &amp;quot;an der Hand&amp;quot; durch das Spiel geführt, erleben zwar spannende Abenteuer, müssen dafür aber spielerische Freiheiten aufgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig sind Mischungen anzutreffen, die teils eine, teils die andere Ausrichtung stärker betonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Massive Multiplayer Online First-Person Shooter]] (MMOFPS)&lt;br /&gt;
* [[Browserspiel]]&lt;br /&gt;
* [[Chatrollenspiel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=R. V. Kelly 2|Titel=Massively Multiplayer Online Role-Playing Games: The People, the Addiction and the Playing Experience|Verlag=McFarland|Jahr=2004|ISBN=978-0-7864-1915-9}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Sebastian Ackermann, Nancy V. Wünderlich, Florian von Wangenheim|Titel=Geschäftsmodelle in virtuellen Spielewelten: Eine Broschüre aus dem Forschungsprojekt Second Business|Verlag=[[Books on Demand]]|Ort=Norderstedt|Jahr=2010|ISBN=978-3-8370-8166-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.digital-environment.net/mmorpg/13-11-2006/die-spielemechanik-eines-mmorpg-s-verstandlich-erklart.html | wayback=20080708200532| text=Die MMORPG-Technologie für Spieler}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7625879-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Computerspiel-Genre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:MMORPG| ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Link GA|sv}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.a-wissing.de/mediawiki-1170/index.php/Zwangsprostitution</id>
		<title>Zwangsprostitution</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.a-wissing.de/mediawiki-1170/index.php/Zwangsprostitution"/>
				<updated>2013-12-29T19:11:35Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: 1 Version&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Zwangsprostitution''' bezeichnet die illegale Praxis, Menschen zur Arbeit als [[Prostitution|Prostituierte]] zu zwingen. Davon betroffen sind überwiegend Frauen und Kinder. Zwangsprostitution ist [[Menschenhandel]] zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Zwang kann durch physische und psychische [[Gewalt]], [[Täuschung]], [[Erpressung]], Ausnutzung einer Zwangslage oder Ausnutzung der Hilflosigkeit des Opfers ausgeübt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist festzuhalten, dass der Begriff Zwangsprostitution kein rechtlich definierter Begriff ist. Es handelt sich um eine Wortschöpfung, die in der medialen und politischen Debatte benutzt wird. In der juristischen und soziologischen Fachliteratur ist umstritten, inwieweit der Begriff vereinfachend wirkt. Diesem Terminus wird entgegengehalten, dass er strukturelle Probleme von Migration und Wohlstandsgefälle in Täter-Opfer-Schemata zu pressen versucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne Zwangsprostitution ==&lt;br /&gt;
Der organisierte Menschenhandel entbrannte in Europa nach dem Zusammenbruch des [[Ostblock]]s und ganz besonders nach dem Beginn und Ende des Jugoslawischen Bürgerkriegs Anfang/Mitte der 1990er Jahre. Das [[Schengener Abkommen]] und der Grenzfall innerhalb der [[Europäische Union|EU]] 1993 kamen als (unfreiwillig) verstärkendes Element zeitlich kritisch dazu, so dass ab diesem Datum zumeist junge Mädchen und Frauen aus [[Osteuropa]] von organisierten Banden nach [[Deutschland]] gelockt wurden, indem man ihnen eine lukrative Arbeit etwa als Serviererin oder [[Aupair]] versprach. In Deutschland angekommen, wurden ihnen die Papiere abgenommen, damit sie sich im fremden Land nicht frei bewegen konnten und abhängig blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der EU werden schätzungsweise jedes Jahr 200.000 Zwangsprostituierte durch Menschenhändler an [[Zuhälterei|Zuhälter]] verkauft. Rechtsstaatliche Maßnahmen dagegen verpuffen meist im Dschungel aus Bürokratie, [[Korruption]] und (Aussage-)Angst auf Täter- und Opferseite, da der Makel der Prostitution in den patriarchalisch geprägten Ländern und Nationen des Ostblocks schwerer wog und wiegt als im Westen. Weitere Probleme für die Strafverfolgungsbehörden sind der hohe Organisationsgrad und die Professionalität der Täter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die UN schätzt die Zahl der weiblichen Zwangsprostituierten in Europa auf 500.000. Der illegale Sklavenhandel soll dabei einen Umsatz von 10 Milliarden Dollar betragen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Reichel, Karin Topper: ''Prostitution: der verkannte Wirtschaftsfaktor''. In: ''Aufklärung und Kritik'', 10. Jahrgang 2/2003&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Opfer und Täter ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Germany human traffic.JPG|miniatur|rechts|Früher war Deutschland eine Herkunftsregion der Opfer. Heute ist es vorwiegend eine Zielregion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahlen der Statistik in diesem Kapitel beruhen auf einer Erhebung des [[Bundeskriminalamt (Deutschland)|Bundeskriminalamts]] in Deutschland aus dem Jahr 2003. Die Erhebung beruhte auf den 2003 durchgeführten Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf [[Menschenhandel]] und vernachlässigt daher das [[Dunkelfeld]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bka.de/nn_196810/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/JahresberichteUndLagebilder/Menschenhandel/menschenhandelBundeslagebild2003.html?__nnn=true ''Lagebild Menschenhandel 2003.''] BKA, veröffentlicht 2004&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Opferstruktur ===&lt;br /&gt;
2003 wurden in Deutschland Ermittlungsverfahren eingeleitet, in denen es um insgesamt 1.235 Opfer (1.226 Frauen und 9 Männer) ging. Davon waren nur 127 (= 10,7 %) Deutsche, die übrigen 1.108 nicht. Die Dunkelziffer ist hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Alter und Herkunft ====&lt;br /&gt;
; Alter: 2003 waren 58 % der Opfer (717 von 1.235) 18 bis einschließlich 24 Jahre alt. Das Alter von 186 Opfern war unbekannt. 5 Prozent der Opfer waren minderjährig (14-17):&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt; ''[[MOEL|MOE]]-Staaten'': [[Bulgarien]], [[Estland]], [[Rumänien]], Rep. [[Jugoslawien]], [[Lettland]], [[Litauen]], [[Moldawien]], [[Polen]], [[Russland]], [[Slowenien]], [[Tschechische Republik]], [[Ukraine]], [[Ungarn]], [[Weißrussland]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=1  class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;#FFDEAD&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Herkunftsland&lt;br /&gt;
!Anzahl der Opfer&lt;br /&gt;
!Änderung zum Vorjahr&lt;br /&gt;
!Opfer je 100.000 Einwohnerinnen zwischen 15 und 30 Jahren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|''MOE-Staaten gesamt''&lt;br /&gt;
|988&lt;br /&gt;
| + 280&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|davon [[Russland]]&lt;br /&gt;
|317&lt;br /&gt;
| + 174&lt;br /&gt;
|1,2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|davon [[Rumänien]]&lt;br /&gt;
|143&lt;br /&gt;
| + 96&lt;br /&gt;
|4,3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|davon [[Bulgarien]]&lt;br /&gt;
|128&lt;br /&gt;
| + 37&lt;br /&gt;
|12,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|davon [[Ukraine]]&lt;br /&gt;
|103&lt;br /&gt;
| + 17&lt;br /&gt;
|1,6&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|davon [[Polen]]&lt;br /&gt;
|91&lt;br /&gt;
| + 9&lt;br /&gt;
|1,7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|davon [[Lettland]]&lt;br /&gt;
|64&lt;br /&gt;
| + 40&lt;br /&gt;
|22,1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|davon [[Litauen]]&lt;br /&gt;
|62&lt;br /&gt;
| − 57&lt;br /&gt;
|12,8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|''übriges [[Europa]]''&lt;br /&gt;
|139&lt;br /&gt;
| + 131&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|davon Deutschland&lt;br /&gt;
|127&lt;br /&gt;
|keine Daten&lt;br /&gt;
|1,5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|''[[Asien]]''&lt;br /&gt;
|36&lt;br /&gt;
| + 8&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|davon [[Thailand]]&lt;br /&gt;
|10&lt;br /&gt;
| − 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|''sonstige''&lt;br /&gt;
|72&lt;br /&gt;
| + 5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|davon unbekannt&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
| + 5&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Tabelle zeigt, dass 2003 80 % der Opfer aus Mittel- und Osteuropa stammten (davon 317 = 26 % aus Russland). 137 der 1235 Opfer (= 11 %) kamen aus Westeuropa. Afrikanische oder asiatische Opfer waren selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zahlen erfassen nur Opfer aus 2003 eingeleiteten Ermittlungsverfahren.&lt;br /&gt;
Die Dunkelziffer ist vermutlich hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Leben danach ====&lt;br /&gt;
; Betreuung: Von 229 Opfern –&amp;amp;nbsp;das entspricht 25,4 % aller Opfer&amp;amp;nbsp;–, die betreut wurden, wurden danach 45,4 % geduldet. Dies wurden nur 3,6 % von den nicht betreuten 672 Opfern. Von 207 Opfern lagen keine Daten vor. Es zeigt sich also, dass eine Opferbetreuung ein wichtiger Schritt hin zu einer Duldung der Opfer in Deutschland ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Verbleib: Es liegen Daten über den Verbleib von 1.108 Opfern vor.&lt;br /&gt;
{| border=1  class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;#FFDEAD&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Verbleib&lt;br /&gt;
!Anzahl&lt;br /&gt;
!Anteil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Verbleib unbekannt&lt;br /&gt;
|255&lt;br /&gt;
| + 23,0 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Abgeschoben oder Abgewiesen&lt;br /&gt;
|396&lt;br /&gt;
| + 35,8 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Duldung (Dauer nicht bekannt)&lt;br /&gt;
|130&lt;br /&gt;
| + 11,7 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Freiwillige Rückkehr ins Heimatland&lt;br /&gt;
|192&lt;br /&gt;
| + 17,3 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Zeugenschutzprogramm]]&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
| + 2,8 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Sonstiger Verbleib wie Heirat, Asylantrag oder andere Gründe&lt;br /&gt;
|104&lt;br /&gt;
| + 9,4 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Zeuginnen:&lt;br /&gt;
Zwangsprostitution ist kein Rechtsbegriff. Es handelt sich um eine politische und mediale Wortschöpfung. Für die Polizei ist es oft schwer, die Unterbringung und den Unterhalt der Opfer im Inland zu finanzieren, da sich oft kein zuständiges Sozialamt bereit erklärt, für die Kosten aufzukommen. So gehen viele Opferzeuginnen für die Polizei verloren und können, da sie schon in ihre Heimat ausgereist sind, nicht in den anhängigen Verfahren gegen die Täter aussagen. Dieses Zuständigkeitsproblem führt zu Verlusten in der Täterverfolgung. Es gibt zwar eine „Handreichung für Sozialämter“, welche von der [[Bundesarbeitsgruppe Frauenhandel]] erstellt wurde, diese wird aber in den Bundesländern immer noch unterschiedlich angewandt. Allein [[Rheinland-Pfalz]] hat für den Unterhalt von Opferzeuginnen einen [[Budget|Haushaltstitel]] von 100.000 Euro bereitgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erscheint problematisch, dass Prostituierte vor allem von staatlich finanzierten, privaten „Opferschutzverbänden“, die häufig Gegner der Prostitution insgesamt sind, betreut werden. Viele dieser Organisationen –&amp;amp;nbsp;wie zum Beispiel [[Solwodi]] oder [[Frauenrecht ist Menschenrecht]]&amp;amp;nbsp;– übernehmen inzwischen die Zeugenbetreuung von Prostituierten für die Polizei. Da dies weitgehend undokumentiert bleibt, ergeben sich daraus schwerwiegende rechtsstaatliche Bedenken im Strafprozess. Sich illegal in der EU befindliche Prostituierte stehen dabei häufig zwischen der Wahl ausgewiesen zu werden oder sich als „Opferzeuginnen“ der Polizei zur Verfügung zu stellen. Dies ist auch eine Motivation für Falschaussagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Täterstruktur ===&lt;br /&gt;
; Geschlecht: 1.110 Tatverdächtige wurden registriert, davon waren 79,3 % männlich (bei 1,4 % der Tatverdächtigen wurde das Geschlecht nicht erfasst).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Weibliche Tatverdächtige: Die meisten der weiblichen Tatverdächtigen waren zuvor selbst als Prostituierte tätig. Laut Vernehmungen waren ihre Haupttätigkeiten das Anwerben von Frauen in deren Heimatländern und deren Beaufsichtigung in den Bordellen. 90 waren Deutsche, 17 Polinnen, 16 Russinnen und 15 Bulgarinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Herkunftsländer der Tatverdächtigen&lt;br /&gt;
{| border=1  class=&amp;quot;prettytable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;#FFDEAD&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Land&lt;br /&gt;
!Anzahl&lt;br /&gt;
!Veränderung Vorjahr&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|''Deutschland''&lt;br /&gt;
|437&lt;br /&gt;
|&amp;lt;nowiki&amp;gt;+&amp;lt;/nowiki&amp;gt; 112&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|nicht in Deutschland geboren&lt;br /&gt;
|87&lt;br /&gt;
|&amp;lt;nowiki&amp;gt;+&amp;lt;/nowiki&amp;gt; 33&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|''MOE-Staaten''&lt;br /&gt;
|340&lt;br /&gt;
|&amp;lt;nowiki&amp;gt;+&amp;lt;/nowiki&amp;gt; 53&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|davon Bulgarien&lt;br /&gt;
|69&lt;br /&gt;
|&amp;lt;nowiki&amp;gt;+&amp;lt;/nowiki&amp;gt; 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|davon Russland&lt;br /&gt;
|59&lt;br /&gt;
|&amp;lt;nowiki&amp;gt;+&amp;lt;/nowiki&amp;gt; 38&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|davon Rumänien&lt;br /&gt;
|48&lt;br /&gt;
|&amp;lt;nowiki&amp;gt;+&amp;lt;/nowiki&amp;gt; 18&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|davon Polen&lt;br /&gt;
|39&lt;br /&gt;
|&amp;lt;nowiki&amp;gt;+&amp;lt;/nowiki&amp;gt; 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|davon Litauen&lt;br /&gt;
|32&lt;br /&gt;
|− 35&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|''Sonst. Europa''&lt;br /&gt;
|220&lt;br /&gt;
|&amp;lt;nowiki&amp;gt;+&amp;lt;/nowiki&amp;gt; 95&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|davon Türkei&lt;br /&gt;
|149&lt;br /&gt;
|&amp;lt;nowiki&amp;gt;+&amp;lt;/nowiki&amp;gt; 65&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|''Sonstige''&lt;br /&gt;
|113&lt;br /&gt;
| + 29&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|davon unbekannt&lt;br /&gt;
|43&lt;br /&gt;
|– 1&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2003 waren neben der „Russen-Mafia“ auch viele deutsche Täter in diesem Bereich tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Daten sind nicht repräsentativ,&lt;br /&gt;
* weil diese Statistik Tatverdächtige und nicht Täter erfasst&lt;br /&gt;
* weil es zum Beispiel viel schwieriger ist, das Telefon einer Person zu überwachen, die eine seltene Sprache spricht, für die man in Deutschland kaum Dolmetscher findet&lt;br /&gt;
* weil verschiedene Nationalitäten organisiert zusammenarbeiten: Täter aus den Herkunftsländern der Opfer „beschaffen“ diese, und deutsche Täter ([[Zuhälterei|Zuhälter]], [[Bordell]]betreiber u.ä.) beuten sie im Inland aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rekrutierung und Anwerbung ===&lt;br /&gt;
; Methoden: Von 933 der 1.235 Opfer von Menschenhandel ist bekannt, wie sie „angeworben“ wurden. 45 % wurden über den Grund der Reise getäuscht, 30,3 % wurden über „Künstleragenturen“ und Zeitungsinserate beschafft, 8,7 % wurden gewaltsam verschleppt, und 32,3 % der Frauen wussten um ihre Bestimmung und waren damit nach eigener Aussage einverstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Gewalt gegen die Opfer: (physisch und psychisch)&amp;lt;br /&amp;gt;Es liegen Daten über 827 Opfer vor. Bei 52,8 % dieser Opfer wurde Gewalt angewendet. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 11,5 [[Prozentpunkt]]en und zeigt eine deutliche Steigerung der Gewaltbereitschaft seitens der Täter.&amp;lt;br /&amp;gt;Nach Ländern geordnet bedeutet dies, dass gegen 67 % der Russinnen, 66,7 % der Ukrainerinnen, 57,1 % der Litauerinnen, 46,7 % der Rumäninnen, 46,7 % der Bulgarinnen und 39,7 % der Polinnen Gewalt seitens der Täter angewendet wurde.&amp;lt;br /&amp;gt;Von 592 Opfern wurde einem Drittel angedroht, keine Aussagen bei der [[Polizei]] zu machen, da sonst die Angehörigen in der Heimat geschädigt würden. Ein anderer Grund ist, dass sie mit Verachtung seitens ihrer heimatlichen Umgebung rechnen müssten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Grenzübertritt: Von 993 Opfern ist der rechtliche Status beim Grenzübertritt nach Deutschland bekannt. 58,4 % reisten legal, und 59,9 % der Opfer nutzten dazu Bus oder Bahn.&amp;lt;br /&amp;gt;Da der Hauptteil der Opfer legal einreiste und durch die [[EU-Osterweiterung]] der Anteil an legalen Grenzübertritten noch steigen wird, ist eine Eindämmung der Straftaten durch Grenzkontrollen nicht erfolgversprechend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Gewinne aus den Straftaten: Eine Schätzung der Gewinne, welche durch den Menschenhandel insgesamt erzielt werden, ist faktisch nicht möglich. Es waren 2003 431 Verfahren anhängig, von denen alleine in 93 Fällen ca. 12,5&amp;amp;nbsp;[[Million]]en Euro erwirtschaftet wurden. In weiteren 19 Verfahren wurden ca. 2,4&amp;amp;nbsp;Mio. Euro illegal erwirtschaftete Vermögenswerte eingezogen. In diesen Angaben sind eventuelle spätere [[Gewinnabschöpfung]]en im Rahmen der teils noch anhängigen Strafverfahren nicht enthalten. Diese extrem hohen Gewinnspannen sind der Anreiz für immer straffer organisierte, immer besser ausgerüstete und immer skrupellosere Täter. Der Menschenhandel ist längst eine [[Globalisierung|globalisierte]] kriminelle Industrie auf Kosten der Opfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rekrutierung nach der Loverboy-Methode ===&lt;br /&gt;
Ungefähr seit dem Jahr 2000 wurde man in den Niederlanden auf sogenannte „Loverboys“ aufmerksam. Der Begriff wurde dann in diesem Zusammenhang auch in Belgien verwendet und seit Mitte der 2000er Jahre auch in deutschen Publikationen. Im Mai 2009 berichtete [[Bravo Girl]] als erstes deutsches Magazin von der Problematik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betroffene sind oft [[Minderjährigkeit|minderjährige]] Mädchen und junge Frauen aus allen Gesellschaftsschichten, oft mit geringem Selbstbewusstsein oder großer Schüchternheit. Sie werden von Loverboys, auch gerade erst Volljährigen, angesprochen, und ihnen wird zunächst vorgegaukelt, die Loverboys wären in sie verliebt. Die Loverboys geben ihnen Aufmerksamkeit, Komplimente, Zuneigung und oft auch Geschenke. Gleichzeitig machen sie die Opfer emotional abhängig und entfremden sie ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis. Später verleiten oder zwingen sie sie zur Prostitution. Oft gaukeln sie ihren Opfern vor, das so verdiente Geld zum Aufbau einer gemeinsamen Zukunft verwenden zu wollen. Die Opfer sind oft schwer zu erkennen. Einerseits stecken sie meist gerade in der [[Pubertät]] und verändern sich auch dadurch stark, andererseits haben sie häufig gelernt, ein Parallelleben mit Lügen und Leugnen zu führen. Teilweise achten die Loverboys auf regelmäßigen Schulbesuch. Manchmal sind sie der Familie als Freund bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,704727,00.html ''Morgens Mathe, mittags Hure''.] In: ''[[Spiegel Online]]'', 5. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt eine Reihe von Verhaltensauffälligkeiten, die auf diese Form des Missbrauchs hinweisen können, wenn sie bei einer Person gehäuft zusammentreffen. Eine Auflistung dieser Symptome, die ohne Häufung bei vielen pubertierenden Jugendlichen auftreten, hat die „Elterninitiative für Loverboy Opfer Deutschland“ (eilod.de) zusammengestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.eilod.de/eltern.html www.eilod.de/eltern.html]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die pensionierte Kommissarin Bärbel Kannemann, Aktivistin zum Schutz vor sogenannten Loverboys, gibt an, ihr seien in den Niederlanden rund 3000 und in Deutschland seit 2010 rund 200 Fälle bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.bild.de/digital/internet/facebook/die-miese-masche-der-loverboys-19355070.bild.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Willem-Pompe-Institut für Kriminalwissenschaften Utrecht ging 2004 davon aus, dass mindestens 100 der 400 Prostituierten im Amsterdamer Rotlichtviertel Loverboy-Opfer sind.&amp;lt;ref&amp;gt;http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/481712&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach den Erkenntnissen des Bundeskriminalamtes gab es in Deutschland in den Jahren 2008 bis 2011 drei Opfer zwischen 12 und 16 Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt; http://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/07/17/warum-ber-loverboys-nicht-geredet-wird/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Süddeutsche Zeitung]] bemängelt das Niveau der Berichterstattung zum Thema „Loverboys“ in den Boulevardmedien, die hauptsächlich Angst statt Aufklärung verbreiten. Sie bezeichnet Berichte zur angeblichen Loverboy-Masche auf Facebook und anderen Sozialen Netzwerken als „Pseudogeschichten“.&amp;lt;REF&amp;gt;http://www.sueddeutsche.de/medien/facebook-und-die-bild-zeitung-todesfalle-sexfalle-hirnfalle-1.1130829&amp;lt;/REF&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwangsprostitution in den Medien ==&lt;br /&gt;
* Eine erzählerische Aufarbeitung des Themas erfolgte 2003 durch den schwedischen Spielfilm ''[[Lilja 4-ever]]'' am Beispiel einer unerfahrenen 17-jährigen Frau aus Estland, die sich unverhofft nach Schweden in die Zwangsprostitution verkauft wiederfand.&lt;br /&gt;
* 2004 erschien der britisch-kanadischer Fernsehfilm ''[[Sex Traffic]]'' über zwei Moldawierinnen.&lt;br /&gt;
* 2004 erschien der israelisch-französische Film [[Gelobtes Land (2004)|Gelobtes Land]]. Er schildert, wie zwei Osteuropäerinnen nach Israel eingeschleust werden.&lt;br /&gt;
* 2004 erschien der amerikanische Film [[Spartan (Film)|Spartan]], bei dem die Entführung einer jungen Frau zum Auslöser einer Reihe von Morden wird.&lt;br /&gt;
* 2005 wurde die Fernsehminiserie [[Human Trafficking – Menschenhandel]] mit Donald Sutherland produziert. Der Film handelt von Zwangsprostitutierten, die mit dem Lover-Boy-Schema in die USA geschleust werden, und davon, wie Kinder im Ausland entführt werden, in diesem Fall ein kleines amerikanisches Mädchen auf den Philippinen. Der Film zeigt die internationale Vernetzung der Kriminellen und wie schwer es ist, diesen beizukommen.&lt;br /&gt;
* Der Film [[96&amp;amp;nbsp;Hours]] von 2008 behandelt diese Thematik schonungslos und brutal. Die Hauptperson, gespielt von [[Liam Neeson]], sucht seine verschleppte Tochter, die für die Verbrecher als hübsches und jungfräuliches Mädchen hochprofitabel ist, und deckt Schritt für Schritt die Machenschaften der Menschenhändler auf.&lt;br /&gt;
* Der Film [[Trade – Willkommen in Amerika]] beschäftigt sich mit den Themen moderne Sklaverei, Sex-Sklaverei, Zwangsprostitution und internationaler Menschenhandel. Die Opfer sind eine 13-jährige Mexikanerin, ein thailändischer Junge und die Polin Veronica, gespielt von [[Alicja Bachleda-Curuś]].&lt;br /&gt;
* Der Fernsehfilm &amp;quot;[[Schimanski: Loverboy]]&amp;quot; von 2013 mit [[Götz George]] und [[Anna Loos]] thematisierte die Gefahren der Loverboy-Methode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strafverfolgung von Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung ==&lt;br /&gt;
=== Art der Straftaten ===&lt;br /&gt;
Gegen die Opfer werden häufig schwerste [[Straftat]]en gegen die [[sexuelle Selbstbestimmung]], gegen die persönliche [[Freiheit]] und gegen die [[körperliche Unversehrtheit]] begangen. Als Nebenstraftaten sind meist [[Steuerhinterziehung]]en, [[Geldwäsche]] und Verstöße gegen das [[Arbeitsrecht|Arbeits]]-, [[Ausländerrecht|Ausländer]]-, und [[Sozialversicherung]]srecht vorhanden. &amp;lt;!-- Al Capone wurde auch wegen Verstoßes gegen das Steuerrecht eingebuchtet. Der Hinweis ist allerdings wohl eher für Praktiker wichtig. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Problematik ===&lt;br /&gt;
Die Strafverfolgung des kriminellen Menschenhandels gilt als extrem schwierig, da die Tätergruppen sehr straff organisiert und professionell vorgehen und es extrem wenige Strafanzeigen oder Hinweise durch die Opfer gibt, gleichzeitig aber die [[Opferaussage]] auch bei Vorliegen anderer Beweise die Voraussetzung für die [[Strafverfolgung]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wdr.de/tv/frautv/sendungsbeitraege/2013/1010/menschenhandel.jsp] WDR Frau-TV vom 10. Okt. 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Opfer sind zu eingeschüchtert, um sich an die Behörden zu wenden. Sie haben [[Angst]] vor den Tätern, welche nicht nur sie, sondern insbesondere auch ihre Angehörigen [[Bedrohung|bedrohen]], und müssen –&amp;amp;nbsp;spätestens nach Abschluss des Verfahrens&amp;amp;nbsp;– mit ihrer [[Abschiebung (Recht)|Abschiebung]] in ihre Heimatländer rechnen. (siehe unter „Verbleib der Opfer“ und „Gewalt gegen die Opfer“ weiter unten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Probleme bei der Strafverfolgung führen zu einer sehr hohen [[Dunkelfeld|Dunkelziffer]] in diesem Bereich der Kriminalität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Probleme der Strafverfolgungsbehörden, die Zuhälter und Menschenhändler wirkungsvoll zu bekämpfen, gibt es [[Europäische Union|EU]]-weit Bestrebungen, stattdessen die Freier, die die Dienste der Zwangsprostituierten in Anspruch nehmen, strafrechtlich zu belangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinte Nationen ===&lt;br /&gt;
==== Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ====&lt;br /&gt;
Die [[Allgemeine Erklärung der Menschenrechte]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[s:Allgemeine Erklärung der Menschenrechte|Allgemeine Erklärung der Menschenrechte]] auf [[Wikisource]]&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde von der Vollversammlung der [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]] per Resolution 217 A (III) am 10. Dezember 1948 verabschiedet. Obwohl sie als Erklärung keinen [[völkerrecht]]lich verbindlichen Charakter besitzt, wird sie im Allgemeinen als Bestandteil des Rechts der Vereinten Nationen angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Praxis der Zwangsprostitution verstößt gegen viele der in der Erklärung verbrieften Grundrechte:&lt;br /&gt;
* Art. 1: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. (…)“ Den Zwangsprostituierten werden Würde und Rechte genommen.&lt;br /&gt;
* Art. 2: „Jeder Mensch hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeine Unterscheidung, wie etwa nach … Geschlecht … oder sonstigen Umständen.“ Den Zwangsprostituierten werden diese Rechte vorenthalten, da sie Frauen sind und oft als Leibeigene betrachtet werden.&lt;br /&gt;
* Art. 3: „Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.“ Zwangsprostituierte werden nicht selten ermordet, leben unfrei und genießen keinerlei Sicherheit.&lt;br /&gt;
* Art. 4: „Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel sind in allen Formen verboten.“ Zwangsprostituierte werden wie Sklaven oder Leibeigene behandelt und von den Tätern wie Sachen gehandelt.&lt;br /&gt;
* Art. 5: „Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung … unterworfen werden.“ Zwangsprostituierte werden nicht selten gefoltert, nahezu immer unmenschlich und erniedrigend behandelt.&lt;br /&gt;
* Viele andere Rechte können von Zwangsprostituierten ebenfalls nicht wahrgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== UN-Übereinkommen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität ====&lt;br /&gt;
Die Konvention wurde erlassen mit der Resolution ''[[Übereinkommen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität|Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität]] A/RES/55/25 vom 15. November 2000''. Unterzeichnet wurde sie von Deutschland, Österreich und der Schweiz am 12. Dezember 2000, von der EU mit ''[[Beschluss 2004/579/EG des Rates]] vom 29. April 2004'' (Amtsblatt L 261 vom 6. August 2004) abgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{§§|URL|2=http://www.admin.ch/ch/d/sr/0_311_54/index.html | 3=Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität (Schweizer Fassung SR 0.311.54)}}, [[admin.ch]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Art.&amp;amp;nbsp;1 ist Sinn des Übereinkommens ist die verbesserte Zusammenarbeit bei der Verfolgung der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Protokoll zur Verhütung, Bekämpfung und Bestrafung des Menschen- und insbesondere Frauen- und Kinderhandels ====&lt;br /&gt;
Das Protokoll ist eine Anlage zum UN-Übereinkommen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität und soll gemäß Artikel 2 den Menschen-, insbesondere den Frauen- und Kinderhandel, verhüten und bekämpfen. Die Opfer sollen unter Wahrung ihrer Menschenrechte geschützt werden. Dies soll durch eine verstärkte Zusammenarbeit der Staaten bei der Verfolgung und Verhütung solcher Taten geschehen. Der Rahmenbeschluss des [[Rat der Europäischen Union|Rates der Europäischen Union]] zur Bekämpfung des Menschenhandels (siehe unten) beruht auf diesem Protokoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europäische Union ===&lt;br /&gt;
==== Charta der Grundrechte der Europäischen Union ====&lt;br /&gt;
Die Zwangsprostitution verstößt gegen ein ganzes Bündel von EU-Rechtsvorschriften. Insbesondere ist Art. 5 der ''[[Charta der Grundrechte der Europäischen Union]]'' einschlägig, der als Art. II-65 Teil des neuen  [[Vertrag über eine Verfassung für Europa|europäischen Verfassungsvertrages]] (VVE) sein wird. Das dort verankerte „Verbot der Sklaverei und der Zwangsarbeit“ ist Ausfluss der unantastbaren [[Menschenwürde|Würde des Menschen]], die im ersten Artikel der Charta festgesetzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Charta wird durch In-Kraft-Treten der Verfassung bindend.&lt;br /&gt;
Die Europäischen Grundrechte gelten jedoch nicht direkt zwischen natürlichen Personen, also beispielsweise zwischen ausgebeuteter Frau und deren Peiniger. Die Grundrechte binden zunächst nur die Organe der EU und die Mitgliedstaaten, soweit sie Unionsrecht ausführen (vgl. Art. II-111 VVE).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge müssen also alle Rechtsakte und Handlungen von EU-Organen bei ihren Handlungen die Grundrechte achten. So darf kein europäisches Gesetz oder Rahmengesetz beispielsweise die Zwangsprostitution direkt oder indirekt fördern. Insbesondere sind die europäischen Grundfreiheiten und Arbeitnehmerrechte sicherlich so auszulegen, dass sich die Täter im Bereich der Zwangsprostitution nicht auf solche Freiheiten berufen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine direkte Handlungspflicht der EU gegen die Zwangsprostitution lässt sich im Einzelfall nicht ableiten. Jedoch sind die Grundrechte auch Teil und Quelle einer allgemeinen Werteordnung, die den generellen Maßstab des Unionshandelns bildet. Hieraus lässt sich dann beispielsweise eine Koordinationsaufgabe der Union ableiten, die strafrechtliche Verfolgung in den Mitgliedstaaten bei grenzüberschreitendem Menschenhandel zu koordinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Vorschriften der Charta, die bei der Zwangsprostitution einschlägig sein könnten:&lt;br /&gt;
* Art. 1: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie ist zu achten und zu schützen.“ Die Praxis der Zwangsprostitution ist entwürdigend für die Opfer.&lt;br /&gt;
* Art. 2 (1): „Jede Person hat das Recht auf Leben.“ Die Opfer werden meist mit dem Tode bedroht und nicht selten ermordet.&lt;br /&gt;
* Art. 3 (1): „Jede Person hat das Recht auf körperliche und geistige Unversehrtheit.“ Den Opfern wird in nahezu allen Fällen [[Psyche|psychische]] oder [[Körper (Biologie)|physische]] [[Gewalt]] angetan. Ihre sexuelle Selbstbestimmung wird missachtet.&lt;br /&gt;
* Art. 4: „Niemand darf...unmenschlicher oder erniedrigender...Behandlung unterworfen werden.“ Die Opfer werden erniedrigt und unmenschlich behandelt.&lt;br /&gt;
* Art. 5 (1): „Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden.“ Die Opfer werden als Sklaven gehalten. Sie müssen unentgeltlich arbeiten.&lt;br /&gt;
* Art. 5 (2): „Niemand darf gezwungen werden, Zwangs- oder Pflichtarbeit zu verrichten.“ Die Opfer werden zur Prostitution gezwungen, daher handelt es sich um Zwangsarbeit für die Täter.&lt;br /&gt;
* Art. 5 (3): „Menschenhandel ist verboten.“ Die Zwangsprostitution ist nach allgemein üblicher Definition integraler Bestandteil des Menschenhandels.&lt;br /&gt;
* Art. 6: „Jede Person hat das Recht auf Freiheit und Sicherheit.“ Die Opfer werden ihrer persönlichen Freiheit beraubt und haben keinerlei Sicherheit.&lt;br /&gt;
* weiterhin betroffen sind: Art. 9 Recht einen Ehe einzugehen, Art. 10 Religionsfreiheit, Art. 11 Informationsfreiheit, Art. 14 Recht auf Bildung, Art. 15 Berufsfreiheit und Recht zu arbeiten (insb. Recht auf Wahl des Berufes), Art. 17 Eigentumsrecht, in vielen Fällen auch Art. 19 Asylrecht (insb. Absatz 2: keine Abschiebung bei zu erwartender unmenschlicher Behandlung), Art. 21 Nichtdiskriminierung, Art. 23 Gleichheit von Frauen und Männern, bei Minderjährigen Opfern Art. 24 Rechte des Kindes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rahmenbeschluss des Rates zur Bekämpfung des Menschenhandels ====&lt;br /&gt;
Dieser Rahmenbeschluss soll die Umsetzung der Charta der Menschenrechte der Europäischen Union (insb. Art. 5 (3)) durch eine Angleichung der einschlägigen Rechtsvorschriften der Mitgliedsländer, vor allem hinsichtlich der internationalen Zusammenarbeit, verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu wurden fußend auf diesen Rahmenbeschluss unter anderem einige Aktionsprogramme ([[STOP]], STOP II, [[DAPHNE]]) und gemeinsame Initiativen (Equal, Bekämpfung der Schleusung von [[Migrant]]en, Austausch von Verbindungsrichtern und -staatsanwälten, Ausbau des europäischen justitiellen Netzes) beschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitgliedsländer hatten bis zum 1. August 2004 Zeit ihre Rechtsvorschriften entsprechend anzupassen und am 1. August 2005 prüft der Rat die Wirksamkeit der Umsetzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insbesondere müssen die Sanktionen der Mitgliedsstaaten für die Täter (auch juristische Personen, z.&amp;amp;nbsp;B. Schleuserfirmen, Geldwäscheunternehmen) „wirksam, angemessen und abschreckend“ sein. Die Höchststrafe für die Täter sollte nicht unter acht Jahren Haft liegen, und es sollten Mittel der innereuropäischen Zusammenarbeit stärker in das nationale Recht einbezogen werden (insbesondere die gemeinsamen Maßnahmen gegen die Geldwäsche und gegen kriminelle Vereinigungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Opfer, besonders wenn sie minderjährig sind, sind zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Taten sind grenzüberschreitend zu verfolgen. Zuständigkeitskonflikte sind zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entschließung des Rates über Initiativen zur Bekämpfung des Menschenhandels, insbesondere Frauenhandels ====&lt;br /&gt;
Mit seiner Entschließung vom 20. Oktober 2003 weist der Rat der Europäischen Union nochmals darauf hin, dass die Umsetzung der oben genannten Charta und des oben genannten Beschlusses von hoher Wichtigkeit sind und von den Mitgliedsstaaten mit angemessener Vehemenz verfolgt werden sollten. Die Problematik des Frauenhandels soll ins Bewusstsein gerückt, und der Frauenhandel soll stärker bekämpft werden als bisher. Hierzu wird insbesondere eine verbesserte Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten angemahnt und die Nutzung bereits bestehender Möglichkeiten gefordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
==== Definition ====&lt;br /&gt;
Als ''Menschenhandel'' bzw. ''Schwerer Menschenhandel'' (in über 99 % der bekannten Fälle handelt es sich faktisch um [[Frauenhandel]]) wird im Kontext des deutschen Strafrechts die sexuelle Ausbeutung einer Person unter 21&amp;amp;nbsp;Jahren, einer Person durch Zwangsprostitution oder die sexuelle Ausbeutung (inkl. Anfertigung [[Pornographie|pornographischen]] Materials oder pornographischer Darbietungen) einer Person, die durch den Aufenthalt in einem für sie fremden Land hilflos ist, genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf in Arbeit, demzufolge Freier von Zwangsprostituierten mit Freiheitsentzug von bis zu zehn Jahren bestraft werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,553865,00.html ''Regierung will Freier mit Haftstrafen abschrecken''.] In: ''[[Spiegel Online]]'', 17. Mai 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== International geschütztes Rechtsgut ====&lt;br /&gt;
In Erweiterung des allgemeinen Gültigkeitsbereiches des deutschen Strafgesetzbuches ([[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]]) werden gem. {{§|6|stgb|juris}} Nr.&amp;amp;nbsp;4 StGB Menschenhandel und schwerer Menschenhandel auch dann verfolgt, wenn die Taten im Ausland begangen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dieser Bereich muss überarbeitet werden, da sich 2005 die Gesetzeslage geändert hat. Die neuen Regelungen zum Menschenhandel sind jetzt in §§ 232 ff StGB zu finden.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschenhandel, §&amp;amp;nbsp;180b StGB ====&lt;br /&gt;
===== Zwangslage, § 180b Abs. 1 Satz 1 StGB =====&lt;br /&gt;
Menschenhandel nach {{§|180b|stgb|juris}} StGB liegt dann vor, wenn jemand zu seiner persönlichen Bereicherung auf eine Person in einer Zwangslage (z.&amp;amp;nbsp;B. Geldnot) dahingehend einwirkt, dass diese Person der Prostitution zum Vorteil des Schädigers nachgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Täter wird in diesen Fällen mit [[Geldstrafe (Deutschland)|Geldstrafe]] oder [[Freiheitsstrafe]] bis zu fünf [[Jahr]]en bestraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hilflosigkeit, § 180b Abs. 1 Satz 2 StGB =====&lt;br /&gt;
Ebenfalls als Menschenhandel nach {{§|180b|stgb|juris}} StGB wird bestraft, wenn der Täter wissentlich zu seinem [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögensvorteil]] auf eine Person, welche durch den Aufenthalt in einem fremden Land hilflos ist, einwirkt, sexuelle Handlungen an oder vor dritten Personen vorzunehmen oder von oder vor Dritten an sich vornehmen zu lassen. Dieser Paragraph umfasst nicht die Prostitution im klassischen Sinne (siehe unten), sondern beispielsweise die Darbietung oder Erstellung [[Pornographie|pornographischen]] Materials unter Ausnutzung des Opfers zum Vermögensvorteil des Täters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Täter wird in diesen Fällen mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Prostitution einer hilflosen Person, § 180b Absatz 2 Nr. 1 StGB =====&lt;br /&gt;
Schärfer bestraft (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zehn Jahren) wird, wer die mit dem Aufenthalt in einem fremden Land verbundene Hilflosigkeit einer Person ausnutzt, um diese zur Prostitution zu überreden ({{§|180b|stgb|juris}}. Ein eigener Vermögensvorteil ist nicht Tatbestandsmerkmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Prostitution von Jugendlichen, § 180b Abs. 2 Nr. 2, Absatz 3 StGB (Gültig bis 11. Februar 2005) =====&lt;br /&gt;
Ebenfalls mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zehn Jahren wird bestraft, wer eine Person unter 21&amp;amp;nbsp;Jahren zur Prostitution überredet. Der Versuch ist gemäß Absatz 3 strafbar. Ein eigener Vermögensvorteil ist hier nicht Tatbestandsmerkmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Paragraph ist aufgehoben.&lt;br /&gt;
Die Aufhebung des § 180b StGB erfolgte durch das 37. Strafrechtsänderungsgesetz vom 11.&amp;amp;nbsp;Februar 2005.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- ===== Gültige Fassung ===== --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== § 180 Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger =====&lt;br /&gt;
(1) Wer sexuellen Handlungen einer Person unter sechzehn Jahren an oder vor einem Dritten oder sexuellen Handlungen eines Dritten an einer Person unter sechzehn Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. durch seine Vermittlung oder&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. durch Gewähren oder Verschaffen von Gelegenheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorschub leistet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Satz 1 Nr. 2 ist nicht anzuwenden, wenn der zur Sorge für die Person Berechtigte handelt; dies gilt nicht, wenn der Sorgeberechtigte durch das Vorschubleisten seine Erziehungspflicht gröblich verletzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2) Wer eine Person unter achtzehn Jahren bestimmt, sexuelle Handlungen gegen Entgelt an oder vor einem Dritten vorzunehmen oder von einem Dritten an sich vornehmen zu lassen, oder wer solchen Handlungen durch seine Vermittlung Vorschub leistet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3) Wer eine Person unter achtzehn Jahren, die ihm zur Erziehung, zur Ausbildung oder zur Betreuung in der Lebensführung anvertraut oder im Rahmen eines Dienst- oder Arbeitsverhältnisses untergeordnet ist, unter Missbrauch einer mit dem Erziehungs-, Ausbildungs-, Betreuungs-, Dienst- oder Arbeitsverhältnis verbundenen Abhängigkeit bestimmt, sexuelle Handlungen an oder vor einem Dritten vorzunehmen oder von einem Dritten an sich vornehmen zu lassen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(4) In den Fällen der Absätze 2 und 3 ist der Versuch strafbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Führungsaufsicht, § 181b StGB ====&lt;br /&gt;
In den Fällen der {{§|180b|stgb|juris}} und {{§|181|stgb|juris}} StGB kann das Gericht gem. {{§|181b|stgb|juris}} StGB [[Führungsaufsicht]] anordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erweiterter Verfall gem. § 181c StGB ====&lt;br /&gt;
In den Fällen der {{§|181|stgb|juris}} und {{§|181a|stgb|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Nr.&amp;amp;nbsp;2 StGB sind die {{§|43a|stgb|juris}}, {{§|73d|stgb|juris}} StGB anzuwenden, wenn die Straftaten bandenmäßig begangen wurden. {{§|73d|stgb|juris}} StGB ist auch anzuwenden, wenn die Taten gewerbsmäßig begangen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{§|73d|stgb|juris}} StGB besagt grob zusammengefasst, dass Gegenstände, die zur Tatausübung benutzt oder aus Erträgen der Taten beschafft worden sind, vom Gericht eingezogen werden können (Details siehe [[Verfall (Recht)|Verfall]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Lagebild des deutschen Bundeskriminalamtes ====&lt;br /&gt;
Nach Angaben aus dem  Lagebild Menschenhandel (inkl. Schwerer Menschenhandel)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bka.de/lageberichte/mh/2003/mh2003.pdf bka.de] (PDU)&amp;lt;/ref&amp;gt; des [[Bundeskriminalamt (Deutschland)|Bundeskriminalamtes]] wurden im Jahre 2003 431 Ermittlungsverfahren wegen Menschenhandels gezählt. Bei den Ermittlungsverfahren ging es in 346 Fällen um ausländische oder nur teilweise um deutsche Opfer. Die Zahl der Ermittlungsverfahren ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 20 % gestiegen, die Zahl der Opfer um 37 % und die der Tatverdächtigen um ca. 35 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Strafverfolgung der Klienten ====&lt;br /&gt;
In Deutschland werden die Kunden von Zwangsprostituierten nicht strafrechtlich verfolgt. Die [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]/[[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]-Fraktion hat 2005 einen Gesetzesentwurf zur Umsetzung des Rahmenbeschlusses des Europäischen Rates zur Bekämpfung des Menschenhandels (2002/629/J)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://europa.eu.int/smartapi/cgi/sga_doc?smartapi!celexapi!prod!CELEXnumdoc&amp;lt;!-- --&amp;gt;&amp;amp;lg=DE&amp;amp;numdoc=32002F0629&amp;amp;model=guichett; eu.int]&amp;lt;/ref&amp;gt; eingebracht, in dem die Bestrafung der Freier gefordert wird, wenn sie mit Zwangsprostitution gerechnet oder diese billigend in Kauf genommen haben. Umstritten war allerdings die Strafandrohung für solche Konsumenten, die lediglich fahrlässig die Dienste von Zwangsprostituierten in Anspruch nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rewi.hu-berlin.de/jura/ls/hnr/forum/Zwangsprostitution.pdf rewi.hu-berlin.de] (PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vorlage wurde in der 15. Legislaturperiode dem Bundestag nicht mehr zum Beschluss vorgelegt. Im September 2006 bestätigte Bundesjustizministerin [[Brigitte Zypries]] (SPD) ein Gesetzesvorhaben der Bundesregierung, wonach erneut eine Strafbarkeit der Freier von Zwangsprostituierten eingeführt werden soll.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2006/40/Zypries?page=all Zypries] In: ''[[Die Zeit]]'', Nr. 40/2006&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Gesetzesänderung soll zu einem Nachlassen der Nachfrage und so zu einer Verkleinerung des Marktes für Zwangsprostituierte führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
==== §&amp;amp;nbsp;216 StGB Zuhälterei ====&lt;br /&gt;
Der {{§|216|STGB|RIS-B}} StGB wurde durch BGBl 2004/15 neugefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besitzt nur Gültigkeit von Straftaten zum Schaden von Inländerinnen im Inland, da {{§|217|STGB|RIS-B}} StGB spezifisch die Rechtsfolgen des grenzüberschreitenden Prostitutionshandels festlegt und somit Spezialnorm für diese Fälle ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Absatz 1 ist derjenige, wer eine Person zur Erlangung einer fortlaufenden Einnahmequelle durch Prostitution ausnutzt, mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr zu bestrafen. Dieser Absatz betrifft nicht die Zwangsprostitution, sondern die Prostitution unter Einwilligung der Prostituierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Absatz 2 sieht für jemanden, der eine Person durch Zwangsprostitution ausnutzt, eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Absatz 3 ist für Taten der Absätze 1 und 2 eine Strafverschärfung auf Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren vorgesehen, wenn die Straftaten als Mitglied einer [[Kriminelle Vereinigung|kriminellen Vereinigung]] (früher „Bande“) begangen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls mit Haftstrafe bis zu drei Jahren wird gemäß Absatz 4 bestraft, wer durch Einschüchterung eine Person davon abhält, die Prostitution aufzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== §&amp;amp;nbsp;217 StGB Grenzüberschreitender Prostitutionshandel ====&lt;br /&gt;
Der {{§|217|STGB|RIS-B}} StGB beschreibt grundsätzlich die gleichen Straftaten wie {{§|216|STGB|RIS-B}} StGB. Diese beziehen sich aber nicht mehr auf inländische Frauen im Inland, sondern auf ausländische Personen –&amp;amp;nbsp;unabhängig davon, ob sie sich schon in ihrer Heimat prostituiert haben&amp;amp;nbsp;– welche zum Zwecke der Prostitution ins Inland verbracht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Absatz 1 sieht für Fälle, in denen die Prostituierten ihrem Gewerbe freiwillig nachgegangen sind, eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vor; bei Gewerbsmäßigkeit der Taten erhöht sich das Strafmaß auf ein Jahr bis zehn Jahre Freiheitsstrafe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Absatz 2 bedroht im Falle der Zwangsprostitution, unabhängig von der Gewerbsmäßigkeit, die Täter mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
Im schweizerischen [[Strafgesetzbuch (Schweiz)|Strafgesetzbuch]] wird [[Menschenhandel]] nur als Handel mit Menschen zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung definiert und unter ''Menschenhandel'' und im Falle der Zwangsprostitution unter ''Förderung der Prostitution'' &amp;lt;!-- So steht es in der Ausgabe stand 27. Juli 2004 --&amp;gt; behandelt. Somit entspricht das StGB in seiner Beschränkung auf den Aspekt der sexuellen Ausbeutung nicht mehr den Definitionen des Menschenhandels der Vereinten Nationen und der Europäischen Union.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2000 reichte Nationalrätin [[Ruth-Gaby Vermot-Mangold]] eine [[Motion (Schweiz)|Motion]] ein, die vom [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]] in ein [[Postulat (Schweiz)|Postulat]] umgewandelt wurde. Darin wird vom Bundesrat verlangt, die Gesetzgebung so anzupassen, dass die vom Menschenhandel betroffenen Personen besser geschützt und die Täter bzw. Kunden effizienter verfolgt werden. Dazu gehört nicht nur eine Revision des [[Opferhilfegesetz]]es, sondern auch des [[Strafrecht]]s, [[Aufenthaltsrecht]]s und [[Ausländerrecht]]s. In der Folge dieses Auftrags setzte der Bundesrat eine interdepartementale Arbeitsgruppe (EJPD, EDI, EDA, EVD, EPD) ein, welche die Rechtslage in der Schweiz prüfen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den Menschenhandel nach der Ratifizierung des Menschenhandels-Zusatzprotokolls der Vereinten Nationen besser bekämpfen zu können, wurde 2003 beim [[Bundesamt für Polizei]] die Koordinationsstelle gegen Menschenhandel und Menschenschmuggel eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschütztes Rechtsgut ====&lt;br /&gt;
Bei dem im Falle von Menschenhandel geschützten Rechtsgut handelt es sich um das [[Selbstbestimmungsrecht]] der betroffenen Person. Beeinträchtigt werden insbesondere die Freiheit der [[Willensbildung]] sowie die [[Entscheidungsfreiheit]]. Da bei einer beeinträchtigten Entscheidungs- oder Willensfreiheit eine eventuelle Einwilligung des Opfers unerheblich ist, wird das Selbstbestimmungsrecht auf jeden Fall verletzt. Der letzte Punkt wird von der ''Interdepartementalen Arbeitsgruppe Menschenhandel'' sehr kritisch gesehen, da hier die Gefahr bestehe, die Opfer zu bevormunden, was seinerseits nicht mit dem Selbstbestimmungsrecht dieser Personen vereinbar sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erweiterte Strafverfolgung, Art. 6 Absatz 1 StGB ====&lt;br /&gt;
Da die Schweiz sich durch Ratifizierung des Menschenhandels-Zusatzprotokolls der Vereinten Nationen verpflichtet hat, auch Menschenhandel, welcher im Ausland begangen wurde zu verfolgen, kommt gemäß Art. 6 Absatz 1 StGB auch in diesen Fällen das Schweizer Strafrecht zur Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschenhandel, Art. 196 StGB ====&lt;br /&gt;
Nach Absatz 1 wird mit Gefängnisstrafe nicht unter sechs Monaten der bestraft, welcher mit Menschen zum Zwecke der Prostitution oder sexuellen Ausbeutung (wörtlich „um der Unzucht eines anderen Vorschub zu leisten“) Handel treibt. Die Höchststrafe ergibt sich aus Art. 36 StGB (Definition Gefängsnisstrafe) und beträgt, da nichts anderes bestimmt ist, drei Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß Absatz 2 ist der Versuch ebenfalls strafbar und wird mit Zuchthaus (Art. 35 StGB: ein Jahr bis maximal 20 Jahre, Lebenslänglich nur bei ausdrücklicher Erwähnung) oder Gefängsnisstrafe bis zu fünf Jahren (Mindeststrafe gemäß Art. 36 StGB Drei Tage) bestraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich ist gemäß Absatz 3 in jedem Fall eine Haftstrafe zu verhängen. &amp;lt;!-- Meint das Wort „Buße“ das wirklich? --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Förderung der (Zwangs-)Prostitution, Art. 195 3. und 4. Halbsatz StGB ====&lt;br /&gt;
Mit [[Zuchthaus]] bis zu zehn Jahren oder Gefängnis (siehe oben) wird bestraft, wer eine Person in der Prostitution festhält. Gemäß dem 3. Halbsatz StGB ist schon die Beeinträchtigung der Handlungsfreiheit einer Prostituierten strafbar. Der Begriff ist also viel weiter definiert als im deutschen Strafrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelfälle ==&lt;br /&gt;
=== Zwangsprostitution im Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Zwangsprostitution findet sich häufig zu Kriegszeiten, teilweise wird Zwangsprostitution systematisch als Mittel zur Kriegführung eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Berichte finden sich über Zwangsprostitution im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], wobei auf Seiten verschiedener Kriegsparteien insbesondere Frauen systematisch sexuell missbraucht worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs wurden von der [[Wehrmacht]] und der [[Schutzstaffel|SS]] Hunderte von [[Bordell]]en eingerichtet ([[Wehrmachtsbordell]] und [[Lagerbordell]]). Zehntausende von Frauen wurden zur Prostitution gezwungen. Frauen, die sich bei dieser Form der Zwangsarbeit mit Geschlechtskrankheiten angesteckt hatten, wurden erschossen. Obwohl der sexuelle Kontakt mit Nicht-Ariern als strafbar und verwerflich galt, waren Vergewaltigungen und Zwangsprostitution, ausgeübt von deutschen Soldaten, an der Tagesordnung. Auch nach Beendigung der Kampfhandlungen, während der Besatzung, wurden Mädchen und junge Frauen in speziellen regulären Aktionen durch deutsche Polizeibeamte auf offener Straße festgenommen und zur Zwangsprostitution in Bordelle geschickt. Dieses Thema galt nach Kriegsende in Deutschland und auch in den einst deutsch besetzten Gebieten als [[Tabu]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der deutschen Niederlage während der Besatzungszeit finden sich Berichte vor allem über Zwangsprostitution in der [[Sowjetische Besatzungszone|sowjetischen Besatzungszone]] (SBZ), beispielsweise in Marta Hillers autobiographischem Werk „[[Eine Frau in Berlin]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Ostasien]] und [[Südostasien]] zwang die [[Kaiserlich Japanische Armee|japanische Armee]] Mädchen und Frauen zur Prostitution und bezeichnete sie euphemistisch als ''[[Trostfrauen]]''.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.japan-access.de/japanische-kultur/artikel/trostfrauen-im-weltkrieg2.htm JAPAN access:]  Rehabilitationsproblematik der ehem. Trostfrauen in Japan. Artikel + weiterführende Links.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--gehört in den Zielartikel!--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwangsprostitution im Kosovo ===&lt;br /&gt;
Durch einen Bericht des Fernsehmagazines  »[[Weltspiegel]]« wurde im Dezember 2000 die systematische Ausnutzung von Zwangsprostituierten durch deutsche KFOR- und UNMIK-Soldaten publik.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www2.amnesty.de/__C1256A380047FD78.nsf/0/057582B56389CF43C1256E8D002F50D4?Open&amp;amp;Highlight=2,kosovo AI-Deutschland über Zwangs- und Kinderprostitution im Kosovo]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.amnesty.at/vaw/cont/laender/kosmet/ AI-Österreich mit E-Mail Kampagne gegen Zwangsprostitution im Kosovo]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Mazedonien und im Kosovo stationierte deutsche Soldaten hatten laut einem Bericht von Amnesty International vom Mai 2004&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wdr.de/tv/monitor/beitrag.phtml?bid=629&amp;amp;sid=119 MONITOR Nr. 524 am 30. September 2004: Kosovo: Deutsche Soldaten bei Zwangsprostituierten]&amp;lt;/ref&amp;gt; sexuelle Zwangsdienste von verschleppten Frauen und [[Kinderprostitution|Kinderprostituierten]] in Anspruch genommen&amp;lt;ref&amp;gt;Amnesty International: ''[http://web.amnesty.org/library/Index/ENGEUR700102004 Kosovo (Serbia and Montenegro) „So does it mean that we have the rights?“ Protecting the human rights of women and girls trafficked for forced prostitution in Kosovo]'' 6. Mai 2004, Kapitel 6&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehemalige Zwangs- und Kinderprostituierte aus dem Kosovo haben ausgesagt, dass deutsche Soldaten und Offiziere regelmäßig unter ihren Kunden gewesen seien. Im Gegensatz zu den einheimischen Freiern hätten die Deutschen die Prostituierten nicht misshandelt. Deswegen habe man sie auch um Hilfe gebeten bei dem Versuch, aus der unerträglichen Lage zu entkommen. Die vernommenen Deutschen bestreiten dies, auch von vergitterten Fenstern der „Zimmer“ der Frauen habe man nichts gewusst. Trotz Bekanntwerden stieg die Zahl der Bordelle nach Angaben der UN-Verwaltung von 1999 mit 18 Etablissements, in denen Frauen zur Prostitution gezwungen wurden, auf 2004 schon 200 einschlägige Einrichtungen&amp;lt;ref name=&amp;quot;AI-J-2004&amp;quot;&amp;gt;Amnesty International: ''[http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/AlleDok/95E2E0A471317A92C1256EA1004B8F45?Open In schlechter Gesellschaft.]'' ai-Journal Juni 2004&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Medica mondiale'', eine Hilfsorganisation für traumatisierte Frauen, wirft dem Bundesverteidigungsministerium vor, die Verfehlungen der Soldaten zu vertuschen und sich der Unterlassung (eigentlich richtiger: Vernachlässigung der Dienstaufsicht) schuldig zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18803/1.html (tp 15. November 2004:) Zwangsprostitution im Kosovo: Ministerium weiß von nichts]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Hauptproblem wird daran gesehen, dass die Militärführung (im Gegensatz zu früheren Zeiten, in welchen die Einrichtung von Militärbordellen sogar militärärztliche Pflicht war, und im Gegensatz zu anderen Staaten, wie z.&amp;amp;nbsp;B. Frankreich) auf die sexuellen Befindlichkeiten der Soldaten fernab der Heimat keine bzw. falsche Rücksicht nimmt und stattdessen die kollektive „Enthaltsamkeit“ propagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2004 erschien ein Enthüllungsbericht der UNO-Mitarbeiter Kenneth Cain, Heidi Postlewait und Andrew Thomson mit dem Titel ''Emergency Sex and Other Desperate Measures, a True Story from Hell on Earth.'' In ihrem Buch berichten die Autoren von ausschweifenden Sex-Partys mit zur Prostitution gezwungenen Frauen und Mädchen, Korruption sowie Drogenmissbrauch auf Missionen in Haiti, Liberia, Somalia – und im Kosovo. Um das Image der ohnehin angeschlagenen Weltorganisation nicht weiter zu demolieren, erwog der damalige Generalsekretär Kofi Annan Presseberichten zufolge rechtliche Maßnahmen gegen die Veröffentlichung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AI-J-2004&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Menschenhandel]]&lt;br /&gt;
* [[Frauenhandel]]&lt;br /&gt;
* [[Kinderhandel]]&lt;br /&gt;
* [[Kinderprostitution]]&lt;br /&gt;
* [[Trostfrauen]]&lt;br /&gt;
* [[Wehrmachtsbordell]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesetzestexte ==&lt;br /&gt;
Vereinte Nationen:&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Allgemeine Erklärung der Menschenrechte}}&lt;br /&gt;
* [http://www.unodc.org/pdf/crime/final_instruments/383e.pdf UN-Übereinkommen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität Volltext (en.)] (PDF; 426&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/aussenpolitik/vn/konventionen_ok_html UN-Konvention gegen grenzüberschreitende Kriminalität] Info [[Auswärtiges Amt]]&lt;br /&gt;
* [http://www.runiceurope.org/german/wiso/frauen/nr4.pdf Hintergrundinformation Nr. 4 der UN zu „Frauen 2000“] (PDF)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Europäische Union:&lt;br /&gt;
* [http://eur-lex.europa.eu/smartapi/cgi/sga_doc?smartapi!celexapi!prod!CELEXnumdoc&amp;amp;lg=DE&amp;amp;numdoc=32002F0629&amp;amp;model=guichett Rahmenbeschluss des Rates vom 19. Juli 2002 zur Bekämpfung des Menschenhandels (Volltext)] &amp;lt;!-- Hab ihn! --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [http://europa.eu/scadplus/leg/de/lvb/l33137.htm Rahmenbeschluss des Rates zur Bekämpfung des Menschanhandels (Zusammenfassung)]&lt;br /&gt;
* [http://eur-lex.europa.eu/smartapi/cgi/sga_doc?smartapi!celexapi!prod!CELEXnumdoc&amp;amp;lg=DE&amp;amp;numdoc=32003G1029(02)&amp;amp;model=guichett Entschließung des Rates vom 20. Oktober 2003 über Initiativen zur Bekämpfung des Menschenhandels, insbesondere des Frauenhandels]&lt;br /&gt;
Deutschland:&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Übereinkommen zwischen dem Deutschen Reich und den Niederlanden zum Schutze verkuppelter weiblicher Personen|Übereinkommen zwischen dem Deutschen Reich und den Niederlanden zum Schutze verkuppelter weiblicher Personen. Vom 15. November 1889}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Übereinkommen zwischen dem Deutschen Reich und Belgien zum Schutze verkuppelter weiblicher Personen|Übereinkommen zwischen dem Deutschen Reich und Belgien zum Schutze verkuppelter weiblicher Personen. Vom 4. September 1890}}&lt;br /&gt;
Österreich:&lt;br /&gt;
* [http://www.sbg.ac.at/ssk/docs/stgb/stgb_index.htm Übersicht Strafgesetzbuch]&lt;br /&gt;
Schweiz:&lt;br /&gt;
* [http://www.admin.ch/ch/d/sr/3/311.0.de.pdf Schweizerisches Strafgesetzbuch im Volltext] (PDF; 891 kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.ofj.admin.ch/themen/menschenhandel/ber-menschenhandel-d.pdf Polizeibericht über Menschenhandel in der Schweiz und international] (PDF)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Philipp Thiée (Hrsg.): ''Menschen Handel – wie der Sexmarkt strafrechtlich reguliert wird.'' Berlin 2008, ISBN 978-3-9812213-0-5.&lt;br /&gt;
* Jochen Thielmann: ''Die Grenze des Opferschutzes''. In: ''Der Strafverteidiger.'' 2006, S. 41.&lt;br /&gt;
* [[Mary Kreutzer]], [[Corinna Milborn]]: ''Ware Frau. Auf den Spuren moderner Sklaverei von Afrika nach Europa''. [[Ecowin Verlag]], Salzburg 2008, ISBN 978-3-902404-57-2.&lt;br /&gt;
* Kevin Bales: ''Understanding global slavery. A reader''. University of California Press, Berkeley, Calif. 2005, ISBN 0-520-24506-7.&lt;br /&gt;
* Alexandra Geisler: ''Gehandelte Frauen. Menschenhandel zum Zweck der Prostitution mit Frauen aus Osteuropa''. Trafo-Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-89626-530-X.&lt;br /&gt;
* Manfred Paulus: ''Frauenhandel und Zwangsprostitution. Tatort Europa''. VPD, Hilden 2003, ISBN 3-8011-0487-7.&lt;br /&gt;
* Yoshimi Yoshiaki: ''Comfort women. Sexual slavery in the Japanese military during world war II''. CUP, New York 2000, ISBN 0-231-12032-X.&lt;br /&gt;
* Martina Schuster, Almut Sülzle: ''Zwangsprostitution, Sexarbeit, Menschenhandel und die WM 2006. Gutachten zu Kampagnen zu Prostitution und Menschenhandel in Deutschland im Umfeld der Fußballweltmeisterschaft der Männer 2006''. Wien 2006. [www.service-ev.de/archiv.html]&lt;br /&gt;
* [[Lea Ackermann]], [[Inge Bell]], Barbara Koelges: ''Verkauft, versklavt, zum Sex gezwungen: das große Geschäft mit der Ware Frau''. 1. Aufl. Kösel, München 2005, ISBN 3-466-30691-4.&lt;br /&gt;
* Mandy Kopp: ''Die Zeit des Schweigens ist vorbei'', Marion von Schröder Verlag 2013, ISBN 978-3547711929&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/panorama/justiz/sachsensumpf-wie-die-justiz-mandy-kopp-stigmatisierte-a-891227.html Björn Menze: ''Ehemalige Zwangsprostituierte: Wie die Justiz Mandy Kopp stigmatisierte'', Spiegel Online 6. April 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
Lageberichte zum Menschenhandel in der Bundesrepublik Deutschland des [[Bundeskriminalamt (Deutschland)|Bundeskriminalamtes]]:&lt;br /&gt;
*[http://www.bka.de/lageberichte/mh/2005/mh2005.pdf Bundeslagebericht 2005 vom Juli 2006]&lt;br /&gt;
*[http://www.bka.de/lageberichte/mh/2004/mh2004.pdf Bundeslagebericht 2004 vom August 2005]&lt;br /&gt;
*[http://www.bka.de/lageberichte/mh/2003/mh2003.pdf Bundeslagebericht 2003 vom Juli 2004]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.oeh.univie.ac.at/uploads/media/frauenforscherin-ws1112.pdf Das schwedische Modell:] ''Frauenfrieden,'' von Sonja Plessl (insbes. zur Situation in Österreich)&amp;lt;ref&amp;gt;als Print ''Die erste Heimat.'' in &amp;quot;Zwischenwelt. Zeitschrift der [[Theodor Kramer Gesellschaft]], H. 1-2, Februar 2011, S. 23 - 30&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Besondere Strafrechtslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Art der Prostitution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schattenwirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.a-wissing.de/mediawiki-1170/index.php/Cyber-Grooming</id>
		<title>Cyber-Grooming</title>
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				<updated>2013-12-29T19:11:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: 1 Version&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mit dem englischen Begriff '''Cyber-Grooming''' (aus  dem Englischen: ''to groom'' = ''striegeln, zurechtmachen, vorbereiten''; zu Deutsch sinngemäß ''Internet-Anbahnung'') wird das gezielte Ansprechen von Personen im Internet mit dem Ziel der Anbahnung sexueller Kontakte bezeichnet. Es kann sich demnach um eine besondere Form der [[Sexuelle Belästigung|sexuellen Belästigung]] im Internet handeln. Während sich der Begriff im Englischen sowohl auf Voll- als auch auf Minderjährige beziehen kann, hat er sich im Deutschen als auf Minderjährige (Kinder und Jugendliche) bezogen eingebürgert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es soll zunächst argloses Vertrauen erworben werden, um dann Straftaten wie etwa die Anfertigung [[Kinderpornografie|kinderpornografische Aufnahmen]] oder [[Sexueller Missbrauch|sexuellen Missbrauch]] an ihnen zu verüben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.stern.de/panorama/cyber-grooming-im-chat-gefaehrliche-anmache-im-internet-648531.html | titel=Cyber Grooming im Chat: Gefährliche Anmache im Internet | autor=Malte Arnsperger | hrsg=[[Stern (Zeitschrift)|stern]] | datum=2008-12-13 | zugriff=2013-06-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://ec.europa.eu/information_society/activities/sip/docs/pub_consult_age_rating_sns/results/forth_a532714.pdf | titel=A response by FORTH/ICS | hrsg=[[Europäische Kommission]] | datum=2008-08-12 | zugriff=2013-06-10 | format=[[Portable Document Format|PDF]]; 46&amp;amp;nbsp;kB | kommentar=Seite 4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtslage ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
In Deutschland ist Cyber-Grooming seit dem 1. April 2004&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/XBCBGI0367.pdf | titel=Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil 1 Nr. 67 | hrsg=[[Bundesgesetzblatt (Deutschland)|Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH]] | werk=[[Landtag Nordrhein-Westfalen|Landtag NRW]] | datum=2003-12-30 | zugriff=2013-06-10 | format=[[Portable Document Format|PDF]]; 7,6&amp;amp;nbsp;MB | kommentar=Seite 3008, Absatz 13 und Seite 3011, Artikel 9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bei unter 14-jährigen Personen verboten. Dafür wurde der damals neue [http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__176.html § 176 Absatz 4 Nr. 3 StGB] ([[Strafgesetzbuch (Deutschland)|Strafgesetzbuch]]) geschaffen:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=(4) Mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer&lt;br /&gt;
[...]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
3. auf ein [[Kind]] durch Schriften (§ 11 Abs. 3) einwirkt, um es zu sexuellen Handlungen zu bringen, die es an oder vor dem Täter oder einem Dritten vornehmen oder von dem Täter oder einem Dritten an sich vornehmen lassen soll [...].&lt;br /&gt;
 |Quelle=[http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__176.html Bundesministerium der Justiz: § 176 StGB]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn Cyber-Grooming in den Medien teilweise als „Schutzlücke“ diskutiert wird, gibt es diese rechtliche Handhabe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/rtl-2-show-tatort-internet-irrefuehrung-als-programm-a-725655.html | titel=RTL-2-Show &amp;quot;Tatort Internet&amp;quot;: Irreführung als Programm | autor=Dietmar Hipp | hrsg=[[Spiegel Online]] | datum=2010-10-30 | zugriff=2013-06-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unstreitig ist allerdings, dass die Verwirklichung des  Tatbestandes oft nur schwer nachzuweisen ist. Eine Strafbarkeit wegen Versuchs ist gemäß § 176 Absatz 6 StGB ausdrücklich ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
In Österreich war Cyber-Grooming bis 2012 legal. Dies änderte sich mit der Strafgesetznovelle 2011, die am 1. Januar 2012 in Kraft trat und Cyber-Grooming bei unter 15-jährigen Personen verbietet. Der neu geschaffene § 208a [[Strafgesetzbuch (Österreich)|StGB]] lautet:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=(1) Wer einer [[Unmündigkeit|unmündigen]] Person in der Absicht, an ihr eine strafbare Handlung nach den §§ 201 bis 207a Abs. 1 Z 1 zu begehen&amp;lt;ref name=&amp;quot;para&amp;quot; group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1. im Wege einer Telekommunikation, unter Verwendung eines Computersystems oder&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. auf sonstige Art unter Täuschung über seine Absicht ein persönliches Treffen vorschlägt oder ein solches mit ihr vereinbart und eine konkrete Vorbereitungshandlung zur Durchführung des persönlichen Treffens mit dieser Person setzt,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ist mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu bestrafen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(2) Nach Abs. 1 ist nicht zu bestrafen, wer freiwillig und bevor die Behörde (§ 151 Abs. 3) von seinem Verschulden erfahren hat, sein Vorhaben aufgibt und der Behörde sein Verschulden offenbart.&lt;br /&gt;
|Quelle=[http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2011_I_130/BGBLA_2011_I_130.pdf Bundesgesetzblatt für das 130. Bundesgesetz: Strafgesetznovelle 2011]}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;para&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei den angesprochenen strafbaren Handlungen handelt es sich um [[Vergewaltigung]], [[geschlechtliche Nötigung]], [[Sexueller Missbrauch von Unmündigen|(schweren) sexuellen Missbrauch]], und die [[Kinderpornografie#Österreichisches Recht|Herstellung von pornographischen Darstellungen]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das österreichische Recht verbietet somit nicht nur Cyber-Grooming an sich, sondern auch die Kontaktaufnahme zu sexuellen Zwecken im realen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== EU-Richtlinie ===&lt;br /&gt;
In der am 17. Dezember 2011 in Kraft getretenen [[Richtlinie (EU)|EU-Richtlinie]] 2011/93/EU ist vorgesehen, in den Mitgliedsstaaten der [[Europäische Union|Europäischen Union]] auch den Versuch der „Kontaktaufnahme zu Kindern für sexuelle Zwecke“ (auch im realen Raum) unter Strafe zu stellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:32011L0093:DE:NOT | titel=Richtlinie 2011/93/EU | hrsg=[[EUR-Lex]] | datum=2011-12-13 | zugriff=2013-06-10 | kommentar=Artikel 6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während in Österreich diesen Teil der Richtlinie bereits umgesetzt hat (siehe oben), hat Deutschland dies bislang nicht getan.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/besserer-schutz-von-kindern-vor-cyber-grooming-a-904532.html | titel=Besserer Schutz von Kindern vor Cyber-Grooming | hrsg=[[Der Spiegel]] | datum=2013-06-09 | zugriff=2013-06-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Cybersex]]&lt;br /&gt;
* [[Sexting]], [[Stalking]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.saferinternet.at/sexualitaet-internet/ saferinternet.at: ''Sexualität &amp;amp; Internet''] mit Fragen und Antworten über Cyber-Grooming&lt;br /&gt;
* [http://wwwpsy1.uni-muenster.de/Psychologie.inst3/AEbromme/fortbildung/fachkom/gwi/prae.html#belaestigung Projekt gegen sexuelle Belästigung an der Universität Münster]&lt;br /&gt;
* [http://www.wn.de/Muenster/2011/01/Nachrichten-Muenster-Jedes-zweite-Maedchen-im-Chat-belaestigt ''Jedes zweite Mädchen im Chat belästigt''], [[Westfälische Nachrichten|WN]] 12. Januar 2011&lt;br /&gt;
* [http://www.stern.de/tv/sterntv/stern-tv-rtl-internet-chat-wie-kinder-sexuell-belaestigt-werden-552186.html ''Internet-Chat: Wie Kinder sexuell belästigt werden''], [[stern TV]], 28. Dezember 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädophilie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.a-wissing.de/mediawiki-1170/index.php/Happy_Slapping</id>
		<title>Happy Slapping</title>
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				<updated>2013-12-29T19:11:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: 1 Version&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als '''Happy Slapping''' ({{enS}} etwa für ‚lustiges Schlagen‘) wird ein körperlicher Angriff ([[Körperverletzungsdelikt]]) auf meist unbekannte [[Passant]]en, aber auch Mitschüler oder Lehrer bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf ==&lt;br /&gt;
Vorfälle von Happy Slapping laufen verschiedenartig ab und sind meist als Freizeitspaß zwischen Jugendlichen zu sehen, die ihr gegenseitiges Necken und Ärgern über das Internet oder über Kamerahandys öffentlich machen. Eine kriminelle Variante läuft meist nach einem ähnlichen Muster ab:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich meist um ein „Gruppendelikt mit Verobjektivierung des Opfers für eine Kamera“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Birgit Richard, Jan Grünwald, Marcus Recht, Nina Metz|Titel=Flickernde Jugend – Rauschende Bilder. Netzkulturen im Web 2.0|Verlag=Campus Verlag|Ort=Frankfurt am Main|Jahr=2010|ISBN=978-3-593-39305-6|Seiten=171}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die jugendlichen Angreifer laufen dabei auf ihr [[Opfer (Kriminologie)|Opfer]] zu und schlagen es unvermittelt z.&amp;amp;nbsp;B. ins Gesicht. Die verdutzte Reaktion des Opfers wird üblicherweise von einem weiteren Beteiligten mit einer [[Fotohandy|Handy-]] oder [[Camcorder|Videokamera]] gefilmt. Die Aufnahmen werden anschließend im [[Internet]] veröffentlicht oder per Mobiltelefon verbreitet und führen über die Veröffentlichung zur weiteren Erniedrigung des Opfers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitunter werden Opfer auch bis zur Bewusstlosigkeit verprügelt, unter Wasser gehalten, anderweitig verletzt, sexuell genötigt oder vergewaltigt. Die Angreifer flüchten daraufhin, ohne sich um das Opfer zu kümmern. Diese schwerstkriminellen Formen kommen jedoch &amp;lt;!-- laut? --&amp;gt;„im schulischen Kontext kaum vor. Dagegen weisen psychische und verbale Formen eine besorgniserregende Normalisierung auf.“ &amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Birgit Richard, Jan Grünwald, Marcus Recht, Nina Metz|Titel=Flickernde Jugend – Rauschende Bilder. Netzkulturen im Web 2.0|Verlag=Campus Verlag|Ort=Frankfurt am Main|Jahr=2010|ISBN=978-3-593-39305-6|Seiten=171–172}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Als mediale Vorläufer gilt zum einen eine Reihe von Werbespots für die Limonadenmarke [[Tango (Getränk)|Tango]] von 1993. In den Spots trinkt jemand auf der Straße aus einer Flasche Tango und wird dann von einem orangefarbenen, nackten Mann geohrfeigt, der nur in [[Zeitlupe]] erkennbar ist. Danach wird der [[Slogan]] „''You know, when you’ve been tangoed''“ (etwa „Du merkst, wenn du getangot wurdest“) eingeblendet. Der Spot musste wenig später vom Markt genommen werden, da er von Kindern und Jugendlichen imitiert wurde. Zum anderen werden für die Entstehung des Happy Slappings verschiedene TV-Formate wie ''[[Jackass]]'' und ''[[Viva La Bam]]'' verantwortlich gemacht. In einem der Vorgängerformate ''[[Camp Kill Yourself]]'' ist ein Überraschungsangriff zwischen den Protagonisten ein [[Running Gag]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Birgit Richard, Jan Grünwald, Marcus Recht, Nina Metz|Titel=Flickernde Jugend – Rauschende Bilder. Netzkulturen im Web 2.0|Verlag=Campus Verlag|Ort=Frankfurt am Main|Jahr=2010|ISBN=978-3-593-39305-6|Seiten=165–167}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Happy Slapping begann als Freizeitspaß unter britischen Jugendlichen. Später wurden auch auf dem europäischen Festland von vereinzelten Vorfällen berichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2005 fanden im schweizerischen [[Winterthur]] und [[Basel]] mehrere Happy-Slapping-Angriffe statt. Am 18. Juni 2005 verhaftete die Polizei in England vier Jugendliche, die im Zuge einer solchen Aktion ein elfjähriges Mädchen [[Vergewaltigung|vergewaltigt]] hatten. Ein ähnlicher Fall führte in Polen zum [[Suizidfall Ania in Danzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vereinzelt wurden in Deutschland wegen Happy Slapping Schüler vom Unterricht ausgeschlossen. Ein solcher Unterrichtsausschluss ist rechtmäßig.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kostenlose-urteile.de/Suspendierung-vom-Schulunterricht-wegen-undx201EHappy-slappingundx201C-zulaessig.news9157.htm Suspendierung vom Schulunterricht wegen „Happy-slapping“ zulässig] – Meldung vom 5. Februar 2010 auf www.kostenlose-urteile.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berichterstattung und Ausmaß ==&lt;br /&gt;
Über Happy Slapping wurde in der englischen, deutschsprachigen sowie internationalen Presse intensiv berichtet. Es bleibt allerdings unklar, wie verbreitet solche Angriffe tatsächlich sind. Kritiker der medialen Berichterstattung wie der britische Kulturforscher Graham Barnfield meinen, dass es sich hierbei vor allem um ein Medienphänomen handele. Sie belegen das mit der geringen Anzahl der dokumentierten Übergriffe und kritisieren die [[Massenmedien]], die Einzelfälle zu einem Massenphänomen hochzustilisieren und nicht immer objektiv darüber zu berichten. Ebenso seien viele dieser Gewaltvideos inszeniert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/panorama/happy-slapping-es-gibt-einfach-keinen-respekt-mehr-1.675960 ''Es gibt einfach keinen Respekt mehr''], [[Süddeutsche Zeitung]], 28. Juni 2005&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der anderen Seite wird von einer hohen [[Dunkelziffer]] ausgegangen, da eine Anzeige aus Schamgefühl meist nicht erwogen wird. In einer Befragung von 3.600 Jugendlichen, durchgeführt vom [[Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen|Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen]], äußerte sich jeder zehnte Jugendliche über derartige Gewalterfahrungen. Der JIM-Jugendstudie 2009 des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest zufolge hat von den 1.200 befragten Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 19 Jahren bereits jeder dritte Jugendliche erlebt, dass eine Prügelei per Handy aufgezeichnet wurde: „Ein Drittel der Handybesitzer hat schon einmal mitbekommen, dass eine Prügelei mit dem Handy aufgezeichnet wurde, dies waren überwiegend echte Auseinandersetzungen (26 %) und keine gestellten Szenen (6 %). Jungen werden bei gestellten Szenen öfter Zeuge als Mädchen. Stärker betroffen sind generell die mittleren Altersstufen zwischen 14 und 17 Jahren. Was den Bildungshintergrund betrifft, sind Hauptschüler doppelt so häufig Zeuge solcher Vorfälle wie Gymnasiasten.“&amp;lt;ref&amp;gt;JIM-Studie (Jugend, Informarion, (Multi-)Media) 2009, Medienpädagogischer Forschungsverband Südwest (Hrsg.), Stuttgart 2009, S. 58 f, ([http://www.mpfs.de/fileadmin/JIM-pdf09/JIM-Studie2009.pdf PDF-Datei; 814&amp;amp;nbsp;kB]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Motive ==&lt;br /&gt;
Der Medienpädagoge Fred Schell äußerte sich zur solchen Taten zugrundeliegenden Motivation folgendermaßen: „In einer Gesellschaft in der eine mediale Präsentation eigentlich üblich ist – Alles wird medial präsentiert, ob das Waren sind, Dienstleistungen, Menschen, die ganze Politik ist heut 'ne mediale Inszenierung. Dann muss man sich nicht wundern, wenn Jugendliche bei ihren Handlungen und Tätigkeiten sich auch medial inszenieren.“ Der Kriminologe [[Christian Pfeiffer]] sagte: „Wir alle tendieren doch dazu, dass wir Höhepunkte unseres Lebens filmisch oder fotografisch festhalten wollen. Jugendliche tun das auf ihre Weise: Für sie ist das der Höhepunkt der Woche, wenn sie jemand anderes beim Prügeln besiegt haben, wenn sie ihn richtig am Boden hatten. Und das wollen sie dann auch noch filmisch dokumentieren, es prahlend anderen zeigen und den Gegner demütigen, das ist das Motiv hinter 'Happy Slapping'.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20080115190427/http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID3022838,00.html Horror-Trend „Happy Slapping“], [[Norddeutscher Rundfunk|NDR]], 28. August 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Cyber-Mobbing]]&lt;br /&gt;
* [[Gewaltdarstellung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Judith Hilgers: ''Inszenierte und dokumentierte Gewalt Jugendlicher: Eine qualitative Untersuchung von Happy slapping-Phänomenen'', VS Verlag, 2011, ISBN 978-3-531-17400-6&lt;br /&gt;
* Lüpke, M./Neumann,U. (2010): ''Gewaltprävention 2.0 – Digitale Herausforderungen'' Marburg: Schueren. ISBN 978-3-89472-227-2.&lt;br /&gt;
* Birgit Richard, Jan Grünwald &amp;amp; Marcus Recht: Happy Slapping: ''Medien- und bildanalytische Sicht eines aktuellen Phänomens'' In: Herbert Scheithauer, Tobias Hayer, Kay Niebank (Hrsg.): ''Problemverhalten und Gewalt im Jugendalter. Erscheinungsformen, Entstehungsbedingungen und Möglichkeiten der Prävention'', Kohlhammer Verlag Stuttgart 2008, ISBN 978-3-17-019507-3&lt;br /&gt;
* Florian Rötzer: [http://www.heise.de/tp/artikel/20/20004/1.html ''Das brutale Spaß-Happening für die Handy-Kamera''], [[Telepolis]], 30. April 2005&lt;br /&gt;
* Güner Balci und Anna Reimann: [http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,418236,00.html GEWALTVIDEOS AUF DEM HANDY – „''Verprügelt, vergewaltigt und gefilmt''“], [[Spiegel Online]], 13. Juni 2006&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Birgit Richard, Jan Grünwald, Marcus Recht, Nina Metz|Titel=Flickernde Jugend – Rauschende Bilder. Netzkulturen im Web 2.0|Verlag=Campus Verlag|Ort=Frankfurt am Main|Jahr=2010|ISBN=978-3-593-39305-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Filme ===&lt;br /&gt;
* [[Philipp Käßbohrer]]: ''[[Gemeinsam Allein]]'', Kurzfilm, 19 Minuten, Deutschland, 2008&lt;br /&gt;
* Simon Ellis: ''Soft'', Kurzfilm, 14 Minuten, Großbritannien, 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://jugendinfo.de/themen.php/384/11767/gewalt-und-sex-filme-auf-dem-handy.html Gewalt-und Sex-Filme auf dem Handy?] – Flyer zum Thema „Happy Slapping“ für Jugendliche auf www.jugendinfo.de&lt;br /&gt;
* [http://www.polizei-beratung.de/vorbeugung/jugendkriminalitaet/gewaltvideos_auf_schuelerhandys/ Tipps der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes]&lt;br /&gt;
* [http://www.asw-trier.de/inszenierte-gewalt Forschungsprojekt zum Thema „Happy Slapping“ der AG sozialwissenschaftliche Forschung und Weiterbildung (asw) e.&amp;amp;nbsp;V. an der Universität Trier]&lt;br /&gt;
* [https://www.datenschutzzentrum.de/schule/happy-slapping.pdf Rat für Kriminalitätsverhütung in Schleswig-Holstein: Happy Slapping und mehr…] (PDF-Datei; 1,12 MB)&lt;br /&gt;
* Kurzfilm „[http://www.youtube.com/watch?v=z_6AdoHn4EU&amp;amp;feature=youtu.be ABSEITS Handygewalt]“ von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes und dem Informationszentrum Mobilfunk&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalität]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewalt an Schulen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://www.a-wissing.de/mediawiki-1170/index.php/Cyber-Mobbing</id>
		<title>Cyber-Mobbing</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://www.a-wissing.de/mediawiki-1170/index.php/Cyber-Mobbing"/>
				<updated>2013-12-29T19:11:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: 1 Version&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Mit den aus dem Englischen kommenden Begriffen '''Cyber-Mobbing''', auch '''Internet-Mobbing''', '''Cyber-Bullying''' sowie '''Cyber-Stalking''' werden verschiedene Formen der [[Diffamierung]], Belästigung, Bedrängung und Nötigung anderer Menschen oder Firmen mit Hilfe elektronischer Kommunikationsmittel über das [[Internet]], in [[Chat]]rooms, beim [[Instant Messaging]] und/oder auch mittels [[Mobiltelefon]]en bezeichnet. Dazu gehört auch der Diebstahl von (virtuellen) Identitäten, um in fremden Namen Beleidigungen auszustoßen oder Geschäfte zu tätigen usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine repräsentative Studie der [[Universität Münster]] zusammen mit der [[Techniker Krankenkasse]] kam 2011 zu dem Ergebnis, dass mittlerweile 32 % (in NRW sogar 36 %) der Jugendlichen und jungen Erwachsenen als Opfer von Cybermobbing betroffen sind. 21 % der Befragten konnten sich vorstellen, auch als Täter im Internet aufzutreten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tk.de/tk/kinder-jugendliche-und-familie/gewalt-gegen-kinder/cybermobbing/343730 Umfrageergebnisse TK]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Opfer werden durch Bloßstellung im Internet, permanente Belästigung oder durch Verbreitung falscher Behauptungen [[Mobbing|gemobbt]]. Die Täter werden in diesem Zusammenhang auch als ''Bullies'' bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Motive sind sehr vielschichtig: Außenseiter werden z.B. in Chatrooms schikaniert; man versucht, Konkurrenz klein zu halten oder Freunden zu imponieren; unter Umständen werden Mobbingopfer zu Tätern: Sie wehren oder rächen sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst gewann das [[Phänomen]] vor allem im Zusammenhang mit Schülern, die Videos oder Bilder von Lehrern bearbeiteten und anschließend ins Internet gestellt haben, an Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;'Von Schülern verhöhnt – und die ganze Welt sieht zu''. In: [http://spiegel.de/schulspiegel/0,1518,475897,00.html spiegel.de, ''SchulSPIEGEL'', 10. April 2007]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile ist Internet-Mobbing unter Schülern verbreitet und erfolgt per Handy, [[Chat]], [[Soziales Netzwerk (Internet)|sozialen Netzwerken]] wie [[VZnet Netzwerke|SchülerVZ]] oder [[Videoportal]]e wie [[YouTube]] oder eigens erstellten Internetseiten; 2010 berichten allgemein bereits 25 % der Nutzer eines soziales Netzwerks von Beleidigungen und Bedrohungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF_31.10.010&amp;quot;&amp;gt;Manuela Lundgren: ''Virtuelle Belästigung mit realen Folgen - Immer mehr Jugendliche klagen über Mobbing im Internet''. In: [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1307104/ dradio.de, Deutschlandfunk, ''Hintergrund'', 31. Oktober 2010, ]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;WDR Interview [http://www.wdr.de/themen/computer/2/cybermobbing/110608.jhtml?stdComments=0 wdr.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Einzelne Untersuchungen zeigen, dass in Deutschland mittlerweile über ein Drittel der (Oberstufen-)Schüler innerhalb eines Zeitraumes von zwei Monaten mindestens einmal als Opfer von Cyber-Mobbing betroffen sind und über die Hälfte der Schüler als Täter aktiv werden, beides mit steigender Tendenz.&amp;lt;ref&amp;gt;T. Porsch, Vortrag auf dem Fachtag ''Cybermobbing'', Münster, November 2010: ''Was haben wir mit Cyberbullying zu tun? Eine Untersuchung mit SchülerInnen im Münsterland''.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grenzen sind fließend: Die Hemmschwelle, im Internet andere auszulachen oder zu verhöhnen, ist gering. In der Anonymität des [[World Wide Web]] muss ein Täter seinem Opfer nicht in die Augen blicken, eine unmittelbare Rückmeldung für das eigene Verhalten bleibt (zunächst) aus und in der Folge auch das Bewusstsein und Empfinden für das mögliche Ausmaß und die Qualität der Verletzung der Betroffenen. Es ist einfach, Unwahrheiten zu äußern oder herumzuschimpfen. Dieser Effekt wird auch als ''Online Disinhibition Effect'' (dt. ''Online-Enthemmungseffekt'') bezeichnet: Es fällt Menschen, insbesondere Jugendlichen, schwerer, ihre Impulse zu zügeln, wenn [[soziale Kontrolle]] wegfällt oder nicht spürbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;''Das Fehlen von Autoritätspersonen in diesem nicht überwachten Raum ermutigt Menschen, ihren Impulsen nachzugeben. […] In der Hand junger Menschen, die noch nicht gelernt haben, ihre Impulse zu kontrollieren, werden digitale Medien unter Umständen zu gefährlichen Waffen.'' John Palfrey, Urs Gasser: ''Generation Internet, Die Digital Natives: Wie sie leben - Was sie denken – Wie sie arbeiten.'' – S. 113&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2008 erschien das Buch ''Generation Internet'' von John Palfrey und Urs Gasser, zwei Rechtsprofessoren aus den USA und der Schweiz. Sie stufen das Thema ''Cyberbullying'' als eines der größten Risiken ein, welche den ''Digital Native'' bedrohen, den in die Internetwelt hinein geborenen Jugendlichen.&amp;lt;ref&amp;gt;John Palfrey, Urs Gasser: ''Generation Internet, Die Digital Natives: Wie sie leben – Was sie denken – Wie sie arbeiten.'' – S. 106&amp;lt;/ref&amp;gt; Mädchen werden hierin als besonders Betroffene bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;John Palfrey, Urs Gasser: ''Generation Internet, Die Digital Natives: Wie sie leben – Was sie denken – Wie sie arbeiten.'' – S. 112&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Opfer ==&lt;br /&gt;
Kinder, die im virtuellen Medium gemobbt werden, waren oft bereits vorher im wirklichen Leben ein Angriffsziel von Mobbing.  Besondere Angriffsflächen bieten dabei Kinder und Jugendliche, die bereits wegen ihres Aussehens (zu dick - zu dünn etc.) [[Stigmatisierung|stigmatisiert]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Patienten (Opfer und Täter) in der Kinder- Jugendpsychiatrie im Wilhelmstift in Hamburg sind Schüler zwischen 11 und 16 - einem besonders schwierigen Entwicklungsalter ([[Pubertät]]) mit einer hohen Empfindlichkeit für das mögliche Erleiden und auch Zufügen von Verletzungen.&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Es spielt keine Rolle, ob Jugendliche gelernt haben, mit Konflikten umzugehen, sich aktiv zu wehren, und ob sie einen Freundeskreis um sich herumhaben, der sie verteidigen kann. Häufig finden wir es auch, dass überangepasste Kinder, die häufig auch wenig Konflikterfahrung haben, leichter zum Ziel von Mobbing werden, die nichts Eigenes bieten können und sehr an Erwachsenen orientiert sind. ... Die Behandlung der Patienten kann je nach Schwere der Störungen bis zu drei Monate dauern. Eine stationäre Behandlung ist immer dann angezeigt, wenn das Kind nicht mehr zur Schule gehen kann, und wenn die Gefahr droht, dass der junge Patient sich selbst oder anderen etwas antun könnte. Hauptziel der Behandlung ist es, den betroffenen Kindern wieder ein soziales Umfeld zu schaffen, in dem sie sich wohlfühlen, um sie aus der Isolation herauszubringen. Und dennoch können Langzeitschäden, nicht ausgeschlossen werden. Durchlebte Beschämung prägt sich ein und hält lange an, sodass das Selbstwertgefühl für einen längeren Zeitraum stark beschädigt sein kann. ... Die Behandlung der Opfer kann somit sehr langwierig, kosten- und zeitintensiv sein, vor allem wenn die Opfer sich erst spät jemandem anvertrauen und den Verletzungen im Internet bereits monatelang ausgesetzt waren. Die erschreckenden Auswirkungen des neuen Phänomens Cyber-Mobbing werden mittlerweile sehr ernst genommen und so wurden in den vergangenen Jahren Kampagnen zur Förderung von Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen und Präventions-Projekte gegen Cyber-Mobbing ins Leben gerufen. Auch die EU hat die Gefahren für die jungen User erkannt und 2009 das &amp;quot;Safer Internet Programme&amp;quot; verabschiedet, an dem sich 26 europäische Länder beteiligen.&lt;br /&gt;
 |Autor=Joachim Walter, Leiter der Kinder- Jugendpsychiatrie im Wilhelmstift, Hamburg&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF_31.10.010&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betroffene finden unter Umständen keine angemessene Hilfe bei Eltern oder Lehrern, da diesen die Problematik teilweise unbekannt ist&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=56898834|Titel=Generation Netzkind / Internet: Jugendliche lieben Netz-Communitys – zum Schrecken von Lehrern und Eltern|Jahr=2008|Nr=20|Seiten=100}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. sie die Anzeichen nicht (er)kennen und wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Täter ==&lt;br /&gt;
Täter sind mit einem etwa gleichen Anteil Jungen und Mädchen. 2008 haben in einer Studie 16 % der Befragten angegeben, selbst schon einmal im Internet gemobbt zu haben - 40 % von ihnen empfanden dies wie einen [[Streich]].&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Täter sind zum einen natürlich Menschen, die auch selber schon erlebt haben, selbst zum Opfer geworden zu sein, wo man Rache nehmen möchte. Kein neues Phänomen. Es gibt ein Stück Täter, die das im Sinne, wir nennen es narzisstischer Überhöhung tun, sie stellen sich gerne dar als die Mobber und als die Mächtigen, die dann leider manchmal auch in Klassen, durchaus auch in sozialen Gemeinschaften, geschätzt werden.&lt;br /&gt;
 |Autor=wie vor: Joachim Walter&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF_31.10.010&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome == &lt;br /&gt;
Was als Scherz empfunden wird, kann dramatische Folgen nach sich ziehen, wie zum Beispiel soziale Isolierung, Stress, psychische Probleme oder [[Suizid]]:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Am dramatischsten ist es, wenn es um Selbstmordgedanken geht, wenn man sich selbst und sein weiteres Leben so sehr infrage stellt, dass man nicht mehr einen Blick in die Zukunft wagen kann. Also Suizidalität - ein wichtiges Thema. Auftauchen tut es auch im Rahmen von Essstörungen. Es gibt dann auch Jugendliche, die mit Amokdrohungen kommen - es gibt depressive Bilder, einfach Rückzug und sicherlich das Häufigste ist das Vermeiden der Bereiche, wo man mit anderen Kindern in Verbindung kommt, sprich Schule, Verweigerung, Schulvermeidung aus Angst, sich zu stellen.&lt;br /&gt;
 |Autor=wie vor: Joachim Walter&lt;br /&gt;
 |Quelle=&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF_31.10.010&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Im September 2009 hatte sich in Großbritannien ein junges Mädchen das Leben genommen, weil es online gemobbt wurde. Es war bereits der dritte Fall in England innerhalb von zwei Jahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF_31.10.010&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein jüngstes Beispiel für Cyber-Mobbing ist der Fall [[Amanda Todd]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;createordie.de&amp;quot;&amp;gt;http://createordie.de/cod/news/Video-vor-dem-Selbstmord-Amanda-Todd-erzaehlt-bei-YouTube-ihre-Geschichte-065143.html&amp;lt;/ref&amp;gt;: Die 15-jährige Kanadierin hat sich im Oktober 2012 nach jahrelangem Cyber-Mobbing das Leben genommen: In der siebten Klasse begann sie im Internet, neue Kontakte zu Fremden zu knüpfen. Eines Tages bat sie ein ''Cam-Chat''-([[Chat|Kamera-Chat]])-Partner, ihm vor der Kamera am [[Personal Computer|PC]] ihre Brüste zu zeigen. In seiner jugendlichen Unbedarftheit folgte der Teenager dem Wunsch des Fremden, anschließend meldete sich dieser via [[Facebook]] wieder bei ihr und versuchte, sie mit den Nacktaufnahmen, die er per [[Screenshot]] vom ''Cam-Chat'' gemacht hatte, zu [[Erpressung|erpressen]]: Als die Jugendliche nicht darauf einging, verschickte der Mann die Bilder an ihre Freunde und Bekannten. Daraufhin fiel Amanda in eine Depression, ihr Umfeld distanzierte sich von ihr; Amanda wechselte mehrfach die Schule und beging nach einem ersten Selbstmord''versuch'' schließlich tatsächlich [[Suizid]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;createordie.de&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erscheinungsformen ==&lt;br /&gt;
=== Zwischen Jugendlichen ===&lt;br /&gt;
Beim klassischen (realen) Schulmobbing wird das Opfer vor den Augen der ganzen Klasse verprügelt, beschimpft, ausgegrenzt. Hier besteht allerdings die Möglichkeit für einen Entspannungs-, [[Deeskalation]]sraum z.B. nach der Schule.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF HG 28-12-011&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Cyberspace]] mobben Kinder und Jugendliche anders, beispielsweise setzen sie hinter dem Rücken ihres Mitschülers anonym per Handy ein [[Gerücht]] in die Welt, Betroffene werden per Handykamera gefilmt, unter Umständen in auch aktiv herbeigeführten entwürdigenden, bloßstellenden oder gewalttätigen Situationen. Hier gibt es kein Entkommen, das Internet vergisst nichts, Einträge zu löschen, gestaltet sich außerordentlich schwierig und aufwändig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile gibt es hierzu erste wissenschaftliche Untersuchungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Isabel Fannrich-Lautenschläger: ''Virtuelle Beleidigungen – Neueste Forschungen zu Mobbing im Internet von Anja Schultze-Krumbholz, Catarina Katzer''. In: [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/studiozeit-ks/1068559/ dradio.de, Deutschlandfunk, ''Studiozeit, Aus Kultur- und Sozialwissenschaften'', 12. November 2009]. (25. März 2010)&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wurde festgestellt, dass in Deutschland derweil etwa jeder fünfte Jugendliche beteiligt ist, also entweder als Täter, als Opfer oder als sogenanntes Täteropfer, welches sowohl Täter als auch Opfer wird. Dies wird als ein relativ hoher Wert angesehen, deckt sich aber nach Aussagen der Wissenschaftlerinnen sowohl mit internationalen als auch mit anderen Befunden aus Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unter Erwachsenen ===&lt;br /&gt;
Gemäß einer Umfrage des [[Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik|Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik]] (BSI), die unter privaten Internetnutzern durchgeführt wurde, können auch Erwachsene Opfer von Cybermobbing werden. 12 % der Internetnutzer, die sich in mindestens einem Sozialen Netzwerk engagierten, gaben Mobbing sowie sexuelle Belästigung bezüglich ihrer Person an. Überwiegend waren hiervon weibliche Personen in der Altersklasse von 14 bis 39 Jahren betroffen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.polizei-beratung.de/presse/609-cybermobbing-ist-kein-kinderspiel.html Polizeiliche Kriminalprävention: ''Cybermobbing ist kein Kinderspiel''], vom 8. März 2011, aufgerufen am 25. August 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehrpersonal ===&lt;br /&gt;
Auf Bewertungsportalen wie [[Spickmich]] oder [[MeinProf]] können Schüler und Studenten anonym die Arbeit ihrer Lehrer und Professoren beurteilen. Die Meinungen zu diesen Foren sind geteilt. Während sie einerseits lediglich als Rückmeldemöglichkeit für Betroffene bezeichnet wird, fühlen sich andere durch die anonyme Kritik gemobbt. „Könnten Foren eine in Schulen oder Hochschulen fehlende Feedback-Kultur ausgleichen, wäre es nicht notwendig, dass sich kritische Schüler in der Verborgenheit des Internets verstecken und ein Ventil wie ''spickmich'' wäre überflüssig.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2008/40/C-Lehrer?page=1 ''Die Angst der Lehrer'']. In: ''[[Die Zeit]]'' 40/2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegen Firmen ===&lt;br /&gt;
Auch Firmen können Opfer von Cyber-Mobbing-([[Rufmord]]-)Attacken oder -Kampagnen werden. Vor- und Nachsorge können hier so genannte [[Reputationsmanager]] treffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Scherg im Gespräch mit Christoph Heinemann: ''Mobbing digital - Was man gegen Diffamierungen im Netz tun kann''. In: [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1478954/ dradio.de, Deutschlandfunk, ''Interview'', 10. Juni 2011] (31. Dezember 2011)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
* Angst: Um nicht selbst zum Mobbingopfer zu werden, möchte man lieber zu einer aktiven, vermeintlich starken [[Peergroup|Gruppe]] gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anerkennung: cool sein, das Bedürfnis, sich Geltung, Einfluss sowie [[Prestige]] zu verschaffen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* interkulturelle Konflikte: Unterschiedlichkeiten, Auseinandersetzungen aufgrund unterschiedlicher Nationalitäten, Sprachen, abweichendem Aussehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Langeweile: beispielsweise &amp;quot;aus Spaß&amp;quot; ein Foto von Jemandem negativ bewerten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Machtdemonstration: das Bedürfnis, Stärke zu zeigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* eigene [[Minderwertigkeitskomplex]]e: zur eigenen und fremden Ablenkung von diesen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* persönliche Krisen: das Zerbrechen einer Liebe, Freundschaft, Beziehung: [[Hass]]- oder [[Neid]]gefühle; oft wissen die Täter um [[intim]]e [[Detail]]s&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenmaßnahmen ==&lt;br /&gt;
:{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Mobbing im Netz lässt sich nie ganz verhindern unabhängig davon, wie sicher Netze sind oder ob sie über rote Knöpfe verfügen, mit denen man Angriffe im Netz melden kann. Denn: Die Auslöser für die Konflikte, für Beschimpfungen, Demütigungen und Beleidigungen im Netz sind auf den Schulhöfen, also in der realen Welt verankert. Und nur dort können sie auch gelöst werden und das je früher desto besser.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF_31.10.010&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
=== Zivilcourage ===&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Mein Traum ist es, dass eines Tages Jugendliche im Internet genau so wenig wegschauen, wenn irgendwo jemand beleidigt, beschimpft wird, wie man das eigentlich auf der Straße auch nicht macht. [[Zivilcourage]] im Internet, das muss eigentlich das Ziel von Medienerziehung in diesem Bereich sein.&lt;br /&gt;
 |Autor=Moritz Becker, Smiley e. V.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF_31.10.010&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abwehr ===&lt;br /&gt;
Wer Opfer von Cyberbullying wird, kann zunächst meist nur hilflos reagieren. Mittels Argumenten hat man gegen eine anonyme Gruppe keine Chancen. Mangelndes Selbstbewusstsein verschärft dabei die Situation unter Umständen. Als Außenseiter kann man wie im wirklichen Leben auch hier von der [[Internetcommunity]] nur schwerlich bzw. keinen Beistand erwarten: Steht erst einmal ein entwürdigendes Video im Netz, können es schnell Hunderte oder Tausende sehen und allzu schnell und einfach lässt sich eine bereits erfolgte [[Stigmatisierung|Stigma]] nicht wieder entfernen. Hinzu kommt die Ungewissheit der [[Urheber]]schaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eltern müssen mit den Betroffenen intensiv die Situation erörtern und auf alle Fälle im entsprechenden Fall die Schule informieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.klicksafe.de klicksafe.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Erwachsene können bei Cyber-Mobbing gegen Kinder und Jugendliche auch eingreifen, indem sie möglichst schnell die Polizei informieren. Diese kann die Täter unter Umständen identifizieren und eine Strafverfolgung einleiten; das ist allerdings dadurch erschwert, dass entsprechende Server oft im Ausland angemeldet sind und sich damit einer eventuellen Strafverfolgung entziehen. Zivilrechtliche [[Unterlassungsanspruch|Unterlassungsansprüche]] wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung nach deutschem Recht gelten jedoch weltweit und entsprechende deutsche Gerichtsentscheidungen können auch im Ausland [[Zwangsvollstreckungsrecht (Deutschland)|vollstreckt]] werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.law5.de/vorgehen-zur-loeschung/#gegner-im-ausland ''Entfernung von Verleumdungen aus dem Internet bei ausländischem Gegner'']&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei jedem seriösen Netzwerkanbieter bzw. Seitenbetreiber besteht die Möglichkeit, beleidigende, unseriöse, unethische oder sonst wie auffallende Seiten, Profile oder Darstellungen zu melden und ihre Löschung zu beantragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbesserung der Medienkompetenz und des Verständnisses von Eltern, Lehrern und Erziehern steht mit an erster Stelle der Vorsorge. Der gut gemeinte Ratschlag, Computer und/oder Handy einfach auszuschalten und auszulassen, greift in einer medialen und vernetzten Wirklichkeit zu kurz; zudem gelten diese Regeln –&amp;amp;nbsp;sofern sie je von den Verantwortlichen aufgestellt wurden&amp;amp;nbsp;– nur bis zum Unterrichtsende, so dass sich diejenigen Fälle, bei denen ''nach'' der Schule entwürdigende Szenen gegebenenfalls mitgefilmt werden, durch diesen Ratschlag weder beeinflussen noch ausschließen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reaktion ===&lt;br /&gt;
Schnelles Handeln und Prävention kann Mobbing im Netz vermindern oder im besten Fall sogar verhindern:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Bei Patrick konnte ein längerer Leidensweg vermieden werden, weil er sich seinen Eltern gleich am nächsten Tag mitgeteilt hat und Eltern die nötigen weiteren Schritte einleiten konnten. Besonders wichtig für Patrick war die Aufmerksamkeit und Fürsorge seiner Freunde: &amp;quot;Was ich sehr gut fand, dass mich meine Freunde auf jeden Fall ermutigt haben, das heißt, als ich am Montag in der Schule war, ging ich davon aus, dass ich diese Drohung einfach auf meine Pinnwand gelöscht hätte und da kamen aber gleich mehrere von ihnen auf mich zu und sagten, hey wir haben gelesen, was da auf deiner Pinnwand steht, das ist ja total unglaublich, da müssen wir unbedingt gegen vorgehen. Dann haben wir das auch gleich der Ersten große Pause besprochen, was man da machen kann und dann, als wir unsere Tutorin wieder hatten, gleich gemeldet, da war ich positiv überrascht, dass die das erstens mitgekriegt haben und sich gleich Gedanken drüber gemacht haben und das dann eben auch in die Tat umgesetzt haben.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF_31.10.010&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schulleitung reagierte sofort. Die beiden Klassenkameraden, die unter ihrem eigenen Namen gemobbt hatten, mussten die Schule verlassen. Patrick hat sich also nicht zum Opfer machen lassen und er empfiehlt auch anderen, keine Angst aufkommen zu lassen:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ich würde ihnen auf jeden Fall raten, sobald sie auch nur die geringste Idee haben, wer dahinter stecken könnte, dass sie es auf jeden Fall melden. Nachdem meine Klassenlehrerin meine Eltern angerufen hat, da haben wir lange überlegt, ob wir das der Polizei melden und wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass das Sinn macht, weil der beleidigten Person eigentlich nicht wirklich was passieren kann. ...&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF_31.10.010&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Opfer wagen nicht, sich zu öffnen und andere zu informieren, weil sie fürchten, noch weiter ins (vermeintliche) soziale Abseits zu geraten.&amp;lt;ref&amp;gt;Evi Seibert: ''Wer mobbt, fliegt raus''. In: [http://www.swr3.de/-/id=47308/did=1049828/e8mg0l/ swr3.de, 4. Mai 2011] (4. Mai 2011)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Hilfe, Selbsthilfe ===&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die [[Niedersächsische Landesmedienanstalt]] ... hat eine Selbsthilfe-Plattform gegründet. Unter [[juuuport]].de sind ehrenamtliche Scouts erreichbar, die Jugendliche bei schlechten Erfahrungen im Internet beraten sollen. Die Scouts zwischen 14 und 18 Jahren werden durch psychologische, juristische und medienpädagogische Fachkräfte ausgebildet. Denn junge Leute wollen sich lieber untereinander austauschen, als Erwachsene einzuweihen. Erste Hilfe bieten die jungen Scouts, wenn Schüler in sozialen Netzwerken beleidigt werden oder unerwünschte Fotos von ihnen erscheinen. (...)&lt;br /&gt;
Es ist nicht der Experte, der von oben sagt, so geht das nicht und Du musst das so und so machen; dass wir Tipps geben können, vielleicht schon eigene Erfahrung gemacht haben usw., da können wir dann ganz frei mit den Nutzern sprechen. ...&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich denk' auf jeden Fall, dass die Hemmschwelle niedriger ist, dass man seinen Eltern vielleicht so was nicht erzählen würde, weil die Eltern das nicht verstehen und keine Erfahrung im Internet haben, nicht mit SchülerVZ, sie wissen nicht, worum's da geht.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF_31.10.010&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorsorge ==&lt;br /&gt;
Generell muss in der digitalen Wirklichkeit wie im analogen Leben das allgemeine Prinzip der Verantwortlichkeit gelten: Alle sind selbst für das verantwortlich, was sie sehen, tun (oder unterlassen), veröffentlichen usw.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF ZD 28-12-011&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönliche ===&lt;br /&gt;
Bisher gibt es noch sehr wenig Forschung zur Prävention von Cyber-Mobbing. Allerdings zeigen erste Studien, dass es möglich ist, das Risiko zu senken, Opfer zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Urbasik, S. Pieschl, September 2010: ''Protective factors that reduce or prevent cyberbullying'': Vortrag bei dem 47. Kongress der [[Deutsche Gesellschaft für Psychologie|Deutschen Gesellschaft für Psychologie]], Bremen&amp;lt;/ref&amp;gt; Allgemein anerkannt ist, bei der Bewegung im Internet nicht leichtfertig persönliche Daten und Darstellungen in schriftlicher und/oder bildlicher Form zu hinterlassen, um sich nicht in besonderer Weise angreif- und verletzbar zu machen. Ebenso ist das Mobben von anderen oder das Nutzen von Chaträumen mit extremen Inhalten ein Risikofaktor.&amp;lt;ref&amp;gt;C. Katzer, D. Fetchenhauer, 2007: ''Cyberbullying: Aggression und sexuelle Viktimisierung in Chatrooms''. In: M. Gollwitzer, J. Pfetsch, V. Schneider, Schulz, T. Steffke &amp;amp; C. Ulrich (Hrsg.): ''Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen''. Band I: ''Grundlagen zu Aggression und Gewalt in Kindheit und Jugend''. Hogrefe&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== durch Aufsichtspersonen ===&lt;br /&gt;
==== Ausbildung Lehrpersonal ====&lt;br /&gt;
Das Thema und der Erwerb von [[Medienkompetenz]] muss strukturell in der pädagogischen Ausbildung verankert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF ZD 28-12-011&amp;quot;&amp;gt;''Beschimpft, verleumdet, bedroht - Cybermobbing in der Schule''. In: [http://www.dradio.de/aod/html/?broadcast=253567 dradio.de, ''Deutschlandfunk, Zur Diskussion'', 28. Dezember 2012] (31. Dezember 2012)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Empowerment ====&lt;br /&gt;
Die allgemeine Stärkung des Selbstbewusstseins von Kindern und Jugendlichen (engl. [[Empowerment]], dt. etwa ''Bestärkung'') sowie die Schaffung eines Problembewusstseins bei den Tätern sowie die Sensibilisierung der Gesellschaft: Der respektvolle und sichere Umgang mit den Neuen Medien muss thematisiert und kann geübt und diskutiert werden, um Selbstachtung, Durchsetzungsvermögen, Eigen- und Mitverantwortlichkeit sowie das Entwickeln von Freundschaften zu unterstützen. Mittlerweile wird das Problem immer mehr erkannt, Fortbildungskonzepte werden entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrea Escher: ''Schüler klären über Schikane im Internet auf''. In: [http://www.badische-zeitung.de/neuenburg/schueler-klaeren-ueber-schikane-im-internet-auf--31156686.html badische-zeitung.de, ''Lokales, Neuenburg'', 18. Mai 2010] (6. Juni 2010)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch kleinere [[Medienpädagogik|medienpädagogische]] Projekte können hier bereits einen Beitrag leisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF ZD 28-12-011&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eltern ====&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Was die Internet-Nutzung angeht, gibt es oft eine große Kluft zwischen Kindern und Eltern, wobei die Kinder den Älteren weit voraus sind. Diese Elterngeneration ist die Erste, die technisches Wissen nicht an ihre Kinder weitergeben kann. Eltern fühlen sich überfordert beim Thema Erziehung zu Medienkompetenz, dabei ist ihre Aufmerksamkeit und Mitarbeit bei diesem Thema wichtiger denn je. Welche Präventionsarbeit können die Eltern leisten? ... Eltern müssen ihre Kinder begleiten, wie immer im Leben, erst recht im Internet. Ganz wichtig ist es, dass man Kindern den Rücken stärkt, dass man wegkommt von 'Chatten ist schlecht', dass man da konstruktiv mit den Kindern gemeinsam versucht, herauszufinden, wie kann ich das wirklich so nutzen, wie ich das eigentlich möchte&lt;br /&gt;
 |Autor=Moritz Becker, smiley e.V.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF_31.10.010&amp;quot;/&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Firmen, Institutionen ===&lt;br /&gt;
==== Netzwerkbetreiber, Anbieter ====&lt;br /&gt;
Grundsätzlich haben die Betreiber von [[Soziales Netzwerk (Internet)|sozialen Netzwerken im Internet]] ein starkes Interesse, Cyber-Mobbing einzudämmen, denn ihr Erfolg hängt entscheidend ab von ihrem guten Ruf und einem guten Klima in ihrer [[Online-Community|Community]]. Ihre Mitglieder müssen zum Teil persönliche Daten veröffentlichen, um an den Aktivitäten des Netzwerks teilnehmen zu können und machen sich damit besonders angreifbar für Cyber-Mobbing. Daher wird mit Aufklärungsaktionen versucht, vor allem Jugendliche zu erreichen; die Aktionen sind häufig mit Werbung für das jeweilige Netzwerk verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jugendbeauftragter von [[SchülerVZ]] sah eine große Chance für mehr Sicherheit im Netz in der Zusammenarbeit zwischen Schülern und Lehrern:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=In der Tat ist es natürlich so, dass viele Lehrer sich mit diesem Thema nicht besonders vertraut und sicher fühlen. Ich glaube aber, das ist gar nicht so schlimm. Was Kinder und Jugendliche sehr gut können, ist mit dem Computer umgehen - die haben eine sehr hohe technische Medienkompetenz, während Lehrer und Eltern eine sehr hohe soziale Kompetenz in der Regel haben. Ein Lehrer oder Erwachsener kennt in der Regel die Verhaltensnormen in der Gesellschaft, weil er sie schon sehr viel verinnerlicht hat und vielleicht auch ein anderes Bewusstsein dafür hat und ein Kind weiß, wie man gut mit einem Computer umgeht. Schmeißt man all dieses Wissen in einen Topf, dann kann man sehr viel erreichen.&lt;br /&gt;
 |Autor=Philip Groeschel&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF_31.10.010&amp;quot;/&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile (Dezember 2011) haben einige große Social Network-Anbieter so genannte Notfall[[Schaltfläche|button]]s auf ihren Seiten installiert, mit denen man unmittelbar etwaige Angriffe, Belästigungen, Beleidigungen, Verletzungen usw. direkt an Verantwortliche melden kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF ZD 28-12-011&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schulen ==== &lt;br /&gt;
Sie können gemeinsam mit Eltern einen Verhaltenskodex entwickeln sowie ''Mobbingbeauftragte'' benennen, deren Aufgabenfeld sich auf das Cyber-Mobbing erstreckt. Das sogenannte [[Streitschlichter]]-Konzept bietet darüber hinaus auch hier Konfliktbearbeitungsmöglichkeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/11/0,3672,7514283,00.html ZDFheute]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Hamburg wurde im Februar eine Initiative zur Förderung der Datenschutzkompetenz an Hamburger Schulen vorgestellt. Im Rahmen von Unterrichtseinheiten soll mit Schülern das Leben in der virtuellen Welt eingeübt werden: Der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und seine Behörde sind Initiatoren des Projektes:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ein Konzept, das eben künftig den Schulen ermöglicht, ihre Verantwortlichkeit als Lehranstalt insofern auch so weit wahrzunehmen, als Kinder und Jugendliche darauf hingewiesen werden, welche Gefahren eben in der virtuellen Welt auf sie warten. Das Verhalten im Internet muss im Grunde genauso eingeübt werden wie im Straßenverkehr, und die Schulen ziehen die Schüler und Schülerinnen natürlich bereits ins Internet, indem dort recherchiert wird für Hausarbeiten, indem dort Referate gemacht werden. Und wir haben gesagt, es kann eben nicht sein, dass die schulischen Lehrinhalte dieses Thema 'wie verhalte ich mich im Internet' aussparen, denn dies ist in der Tat ein Thema, das viele der Eltern-Generation gar nicht kennen - das muss die Schule künftig selbst machen.&lt;br /&gt;
 |Autor=Johannes Caspar&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF_31.10.010&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Staat, Gesetzgebung, Rechtsprechung ====&lt;br /&gt;
In Deutschland  wird der Begriff Cybermobbing (bisher, Dezember 2011) nicht als eigener Straftatbestand aufgeführt; unter Umständen könnte eine entsprechende Installation dazu führen, dass das Problem ernster genommen wird- analog der Entwicklung beim [[Stalking]]. Die (Straf-)Gesetzgebung wird ansonsten allgemein als ausreichend erachtet; [[Missouri]] hat als erster amerikanischer Bundesstaat eine entsprechende eigene Gesetzgebung erlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF ZD 28-12-011&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Großbritannien wurde bereits von staatlicher Seite gegen Cybermobbing vorgegangen. Dort wurden neue, spezielle Richtlinien für den Umgang mit dem Problem erlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;''Großbritannien macht gegen Cyber-Mobbing mobil''. In: [http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=060726003 pressetext.de, pressetext.austria, 26. Juli 2006]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unternehmen ====&lt;br /&gt;
Gut ausgebildete und ständig betreute [[Social Media]]-Kanäle zählen zu den besten Vorsorgemöglichkeiten gegen Cyber-Mobbing für Unternehmen. Kommt es zu Nutzerkritiken, kann die Kritik auf den eigenen Plattformen kontrolliert, überblickt und kommentiert werden. Vernachlässigen Unternehmen die Pflege der Online-Präsenzen, erhöht sich die Gefahr, dass sich die Kritik auf viele verschiedene Webseiten verlagert und so für Unternehmen zur Gefahr für die Reputation und das Tagesgeschäft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.revolvermaenner.com/blog/item/cybermobbing-ein-gesellschaftliches-problem.html ''Cybermobbing - ein gesellschaftliches Problem''], revolvermaenner.com, 25. Juli 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
=== Opfer ===&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die Behandlung der Patienten kann je nach Schwere der Störungen bis zu drei Monate dauern. Eine stationäre Behandlung ist immer dann angezeigt, wenn das Kind nicht mehr zur Schule gehen kann, und wenn die Gefahr droht, dass der junge Patient sich selbst oder anderen etwas antun könnte. Hauptziel der Behandlung ist es, den betroffenen Kindern wieder ein soziales Umfeld zu schaffen, in dem sie sich wohlfühlen, um sie aus der Isolation herauszubringen. Und dennoch können Langzeitschäden, nicht ausgeschlossen werden. Durchlebte Beschämung prägt sich ein und hält lange an, sodass das Selbstwertgefühl für einen längeren Zeitraum stark beschädigt sein kann. Die Behandlung der Opfer kann somit sehr langwierig, kosten- und zeitintensiv sein, vor allem wenn die Opfer sich erst spät jemandem anvertrauen und den Verletzungen im Internet bereits monatelang ausgesetzt waren.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF_31.10.010&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Täter ===&lt;br /&gt;
Hier wird die Therapie an eventuell vorliegenden ([[Narzisstische Persönlichkeitsstörung|narzisstischen Persönlichkeitsstörungen]]) ansetzen (wie bereits oben erwähnt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtslage ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Cyber-Mobbing ist in Deutschland kein eigener Straftatbestand. Allerdings sind einzelne Formen von Cyber-Mobbing strafbar und können Gegenstand zivilrechtlicher Ansprüche sein (etwa Unterlassung und Schadenersatz).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rechtsanwalt-feser.de/beitraege/stalking/index.html Übersicht über die Rechtslage und psychologische Aspekte des Cybermobbings.]&amp;lt;/ref&amp;gt; In Betracht kommen insbesondere [[Ehrdelikt|Beleidigungsdelikte]] (Straftatbestände der §§ 185 ff. StGB), Delikte betreffend Verletzung des persönlichen Lebens- und Geheimbereichs (§§ 201 ff. StGB), Straftaten gegen die persönliche Freiheit (§§ 232 ff., insbesondere § 238 StGB (Nachstellung)), Verletzungen des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts (Art. 1 Abs. 1 und Art. 2 Abs. 1 GG), des Rechts am eigenen Namen (§ 12 BGB), des Rechts am eigenen Bild (§ 22 ff. KUG) oder des wirtschaftlichen Rufs (§ 824 BGB). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cybermobbing findet allerdings auch in Foren oder auf Webseiten statt, die sich der deutschen Rechtsprechung völlig entziehen. Ein Großteil der als Cyber-Mobbing bezeichneten Aktivitäten haben sich auf Webseiten und Foren verlagert, die im Ausland angemeldet sind; allerdings ist es nach wie vor auch noch in deutschen [[soziales Netzwerk (Internet)|sozialen Netzwerken]] ein Problem.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1303258/ZDF-log-in-Kampf-gegen-Cyber-Mobbing#/beitrag/video/1303258/ZDF-log-in-Kampf-gegen-Cyber-Mobbing zdf.de, ''Mediathek'']&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Jugendschutzgesetz (Deutschland)|Jugendschutzgesetz]] enthält spezielle Passagen, die sich auf Mediennutzung beziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.heise.de/newsticker/meldung/85332 heise.de, 14. Februar 2007: ''Medienwissenschaftler: Kein neues Gesetz für Gewaltspiele nötig'']&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zusammenhang mit gewalthaltigen Medien erscheint der Teilaspekt der Nachahmung, das Aufgreifen und Ausleben einer Idee durch junge Menschen als relevant für das Verständnis auch von Schulschießereien. Darauf deuten dort Nachahmungen von Heldenfiguren durch die Täter.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,449681,00.html spiegel.de, 20. November 2006: ''Video-Vermächtnis mit Waffe, Mantel, Kampfstiefeln'']&amp;lt;/ref&amp;gt; aus bekannten Filmen oder Computerspielen hin. Die Gefahr von Nachahmungstaten und [[Trittbrettfahrer (Kriminalistik)|Trittbrettfahrern]] steige zudem durch die Häufung der Fälle und der Medienpräsenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher wird in Deutschland allerdings im Gegensatz z.&amp;amp;nbsp;B. zum Vorgehen in England keine kriminalpolizeiliche Statistik über den Einfluss von Cyber-Mobbing auf Suizide (von Jugendlichen) geführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF HG 28-12-011&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beispiele ====&lt;br /&gt;
Das [[Oberlandesgericht Köln|OLG Köln]] stellte im November 2007 fest, dass „eine Bewertung unter den genannten Kriterien durchaus für eine Orientierung von Schülern und Eltern dienlich und zu einer wünschenswerten Kommunikation, Interaktion und erhöhter Transparenz führen kann. Gerade der schulische Bereich und die konkrete berufliche Tätigkeit von Lehrern sind durch Bewertungen gekennzeichnet, so dass es –&amp;amp;nbsp;auch vor dem Hintergrund eines Feedbacks&amp;amp;nbsp;– nahe liegt, diese im Rahmen einer Evaluation zurückzugeben. Sie stellen, obwohl in Notenstufen angegeben, eher gegriffene, subjektive Einschätzungen widerspiegelnde Wertungen dar, die dennoch geeignet sein können, Schülern und Lehrern eine gewisse Orientierung in der Einschätzung der bewerteten Kriterien zu ermöglichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jurpc.de/rechtspr/20070196.htm OLG Köln, Urteil vom 27. November 2007 - 15 U 142/07]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die genannten Foren können die Nutzung des Grundrechts auf Meinungsfreiheit unterstützen, da keine direkten Repressalien zu befürchten sind. Beispielsweise würden wahrscheinlich kurz vor anstehenden Beurteilungen wenige Schüler Unterrichtsmethoden ihres Lehrers als gerade ausreichend oder befriedigend bewerten.&lt;br /&gt;
Grundrechtlich geregelt ist die Meinungsfreiheit in Art. 5 GG, welche allerdings ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Steht allerdings nicht eine Diffamierung oder Herabsetzung der Person als Ziel dieser Äußerungen im Vordergrund, sondern vielmehr die Bewertung von Eigenschaften, die sich jedenfalls auch im schulischen Wirkungskreis spiegeln, genießt auch hier die Meinungsfreiheit Vorrang. Dabei ist bei der Diktion und Formulierung der Kriterien auch auf den Sprachgebrauch der Zielgruppe (hier: Schüler und Jugendliche) abzustellen. Zudem schützt das Grundrecht der Meinungsfreiheit die Meinungskundgabe unabhängig davon, ob die Äußerung rational oder emotional, begründet oder grundlos ist und ob sie von anderen für nützlich oder schädlich, wertvoll oder wertlos gehalten wird (BVerfG NJW 2001, 3613; BVerfG NJW 1972, 811). Auch eine polemische oder verletzende Formulierung der Aussage entzieht sie nicht dem Schutzbereich des Art. 5 Abs. 1 GG (BVerfG NJW 2001, 2613; BVerfG NJW 2002, 1192, 1193). Vor allem reicht der Schutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts nach Art. 2 Abs. 1 GG nicht so weit, dass er dem Einzelnen einen Anspruch darauf verleiht, in der Öffentlichkeit nur so dargestellt zu werden, wie er sich selber sieht oder von anderen gesehen werden möchte (BVerfG NJW 1999, 1322, 1323).&lt;br /&gt;
 |Quelle=OLG Köln, Urteil vom 3. Juli 2008&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[http://medien-internet-und-recht.de/druckversion_mir.php?mir_dok_id=1665 OLG Köln, Urteil vom 3. Juli 2008] – Az. 15 U 43/08&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst unter [[Pseudonym]] wurde die private Meinungsäußerung von Rechtsprechungsseite gewürdigt:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jurpc.de/rechtspr/20080030.htm LG Hamburg, Urteil vom 4. Dezember 2007] – Az. 324 O 794/07&amp;lt;/ref&amp;gt; „Es steht außer Frage, dass die Möglichkeit, sich unter einem Pseudonym zu äußern, für den Prozess der öffentlichen Meinungsbildung von Nutzen sein kann. Das gilt dann, wenn der Äußernde ohne diese Möglichkeit aus Angst vor ungerechtfertigten Repressalien von einem an sich schutzwürdigen Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung abgehalten werden könnte.“ Der Schutz von Meinungsäußerungen tritt regelmäßig hinter dem Persönlichkeitsrechtsschutz zurück, wenn sich die betreffenden Äußerungen als [[Schmähkritik|Schmähung]] darstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;amp;Art=en&amp;amp;Datum=2007-3&amp;amp;Seite=1&amp;amp;nr=40030&amp;amp;pos=58&amp;amp;anz=307 BGH, Urteil vom 27. März 2007] - Az. VI ZR 101/06&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Äußerung ist als Schmähkritik anzusehen, wenn sie sich nicht auf eine Auseinandersetzung in der Sache bezieht, sondern jenseits einer polemischen und überspitzten Kritik in der persönlichen Herabsetzung des Betroffenen besteht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.servat.unibe.ch/law/dfr/bv093266.html BVerfGE 93], 266&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== International ===&lt;br /&gt;
==== Asien ====&lt;br /&gt;
Südkorea hat 2007 ein Gesetz zu Vermeidung von Mobbing im Internet vorgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vnunet.de/news/professional_computing/news20070628008.aspx ''Südkorea: Gesetze gegen Cyber-Mobbing''], testticker.de, 28. Juni 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frankreich ====&lt;br /&gt;
Hier hat sich Anfang Mai 2011 der Erziehungsminister mit dem Internet-Netzwerk-Anbieter und Unternehmen [[Facebook]] zusammengetan: Mobber sollen identifiziert und unter Umständen von Unterricht und/ oder Schule ausgeschlossen werden. Lehrer sollen Blog-Einträge kontrollieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.swr3.de/-/id=47308/did=1049828/e8mg0l/ swr3.de, 4. Mai 2011, Evi Seibert: ''Wer mobbt, fliegt raus''] (4. Mai 2011)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== USA ====&lt;br /&gt;
In den [[Vereinigte Staaten|USA]] ließ sich 2009 auf gesamtstaatlicher Ebene der Vorwurf des Cyber-Bullyings, auch mit tödlichem Ausgang, unter der dort herrschenden Rechtslage nicht fassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heise online|heise]] vom 4. Juli 2009: [http://www.heise.de/newsticker/Straffreiheit-fuer-Cyber-Bullying--/meldung/141558 ''Straffreiheit für Cyber-Bullying'']&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem [[Präzedenzfall]] hat ein [[Bundesgerichte der Vereinigten Staaten|Bundesrichter]] schließlich sogar die Verurteilung einer 50-jährigen Mutter wegen [[Autorisierung|unautorisierten]] Zugangs zu einem Computer (sie hatte sich mit falschen Angaben angemeldet) aufgehoben, weil nach Ansicht des Richters kaum jemand die umfangreichen [[Nutzungsbedingungen]] eines Anbieters gründlich lese und beherzige. Gemeinsam mit ihrer 13-jährigen Tochter hatte sie unter falscher Identität eine Bekannte ihrer Tochter im Netzwerk [[MySpace]] gemobbt, was zum [[Suizid]] des Mädchens führte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bundesstaat der Vereinigten Staaten|Bundesstaat]] [[Missouri]] führte 2008 ein Gesetz gegen Cybermobbing ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,563115,00.html ''Weltweit erstes Gesetz gegen Cybermobbing'']. In: ''Spiegel Online'', 1. Juli 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort hatte die Selbsttötung des [[Teenager]]s große Empörung ausgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,518042,00.html ''Tod eines Teenagers'']. In: ''Spiegel Online'', 18. November 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.stalking-forum.de/forum/showthread.php?t=419 stalking-forum.de, 20. Mai 2008: ''Cyberstalking: Online zum Selbstmord''] (27. November 2010)&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bundesstaat [[New Jersey]] erließ nach dem Selbstmord eines Studenten das bislang als in den USA am strengsten geltende entsprechende Gesetz gegen Gewalt und Mobbing an Schulen und Hochschulen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF HG 28-12-011&amp;quot;&amp;gt;Uschi Götz: ''Kein Aufatmen nach Schulschluss - Wenn Mobbing im Internet zur Dauerqual wird''. In: [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1639142/ dradio.de, ''Hintergrund'', 28. Dezember 2012] (31. Dezember 2011)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 2011 fand am amerikanischen Regierungssitz im [[Weißes Haus|Weißen Haus]] in [[Washington, D.C.]] ein Anti-Mobbing-Gipfel statt. Das Unternehmen [[Facebook]] erklärte dort, in Zukunft [[Streitschlichter]] einsetzen zu wollen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DLF HG 28-12-011&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Cyber-Grooming]]&lt;br /&gt;
* [[Diffamierung]]&lt;br /&gt;
* [[Happy Slapping]]&lt;br /&gt;
* [[Image]], [[Leumund]]&lt;br /&gt;
* [[Mobbing]], [[Mobbing in der Schule]]&lt;br /&gt;
* [[Renommee]], [[Reputation]]&lt;br /&gt;
* [[Sexting]], [[Stalking]]&lt;br /&gt;
* [[Üble Nachrede (Deutschland)|Üble Nachrede]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
=== Jugendbücher ===&lt;br /&gt;
* Florian Buschendorff: [[Geil, das peinliche Foto stellen wir online!]] (Jugendroman zum Thema Cyber-Mobbing, 112 Seiten), Mülheim an der Ruhr, 2010, ISBN 978-3-8346-0729-4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachliteratur ===&lt;br /&gt;
* Stephanie Pieschl, Torsten Porsch. ''Schluss mit Cybermobbing! Das Trainings- und Präventionsprogramm &amp;quot;Surf-Fair&amp;quot;''. Weinheim: Beltz, 2012. ISBN 9783407627766&lt;br /&gt;
* Nayla Fawzi: ''Cyber-Mobbing. Ursachen und Auswirkungen von Mobbing im Internet'', Baden-Baden, 2009, Nomos (Internet Research, Bd. 37). ISBN 9783832948887&lt;br /&gt;
* Sönke Gerhold: ''Das System des Opferschutzes im Bereich des Cyber- und Internetstalking – Rechtliche Reaktionsmöglichkeiten der Betroffenen''. Nomos, Baden-Baden 2010, ISBN 978-3-8329-5341-6&lt;br /&gt;
* Gabriela Herpell, Mechthild Schäfer: ''Du Opfer! - Wenn Kinder Kinder fertigmachen''. Rowohlt, Reinbek 2010, ISBN 3-498-03006-X; Rowohlt TB 2012, ISBN 3-499-62658-6&lt;br /&gt;
* John Palfrey, Urs Gasser: ''Generation Internet, Die Digital Natives: Wie sie leben – Was sie denken – Wie sie arbeiten''. Verlag Hanser – Wirtschaft, 2008, 440 Seiten, ISBN 3-446-41484-3&lt;br /&gt;
* Julia Riebel: ''Spotten, Schimpfen, Schlagen … Gewalt unter Schülern – Bullying und Cyberbullying''. Landau, Verlag Empirische Pädagogik, ISBN 978-3-937333-79-3&lt;br /&gt;
* Christian Scherg: ''Rufmord im Internet - So können sich Firmen, Institutionen und Privatpersonen wehren'', 2011, Ambition. ISBN 978-3-942821-01-8&lt;br /&gt;
* Niransana Shanmuganathan: ''[http://wwwalt.phil-fak.uni-duesseldorf.de/infowiss/content/forschung/publikationen/IWP_61_2010_2_91-95.pdf Cyberstalking: Psychoterror im WEB 2.0]'', Information — Wissenschaft und Praxis, Band 61 (2010), Heft 2, S.91-95&lt;br /&gt;
* Rene Stephan: ''Cyber-Bullying in sozialen Netzwerken - Maßnahmen gegen Internet-Mobbing am Beispiel von schülerVZ''. Boizenburg, Hülsbusch, ISBN 978-3-940317-64-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Filme ===&lt;br /&gt;
* [[Philipp Käßbohrer]]: [[Gemeinsam Allein]], Kurzfilm, 19 Minuten, Deutschland, 2008&lt;br /&gt;
* [[Kilian Riedhof]]: [[Homevideo]], Fernsehfilm, 89 min, Deutschland 2010, Erstsendung: [[ARD]], 19. Oktober 2011, ab 12 Jahren, nur von 20:00 bis 6:00Uhr verfügbar: [http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=8521764 ardmediathek.de]; Inhaltsangabe, weiterführende Links: [http://www.daserste.de/filmmittwoch/film.asp?film=2592 dasErste.de, Filmmittwoch im Ersten] (23. Oktober 2011)&lt;br /&gt;
* [[Charles Binamé]]: [[Internet-Mobbing]], Spielfilm, 88 Minuten, Vereinigte Staaten, 2011&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hörfunk ===&lt;br /&gt;
* [[Deutschlandfunk]]:&lt;br /&gt;
** ''Länderzeit'', 27. November 2013, Petra Ensminger, Michael Roehl: [http://www.deutschlandfunk.de/internet-hetze-im-netz-was-tun-gegen-cybermobbing.1771.de.html?dram:article_id=270099 deutschlandfunk.de: ''Hetze im Netz: Was tun gegen Cybermobbing?''] (7. Dezember 2011)&lt;br /&gt;
** ''Hintergrund'', 28. Dezember 2012, Uschi Götz: [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1639142/ dradio.de: ''Kein Aufatmen nach Schulschluss - Wenn Mobbing im Internet zur Dauerqual wird''] (31. Dezember 2011)&lt;br /&gt;
** ''Interview'', 19. Oktober 2011, Hendrik Speck, Professor für [[Computerscience]] im Gespräch mit Christoph Heinemann: [http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1583172/ dradio.de: ''Dramatischer Kontrollverlust unserer klassischen Systeme'']  (23. Oktober 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.medienkompetenz-praevention.de WWU Münster] Forschung und Praxis zu Cyber-Mobbing an der WWU Münster&lt;br /&gt;
* [https://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/cyber-mobbing/cyber-mobbing.html Cyber-Mobbing] bei ''klicksafe.de – Initiative für mehr Sicherheit im Netz''&lt;br /&gt;
* [[zum:Cyberbullying|Cyberbullying - Ideen und Links für Lehrkräfte im ZUM-Wiki]]&lt;br /&gt;
* [http://www.westfaelische-nachrichten.de/service/klasse_wn/schuelertexte/1016921_Cyber_Mobbing_Belaestigung_via_Internet.html Cyber-Mobbing: ''Belästigung via Internet''], Bericht in den Westfälischen Nachrichten vom 27. November 2010&lt;br /&gt;
* [http://www.medpaed.de/dmdocuments/ws0607/jukischutz_inet/literatur_webadressen.pdf medpaed.de, R. Bachmaier: ''Suizidforen und –chatrooms im Internet; Belästigung von Kindern/Jugendlichen in Chatrooms''] (27. November 2010)&lt;br /&gt;
* [http://www.cyber-mobbing.ch cyber-mobbing.ch] Informationen über Cyberbullying für Eltern und Lehrer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Computer- und Internetkriminalität|*]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internetrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewalt an Schulen]]&lt;/div&gt;</summary>
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[[Medium:winter.jpg]]&lt;br /&gt;
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und vielleicht mit Bild&lt;br /&gt;
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&lt;div&gt;hier ist ein Test&lt;br /&gt;
[[Medium:winter.jpg]]&lt;br /&gt;
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